Curling-Eltern, TikTok und die Matrix: Wie bringen wir Kindern KI bei? | Dr. Julia Freudenberg & Matthias Feldmann, Hacker School
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Curling-Eltern, TikTok und die Matrix: Wie bringen wir Kindern KI bei? | Dr. Julia Freudenberg & Matthias Feldmann, Hacker School

Dr. Julia Freudenberg:

Kinder sind so neugierig, wenn es darum geht, Dinge zu demaskieren und zu verstehen, warum der Hase läuft, wie er läuft. Solange wir die Medienkompetenz nicht haben und nicht schützen können, wüsste ich keine Alternative zum Verbot.

Matthias Feldmann:

Also ich sag, Kompetenz lernst Du nur dadurch, dass Du sie Sachen verwendest und lernst.

Christoph Magnussen:

Woher kommt denn dann dieser Strategic Inkompetenz von einigen Eltern, die sagen, nee, nee, ich bin da technisch nicht so fit, aber groß den Zeigefinger heben mit Medienzeiten und so weiter? Wie wie schlagt ihr die Brücke?

Dr. Julia Freudenberg:

Wie schlagen wir die Brücke oder die Eltern? Ja.

Matthias Feldmann:

Da brauchst Du manchmal eine 1 zu 1 Betreuung, weil die Erwachsenen sagen, wusste ich doch, dass ich's nicht kann und wollen da einfach wieder gehen.

Christoph Magnussen:

Wie früh sollten Kinder mit Thema KI loslegen? Wann kann das losgehen? Was sollen die konkret machen? Das sind alles so Fragen. Die sind nicht nur für Kinder interessant, sondern ich sag immer KUV Kinder und Vorstände.

Christoph Magnussen:

Für mich gilt das genauso wie für die Kinder. Wenn ich die Natur der Technologie verstehen will, kann's nicht früh genug losgehen. Darum geht's hier bei AI To the DNA, vom Tooltourist zum AI Anwendungsweltmeister. Und deswegen sitz ich heute mit Julia und Matze von der Hacker School zusammen. Unter anderem haben die ein Buch geschrieben.

Christoph Magnussen:

Ich bin mir sehr sicher, jeder und jede von euch hat 1 dieser Bücher in der Kindheit schon in der Hand gehabt. Und ihr könnt euch freuen auf eine Folge AI Tools DNA Doppelbesetzung, wirklich in die Tiefe, was können wir von Anfang an lernen? Das könnt ihr für die ganze Familie mitnehmen. Das Video ist so aufgebaut, der ganze Podcast. Wenn ihr den jetzt hört oder seht hier auf Youtube, dann könnt ihr den auch in der Schule teilen, weiterleiten, denn das ist das, worum's hier auch geht.

Christoph Magnussen:

KI macht zusammen mehr Spaß als alleine. Ihr kennt AI To the DNA mit dem großen Versprechen, dass es hier die Natur der Technologie geht, mit der wir's zu tun haben. Und ich erwähne immer wieder ein Thema, ich sag KI und Kinder und KI sollten Kinder sollten nicht alleine auf KI gelassen werden und wahrscheinlich auch nicht umgekehrt. Und insofern habe ich jetzt 2 Gäste heute da, auf die ich mich schon sehr lange freue, die nicht besser sein könnten, die genau an der Schnittstelle sitzen zwischen, wie sieht es aus mit der Coding Welt, was muss man verstehen und was heißt das für KI? Julia und Matze von der Hacker School.

Christoph Magnussen:

Und wir hatten schon eine Folge bei On the Way to New Work mit dir Julia. Das heißt, wir sparen uns heute alle Hintergründe. Wir gehen direkt in den Nerding Stuff rein, denn das hier, für die, die es nicht kennen, das sind die aus der Was ist was Linie, ist das Buch zum Thema KI und Kinder. Und ich sag immer, diese Themen sollten gemacht werden für KUV, Kinder und Vorstände. Insofern, das ist die Grundlage für alle, die verstehen wollen, wie es geht.

Christoph Magnussen:

Und ihr habt dieses Buch initiiert, geschrieben und das ist jetzt schon die zweite Auflage, weil die erste Ausverkauf war. Darum geht's heute. Schön, dass ihr da seid.

Dr. Julia Freudenberg:

Wir freuen uns riesig und das KUV Denken ist genau das, worauf wir rausholen.

Christoph Magnussen:

Ich bin ja selber, ne, als Chef und deswegen, ich brauch's auch immer schön einfach und ich hab das Buch mit mit meinen Kindern gelesen über Weihnachten und aufgesaugt. Ja, aber ich würd sagen, wir gehen direkt rein. Wir waren auch schon eben mittendrin. Gibt noch mal einen Satz für die, die sagen, Hacker School, was ist das? Was macht ihr?

Christoph Magnussen:

Warum macht ihr das? Was hat das mit KI zu tun?

Dr. Julia Freudenberg:

Und in welchen Rollen sind wir hier? Hacker School ist der Ansatz, Kinder und Jugendliche für Programmieren zu begeistern und zwar durch coole Menschen aus der IT, die eben halt wissen, was sie tun und die dafür brennen und die genau dieses Feuer haben, was auch insbesondere bei euch beiden ja rüberkommt. Und Programmieren zu nutzen als ein Türöffner, sich überhaupt mit diesen Themen zu beschäftigen. Also wirklich, wir haben ja ganz viele junge Menschen, die Angst vor Technik haben. Wir haben viele Mädchen, die denken, sie können nicht rechnen, weil sie Mädchen sind.

Dr. Julia Freudenberg:

Was für ein Quark. Und da reinzugehen und geilen Scheiß zu machen und sich dadurch Welten zu erschließen, das ist das, was wir mit der Hackerschool machen. Ich bin Ich darf für alles final verantwortlich sein, also ich bin da Geschäftsführerin, aber ich freu mich total, dass auch Matthias heute mit dabei ist, weil er ist bei uns derjenige mit der Lizenz zum Spinnen und das Brain hinter allen hinter allem technischen Scheiß, der auch neu insbesondere in Richtung Kinder entsteht. Hab ich das ungefähr passend dargestellt?

Matthias Feldmann:

Ja, und wenn man's als Rolle nennen will, Strategy Consultant.

Christoph Magnussen:

Okay, aber ich würde sagen, mit dem mit der gehörigen Portion Nerd.

Matthias Feldmann:

Mit der gehörigen Portion Nerd definitiv.

Christoph Magnussen:

Dann lass uns da direkt reingehen. Ihr macht das für Kinder ab welchem Alter, dass man's einmal weiß, okay, ich hör jetzt zu und das ist jetzt nicht nur für Kinder, sondern die ganzen Grundlagen. Alles, was ihr macht, ist ja auch für alle relevant, die sagen, genau, was Du gerade gesagt hast, ich trau mich da technisch nicht ran, ich kann's nicht. Aber ihr nehmt denen ja nicht nur die Hürde, sondern ihr geht damit auch wirklich ins Eingemachte.

Dr. Julia Freudenberg:

Wir sehen zu, dass wir aktiv Kinder, ich sag mal, Double Digit ansprechen. Also wirklich ab 11, 11 bis 18 ist offiziell auch die die Richtung, in der wir mit der Hacker School gehen, schulisch im Schwerpunkt, aber auch außerschulisch. Man kann viel früher anfangen und ehrlich gesagt sollte man das auch. Also sich als Eltern mit den Kindern auseinandersetzen. Du kannst algorithmisches Denken, das kannst Du mehr oder weniger, wenn sie Löffel halten können.

Dr. Julia Freudenberg:

Kannst Du ja auch schon, in welcher Reihenfolge isst Du was? Es ist egal, Du kannst es spielerisch machen. Warum wir uns entschieden haben, eben halt eher mit Jugendlichen zu arbeiten, ist, dass wir halt sehr viele, ich sag mal, echte ITler mit reinziehen. Leute, die eben so Nerd Faktor haben und da hilft es extrem, wenn die Kinder schon son bisschen lesen, schreiben, rechnen, hauchstill sitzen. Also einfach, dass Du wirklich mit denen bisschen anders arbeiten kannst, als wirklich Kindergarten, Grundschule noch mal ganz andere pädagogische Skills aufrufen zu müssen.

Christoph Magnussen:

Warum habt ihr denn als quasi Coding School ein KI Buch gemacht?

Dr. Julia Freudenberg:

Weil wir's konnten. Also das Lustige ist, wir kamen und ich habe ja dankenswerterweise nach dem letzten Podcast noch mal die ganz kurze Erinnerung bekommen, was ist was hat großartige Leute bei sich? Ja. Und wir wurden direkt angeschrieben mit, hey, in der Naturwissenschaften easy, da fehlt noch 'n Buch über Informatik. Wollt ihr das nicht Ich kriegte diese Nachricht und Matze saß zufällig neben mir und ich nur so, oh nee.

Dr. Julia Freudenberg:

Also geil, ich mein, was für, wie cool, aber wann soll ich das denn jetzt noch machen? Ich sag den total toll, aber nein. Und Matze direkt, auf keinen Fall. Ich wollte schon immer ein Kinderbuch schreiben und was ist was ist halt Königsklasse bei Kinderbuch. Absolut.

Dr. Julia Freudenberg:

Und ich habe dann auch die beiden, also die Katja Meinecke-Meurer kennengelernt, die Janine Wölfel und das sind einfach so tolle Frauen, die so begeistert, die brennen für Bildung, für Kinder und die sind selber im Kopf nicht viel älter, also auf eine wunderbare Weise. Und das ja, für uns war das was. Medienzeit ist ja bei Kindern oft auch aus Gründen begrenzt, aber man kann ja auch anders da reingehen. Und ja, also wir sind noch am Fingerhakeln, aber ich hoffe, ich hoffe sehr bald sagen zu können, es wird nicht das letzte Buch sein, weil die ganzen Themen, die da draußen sind, es ist ja nicht nur KI, es sind ja auch Daten. Also das neue Gold oder wie auch immer Du das nennen willst.

Dr. Julia Freudenberg:

Verständnis dafür zu schaffen, was passiert mit meinen Daten oder Cybersecurity, warum ist 1, 2, 3, 4 das echt schon weit verbreitetste Passwort, aber auch das Abstand dämlichste, einfach solche Sachen aufzubereiten und überall in jedem Buch am Ende son, so und jetzt mach's mal selber. Also wenn wir über Daten schreiben, wird werden die eine kleine SQL Datenbank bauen am Ende. Oder hier bauen sie sich eine KI und trainieren die. Und das ist halt so, ey, come on, rinnen die Kartoffeln und einfach mal machen, damit kriegst Du Kinder.

Christoph Magnussen:

Dann lass uns direkt einsteigen. Ich hab eine Challenge für euch. Stellt euch vor, ihr habt eine Schule und die hat die Möglichkeit, entspannter morgens anzufangen, weil diese 8 Uhr Startzeit ja bisschen stiff ist, zu sagen, wir haben 30 Minuten Puffer, dass die Kinder ankommen können. Das heißt, der richtige Unterricht beginnt 8 Uhr 30.

Christoph Magnussen:

Die Kinder können aber schon 8 Uhr kommen. Haben alle natürlich nach der weiterführenden Schule auch häufig schon ein Smartphone dabei oder vielleicht iPads in der Schule. Und jetzt ist es so hypothetisch, viele der Jungs würde ich sagen, gucken Chance und daddeln oder spielen Game. Vielleicht kriegen die Mädels sich noch besser entertaint oder machen dann Ähnliches oder unterhalten sich über irgendwelche Apps. Ihr hättet diese halbe Stunde Zeit, sie zu gestalten.

