Ich mein, klar ist, das ist die größte technische Revolution der letzten 150 Jahre, bestimmt die größte für mich, für dich wahrscheinlich auch, die wir erleben werden. Das ist die zweite Chance für Deutschland. Na, alles, was wir nicht hingekriegt haben in der Digitalisierung, können wir mit Agentic AI jetzt, wenn wir's gut anstellen, aufholen, überholen, Geschwindigkeit setzen. Und insofern sind wir da sehr, sehr weit vorne. Wir werden dieses Jahr die ersten 6 Produkte rausbringen, die zu 100 Prozent von KI geschrieben sind.
Uwe Peter:Da hat kein Mensch mehr programmiert. Menschen haben nur noch die Qualitätskontrolle durchgeführt.
Christoph Magnussen:Hoffnung ist keine Strategie, wenn es KI geht. Das hat jemand von Cisco im Podcast gesagt, Keith Griffin. Und ich hab jetzt deswegen gesagt, wir machen auf jeden Fall noch eine Folge mit Cisco. Und zwar habe ich mir den Deutschland Chef geschnappt, niemanden geringeres als Uwe Peter, der an der Spitze steht in Deutschland für Cisco, einzusteigen zum Thema, wie können wir im Kern verstehen, worum's geht? Was man nicht vergessen darf, Cisco baut wirklich von der Grundlage, von den Chips bis hin zur Software alles.
Christoph Magnussen:So hat Cisco auch angefangen, eine superspannende Gründungsstory, kennt man gar nicht mehr aus den Zeiten, aber haben das Internetprotokoll erfunden. Und das ist etwas, wo man sagen muss, wenn man wirklich verstehen will, wie AI to the DNA funktioniert, ist das eine Folge, auf die ihr euch wirklich freuen könnt mit Uwe Peter von Cisco. Große Freude, ich sitz heute in Amsterdam auf der Cisco live und hab jemanden bekommen, dessen Agenda sehr, sehr, sehr voll ist. Insofern haben wir jetzt wirklich das zwischengeschoben. Uwe Peters, der quasi Chef von Cisco in Deutschland, der sich die Zeit nimmt.
Christoph Magnussen:Danke, dass wir das machen. Ich hab nämlich mit euch schon einen sehr coolen Podcast aufgenommen und hatte Anschlussfragen. Keith Griffin ist ein Cisco Fellow, von dem gibt's nicht so viele. Und der sagte im Podcast vor, wann haben wir den gesendet? 3, 4, 5 Wochen.
Christoph Magnussen:Ja, ist egal. Er hat im Podcast gesagt: Hope is not a strategy when it comes to AI. Das fand ich ein sehr boldes Statement. Absolut. Und jetzt würd mich interessieren, Du bist derjenige, der die Herausforderungen hat.
Christoph Magnussen:Wie bringst Du das Firmenkunden bei, die sagen, wir wollen's gerne machen, aber es muss auch alles super sicher sein. Wie packen wir das zusammen?
Uwe Peter:Ja, das ist natürlich eine sehr große Frage, aber lass mich mal damit beginnen. Ich hab mich den ganzen Tag auf dieses Interview gefreut. Also ja, enge Agenda hat ja jeder auf der Cisco live, mit 20000 Kunden hier. Ja. Größte Delegation aus Deutschland.
Uwe Peter:Also das Technikinteresse der Deutschen ist ungebrochen. Ja. Ist schon eine Grundvoraussetzung. Und aber wie gesagt, ich freu mich sehr auf diesen diesen Termin. Ist ist gut erkannt.
Uwe Peter:Ich glaube, dass vor allen Dingen wichtig ist, die Chancen erst mal zu sehen, weil ich immer noch das Gefühl habe, dass wir sone halbherzige Diskussion haben. Das auch ist das eine Bubble, so Fragen, ne. Ist Investment Bubble, solche Fragen kommen hoch. Es gibt sone, in einigen Kreisen zumindest eine gewisse Ernüchterung. Und ich stell das dann auch in Unternehmensgesprächen fest.
