AI to the DNA ist der Podcast für alle, die KI wirklich verstehen und anwenden wollen. In jeder Folge gibt es fundierte Einblicke aus Wissenschaft und Praxis. Inspirierende Expert:innen und KI-Praktiker Christoph Magnussen machen so aus neugierigen Tool-Tourist:innen echte AI-Anwendungsweltmeister:innen!
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#26

Federated Learning: Wie Krankenhäuser gemeinsam ein KI-Modell trainieren, ohne Daten zu teilen | Daniel J. Beutel, Flower Labs

Was, wenn mit jedem Prompt an ein externes Modell ein kleines Stück deines Wettbewerbsvorteils das Haus verlässt? Warum hat kein einzelnes Krankenhaus genug Daten, um ein brauchbares KI-Modell zu trainieren und was ändert sich, wenn hunderte Institutionen zusammenkommen, ohne ihre Daten herauszugeben? Und was bedeutet es strategisch, wenn eine einzige Entscheidung der US-Regierung darüber bestimmt, ob du Zugang zum neuesten Modell hast? Zu diesen und weiteren Fragen spreche ich in dieser Episode von „AI to the DNA", dem Podcast für alle, die Künstliche Intelligenz wirklich verstehen und anwenden wollen, mit Daniel J. Beutel. Daniel ist Co-Founder und CEO von Flower Labs und Co-Creator von Flower, dem Open-Source-Framework für Federated Learning. Gegründet hat er Flower Labs mit Nic Lane und Taner Topal, drei Monate davon im Silicon Valley bei Y Combinator. Er sitzt in Hamburg und promoviert parallel in Cambridge. Wir sprechen darüber, was eine dezentrale KI-Architektur von der zentralen unterscheidet, die die großen Labs betreiben: Wer den kompletten Stack auf eigener Infrastruktur betreibt, schickt Prompts, Kontext und damit Prozesswissen nicht mehr an eine fremde API. Daniel erklärt, wie ein sogenanntes Fusion Model mehrere Open-Weight-Modelle unter einer einzigen API kombiniert und damit nah an die Performance aktueller Frontier-Modelle kommt. Außerdem diskutieren wir Federated Learning ganz konkret: eine internationale Bank, die Kundendaten physisch in den USA und in Europa halten muss und trotzdem ein gemeinsames Modell trainiert. Healthcare-Netzwerke, in denen teilweise über 100 Institutionen zusammenkommen, weil ein einzelnes Krankenhaus nur einige Tausend annotierte Radiologie-Bilder hat, zu wenig für moderne Deep-Learning-Architekturen. Dazu Techniken wie Differential Privacy und Secure Aggregation. Und ein Projekt mit dem US Department of Energy, in dem verteilt über drei National Labs ein LLM mit 70 Milliarden Parametern trainiert wird. Darüber hinaus geht es um den Unterschied zwischen AI-Assisted und AI-Native: Jedem Mitarbeitenden einen Chatbot zu geben, ist wie einen besseren Hammer in der Manufaktur zu verteilen. Daniel beschreibt, wie stattdessen eine Fertigungslinie für Wissensarbeit entsteht, die mit jeder Interaktion besser wird und warum das ohne starkes Sandboxing, granulare Permissions und Human in the Loop im Enterprise-Umfeld nicht funktioniert. Und wir reden über Europa: über den Datenschatz im Mittelstand, über Geschwindigkeit als das, was Daniel bei Y Combinator gelernt hat, und über seinen größten Wunsch, alle gesundheitsrelevanten Daten Europas in einem Netzwerk zu verbinden, ohne dass eine einzige Institution die Kontrolle über ihre Daten abgibt. Hier bei AI to the DNA will ich, Christoph Magnussen, tiefer in die Materie KI eintauchen. Mich interessiert nicht nur, wie man KI nutzt, sondern warum sie so funktioniert, wie sie funktioniert. Mit AI to the DNA gewinnt ihr Einblicke in die Natur der Künstlichen Intelligenz und erfahrt, wie sie Teil eurer DNA wird. So werdet ihr von neugierigen Tool-Tourist:innen zu echten AI-Anwendungsweltmeister:innen.
#25

Von Google-Traffic zu MCP-Servern: Als Perplexity bei Statista anklopfte | Marc Berg, Statista