Christoph Magnussen:

Vielleicht nicht jeden Tag, aber so zweimal die Woche. Was würdet ihr damit machen und warum mit dieser halben Stunde?

Dr. Julia Freudenberg:

Das würden wir

Christoph Magnussen:

Das regelmäßig.

Matthias Feldmann:

Also für mich wär das Medienbildung. Wie nutze ich Social Media? Wie nutze ich mein Handy richtig? Wie nutze ich KI? Wie programmier ich aber auch?

Matthias Feldmann:

Also es gibt so viele Möglichkeiten, technisch das zu erforschen, was hinter der Welt steckt, die wir in der Welt leben. Und einfach da hinter die Kulissen zu schauen, weil schlussendlich, wir leben in 1 digitalen Welt und da mal reinzuschauen, was jetzt nicht Teil des Unterrichts ist, ist einfach mal großartig.

Christoph Magnussen:

Ich hatte mit unseren großen Kindern neulich die Aufgabe gegeben, die wollten verhandeln über längere Guckzeit und da hab ich gesagt, ihr müsst vorher die Frage geklärt haben, warum sagte Steve Jobs und da wissen Sie schon, der Erfinder des iPhones sagen

Dr. Julia Freudenberg:

Sie immer, ja, Erfinder des iPhones. Ach, der. Der. Warum

Christoph Magnussen:

hat der gesagt, mach den Button so geil, dass die dort ihn ablecken wollen? Das hat er so gesagt. So, das war die Aufgabe. So, so was gebe ich dir dann auf und dann müssen wir's halt rausfinden. Wenn Du die Aufgabe hättest zu sagen, okay, dieser halben Stunde meinetwegen, keine Ahnung, wir gucken uns an, wie TikTok funktioniert oder wie Youtube Shorts funktionieren oder wie die anders sind von von Youtube Videos.

Christoph Magnussen:

Wär das auch Teil, wo ihr sagt, könnte man machen als Teilprogramm?

Matthias Feldmann:

Ja, also definitiv. Und für mich ist das immer so, ich ich ich lieb den Film Matrix. Ja. Und es ist einfach so, guck mal dahinter, was da läuft. Also bei der Matrix ist es ja so, die leben in einer Welt, das ist unsere Welt

Matthias Feldmann:

aber die ist nicht echt. Und wir arbeiten die ganze Zeit mit TikTok, wir nutzen Social Media, wir nutzen KI und so weiter. Wir verstehen aber gar nicht, was dahinter ist. Also da ist eine ganze Welt, die wir gar nicht kennen.

Matthias Feldmann:

Und einfach mal da die richtige Pille zu nehmen und dahinter zu gucken, ist für mich das ganz Spannende.

Dr. Julia Freudenberg:

Ja, das ist ja auch das, was die Kinder wollen. Also warum ist denn dieser Evergreen, die Frage? Ist das Licht im Kühlschrank an oder aus? Also das ist ja Warum ist denn das so

Christoph Magnussen:

scheiße? Ja, okay, gut.

Dr. Julia Freudenberg:

Nee, ist es an oder ist es aus? Ja. Oder Fragen wie, kannst Du mit einem Kühlschrank ein Zimmer kühlen, wenn es besonders warm ist oder würdest Du es heizen oder wird dir die Temperatur gleich bleiben oder wie kannst Du dich dieser Frage nähern? Weil es nimmt ja vorne die Kälte, die die die Wärme auf und gibt es hinten über die Heizspiralen wieder ab. Und wenn ein Kind mit der Antwort kommt, wenn wir den Kühlschrank in die Wand bauen, könnte das geiler Case sein, weil hinten heizt es vorne.

Dr. Julia Freudenberg:

Also es geht doch genau solche Sachen, da rein zu da rein zu gucken Und Kinder sind so neugierig, wenn Du wenn es darum geht, Dinge zu demaskieren und zu verstehen, warum der Hase läuft, wie er läuft. Und das kannst Du digital ganz viel durchdeklinieren.

Christoph Magnussen:

Woher kommt denn dann dieser diese toxische Inkompetenz oder Strategic Inkompetenz von einigen Eltern, die sagen, nee, nee, ich bin da technisch nicht so fit, aber groß den Zeigefinger heben mit Medienzeiten und so weiter? Wie wie schlagt ihr die Brücke? Weil die Eltern müssen ja auch mit quasi zustimmen, wenn ihr sagt, ihr kommt an eine Schule, ihr macht Unterricht. Viele Eltern sagen, ja, also ich versteh das alles nicht.

Dr. Julia Freudenberg:

Wie schlagen wir die Brücke oder die Eltern? Ja. Also wir sind sehr, sehr pazifistisch unterwegs. Also wo wir tatsächlich die Eltern kriegen, ist, an ganz vielen Stellen mal den Kopf aufzumachen, weil ich möchte Teil der Eltern in Schutz nehmen, sie wissen Also Kinder lernen schneller als Eltern, deutlich schneller. Auch der TikTok Algorithmus braucht bei Kind Bruchteil der Zeit.

Dr. Julia Freudenberg:

Bei Erwachsenen braucht er fast eine Minute, rauszufinden, bis das läuft. Bei Kind ist der schneller. Wir kommen aus anderen Zeit. Und da wirklich zu sagen, Du gibst deinem Kind Handy und sagst, mach's nix Böses mit, das Kind so, nein. Und dann macht es was böse und zack, ist das Handy weg.

Dr. Julia Freudenberg:

Das Kind kommt nie wieder zu dir. Und deswegen, ich mach ja auch großer Werbezug für das Buch von Daniel Wolf mit Allein mit dem Handy, wo auch ich und ich halte mich für ziemlich advanced, was Medienbildung bei Kindern anbelangt, auch dachte, holy shit, also das hätte ich tatsächlich nicht so dramatisch eingeschätzt. Und auch ein Daniel Wolf, der Medientrainer ist und mit Tausenden von Kindern arbeitet, sagt, bei den ersten 2 Kindern hat das gründlich vermasselt. Und erst beim dritten hat er jetzt wirklich gelernt, wie es funktioniert.

Dr. Julia Freudenberg:

Und das geht auch ganz banal über Sachen wie nachts das Gerät physisch aus dem Kinderzimmer und nur ja, WLAN Sperre, ja, kann man, Du kannst den Scheiß vorher runterladen. Das Gerät muss weg. Und solche Sachen wirklich aufzuspielen, dass wir heute nicht mehr sagen können, wir lassen die Kinder allein, die machen das schon. Nein, wir müssen uns als Eltern und im Zweifelsfall 1 von beiden, dann muss man sich halt absprechen, aber man braucht die Kompetenz inhouse, wirklich die Kinder auch mit schützen zu können oder sie so zu begeistern, dass sie halt eben Bock raus Bock haben rauszufinden, ob sie den Kühlschrank jetzt in die Wand einbauen oder nicht. Aber da schrecken viele Eltern zurück und ich glaube, das liegt daran, weil wir selber als Erwachsene wenig Medienbildung hatten.

Dr. Julia Freudenberg:

Erstes Smartphone mit was weiß ich, ich glaub, bei mir war's 25 oder so. Ich weiß das gar nicht mehr, aber deutlich älter und Du hast halt heute eine ganz andere Ausgangslage.

Christoph Magnussen:

Wie viel Verantwortung, wenn Du jetzt das Dreieck, nehmen wir mal Schule, Kinder, Schule, Eltern in dem Dreieck.

Matthias Feldmann:

Weil es

Christoph Magnussen:

gibt ja Teil, da sind die Lehrer und Lehrerinnen verantwortlich in der Schulzeit und dann aber die Eltern und ich hab das Gefühl durch die Devices und das müssen ja nicht nur Schulen sein, die sehr digital sind, sondern jede andere Schule ist digital, weil die Kinder mit den Geräten kommen. Wie würdet ihr da in diesem Dreieck die Verantwortung verteilen und aufteilen mit eurer Erfahrung?

Dr. Julia Freudenberg:

Ich lass dir mal ersten Wurf. Hast Du eine Idee?

Matthias Feldmann:

Das Hauptproblem ist, es sind Leute in zwei der Bereich hin, die meistens nicht so viel Erfahrung damit haben. Anders als Geschichte. Geschichte, Römerreich ändert sich jetzt nicht mehr.

Dr. Julia Freudenberg:

Wobei hier, hier, Spoiler, TESSLOFF sagt, das Buch, an dem sie am meisten ändern müssen, ist das mit den Dinosauriern, weil der immer was Neues gefunden hat. So, wir

Matthias Feldmann:

müssen was Neues gefunden haben, aber die Geschichte ändert sich nicht mehr. Und bei der Technik, wir können gar nicht so schnell nachgucken, wie sich was ändert. Claude hat jetzt gestern schon wieder eine neue Verfassung für ihren Agenten rausgebracht. Ja. Also das geht so rasant, man kommt gar nicht mit.

Matthias Feldmann:

Und jetzt erwarten wir von Leuten, die noch eine es noch viel langsamer gewohnt sind, dass sie jetzt Kindern da eine Kompetenz beibringen und auch Verantwortung übernehmen.

Dr. Julia Freudenberg:

Lass es mich lakonisch formulieren. In vielen Bereichen gilt ja das Verursacherprinzip. Man sollte sich gut überlegen, ob man Kinder möchte und wenn man sie hat, sie sind für mich das größte Geschenk der Welt und das ist, ich bin leidenschaftlich Mutter, ich liebe es, meine Kinder begleiten zu dürfen, aber ich muss mir darüber Gedanken machen, wie ich sie begleite. Und zu sehen, dass auch viele Eltern sich das einfach mal sagen, komm, die Schule muss das ja wohl irgendwie. Die Schule hat so viele Herausforderungen eben auch dadurch, weil ich sag jetzt mal, wir Eltern vielleicht auch zu lax damit umgehen und wenn das Kind das erste Mal nein sagt, dann hebt man die Hände.

Dr. Julia Freudenberg:

Zitat von Volker Pispers. Dadurch hat die Schule Herausforderungen, die mit dem reinen Unterrichten überhaupt nichts mehr zu tun haben. Und von daher, ich tu mich schwer, eine prozentuale Verteilung zu geben, weil ich auch glaube, dass Du immer mehr an die Eigenverantwortung von Kindern plädieren musst, weil wir haben ja heute, wie heißen die, Curling Eltern oder U-Boot-Eltern oder so, ne? Das ist die Steigerung von Helikopter. Die fliegen nicht mehr drüber, sondern sie gehen drunter durch und machen alle Gegenstände weg, damit dieser komische Ball besser rutscht.

Christoph Magnussen:

Curling. Weißt Du,

Dr. Julia Freudenberg:

ja, dieses Putzen da. Genau, genau. Also da haben wir ja auch Setting, dass Kinder wirklich Verantwortungsübernahme gar nicht mehr intuitiv lernen. Von daher, ich würde mir wünschen, dass Eltern akzeptieren, dass sie Das haben sie so bestellt, das müssen sie jetzt so essen. Dass sie sich da eben wirklich intensiv reinfuchsen müssen, aber eben halt auch nicht den Weg zu gehen, alles zu verbieten und alles wegzuräumen, klar, wo es nötig ist schon, aber auch wirklich in den Austausch zu gehen, warum möchte ich, dass Du, mein liebes Kind, den Zugang nicht hast oder warum setzen wir zusammen die Medienzeit?