Uwe Peter:Und ich mein, klar ist, das ist die größte technische Revolution der letzten 150 Jahre, bestimmt die größte für mich, für dich wahrscheinlich auch, die wir erleben werden. Und die Chancen sind gewaltig. Und ich glaub, das zu erkennen und die Firmenstrategie diesem Thema anzupassen, gewaltsamweise sogar unterzuordnen, ist erst mal das Allererste. Dann haben wir, glaube ich, gute Voraussetzungen in Deutschland, über die wir noch sprechen können, das Thema auch zu unserem persönlichen Geschäftserfolg, also nicht persönlich, sondern zum Geschäftserfolg zu nutzen.
Christoph Magnussen:Lass uns mal ruhig genau dahingehen, weil das ist, Du betonst das immer wieder und ich teile das und ich glaub, das ist für viele nicht so offensichtlich, dass wir so viel Vorteile haben, das richtig gut umzusetzen. Also bei mir geht's immer darum, wirklich auch in, ich sag mal, von Tooltouristen zu AI Anwendungsweltmeistern zu werden. Wie schaffen wir das?
Uwe Peter:Ja. Ja, lass mich vielleicht da anfangen, was wir nicht geschafft haben in der Digitalisierung. Ich finde in in großen Skalierung ist es in Deutschland nicht gut gelungen. Und mit AI, gerade mit ChatGPT gab's diesen Moment, in dem, glaub ich, jeder sofort und jede sofort gesehen hat, das ist etwas, das wird die Welt revolutionieren. Und es fehlt uns Stück weit in der Geschäftswelt dieser ChatGPT Moment, wo man sagt, okay, das ist für jeden ersichtlich, dass hier sich auch die Geschäftswelt dramatisch ändert über das typischen Chatbot hinaus, was natürlich jede Firma eingeführt hat in Services.
Uwe Peter:Und ich bin fest davon überzeugt, dieser Chat GPT Moment in der Geschäftswelt stattgefunden. Und der nennt sie unter anderem Codex. Das heißt, die Möglichkeit, dass KI sich quasi selbst füttert, indem KI Programme schreibt. Ja. Die Codierung von Software.
Uwe Peter:Und was braucht Deutschland mehr als all das, was wir haben an Assets, an Know how, in der analogen Welt, Motorbau, Logistik, in Software zu übersetzen? Und Codex als Beispiel jetzt von Open AI, gibt auch andere, ermöglicht das. Und wir nutzen das zum Beispiel bei Cisco sehr intensiv. Und Gespräche, die wir mit der deutschen Wirtschaft haben, ist, wie können andere Firmen es ähnlich machen wie
Christoph Magnussen:Es beeindruckt mich sehr. Ich hab das gestern gehört von deinem Kollegen aus den USA, der der als Chief Product Officer quasi auch die Punkt Vision betreut. Und er sagte, ja, bei uns 30000 Leute bei ihm quasi, machen alle Codex und Cloud Code. Und ich so, okay, das ist das, was ich morgens auch mache als Erstes. Für für aber Mittelständler, die sagen, wir sind ja keine Coder bei uns.
Christoph Magnussen:Wie schlägst Du da die Brücke? Wie sagst Du denen, Leute, das ist der ChatGPT Moment, ich teile das. Aber wie bringst Du denen das bei, dass Du sagst, nee, das ist der ChatGPT Moment für Business? Macht die Augen auf und seht
Uwe Peter:Na ja, gut. Der ChatGPT Moment hat ja den Vorteil, dass jeder Anwender oder jede Anwenderin sofort gesehen hat, ich kann das benutzen, Prompt Interface. Ich gebe meine Frage ein oder sogar per Sprache. Es gab keine Barriere zur Adoption, zur Nutzung. Und warum ist jetzt gerade Codex diese dieser ChatGPT Moment?
Uwe Peter:Weil natürlich die Leute, die das nutzen, die heute Software schreiben, die verstehen Software. Die haben keine Berührungsängste mit Codex. Für die ist das wie neues Teammitglied, da lagern die Aufgaben aus. Ich hab Neffen, der hat seine Diplomarbeit geschrieben. Ich hab immer gedacht, Du musst doch Programmieren lernen.
Uwe Peter:Du fragst ja nur immer Codex und und und solche Tools, dir die Software zu schreiben. Ich persönlich hab früher Roboterarm programmiert, hab halt jeden pro Zeile selbst geschrieben. Und der sagt dann, ja, aber Uwe, die Welt hat sich doch geändert. Ich bin heute Manager von verschiedenen Tools, die mir die Programmierung machen. Ich ich produziere auch in meiner Diplomarbeit das, was Abteilungsleiter produziert und nicht das, was Uwe Peter vor 30 Jahren produziert hat.