Was passiert mit einem Geschäftsmodell, das auf 30 Millionen Google-Besuchern im Monat aufgebaut ist, wenn plötzlich niemand mehr klickt, weil die Antwort direkt im LLM entsteht? Warum bringt es nichts, allen Mitarbeiter:innen KI-Tools zu geben und stolz auf die Token Usage zu schauen? Und wieso könnte das frei crawlbare Internet, wie wir es kennen, bald Geschichte sein? Zu diesen und weiteren Fragen spreche ich in dieser Episode von „AI to the DNA", dem Podcast für alle, die Künstliche Intelligenz wirklich verstehen und anwenden wollen, mit Marc Berg. Marc ist seit 2024 CEO von Statista und hat das Unternehmen von den Gründern übernommen – zuvor führte er unter anderem FREENOW und Klarna DACH. Mit rund 1.000 Mitarbeiter:innen baut er Statista gerade radikal um: weg von der Plattform, hin zum Daten-Asset für die KI-Ära. Wir sprechen darüber, wie Statista seinen „What the ****"-Moment mit ChatGPT 3.5 erlebte, warum Trainingsdaten und Crawlable Data zwei völlig verschiedene Bedrohungen sind und wieso Statista heute nur noch vier Prozent seiner Daten für Google sichtbar macht – und Perplexity deshalb von selbst anklopfte. Außerdem diskutieren wir, wie man KI im Unternehmen wirklich zum Laufen bringt: mit einer Top-down-Analyse der Wertschöpfungskette statt Gießkanne, mit vollautonomen Teams, die wie Mini-Startups agieren, und mit Evals, die die Antwortqualität um 15 bis 20 Prozentpunkte heben. Marc erzählt, warum er als CEO am Wochenende selbst die Recruiting-Seite nachgebaut hat und wie zwei Mitarbeiter ein sechsstellig teures SaaS-Tool durch einen Eigenbau für 250 Dollar Tokens im Monat ersetzt haben. Darüber hinaus geht es um das große Bild: die drei Layer des KI-Marktes – Data, Intelligence, Access –, die Frage, ob Agents bald die größten Datenkonsumenten werden, und warum Europa bei Foundation Models nichts zu bieten hat. Zum Schluss wird es persönlich: Was sagt man einem Sohn, der frisch nach dem Abitur fragt, wofür er überhaupt noch Physik studieren soll? Hier bei AI to the DNA will ich, Christoph Magnussen, tiefer in die Materie KI eintauchen. Mich interessiert nicht nur, wie man KI nutzt, sondern warum sie so funktioniert, wie sie funktioniert. Mit AI to the DNA gewinnt ihr Einblicke in die Natur der Künstlichen Intelligenz und erfahrt, wie sie Teil eurer DNA wird. So werdet ihr von neugierigen Tool-Tourist:innen zu echten AI-Anwendungsweltmeister:innen.
#24

KI-Kennzeichnungspflicht: Was sich für Unternehmen jetzt ändert | AI to the DNA: Update

Muss wirklich jeder KI-generierte LinkedIn-Post gekennzeichnet werden? Wann braucht ein Bild oder Avatar ein KI-Label? Und reicht bei einem Voicebot der Hinweis, dass du gerade mit einer Maschine sprichst? Zu diesen und weiteren Fragen spreche ich in dieser Episode von „AI to the DNA: Update“ mit Dr. Sebastian Kraska. Sebastian ist Rechtsanwalt, Diplom-Kaufmann und Geschäftsführer der IITR Datenschutz GmbH. Als externer Datenschutzbeauftragter begleitet er Unternehmen und Behörden bei der praktischen Umsetzung von Datenschutz- und Compliance-Anforderungen. „AI to the DNA: Update“ ist das kompakte Format für aktuelle Entwicklungen und relevante Themen aus der KI-Welt. Gemeinsam mit Expert ordne ich ein, was dahintersteckt, warum es gerade wichtig ist und was es für die Praxis bedeutet. Die Updates erscheinen unregelmäßig - immer dann, wenn ein Thema einen genaueren Blick verdient. Wir klären zunächst, für wen die neuen Transparenzpflichten gelten und warum zwischen privater und geschäftlicher KI-Nutzung unterschieden werden muss. Außerdem geht es um die verschiedenen Rollen im AI Act: Was müssen Anbieter von KI-Systemen vorbereiten – und wofür sind Unternehmen verantwortlich, die diese Systeme einsetzen? Sebastian erklärt anhand konkreter Beispiele, wann Chatbots und Voice Agents gekennzeichnet werden müssen. Wir sprechen darüber, warum nicht jeder KI-unterstützte Text automatisch ein Label braucht, welche Rolle redaktionelle Kontrolle und Verantwortung spielen und wo die Grenze zu autonom postenden KI-Agenten verläuft. Darüber hinaus schauen wir auf KI-generierte Bilder, Deepfakes und Avatare. Was unterscheidet eine harmlose Bildbearbeitung von einer täuschend echten KI-Darstellung? Wann ist offensichtlich, dass wir es mit einem Avatar zu tun haben – und wann muss ein Unternehmen transparent machen, dass Bild, Stimme oder Video künstlich erzeugt wurden? Zum Schluss diskutieren wir den größeren Konflikt zwischen Anonymität und Authentizität im Netz, die Nachverfolgbarkeit autonomer Agenten und die Frage, ob wir irgendwann nicht mehr KI-Inhalte, sondern nur noch rein menschliche Inhalte kennzeichnen werden. Weiterführende Infos: https://deepfake-recht.de Hier bei AI to the DNA will ich, Christoph Magnussen, tiefer in die Materie KI eintauchen. Mich interessiert nicht nur, wie man KI nutzt, sondern warum sie so funktioniert, wie sie funktioniert. Mit AI to the DNA gewinnt ihr Einblicke in die Natur der Künstlichen Intelligenz und erfahrt, wie sie Teil eurer DNA wird. So werdet ihr von neugierigen Tool-Tourist zu echten AI-Anwendungsweltmeister.
#23