Dr. Julia Freudenberg:

Wir haben Diskussionen über Also mein Sohn sagte mit 14, Mama, eine halbe Stunde Spielzeit, das ist wirklich peinlich für jemand, der 14 ist und da will ich mich auch nicht mehr dran halten. War geile Ansage. Wir konnten das diskutieren. Wir haben auch die Zeit hochgenommen. Aber wir sind jetzt in den Gesprächen mit meiner Tochter, die wird jetzt im im Sommer 12, dass sie wahrscheinlich nicht wie ihr Bruder mit 12 ein Smartphone kriegt, sondern ein Jahr später mit 13 wahrscheinlich mit der ganz fiesen Begründung, weil sie Mädchen ist.

Dr. Julia Freudenberg:

Weil die Vulnerabilität deutlich höher ist und weil ich zumindestens Oder wir müssen über andere Beschränkungen noch zu denken nachdenken, aber wirklich, das Kind zu schützen, diesen Zugang einzuschränken, da muss ich als Erwachsener rein und ich glaube, es ist smart, Kinder mitzunehmen und da zu erklären, warum man das tut und warum dieses Nein zwar vielleicht jetzt unbefriedigend ist, aber einen Grund hat und wirklich aus Liebe geschieht. Das ist was, deshalb ich sehe eine riesige Verantwortung bei den Eltern. Lehrkräfte müssen sich da auch reinfuchsen. Es ist halt die heutige Zeit, aber auch Kinder eben mitzunehmen, dass sie verstehen, was ist was? Also warum entscheiden sie was, sie da nicht zu entmündigen.

Christoph Magnussen:

Lass uns gleich mal in das Reinfuchsen reingehen, aber einmal noch mal in die Vulnerabilität von Kindern. Könnt ihr mal auseinanderdifferenzieren? Weil bei Smartphone ist für mich das Problem, alles läuft zusammen.

Dr. Julia Freudenberg:

Es ist

Christoph Magnussen:

alles da. Welchen Teil siehst Du als vulnerabel, wo Du sagst, das ist non egoischeable? Und dann gibt's Teile, Du sagst, was hatte ich heute Morgen für eine Diskussion? Messaging. Wo ich gesagt hab, tut nicht Not, ruf an.

Christoph Magnussen:

Also ich sperre dann Messaging, weil das ist einfach Channel. Für viele Eltern ist es aber bequemer. Schreibt doch kurz eine Nachricht oder eine Smartwatch und erreichbar, find ich alles nicht so schlau. Das würde mich mal interessieren, wie ihr das auseinanderpflückt. Oder seid ihr da einfach black white?

Dr. Julia Freudenberg:

Die Welt ist nicht schwarz weiß. Also sagen wir mal so, ich ich ich fang mal an. In in meiner Bubble ist diese Diskussion über Verbot versus Medienkompetenz, die ist ja richtig hoch und ich frage mich immer noch, wieso das bipolar ist, weil solange wir die Medienkompetenz nicht haben und nicht schützen können, wüsste ich keine Alternative zum Verbot. Du kannst ja nicht sagen, ah ja, son bisschen tot halt, also schon schwer verletzt, aber hey, ich kann ja noch spucken, Ritter der Kokosnuss. Das ist ja keine Lösung an der Stelle.

Dr. Julia Freudenberg:

Es ist für mich etwas, wo Meine rote Linie läuft in dem Bereich, wo ich größere Gefahren sehe als Mehrwert. Also ich bin riesiger Fan davon, Medienkompetenz zu Kindern zu bringen und sie auch zur Mitsprache zu erziehen und dass wir auch gucken, wie können wir Jugendbeirat bei uns bauen oder Ähnliches, das ist ganz, ganz wichtig. Aber ich kann doch nicht ins Risiko stellen, dass meine Kinder wirklich gefährdet werden. Und für mich ist das was, bau dir mal bei TikTok Account dreizehnjähriges Mädchen. Ich glaub, Du bist unter 30 Sekunden, bis Du die erste hochbedenkliche Anfrage kriegst.

Dr. Julia Freudenberg:

Und das sind einfach Dinge Du siehst es an dem Verbot in Australien. Was ist denn verboten? Es ist nicht alles verboten. In dem Moment, wo sie Wo Du WhatsApp ganz konkret aus dem Verbot Social Media rausnimmst, ist YouTube offen.

Dr. Julia Freudenberg:

Da kannst Du ja jeden Link schicken. Und genau solche Verbindungen zu ziehen oder auch die Spieleindustrie, die hat es geschafft, nicht als Social Media gewertet zu werden. Entschuldige bitte, was passiert denn auf Roblox? Gefährliche ist nicht unbedingt Ihr Spiel, aber es ist der Chat. Ja.

Dr. Julia Freudenberg:

Und das wirklich zu sehen, ich denke tatsächlich an der Stelle weniger ist mehr und ich sehe, dass auch mein Sohn ohne Social Media sehr gut klarkommt. Ja, er nutzt Messengerdienste. Ich habe Zugriff auf sein Handy, mein Mann hat das Passwort, ich habe den Zugriff mit ihm zusammen, ich kann das jederzeit requesten. Das möchtest Du nicht. Du möchtest keine Chats von Fünfzehnjährigen lesen, also mit Digger Alter und ich weiß es nicht, ich kann das auch nicht ordentlich aussprechen, aber ich glaube wirklich, dass es sich lohnt, da reinzugehen und das freizugeben, was Du wirklich beurteilen kannst.

Dr. Julia Freudenberg:

Und wir haben die Aufteilung, ich spiele nicht. Mein Mann spielt, die Spiele, die Tim spielt, müssen über meinen Mann freigegeben werden und ich glaube, es gibt 3, die gleichzeitig gehen und wenn ein Neues dazukommen wollen, muss muss anderes raus. Also einfach ja, auch zu unterstützen, dass auch Schule noch eine kleine Rolle im Leben spielt. Wie siehst Du das?

Matthias Feldmann:

Ich sehe das bisschen kritischer mit den Verboten, weil es ist auch son Schutzmechanismus, der verhindert, dass die Kinder sich damit auseinandersetzen. Ja. Also für mich ist Bildschirmzeit und die Auflistung, womit sich die Personen beschäftigen, das viel wichtigere. Also in meinen Gedankenwelt ist es so, dass ich sag, man müsste sich eigentlich mit den Kindern monatlich hinsetzen und die Bildschirmzeit durchgehen, gucken, welche Apps sie wie oft benutzen, zu verstehen, was macht das Kind? Aber auch das Kind aufklären zu können.

Matthias Feldmann:

Also ist es jetzt wie auf Youtube unterwegs oder auf TikTok? Muss ich vielleicht mit dem Kind darüber reden? Dass es auch da eine Mediensucht gibt oder Ähnliches, dass man halt wirklich sagt, okay, womit beschäftigen sich die Kinder und die Kinder auch nach und nach ranführt? Weil das Problem an soner Mediensperre sehe ich dann, spätestens wenn's 18 ist, gibt's keine Mediensperre mehr. Jetzt gibt's die volle Wucht an Social Media ab, ohne jemals herangeführt zu werden.

Christoph Magnussen:

Das heißt, die Verbote, nehmen wir jetzt auch mal Australien oder Dänemark, hat ja auch wieder stark zurückgerudert im Digitalunterricht. Das noch mal bisschen anders gelagert, weil da war's halt sehr, sehr digital im Unterricht und das kann man noch mal differenzieren. Aber da sagt ihr, eigentlich nicht so schlau, weil wir's mit einem Moving Target auch zu tun haben. Das ist ja häufig Argument der Eltern, dass sie sagen, was soll ich alles sperren? Und dann sag ich so, na ja, wenn Du jetzt die Sperrliste heute geschrieben hast, dann ist morgen die Liste ungleich länger.

Christoph Magnussen:

Ist das denn darüber lösbar oder nur näherungsweise lösbar? Also brauchst Du da sone andere Güte auch mit uns mit uns selbst? Ich weiß es nicht.

Matthias Feldmann:

Also ich sag, Kompetenz lernst Du nur dadurch, dass Du die Sachen verwendest und Ja, Du musst herangeführt werden. Aber es das Gleiche wie Mathe. Also wenn ich jetzt sag, Du darfst kein Mathe machen und dann musst Du aber mit 18 in Supermarkt gehen und plötzlich ausrechnen, wie viel das Zeug kostet, wirst Du sagen, ich hab keine Ahnung.

Dr. Julia Freudenberg:

Wobei Du auch hier siehst, das sind die unterschiedlichen Ebenen, die aufeinanderprallen an der Stelle. Ich verstehe, was Du sagst, aber aus Sicht 1 Nerds gesprochen und aus Sicht 1 Menschen, der sich auskennt, ist es der absolut richtige Weg. Gut, Matze stellt ungefähr 0.011 Prozent der Bevölkerung dar. Was ist mit dem Rest? Und ich glaube tatsächlich, dass es Sachen gibt wie TikTok, dann sollen sie mit 18 da rangeführt werden, das ist mir egal.

Dr. Julia Freudenberg:

Wenn ich sehe, wie Kinder teilweise mitgenommen werden oder nicht mitgenommen werden, es kursierte ja neulich auch dieser Clip von diesem, wie alt mag das Baby gewesen sein, maximal 2 oder so was, der im Schlaf beim Scrollen war, also wo Du siehst, welche Ausmaße das annimmt. Wenn es möglich ist, Menschen ranzuführen, absolut. Absolut großartig. Aber da, wo es nicht möglich ist, würde ich tatsächlich sagen, dann erst mal einschränken und gucken, wie wir's aufbauen, bevor Du sagst, ja, leider ins Messer gelaufen, schade. Wie gesagt, 30 Sekunden ist keine lange Zeit und wir kommen im Moment nicht drum, weil wir auch die Erwachsenen nicht so schnell aufgeschlaut kriegen, dass wir eben halt da eine Kombination von beiden brauchen.

Matthias Feldmann:

Aber selbst wenn Einschränkungen gemacht werden, am Ende muss man gucken, wie kriegt man Übergang hin? Und momentan sehe ich das immer sehr kritisch, weil sobald die Mediensperre wegfällt, freier Zugriff. Meistens werden jetzt auch damit die Kinder gehen jetzt langsam ausm Haus, sie sind fertig mit ihrer Schule. Jetzt sind sie plötzlich komplett nicht nur in die Welt gelassen, sondern auch in die digitale Welt gelassen. Und ja, wir haben sie für die normale Welt schon etwas geschult, auch was Haushalt und Ähnliches angeht, aber nicht für die digitale

Dr. Julia Freudenberg:

und so.

Matthias Feldmann:

Ja, meistens fehlt die Steuererklärung, genau.

Dr. Julia Freudenberg:

Ja, und dazu Sky, ne? Also ich mein, Du darfst gleich wieder mitreden. Nur, was wir dann haben, wenn es später passiert, ist ein gewisser Reifungsprozess. Du hast die ersten 6 Jahre, wo das Urvertrauen von Kindern aufgebaut wird. Wenn da was schiefläuft, kannst Du den Rest mehr oder weniger Na, nicht abschreiben, aber bloß große Herausforderung.

Dr. Julia Freudenberg:

Dann hast Du Es gab ja auch einen Grund, warum Kinder früher mit 21 erst volljährig waren, nicht schon mit 18. Tatsächlich zu sagen, die Zeit, wo die die Hochphase der Adoleszenz ist, wo sich alles neu sortiert, wo Du Phasen hast wegen Umbau geschlossen, einfach weil geht halt grade nicht. Da würde ich trotzdem versuchen, was geht, diese Zeit so unbeschadet wie möglich zu halten.

Christoph Magnussen:

Da jetzt mal den den Twist zu machen zu den Eltern und Ausbildungen, nachholen, aufholen. Lehrer, Eltern, Kinder. So, gehen wir jetzt mal ran in what do we do. Ich sehe, dass die meisten Eltern nicht mal sich die Grundlagen anhören wollen in großen Runden und sagen, ist jetzt grad keine Zeit für, gib mir die Checkliste für das und das. So, da sag ich, ihr müsst die Natur der Technologie verstehen.

Christoph Magnussen:

Ich erinnere eine, wir hatten eine Unterhaltung auch in der Schule, Da hab ich gesagt, Leute, wir müssen paar andere Sachen klären. Wir unterhalten uns sonst nächstes Jahr über das Thema Bildveränderung mit KI und Co. Das war jetzt Jahr her und da hab ich gesagt, Achtung, Da war einhellig die Meinung, nein, wir müssen erst mal alles andere klären. Da hab ich gesagt, Grundlagen verstehen, dann können wir auf die anderen Sachen gehen. Wie geht ihr da vor, wenn ihr sagt, Grundlagenverständnis zu schaffen?

Christoph Magnussen:

Ihr ihr dadurch, dass ihr Kinder ausbildet, würd ich sagen, erreicht ihr eben die Vorstellung auch.

Matthias Feldmann:

Also wir fangen an mit den ganz einfachen Basics. Also bei uns geht's erst mal darum, es muss Spaß machen. Das machen wir, indem wir Spiel bauen. Und

Christoph Magnussen:

Bei den Kindern.

Matthias Feldmann:

Bei den Kindern. Bei Spielen.

Christoph Magnussen:

Da sind die hooked.

Matthias Feldmann:

Genau, da sind sie hooked. Wir sagen aber auch, ihr müsst das Spiel selber bauen. Ihr nehmt nicht einfach irgend son fertiges Spiel aus der Liste und dann spielt ihr nur und macht gar nichts an Programmierung, sondern ihr müsst das von Anfang an bauen. Erst mal habt ihr schwarzen Bildschirm, wo nix drauf ist. Und dann müsst ihr Schritt für Schritt rangeführt werden.

Matthias Feldmann:

Ja, wir fangen oft auch an mit mit Programmierblöcken. Im Hintergrund wird das in eine Programmiersprache umgewandelt, aber das ist Wir lernen doch auch nicht erst, wie schreibe ich Apfel, obwohl ich weiß, was Apfel ist. Also ich muss ja schrittweise hingeführt werden und wenn man das im ersten Schritt ohne die Rechtschreibfehler hinkriegt, aber erst dabei versteht, wie funktioniert das, dann hab ich schon viel mehr gewonnen, als wenn ich sag, Du musst erst mal alles können. Also wir fangen an mit den Programmierblöcken und dann fügst Du als Erstes eine Spielfigur hinzu. Da darfst dich auch noch kreativ austoben, was immer großartig ist.

Matthias Feldmann:

Dann fügst Du Hintergrund hinzu. Jetzt hast Du schon mal sehr buntes, hübsches Bild. Das sieht nach was Coolem aus, funktioniert halt nur noch nicht. Und dann geht's los mit der Steuerung, die Spielfigur bewegen, Gegner hinzufügen und Ähnliches. Sodass man so langsam herangeführt wird und merkt, okay, es hängt hat alles Logik.

Matthias Feldmann:

Ich muss dem Computer genau sagen, was er machen soll, damit überhaupt was passiert.

Christoph Magnussen:

Wie würde wie würdest Du jetzt auch aus der Erfahrung aus sagen, ich werd dich jetzt Also ich motiviere meine Kinder ähnlich mit Spiel oder bei meiner Tochter ist es, die hat eine Idee für eine App, ist da sehr kreativ und sagt, Mensch, man könnte das und das machen. Manchmal also sitzen wir hier im Studio, hatten wir schon paarmal die Situation, kommt sie rein, sagt, ich hab folgende Idee, mal das auf. Und dann sitzen sie so, okay, das ist eigentlich ziemlich cool. Okay, gut. Ich mach dann mit den Kids das so, ihr dürft KI benutzen fürs Vibecode, das heißt, ich durfte 'n prompt bauen, prompt Design.

Christoph Magnussen:

Und sie müssen dann trotzdem natürlich nachlesen. Also was steht im Code? Warum sind da die bunten Buchstaben, die sehen natürlich cool aus in in IDE, wenn Du dann siehst, das ist alles bunt geschrieben, ist irgendwie nice. Zählt das mit als langsam ranführen und zeigen, wie man's zusammenbaut? Oder sagt ihr, ist okay, verschiedene Einfallstore werden weg, weil das Weibcode macht's natürlich hilfreich in einigen Momenten, wenn man sagt, wir hängen jetzt nicht fest an einem Thema, trotzdem muss man Probleme lösen.

Christoph Magnussen:

Also denn es ist zwei-d und nicht drei-d und man muss rausfinden, wie kriegt man das hin?

Matthias Feldmann:

Ja, also das ist vollkommen legitim. Wichtig ist, dass das Interesse der Kinder dabei auch hochgehalten wird. Also nicht, es nachher ist wie, Gott, ich muss die Matheaufgabe machen. Ich hab überhaupt keinen Bock auf Mathe, sondern ich mach mach mir Gedanken, was will ich machen? Mach das denn, stell fest, es klappt nicht.

Matthias Feldmann:

Muss überlegen, warum es nicht klappt. Muss es dadurch auch verstehen. Ja, ich könnte auch der KI sagen, klappt nicht. Ja, vielleicht kommt's irgendwann hin, manchmal auch nicht. Manchmal hofft man, einfach in Dauerloop, tut 4 Stunden lang das Gleiche eingeben und es passiert 4 Stunden lang immer noch nichts.

Matthias Feldmann:

Und genau da kommt dann der Ansatz, ich muss selber die Sache auch verstehen oder ich muss wissen, wie ich sie raus finde. Und dieses Herausfinden, das ist der Punkt, wo ich sag, das ist das, was wichtig ist. Ich muss rausfinden, wie ich selber die mir das Wissen aneigne, was ich brauche, da weiter mitzuwirken.

Christoph Magnussen:

Learn to learn. Und das ist heute ehrlich gesagt ja endlos. Ich hab endlose Quellen zur Verfügung, ich kann die eigentlich alle ansurfen. Wie bringt ihr den Kindern bei zu bewerten, das ist eine Okay Quelle, das ist keine Okay Quelle?

Dr. Julia Freudenberg:

Das ist tatsächlich 'n ganz, ganz großes Themenfeld. Weil es wird ja auch immer Also die Fakes werden noch immer schwieriger zu erkennen und insbesondere, was immer noch funktioniert, ist, wenn ist die Lautstärke, wie etwas funktioniert wie etwas kommuniziert wird. Ja. Wenn Fehler sehr, sehr lautstark postuliert werden, ist es immer noch einfacher, an Oder ist es für Kinder häufig noch direkter, daran zu glauben. Wir sehen eben zu, dass wir genau mit den Kindern daran arbeiten auch, was sind denn Wahrheitsquellen?

Dr. Julia Freudenberg:

Und das ist tatsächlich auch ganz so Was meinst Du? Na, früher, wenn's in der Tagesschau kam, hat's gestimmt. Da sind wir drüber weg. Bisschen lange her. Das ja, früher, früher.

Dr. Julia Freudenberg:

Okay. Ey, meine Mutter hat das noch so gesagt.

Matthias Feldmann:

Damals bei Wetten, dass. Meine Mutter auch.

Christoph Magnussen:

Machen das jetzt nicht die Kaulitz Brüder? Ich glaub, er hat irgendwie so was gelesen.

Dr. Julia Freudenberg:

Bei Wetten, dass, genau, ja, ach, oh Gott. Oh Gott. Also hier war's. Wo kommen wir her? Aber auch, dass zum Beispiel Studierende mit großer Überraschung lernen, dass Wikipedia nicht zitierfähig ist.

Dr. Julia Freudenberg:

Das ist in jeder Vorlesung das Highlight, wie das ist nicht zitierfähig. Und da wirklich abzuprüfen, was für Möglichkeiten hast Du denn, wirklich rauszufinden, ob Sachen stimmen oder nicht und tragischerweise auch manchmal zugeben zu müssen, das ist nicht immer einfach. Und manchmal, also ich weiß nicht, also für Mats ist ja nichts unmöglich. Für mich ist es dann so, ich frag dann Person meines Vertrauens, ist das jetzt fake? Aber tatsächlich damit aufzuwachsen, dass Wahrheit bei Weitem nicht mehr so deterministisch ist, wie es früher mal war zu Zeiten der Tagesschau, das ist Riesenthema.

Matthias Feldmann:

Ja, also auch ich bin schon auf Spam Mails reingefallen und Phishing Mails. Ja. Also Beispiel bei mir war Disney plus, meine Kreditkarte war grad abgelaufen. Heißt, ich hab damit gerechnet, dass ich viele Mails kriege mit, deine Kreditkarte ist abgelaufen, bitte hinterleg eine neue Kreditkarte. War halt auch eine Fake Mail von Disney plus dabei, wo ich mich dann angemeldet hab, wo ich dann direkt danach festgestellt hab, Moment, irgendwas stimmt da nicht.

Matthias Feldmann:

Schnell meinen Account wieder geändert hab, aber auch mir passiert das. Also die Fakes sind mittlerweile so nah dran, dass es echt schwierig ist, die herauszufinden. Und da muss man halt auch manchmal im Nachhinein noch mal überprüfen, war das wirklich so oder nicht? Weil ich hab festgestellt, im Disney Plus Account steht dann doch nicht die Kreditkarte drin.

Christoph Magnussen:

Ja. Und Du hast dich nicht gewundert, warum die sagen, starte mal dein Terminal und die

Matthias Feldmann:

Nee, die hatte mein Also die haben mir auch mit Vorname, Nachname, Ja, ja, klar. Alles angeschrieben. Ja, stimmt ja auch. Meine Kreditkarte war abgelaufen, von dem her. Das war genau der Zeitpunkt, wo wo ich halt auch damit gerechnet hab, dass die Anfrage kommt, dass ich meine Zahlungsart ändere.

Matthias Feldmann:

Von dem her, das macht's schwierig. Also diese Fakes sind so dicht dran mit dem, was auch Disney schicken würde. Das Einzige, was anders war, es war nicht Disney plus Punkt com, sondern DisneyPlus.coni

Christoph Magnussen:

Lass es genau da bleiben, weil dieses, was ich merke einfach, also wenn ich mit den Kindern zum Beispiel so was mache, ich mach's übers Vibe-Coden und sag, okay, ihr habt eine Idee, wir bauen dran. Mein Sohn baut gar Spiel, will auch bisschen Mario Kart nachbauen, haben wir das Thema mit drei-d-Effekt und so weiter, so. Da zu lernen und zu gucken, was musst Du dir runterladen? Was heißt Blender? So, da gibt es gibt superviele spannende Sachen.

Christoph Magnussen:

Und sind natürlich enorm schnell. Mit den Links immer nachgucken und sagen, ich brauch dafür jetzt ChatGPT, ich brauch dafür das und sag ich, wait a minute. Und ich merk dann, wenn wir zusammensitzen, ich hab eine extrem hohe Intuition dafür. Die meisten Eltern kriegen das nicht auseinandergehalten, ob man das benutzen kann oder nicht. Gar nicht.

Christoph Magnussen:

Und ich versuche mal aufzuzeigen, wie die Dimension sich verändert. Du hast es gerade gesagt, wir haben die Medienkompetenz nicht gelernt. Nicht nur das, wir waren ja noch Pre Internet. Das heißt, irgendwann waren da mal eine halbe Milliarde Menschen, 1000000000 Menschen, jetzt sind's 5500000000.0 Menschen, die da zeitgleich irgendwie Zeugs machen. 5, aber 7, glaub ich, sogar in die Richtung 6000000000.