Betting Everything on AI Native: How Box Rewires Itself for the Agentic Era | Aaron Levie, Box

What does it actually take to go all in on becoming an AI-native company. Not as a startup, but at over a billion dollars in revenue? Why are agents "forgetful", and what does that mean for how you organize your company's knowledge? And who really captures the value in enterprise AI: the model providers or the routing layer in between? In this episode of AI to the DNA, the podcast for everyone who wants to really understand and apply AI, I sit down with Aaron Levie. Aaron is Co-Founder and CEO of Box, the enterprise content management platform he has led for over 20 years – making him one of the longest-serving CEOs in Silicon Valley. Today, he's rebuilding Box from the ground up as an AI-native company. We talk about why simply dropping agents into existing processes rarely delivers the expected upside, what big companies can learn from startups that treat agents as first-class citizens, and why knowledge management is becoming one of the core raw ingredients of this new industrial revolution. We also discuss the practical side of the transformation: why Box has had to change its engineering toolkit three or four times in just two years from GitHub Copilot to Cursor to Claude Code and Codex, what forward deployed engineers actually do at customers, and why the ROI of AI has to be owned by business leaders, not the CIO. From there we zoom out: Will there be one agent to rule them all, or 20, 30, 50 agentic systems per enterprise? What happens to jobs when companies use AI to get more output per person instead of cutting headcount? And why does Aaron remain optimistic about the future of work after two decades of building Box? I'm Christoph Magnussen and at AI to the DNA, I'm not just asking how to use AI. I’m asking why it works the way it does. This podcast is for everyone who wants to move beyond tool-tourism and master the real craft of AI: Learning to think, work, and build side by side with intelligent systems!
#22

Wie Anthropic intern mit Claude arbeitet und wie MCP zum Industriestandard wurde | David Soria Parra, Anthropic

Was passiert, wenn Claude nicht mehr nur ein Tool ist, sondern ein Kollege mit eigenen Zugriffsrechten, der proaktiv auf dich zukommt? Warum ist MCP „nicht viel mehr als eine API mit einem semantischen Layer" und trotzdem der Standard, auf dem die ganze Agentic-Ära aufbaut? Und was können deutsche Führungskräfte von einer Kultur lernen, die auf High Agency setzt: extrem viel Vertrauen, extrem wenig Struktur? Zu diesen und weiteren Fragen spreche ich in dieser Episode von „AI to the DNA", dem Podcast für alle, die Künstliche Intelligenz wirklich verstehen und anwenden wollen, mit David Soria Parra. David ist Member of Technical Staff bei Anthropic und Co-Creator des Model Context Protocol (MCP). Davor war er zehn Jahre bei Meta im Developer-Tooling und blickt auf 25 Jahre Open-Source-Erfahrung zurück. Wir sprechen darüber, wie MCP intern bei Anthropic entstanden ist: aus dem klassischen N-times-M-Problem zwischen Clients und Integrationen, und warum ein Protokoll gegenüber APIs und CLIs genau dann gewinnt, wenn Governance, Policy Enforcement und Enterprise-Anforderungen ins Spiel kommen. Außerdem diskutieren wir, warum Claude in Slack für David eine völlig neue Software-Kategorie ist: eine eigene Entity, die im Channel mitarbeitet, autonom Errors investigiert und mit Lösungsvorschlägen auf dich zukommt und wie das seine tägliche Arbeit fundamental verändert hat. Darüber hinaus geht es um den Kulturunterschied zwischen US-Tech und Deutschland: High Agency, Vertrauen statt Struktur, technisch geprägte Führung und warum die erfolgreichsten Firmen ihren besten Leuten einfach eine Kreditkarte in die Hand drücken. Zum Schluss werfen wir einen Blick nach vorn: Agent Identity und die Frage, ob Agents irgendwann eine eigene rechtliche Identität brauchen, die Übergabe von MCP an die Linux Foundation, MIT-Lizenz, bewusst ohne CLA und Davids Rat an junge Entwickler:innen und CEOs, die den Shift ernst nehmen wollen. Hier bei AI to the DNA will ich, Christoph Magnussen, tiefer in die Materie KI eintauchen. Mich interessiert nicht nur, wie man KI nutzt, sondern warum sie so funktioniert, wie sie funktioniert. Mit AI to the DNA gewinnt ihr Einblicke in die Natur der Künstlichen Intelligenz und erfahrt, wie sie Teil eurer DNA wird. So werdet ihr von neugierigen Tool-Tourist:innen zu echten AI-Anwendungsweltmeister:innen.