Christoph Magnussen:

Das bedeutet, jetzt mit den KI Tools kommen noch mal mehr. Und ich halte das für etwas, was wir schnell gelöst bekommen müssen, dass wir sagen, okay, wie entwickeln wir ein Feld, was die Brücke schlägt dauerhaft zwischen Medienkompetenz, Coding, Nerding, aber diesem diese Natur zu verstehen, die sich da verändert? Ist irgendwas on the Horizon, was man da machen kann, wo man sagen kann, das könnte mal Fach werden? Nicht, es nur Programmieren ist oder sagt ihr, ihr baut das sowieso immer mit ein und es ist Prozess und es dauert so und so lang. Wisst ihr, was ich meine?

Christoph Magnussen:

Also dass dass dass sich das entwickelt als Gefühl.

Matthias Feldmann:

Also für mich ist das, lernen zu lernen. Und zwar alle, die mit Kindern zusammenarbeiten, haben die Pflicht, lernen zu lernen.

Christoph Magnussen:

Heißt Das gilt dann aber auch für die Lehrer nachzuholen,

Matthias Feldmann:

oder? Das gilt auch für die Lehrer. Heißt, es macht Es ist nicht weiter schlimm, wenn Kinder schneller sind. Wichtig ist, dass man dann sagt, okay, bring's mir bei. Erklär's mir.

Matthias Feldmann:

Weil so auch so haben sie die müssen sie das zurückspiegeln, was sie machen, was sie da denken und stellen auch fest mit, okay, wo ist vielleicht eine Unlogik drin? Also wenn ich jetzt einfach vibe code und am Ende funktioniert was nicht und ich da ankomme und frag, warum funktioniert das nicht? Und die Antwort ist, ja, KI hast Du ausgespuckt, muss ich halt unterstützen und sagen, dann find raus, warum's nicht funktioniert und dann finden wir's jetzt gemeinsam raus.

Christoph Magnussen:

Und warum der API Key in deinem Front End Code drinsteht und das keine gute Idee Wie geht ihr denn aber damit wenn dann eben, was ich eben meinte, Eltern sagen, oh, ich bin aber nicht Techie oder das ist ja der klassische Satz in Videokonferenz, könnt ihr meinen Bildschirm sehen oder Mikro ist noch an oder die Lehrer sagen, ach, wenn ich den Beamer anfasse, geht er immer aus. Ich bin da sehr streng und sag, das ist nicht mehr erlaubt.

Dr. Julia Freudenberg:

Ja. Okay. Genauso wenig, wie es verboten ist oder verboten sein sollte zu sagen, Mädchen können nicht rechnen. Also ich glaub einfach, wir müssen uns wir müssen uns tatsächlich ja da von der Bequemlichkeit verabschieden. Also man sieht ja, dass wenn Sachen bequemer werden oder man hat alle Nummern und Geburtstage eingespeichert.

Dr. Julia Freudenberg:

Kannst Du noch alle Geburtstage auswendig oder die wichtigsten Telefonnummern? Paar krieg

Christoph Magnussen:

ich gute Zusammennummern, die alten von früher mit der alten Postleitzahl noch die Kreäle hin.

Dr. Julia Freudenberg:

Ja, 2000 Hamburg 65. Genau, das ist schon bisschen länger her. Es ist tatsächlich einfach was, wo ich glaube, dass wir da das Umdenken in Deutschland ganz, ganz dringend pushen möchten. Wir haben ja sogar das Wort Ausbildung. Du hast am Ende der Ausbildung ausgelernt.

Dr. Julia Freudenberg:

Genau, wenn Du Anfang 20 bist, dann hast Du fertig oder was. Und da wirklich das klar zu haben, dass dem nicht mehr so ist. Das ist ja auch eine eine coole Studie von der D21 gewesen, diese Digital Skills Gap oder so was, wo ganz viele sagen, ja klar, lebenslanges Lernen ist mega und gleichzeitig sagen, oh, ich hab aber Angst, dass KI meinen weg meinen Job wegnimmt und dass überhaupt an der Stelle anscheinend nicht transparent ist, dass das Widerspruch ist. Wenn ich lebenslanges Lernen praktiziere, brauch ich vor gar nichts Angst haben, weil ich kann mir ich kann mir alles drauf schaffen. Und auch so, also bei uns ist ja die Aufteilung, also wär hier jetzt mehr Techie und weniger Techie, ist auch relativ klar.

Dr. Julia Freudenberg:

Nichtsdestotrotz ist das, was ich auch zwischen Weihnachten und Neujahr gemacht hab, mir noch sone coole Weiterbildung reinzuziehen über KI oder AI for Leaders. Also ich muss nicht alles im Detail können, aber ich muss verstehen, wie die Sachen zusammengesetzt werden, was die wichtigsten Faktoren sind und auch ganz grob was möglich ist. Und das ist halt Ich hab ja auch selber son ITler zu Hause, da wirklich zu sehen, wie smart man damit arbeiten kann und wie viel schneller das wird. Oder wir hatten ja vorher auch über über Dokumentationen gesprochen.

Dr. Julia Freudenberg:

Du hattest vorher Team von 5 Leuten, die 4 Wochen busy waren. Jetzt ist das eine Sache von, ich weiß nicht, was war das, 10 Minuten?

Matthias Feldmann:

Halbe Stunde, aber ich muss eine Minute im Prompt eingeben und der Rest läuft automatisch. Ich kann Kaffee trinken gehen, Mittagspause machen, was ich

Dr. Julia Freudenberg:

Du trinkst keinen Kaffee. Aber abgesehen von diesen Details, also andere könnten Kaffee Wenn

Christoph Magnussen:

wir jetzt aber mal auf Deutschland gucken und das Thema, wir haben kein eigenes Frontier Model, was mit den Großen competet. Wir haben natürlich in den Schulen auch das Thema Datenschutz. Ich hab heute Morgen son schönes Beispiel gehabt. Per iServe Server wurde eine Message kommuniziert, per Screenshot wurde sie in der Whatsapp Elterngruppe geteilt. So, dann frage ich mich natürlich und ich verstehe das, ne, weil ich sag auch, für die Eltern muss es irgendwie eine geringe Hürde sein, sich auszutauschen und dann guckt man eben, dass man in den Gruppen Ora Themen macht, aber eben nicht die Klassenlisten teilt zum Beispiel, fair enough.

Christoph Magnussen:

Und ich sag immer, ja, die anderen haben die krasseren Tools, dann nutzen wir die jetzt, zu lernen, schneller zu werden, aufzuholen. Plus es gibt ja die Möglichkeit, offline mit KI zu arbeiten, das ist alles nicht so schwer. Wie bewegt ihr euch in dem Spannungsfeld, wo ja auch Schulen sagen, wir haben eine besondere Pflicht zur Sorgfalt, zum Aufpassen und Co? Das ist ja noch mal eine andere Art von Datenschutz, die da stattfindet.

Matthias Feldmann:

Also wir achten drauf, dass wir Tools verwenden, wo nichts von den Kindern gespeichert wird. Kinder, die sind bei uns immer als Gast drin, die haben keinen eigenen Account. Wenn wir Accounts brauchen für irgendein Tool, dann tun wir die Accounts erzeugen und die werden dann auch mehrfach von den Kindern verwendet. Also nicht jedes Kind hat einen separat, sondern Tag 1 erkennt 1 das, Tag 2 erkennt 2 das, sodass wirklich nicht nachvollziehbar ist, wer war welcher Account.

Matthias Feldmann:

Ja. So stellen wir bei uns den Datenschutz sicher und wir haben wollen auch überhaupt nicht, dass Kinder bei uns in den Kursen Accounts irgendwo erstellen müssen.

Dr. Julia Freudenberg:

Ist immer Fluch und Segen, ne? Also am liebsten würde ich Also wir machen's genauso, wir kennen die Kinder de facto nicht. Ein Kind aus der achten Klasse ist bei mir 14 und hat die Postleitzahl der Schule und ist so, wahrscheinlich Junge oder Mädchen, weil wir müssen auch darüber Auskunft geben können, eben auch, weil Mädels in IT ja immer noch mal son besonderes Thema ist. Wie schön wäre es, wenn wir von allen Kindern die Wege verfolgen könnten und wirklich sagen könnten, Mensch, das und das war die Wirkung, das und das hat den Unterschied gemacht und so haben die sich entwickelt. Das können wir nicht, aber tatsächlich ist das auch etwas, wo wir den Datenschutz der Kinder und ich glaube auch unser eigenes Seelenheil höher priorisieren, weil das datenschutzrechtlich korrekt abzubilden, da müsste ich die Hacker School verdreifachen von der Manpower und hätte kein Kind mehr erreicht.

Christoph Magnussen:

Und wie seht ihr das mit den mit den Tools, die da sind? Es ist ja, wir hatten jetzt in einigen Podcastfolgen auch Leute dabei, die wirklich am am an Frontier mitgearbeitet haben. Wir hatten Johannes da, der hat an GPT 1 und GPT 2 bei OpenAI gearbeitet, war auch bei Palantir, kennt den Blick, ist jetzt aber zurück nach Europa, weil er sagt, er will hier gucken, wie schaffen wir den Schritt nach vorne, sonst wachsen wir in 1 bipolaren Welt zwischen China und USA auf. Das ist die Realität der meisten Leute. Also ich weiß nicht, wer ein deutsches Smartphone benutzt.

Christoph Magnussen:

Ein kurzer Gedanke, den ich grad hatte, aber das ist, glaube ich, zu vernachlässigen. Das heißt, wir bewegen uns in dieser Realität. Wie klärt ihr Eltern da auf? Weil die Schulen heben natürlich schnell die Hand und genau da beginnt dann das, okay, wir können gar nichts mehr machen.

Matthias Feldmann:

Also da wir sehr wenig mit den Eltern zu tun haben, machen wir da nicht sehr viel. Einfach, weil wir versuchen, direkt in die Schulklasse zu kommen. Wir versuchen es so zu halten, dass die Lehrkraft möglichst wenig Arbeit hat und dementsprechend auch reichende Information an die Eltern, dass die Hackerschule kommt mit den und den Tools und nicht mit, jeder Elternteil muss unterschreiben, dass das Kind jetzt in Zoom einen Account macht und so weiter. Weil dann würden wir einfach unsere Kurse nicht mehr machen können, weil dann werden die Lehrkräfte erst mal 2 Wochen lang beschäftigt, allen Eltern hinterherzurennen.

Dr. Julia Freudenberg:

Und das ist im aktuellen Fachkräftemangel schlicht und ergreifend nicht möglich. Wobei wir hatten ja auch über das Thema vorhin gesprochen, Du hattest von 1 Schule erzählt, die Du gerade in den USA kennengelernt hast, wie auch immer, wo das gesamte Wissensvermitteln nur noch über über KI funktioniert und die Lehrkräfte nur noch für Soziales da sind. Ich denke manchmal, wenn die Lehrkräfte mehr Zeit für Soziales hätten, wären wir in Deutschland auch sehr, sehr gut beraten, einfach auch, weil die Voraussetzungen der Kinder andere sind. Und da ist das Thema zwischen USA und China zu hängen, das ist für die gar nicht tagesaktuell. Das ist eher wahrscheinlich das Thema selbst, was haben wir mit Grönland zu tun?

Dr. Julia Freudenberg:

Also da krieg ich über meine Kinder auch überhaupt nicht zurückgespielt, dass es Thema ist. Aber es ist halt nach wie vor, wir haben viele junge Ukrainer in den Schulklassen, das ist ein permanentes Thema. Und das wirklich das wirklich dann so als Lehrkraft mit begleiten zu können, das hätte einen gigantischen Wert. Nichtsdestotrotz ist das Thema Datenschutz mit, ich vermittel alles mit KI und ich weiß alles über das Kind und egal, was für Neigungen es hat, es wird nur noch das machen, wo es gut ist. Das ist auch Szenario, was wirklich 'n bisschen spooky ist.

Christoph Magnussen:

Ja, ja, also dieses Beispiel aus den USA, das kam auch in der Podcastfolge auf, das ist extrem, ne. Also die die heißen Alphaschool und die machen, wie gesagt, den Großteil der Inhalte dann durch KI. Angeblich, bisschen viel Marketing auf der Website, aber angeblich, aber extrem gute Ergebnisse. Aber da müssen wir mal tiefer rein bohren. Und der Rest läuft eben wie wie machst Du eine Zündkerze und wechselst, ich weiß gar nicht, wer noch Zündkernen wechseln muss, aber so Beispiele, ne, Ölwäsche, keine Ahnung.

Christoph Magnussen:

Wie seht ihr das Thema, wir haben viele No Code Anwendungen im Bereich Apps bauen und Co und erwachsen, die jetzt anfangen, Vibe zu coden. So, ist Riesenhype. Und jetzt sind wir Anfang 20 26. Mein Take ist, nächster ChatGPT Moment ist Claude Code, weil die Leute merken, wie gut das Ding geworden ist und was das halt machen kann. Das bedeutet, Du gibst eine Zeile Code rein und bekommst herausragende App Ergebnisse.

Christoph Magnussen:

Lernst noch bisschen Deployment, bisschen Push Release, gehst mit deinem API Key ordentlich Up and Running ist die App. Das hat ja auch Potenzial, Eltern mehr mit anzufixen, die dann vielleicht das noch mehr supporten.

Dr. Julia Freudenberg:

Wahrscheinlich schon. Ich würde dann sehr, sehr gerne gleich noch den Jingle mit drauf machen, zu gucken, dass dadurch nicht nur Quatsch passiert. Also es entstehen gute Sachen, aber ich sehe halt eben auch, auch durch den Austausch mit Matza, aber eben halt auch mit meinem Mann, Es läuft nicht alles rund und Du musst Also wo

Matthias Feldmann:

immer Hier

Christoph Magnussen:

mal ruhig paar Beispiele. Also wo ihr sagt, so da da son Quatsch sollte halt nicht passieren.

Dr. Julia Freudenberg:

Na ja, Andy war neulich dabei und hat hat gesagt so hier, ich bau meine Website komplett am Stück. Die KI möchte das gerne direkt in einem in einem Codeblock machen, aber alles...

Christoph Magnussen:

Also quasi in einer Datei und dann...

Dr. Julia Freudenberg:

Genau, einmal alles durch. Er sagt aber, wenn ich Sachen nachtrainiere, dann vergisst die das vom Anfang. Und dann habe ich einen Setting, dass ich denke, Moment, das war doch eigentlich schon drin, aber er sieht das.

Christoph Magnussen:

Weil der Kontext dann zu lang wird aus, ne, irgendwann verlieren die, was sie wissen und so musst Du die Architektur anders bauen.

Dr. Julia Freudenberg:

Und genau solche solche Schritte zu machen, ist so wichtig, weil ich glaube, dass der Slop im Moment überproportional zunimmt, dass eben halt auch diverse Sicherheitslücken entstehen. Und da hattet ihr vorher auch noch mal zugesprochen, dass das Wichtigste ist, direkt mal Sicherheitsagenten mit drüber laufen zu lassen, bevor irgendwas veröffentlicht wird. Also dieses dieses Wissen und Du kannst völlig banal anfangen, die wenigsten Eltern haben Verständnis, was ist eigentlich WLAN? Oder was sind die ganzen Funkverbindungen? Das da gibt es sehr, sehr große Blöcke, die man auf jeden Fall in der Awareness hoch spielen sollte, damit halt nicht jeder denkt, er kann alles und dann wird's nach hinten raus heiter.

Matthias Feldmann:

Also mein größtes Problem sind eher Tools wie Loverbill und Ähnliches, wo Du nachher noch nicht mal mehr deinen Code siehst. Also Du erstellst eine App, hast noch nicht mal weißt noch nicht mal, dass da Text dahinter steckt, sondern Du hörst das fertige Produkt und das reicht dir. Wie willst Du da jemals irgendwas dran ändern?

Matthias Feldmann:

Also selbst wenn Du nachher nur eine Farbe ändern willst, Du bist immer drauf angewiesen, dass die KI nachher noch existiert. Lavalable ist Onlinetool. Wer weiß, ob das noch in Jahr da ist. Ist deine Anwendung weg.

Christoph Magnussen:

Ich hab das, Du challenge me on that. Ich hab das so gemacht bei uns und auch mit den Kindern. Ich hab gesagt, okay, also für die, die nicht wissen, wenn Du jetzt eine Web App baust, hast ja schon verschiedene Frameworks, wenn Du eine KI App bauen willst, noch 1 mehr. Dann hab ich gesagt, okay, Google hat eine Funktion im Google AI Studio, da kriegst Du das schnell hin. Du bachst deine Idee rein und Google packt dir zumindest mal in den Code rein, Gemini Services, also die KI Services.

Christoph Magnussen:

Dann lädst Du dir das runter als Tipp File, öffnest das erst mal lokal und dann siehst Du überhaupt als Erstes, ach krass, das sind Ordner. Da steht Text drin. Und dann machst Du mit Cloud Code weiter. Der Vorteil war, hab ich gemerkt und wie gesagt, das würd mich interessieren, wie Du es umdrehen würdest, Gemini kriegt die KI Services vernünftig zusammen und zum Laufen. Das war ganz am Anfang letztes Jahr noch mit Claude Code immer Riesenproblem.

Christoph Magnussen:

Das hat nie richtig funktioniert und zusammengespielt, sodass man dann sagen konnte, ah okay, in den Ordner baust Du KI Services rein, in dem Ordner machst Du die Prompts rein, in dem Ordner hast Du sonst was drin, ne, Front End, Back End, Schieß mich tot. Das heißt, Du hast die Architektur mal einen Schritt weiter und kannst daran nachlesen. Zählt das als Methode oder ist es bisschen zu viel schon mal?

Matthias Feldmann:

Find ich vollkommen valide. Also auch Entwickler nutzen ja ganz viele Libraries und wissen selber nicht, was genau dahinter

Christoph Magnussen:

steckt. Stack overflow.

Matthias Feldmann:

Ja, Stack overflow ist mittlerweile ziemlich tot durch KI.

Dr. Julia Freudenberg:

Ja, ja,

Christoph Magnussen:

ja, schon, ja.

Matthias Feldmann:

Muss man feststellen. Also die Aufrufzahlen sind massiv in Keller gegangen und gibt auch kaum noch neue Fragen.

Christoph Magnussen:

Wahnsinn.

Matthias Feldmann:

Aber also für mich ist der Punkt zum einen, ich muss wissen, dass der Code dahintersteckt. Und zum anderen, ich muss verstehen, wie mein Code aufgebaut ist. Also nachher, in welchem Ordner liegt was? Und genau da sehe ich auch das, wo wir in Zukunft hin müssen.

Matthias Feldmann:

Wir haben jetzt das Fach Programmieren oder Informatik an den Schulen. Da haben wir aber dann, ich schreib ich schreib eine Anwendung. Wenn ich jetzt KI nutze, gut, ich hab gelernt, wie ich mit 1 Datei umgehe. Jetzt weil schreib die KI mir plötzlich 3 Dateien. Was mach ich jetzt?

Matthias Feldmann:

Nee, jetzt bin ich vollkommen überfordert. Also wir müssen eigentlich da hingehen, wir müssen nicht mehr komplett lernen, wie ich bis aufs Basic runtergeh. Ja. Sondern ich muss lernen, wie ich das große ganze Bild verstehe.

Christoph Magnussen:

Wobei ich sagen würde, Basic ist dann doch interessant, jetzt mal von Nerd zu Nerd. Gedanke, wenn da wir sind am Anfang sind mal die Nullen und 1, weil irgendjemandem auf die Idee kam, Schalter an, Schalter aus. Da muss man sich mal fragen, wie geht das, dass das von da in ein Schriftstück übersetzt wird, so. Je weiter ich davon weggehe, weiß man ja, wird langsamer, wird langsamer, wird langsamer, wird langsamer, aber ich bin einfach schlichtweg weiter davon weg. Ich abstrahiere immer weiter.

Christoph Magnussen:

Und jetzt hast Du halt, weiß ich nicht, modernes Webframework oder entwickelst ganz weit oben deine PowerPoint oder auf Loverable und fragst dich, warum es nicht schnell ist. Jetzt willst Du aber eine App bauen, die halt auf Geschwindigkeit ankommt. Ja, warum sind bestimmte Messenger so beliebt? Weil die halt schnell sind. Du musst einfach weiter runtergehen und dann musst Du doch wieder verstehen, wo es halt herkommt.

Christoph Magnussen:

So wird's auch eigentlich wieder

Matthias Feldmann:

Für mich ist das genau der Punkt, ich muss wissen, wo ich das Wissen herkriege. Ich muss nicht alles verstehen. Also wir haben ja in Mathe damals so viele Formeln gelernt.

Matthias Feldmann:

Ich kann mir nicht merken, wo welche Herleitung von welcher Formel her kommt. Das reicht, dass ich weiß, es gibt sie irgendwo, ich muss wissen, in welchen Büchern ich die nach finde nachschauen kann. Und genau das Gleiche sehe ich halt auch bei Programmierung. Ich muss wissen, wo kann ich nachschauen, mir das Wissen anzueignen, wenn ich's brauche. Wenn ich jetzt eine App brauche, die ja lokal auf meinem Rechner läuft, die darfst Du meinetwegen da auch Sicherheitslücke haben.

Matthias Feldmann:

Wenn ich die jetzt als Webseite veröffentliche, dann sollten die Sicherheitslücke auch sein, weil dann ist sie plötzlich öffentlich. Heißt, dann muss ich den Schritt gehen und rausfinden, ist meine App sicher? Was brauche ich dafür, dass eine App sicher ist? Wie kann ich das überprüfen?

Christoph Magnussen:

Was ist eine Datenbank? Warum brauche ich die?

Matthias Feldmann:

Genau.

Christoph Magnussen:

Warum gibt es Sequel? Wer war der Typ? Ja, das sind tatsächlich dann die spannenden Fragen. Aber ich find's eben interessant, wie übersetzt Du das in etwas, wo Leute Lust haben, das nachzulesen? Und wir machen ja eher Erwachsenenbildung und ich pack die dann auch mal bei der Ehre, deswegen Kinder und Vorstände.

Christoph Magnussen:

Und sag dann, okay, die Basics sind wichtig. Und viele fragen am Anfang, muss ich das jetzt verstehen? Ich will doch nur. Und da hör ich dann immer auch und sag, ja? Ja.

Christoph Magnussen:

Powerpoint ist auch nur Code, weil die Leute immer sagen, machen wir die Powerpoint Präsentation fertig. Glaubt ihr, unsere Kinder werden sich wundern, wie wir es geschafft haben, 1 Welt zu leben, in der man nicht durch einen prompt die fertige App hat?

Dr. Julia Freudenberg:

Das tun sie ja schon. Also die fragen sich Prompt. Und

Christoph Magnussen:

jetzt hier ist meine iOS App und ich mach damit was.

Dr. Julia Freudenberg:

Die fragen sich ja schon, wie wir uns damals verabreden konnten, weil wir kein Handy hatten.

Christoph Magnussen:

Ja, klar.

Dr. Julia Freudenberg:

Oder das Telefon mit der Schnur, dann konnte man ja immer nur im im Wohnzimmer telefonieren oder sonst wie was.

Christoph Magnussen:

Oder wie wir's ihnen dann gekommen sind ohne Computer, hab ich auch schon gehört.

Dr. Julia Freudenberg:

Ja oder das eben halt in der Zeit von von Gimmicks Chat oder sonst was war eben halt dauerhaft besetzt, weil Du hattest halt nur entweder Telefon oder Internet. Also, dass die sich fragen, wie wir überlebt haben, das ist ja sowieso schon Status quo.

Matthias Feldmann:

Ja, oh, wie man draußen mit Freunden Zeit verbringen konnte. Ist ja langweilig. Man weiß ja gar nicht, was man sich zu erzählen hat.

Christoph Magnussen:

Und man hängt auch draußen an dem am TikTok Streams

Matthias Feldmann:

Ja, oder man sitzt nebeneinander und zockte Ballstars oder Ähnliches, aber die Kommunikation ist eine andere geworden.

Christoph Magnussen:

Ich mein jetzt wirklich, also die die, ich glaub, viele Erwachsene können sich nicht vorstellen, dass, also ich sehe da, ich seh es jetzt grade in den letzten Wochen, wie schnell sich einige Sachen überschlagen haben und tatsächlich funktionieren. Security, ich seh ich genauso, ja. Trotzdem merke ich, nehmen wir mal Cloud Code als Beispiel, hat das eingebaut, checkt das vorher, wenn was passiert. Du und ich hab noch Security Agent, weil wir gewissenhaft sind. Jetzt lass die mal 2, 3 Schritte weiter sein.

Christoph Magnussen:

Und Du sitzt am Rechner und wir haben früher, also ich bin zu Brinkmann in Kiel gegangen und hab mir eine Windows CD gekauft, hab die reingepackt oder Diskette und rein und los.

Dr. Julia Freudenberg:

Floppy Disc.

Christoph Magnussen:

Floppy Disc. So, dann wird sie runtergeladen. Jetzt sitzt Du davor und sagst, ich brauch eine App für die Steuererklärung. Ich brauch was für, was hast Du dir gecoded? Leasing Kilometer oder so was.

Christoph Magnussen:

Innerhalb von No Time. Wir hatten hier son bisschen den Editing Raum bei Blackwood heißt jetzt Deathroom. Jungs sind voll im, wir sagen eher Vibe Engineering Fieber, weil bei uns wird bisschen mehr nachgedacht, Gott sei Dank. Das beschleunigt ja schon enorm. Das heißt, ihr sagt aber, eigentlich befeuert euch das, weil die Grundlagen bleiben.

Christoph Magnussen:

Das heißt nicht, wie Jenson Wang von den Videos sagt, keiner soll mehr coden können, sondern ihr sagt, jeder muss coden können, weiter darauf aufzubauen.

Dr. Julia Freudenberg:

Für uns ist coden das digitale Krabbeln. Also ich glaub, das Bild hatte ich ja schon mal gesagt. Wenn Du als Für die, die Kinder haben, jedes Kind krabbelt, bevor es läuft. Die wenigen, die auch von überambitionierten Eltern zu früh auf die Füße gestellt werden, haben häufig die Herausforderung mit Hüftdysplasien, weil sich tatsächlich die die Knochen nicht so ausprägen, wie sie das sollten. Krabbeln ist gut.

Dr. Julia Freudenberg:

Und egal, ob sie hinterher Hürdenlauf machen, Marathon oder Sprintweltmeister, die haben alle vorher gekrabbelt. Und das ist die Überlegung, das tatsächlich für das Grundverständnis mit reinzunehmen. Es ist noch anderer Gedanke, der mich umtreibt. Von Simon Sinek gibt es son tollen Talk Millenials in the Workplace.

Dr. Julia Freudenberg:

Auch wenn wir jetzt nicht mehr über Millenials reden, die Problematik ist sehr ähnlich. Dadurch, dass diverse Sachen wahnsinnig schnell werden, lernen die Kinder überhaupt nicht mehr, dass es Sachen gibt, die Geduld brauchen, die Zeit brauchen. Freundschaft, Job Fulfillment, was auch immer. Das ist ja nichts, was Du sagst, Instant Gratification, immer mehr, immer schneller, höher, weiter. Du siehst auch bei der Mobilität, wenn Du normal gehst, passiert wenig.

Dr. Julia Freudenberg:

Beim Radfahren kann's dir echt schon wehtun. Im Auto sieht das manchmal echt fies aus und wenn Flieger runterkommt, ist alles durch. Also wir sind für manche Geschwindigkeiten auch nicht notwendigerweise optimiert. Und ja, es gehen viele Sachen schnell. Ja, es gibt einen so genialen Möglichkeitsraum, der dadurch entsteht.

Dr. Julia Freudenberg:

Aber insbesondere, wenn Du nutzt Wenn Du weißt, wie Du ihn nutzt und wenn Du gleichzeitig auch auf der menschlichen sozialen Ebene die Möglichkeit hast, zu prüfen, wo ist eine Beschleunigung zielführend und wo schafft sie Probleme, die wir überhaupt nicht abgesehen haben.

Christoph Magnussen:

Das heißt aber dann auch, wenn ich mir jetzt vorstelle, ich sitz an 5 Cloud Code Instanzen, manchmal 6 zeitgleich und steuere da die Agents, teilweise 3, 4 Subagents. Mich befriedigt das sehr, weil ich gerne in solchen Sachen denke, merk aber auch, Mensch, grafisches Interface wäre mal ganz gut, das zu steuern. Ich komm ja vor wie son Fluglotse. Gott sei Dank.

Matthias Feldmann:

Musste Auto Claude nutzen. Kennst Du Auto Claude ?

Christoph Magnussen:

Auto Claude, noch nicht, nee...

Matthias Feldmann:

Du ist Das ist eine Oberfläche, die sieht aus wie Kamanbot, wo Du deine Prompts vor einem packst und dann tust Du es auf den Fokus setzen, dann läuft da gern durch und bist und sagt dann, so, jetzt musst Du manuell mergen. Das guck Da kannst Du beliebig

Christoph Magnussen:

guck ich mir an, weil ich hab paar Ideen tatsächlich das grafisch umspornen. Kannst ja selber bauen. Aber ich hatte gedacht, so Mensch, das ist jetzt eine Mischung aus hier hier hier Lotse beim Schiff, also tatsächlich son klassischer Lotse, der die Gesetzeslage sehr gut kennen muss. Also die Schiffslotsen müssen sich extrem gut mit internationalen Gesetzen auskennen. Was darf ich, was darf

Dr. Julia Freudenberg:

ich nicht?

Christoph Magnussen:

Und Fluglotsen haben diese Gleichzeitigkeit. Und dadurch von beiden ist son bisschen, Du hast dieses Policy Thema, Security Thema und musst gleichzeitig gucken. Die Geschwindigkeit ist aber sehr real. Und einige Leute, das ist mein Gefühl, sind da extrem schnell und hängen dann den Rest ab. Gerade wenn ihr jetzt eben dann zurückgeht in den Klassen und ihr fangt an, grundsätzlich Programmieren beizubringen und Du hast jetzt von Geduld gesprochen und dann merkst Du, es funktioniert nicht, beobachtet ihr denn, wie die Geduld abnimmt und die Kinder keinen Bock mehr haben zu klären, an welchem Buchstaben es liegt oder was?

Matthias Feldmann:

Also das ist der Grund, warum wir auch Kleingruppe mit 6 Kindern machen. Weil eine Person bei uns, ein ITler, betreut 6 Kinder. Heißt, Du hast wirklich diese Aufmerksamkeit auch, bei den Kindern zu sein. Am schlimmsten finde ich tatsächlich das mit Erwachsenen. Also wir waren auch schon auf Veranstaltungen, wo wir das mit Erwachsenen gemacht haben.

Matthias Feldmann:

Da brauchst Du manchmal eine 1 zu 1 Betreuung, weil die Erwachsenen sagen, wusste ich doch, dass ich's nicht kann und wollen da einfach wieder gehen. Ja. Und da musst Du echt deine Wollen Sie denn das

Christoph Magnussen:

zu jeherein?

Matthias Feldmann:

Nein, komm. Wir versuchen das noch mal Schritt für Schritt. Also da merk ich halt wirklich, es ist eigentlich diese Aufmerksamkeit, die Du denen gibst, damit sie dranbleiben.

Dr. Julia Freudenberg:

Ja, und das, glaub ich, macht auch den Unterschied. Weil Du siehst, also die Geduldsspanne oder die Aufmerksamkeitsspanne von Kindern nimmt massiv ab. Wir hatten ja früher noch hier Privatfernsehen, ne, wann ist der nächste Werbeblock? Da sind ja Also ich hab die genauen Zahlen nicht, aber ich ich meine, bei Artikeln ist es schon die Überschrift und die ersten 3 Zeilen, wenn das nicht catcht, scrollen die weiter.

Matthias Feldmann:

Mittlerweile nur noch Überschrift.

Dr. Julia Freudenberg:

Ach, shit. Siehst Du, ich wusste, es geht immer noch weiter an der Stelle. Aber da tatsächlich Wege zu finden, genau die Aufmerksamkeit zu halten, geht halt eben schnell dadrüber, dass Du es nicht zu einfach machst, weil sie müssen schon denken. Und sie müssen sie müssen das echt sich da reinknien. Dann ist halt jemand Cooles da, den sie auch irgendwo spannend finden, weil verdient ja wahrscheinlich auch viel Geld und macht ja irgendwie coolen Job oder so was.

Dr. Julia Freudenberg:

Und da wirklich reinzugehen und durch diesen Austausch und die Interaktion die Kinder wirklich bei der Stange zu halten, bis sie wirklich Feuer gefangen haben und hoffentlich eben halt auch danach noch weitermachen. Deshalb sind wir ja auch grade dran, noch Gelder zu funtraisen, dass wir eine Lernmotivationsplattform dahinter setzen können, weil wir sehen in unseren Kursen son Peak mit wow, das ist krass und ich trau mir das zu, der ist hoch. Der ist aber zeitlich nicht stabil. Der geht relativ schnell wieder runter. Was über die Zeit stabil ist, ist die grundsätzliche Einstellung auch von Mädchen, dass sie das können können.

Dr. Julia Freudenberg:

Also wir haben mit ifo eine ganz gute Beobachtung bei uns gemacht und kneten da jetzt noch mal die Daten durch. Und was wir halt eben wollen, die diesen Begeisterungsspeak so abzugreifen, dass man sagt, hey, wir wir bauen dafür eine Plattform und sagen, komm, lad mal dein Spiel hoch, was Du in der Schule gebaut hast. Cool, Du hast schon das erste Level. Willst nicht zweites bauen? Oder irgend son Zeug, dass es die Kinder catched, auch mit Unterstützung von KI, aber eben wirklich immer diese Punkte reinstreuen, wo auch der persönliche Kontakt ist, weil Menschen begeistern Menschen.

Dr. Julia Freudenberg:

Das ist immer noch so.

Matthias Feldmann:

Das Wichtigste ist der Start. Also wenn ich schon Zeit in etwas investiert hab, bin ich bereit, auch mehr Zeit zu investieren, weil das wär ja doof, wenn ich jetzt so viel Zeit umsonst investiert hab. Wenn ich jetzt aber schaffe, dass der Start langweilig ist, sei sagen wir mal, wir fangen an mit roten Punkt aufm schwarzen Bildschirm und den bewegste, das ist langweilig. Ich sag, ich fang an mit bunten Spielfigur und Du darfst sie sogar noch selber zeichnen, wenn Du Bock drauf hast und sonst wählst Du aus von 100 verschiedenen Figuren. Sagst Du, cool.

Matthias Feldmann:

Genau da seh ich mich. Diese Figur will ich. Und nicht mit, wir schreiben vor, Du nimmst jetzt den Delphin. Weil dann sagt das Kind wieder, das ist nicht meins. Da hab ich keine Zeit investiert.

Matthias Feldmann:

Das ist nicht mein Spiel, das ist dein Spiel. Und genau das ist halt, wo ich sag, der Start ist das Wichtigste jetzt. Wir müssen beim der Start muss quasi Feuerwerk sein. Und sobald Du den Start hast, dann darf's auch mal bisschen schlechter laufen.

Matthias Feldmann:

Weil da haben sie schon Zeit damit verbracht und sagen dann, okay, ja, vielleicht kommt da noch was.

Christoph Magnussen:

Und das ist die Beobachtung, die ich grad hab mit mit vielen Erwachsenen, die sagen, ChatGPT passt, 3 Jahre jetzt her, jetzt kommt eine Welle und ich red mir den Mund fusselig und die meisten trauen sich halt nicht, diesen diesen Bash Command ins Terminal einzugeben, weil was ist Terminal, was soll das? Und dabei könnte man so simpel erklären, dann zu zeigen, was passiert da und Du kannst damit auch den Rechner steuern, es ist interessant zu sehen. Aber die Angst ist dann so hoch und dieses, das ist eine geschwungene Klammer, das will ich nicht lesen. Das macht mir wirklich hart zu schaffen, das nicht, also wenn wenn ich merke, da verliere ich jemanden, aber es ist so so simpel und so wichtig, diese Basics dann zu lernen. Gibt's irgendwas, wo ihr sagt, ihr ihr seid da so positiv drauf, das merke ich auch und das das finde ich genau richtig.

Christoph Magnussen:

Gibt's aber irgendwas, wo ihr sagt, wir sollten wirklich aufpassen, dass das nicht passiert oder wir sollten wirklich Auge drauf haben, das da, wirklich positiv reinzugucken?

Dr. Julia Freudenberg:

Fangen wir mal mit der Tech Sicht an.

Matthias Feldmann:

Also klar, wir sollten nicht zulassen, dass KI einfach alles macht.

Matthias Feldmann:

Und insbesondere der Überwachungskapitalismus sehe ich da als großes Problem. Also das kennen wir schon von Facebook, Twitter und Ähnliches. Das Gold sind die Daten und nicht das Gold ist und ich zahl zahl dafür, damit ich den Dienst nutze. Heißt, alles, was ich mache, dient nachher dazu, das als Werbung zu verkaufen.

Matthias Feldmann:

Und genau das sehen wir ja jetzt auch Richtung ChatGPT. Die haben schon die ganze Schnittstelle eingebaut Richtung Werbetreibende. Heißt, rechne damit, wenn Du demnächst Prompt machst, dass er dir irgendwelche Produkte empfiehlt, auch wenn's vielleicht bessere gibt. Heißt, dass da nicht mehr die Recherche drinsteckt, sondern Verkauf von Werbung. Deswegen ja, man muss mit dem Geldbeutel bezahlen und nicht mit seinen Daten bei so was.

Matthias Feldmann:

Mhm.

Christoph Magnussen:

Also Du würdest immer eher Payd Account nehmen und dann aus der Werbung rausgehen, zu wissen, ich hab die Werbung nicht drin, als mal simples Genau.

Matthias Feldmann:

Ich werde nicht manipuliert, dass ich irgendein Produkt kaufe, sondern er versucht mir die bestmögliche Antwort zu geben. Und da sehe ich auch ganz groß, warum ich großer Verfechter von Claude bin, die haben Ethik dahinter. Die sind ja entstanden von ehemaligen OpenAI Entwicklern, die gesagt haben, OpenAI ist uns nicht ethisch genug. Wir müssen da mehr tun.

Christoph Magnussen:

Ich glaub, es wissen weniger, aber sind 7 Co Founder tatsächlich, die rausgegangen sind. Und die haben eine sogenannte Constitutional AI. Das heißt, die geben sehr viel drauf. Amanda Askell heißt die Frau, die quasi auch die Prompts final dann freigibt. Die geben sehr viel drauf, dass dann gegen diese ethische KI gearbeitet wird.

Christoph Magnussen:

Trotzdem verdienen die natürlich auch Geld, aber zugegebenermaßen, das machen sie sehr, sehr, sehr viel über Tokens, die man da einkauft.

Matthias Feldmann:

Also man muss auch sagen, Claude läuft ja nicht über Hype. Also ChatGPT macht Sora, macht Bildgenerierung. Claude hat weder Bildgenerierung noch irgendwelche Videogenerierungen. Die sagen, das braucht's nicht für den Kontext, wo sie dann arbeiten. Sie sind primär auf Business fokussiert und versuchen halt wirklich, dass Du das Beste, was Du brauchst für dein Business, also sei es irgendwelche Anträge schreiben oder Ähnliches, dass sie da gutes Ergebnis liefern.

Matthias Feldmann:

Also mehr spezialisiert als Hype.

Christoph Magnussen:

Auch da wieder hinter die Kulissen gucken, bisschen sehen, was ist dahinter, wer ist die Firma und so weiter. Und trotzdem ist es eine amerikanische Firma, klar. Ja. Darf man nicht vergessen.

Matthias Feldmann:

Aber also insbesondere diese Hypesache und dem letzten Schrei immer hinterherrennt, das sehe ich als die große Schwierigkeit und Problematik.

Dr. Julia Freudenberg:

Für mich ist das Thema tatsächlich, wo wir unbedingt hingucken müssen, ist, wie KI genutzt wird. Und wenn Natürlich ist mein Großraum jetzt Kinder und Jugendliche, eben halt da zu sehen, dass wir bei der Bequemlichkeit interagieren oder zumindest so reingehen, dass die Kinder verstehen, was sie da tun. Weil meine große Sorge ist, Kinder nutzen überwiegend KI, zu bescheißen. Und Du weißt ja auch, ihr sagt ja, Lehrer bescheißt ist auch nicht nice, Ist aber nicht das Schlimmste. Das, was für mich der fatale Punkt ist, dass sie sich selber betrügen, weil sie denken, sie können Dinge, Ja.

Dr. Julia Freudenberg:

Die sie halt eben einfach nicht können. Und auch dieses kritische Hinterfragen, was wir vorher besprochen haben, das ist etwas, was für mich 1 der größten 1 1 der größten Lernaufträge für junge Menschen ist, sich ein kritisches Denken anzueignen, ein Gefühl zu entwickeln, auch ethischen Kompass aufzusetzen und da wirklich klarzumachen, das sehe ich bei meinem Sohn in der Klasse viel, es gibt Kinder, die nicht mehr für Arbeiten lernen, weil sie davon ausgehen, sie werden schon sie kriegen das schon auch mit KI in der Klasse gelöst. Und was für eine Frustration das bei anderen Kindern auslöst, die sehen, was passiert, aber trotzdem sagen, das wollen sie nicht, weil sie schon für sich verstanden haben, dass vielleicht nicht die adverbialen Nebensätze den Unterschied machen, aber die Fähigkeit zu lernen. Und das ist einfach was, ich würde mir wünschen, dass wir das hinkriegen, auch bei jungen Menschen wirklich zu verorten, dass KI ein unglaublich geiles Lerntool ist, auch besser und schneller zu werden, aber dass es dass es nie eine Entschuldigung dafür ist, das Gehirn an der Garderobe abzugeben und selbst son kleiner Lemming zu werden.

Dr. Julia Freudenberg:

Und ich würde sagen, da sind die Würfel noch nicht geworfen. Also da wird sehr, sehr viel auch Arbeit mit jungen Menschen drin stecken müssen, dass eben halt reine Bequemlichkeit und KI keine wirkliche Entwicklung für einen selbst darstellt.

Christoph Magnussen:

Und ich nehm die Vorständinnen und vor allem Vorstände mit in die Pflicht, die dann sagen, ist nicht meine Aufgabe, das zu verstehen, dafür hab ich Team und da sage ich, das ist nicht die Zeit, das zu sagen. Die wird grade wieder bisschen technischer und wenn man das nicht versteht, hat man's nicht verdient, an der Spitze zu sein und die Verantwortung zu tragen.

Matthias Feldmann:

Ich seh das

Christoph Magnussen:

Es gibt ja Leute, die mit 2 Zeigefingern tippen sollen.

Matthias Feldmann:

Ich seh das auch in eine andere Richtung. Also auch Vorstände müssen gucken eigentlich, dass sie mit guten Gewissen ihre Sachen an den Markt bringen können. Also auch Vorstellung von Softwareunternehmen. Ja. Muss jetzt ein ChatGPT sich so einschleimen, dass Du es immer mehr nutzen willst?

Matthias Feldmann:

Oder ist es eigentlich kontraproduktiv? Und sollte ChatGPT dir die Antwort liefern, die Du eigentlich brauchst?

Dr. Julia Freudenberg:

Also Grundverständnis ist überall sehr, sehr, sehr sinnvoll.

Christoph Magnussen:

Das finde ich ein schönes Schlusswort und es gibt etliche Sachen, auf die wir verlinken können, wo ihr mal Sachen ausprobieren könnt. Wir haben Videos gemacht zum Thema lokal mit KI arbeiten. Von euch gibt's auch einiges, was ihr nachschauen könnt. Ihr könnt jetzt noch mal einmal den Aufruf machen in wahlweise 1 der vielen Kameras, die hier stehen, wo ihr sagt, wo findet man euch, wo kann man was spenden? Weil es ist eben auch wirklich die Initiative, wo ich sage zukunftssicher.

Christoph Magnussen:

Also insofern, dass dafür, dass ihr hier so viel Zeit investiert habt, könnt ihr jetzt noch mal einmal loswerden, wo man euch findet und was man machen kann.

Matthias Feldmann:

Das ist jetzt dein Jingle.

Dr. Julia Freudenberg:

Ja, ach, wir kommen immer gerne zu euch. Also das ist das ist wirklich eine schöne Zeit hier. Hacker School findet man gut, also tatsächlich auch unter Hacker minus School Punkt d e, wenig überraschend. Und tatsächlich, was uns hilft wirklich, wenn wenn Interesse daran besteht, sich auch so aufzustellen, dass junge Menschen sich gut wirklich auch in der Zukunft verorten können, brauchen sie digitale Bildung und brauchen sie coole Vorbilder. Und Du musst bei uns eigentlich auch mal Kurs geben, auch wenn Du nicht offizieller Techie bist, aber es ist so cool, wenn Menschen, genau, Typen wie euch kennenlernen und sehen, man kann damit so viel gestalten und uns helfen Spenden.

Dr. Julia Freudenberg:

Uns hilft es auch, wenn ihr so tolle Bücher kauft, also ist übrigens echt gut, sagt er.

Christoph Magnussen:

Ist wirklich gut. Ein gutes Buch.

Dr. Julia Freudenberg:

Und erzählt davon und holt uns in eure Schulen, dann wird alles gut.

Christoph Magnussen:

Schön, dass ihr da wart. Danke euch beiden.

Dr. Julia Freudenberg:

Danke dir.