Uwe Peter:Also insofern, es ist der ChatGPT Moment für die, die heute Software schreiben. Also das werden nicht Softwareschreiber natürlich jetzt nicht sofort nutzen können, aber da haben wir ja schon viele in Deutschland, die Software schreiben und die erkennen, dass sich die Welt drastisch verändern wird.
Christoph Magnussen:Wenn Du so draufschaust, also ich hab jetzt sind wir voll im Thema, ich liebe das richtig gut. Ich hab heute Morgen geschrieben mit einem leitenden Medium in in Deutschland, die viel auch zu KI teilen und die sagten, sie machen jetzt eine Serie zum Thema Agents. Da hab ich gesagt, ja klar, Cloud Code, Codex, ja nicht Coding Agents, sondern Agents. Ich gesagt, wait a minute, diese Dinger können das Terminal bedienen oder damit können die alles auf dem Rechner machen. Ich hab jetzt grade eben meine Fragen für den Podcast, weil die so hässlich im Perplexity waren.
Christoph Magnussen:Hab ich gesagt, mach doch nicht, mach doch einfach kurz eine HTML Datei, dass es aber nett aussieht, ne? So gut, da kannst Du draufgucken und ich guck selten in Fragen, brauch ich nicht. Nichtsdestotrotz, die Menschen brauchen häufig Knopf, zu sagen, da kannst Du drauf drücken. Du brauchst aber, die Leute dahinzubringen, diese Agents noch mehr bedienen zu können, völlig neues Skillset. Wie schafft ihr das intern, die Leute auch mitzunehmen, dass sie das haben?
Christoph Magnussen:Das ist ja gerade für euch als diejenigen, die quasi nach vorne gehen, wichtig.
Uwe Peter:Ja, wir haben natürlich 2 verschiedene Nutzergruppen. Die eine Nutzergruppe sind eben die Softwareentwickler. Und Du hast eben darauf hingewiesen, wir sind ja Pilotkunde für Open AI Codex. Also wir sind ganz eng mit dem, der Kevin Weil sitzt bei uns im Board. Insofern sind wir im Cisco Board und insofern sind wir da sehr, sehr weit vorne. Wir schreiben heute großen Teil unseres Codes bereits mit AI. Wir werden dieses Jahr die ersten 6 Produkte rausbringen, die zu 100 Prozent von KI geschrieben sind. Da hat kein Mensch mehr programmiert.
Uwe Peter:Menschen haben nur noch die Qualitätskontrolle durchgeführt. Übrigens hört auch das zum ChatGPT Moment dazu, dass man eben ein Ergebnis produzieren muss, was man menschlich leicht verifizieren kann. Ja, Auch das ist halt in der Software möglich. Compiler et cetera gibt es. Also das heißt, man kommt zum wirklich deterministischen Ergebnis, kann das kontrollieren.
Uwe Peter:So. Also das ist die eine die eine Tatsache, ja, dass wir die ersten Produkte zu 100 Prozent über KI entwickelt haben, die kommen dieses Jahr aufs Markt, auf den Markt. So, dann gibt's die andere Gruppe, die eben, ich sag mal, wie die den Vertrieb machen. Mich, wir haben natürlich jede Menge Tools, die erst mal aussehen wie ChatGPT von Anwendung, also möglichst einfach.
Uwe Peter:Wir arbeiten daran, dass jeder Mitarbeiter seinen digitalen Assistenten bekommt. Also ich spreche mit meinen Kolleginnen und Kollegen im Vertrieb immer, wie oft seid ihr beim Kunden? Wie viel seid ihr intern unterwegs? Und dann dann dann hab ich's immer gern, dass die wenigstens fünfmal in der Woche beim Kunden sind. Und sind wir ehrlich, in Zukunft wollen wir 40 Stunden beim Kunden sein und alles, was man vorher gemacht hat in den Stunden, die eben nicht die 5 Besuche waren, das muss im Backoffice automatisiert von dem digitalen Uwe Peter übernommen werden.
Uwe Peter:Also das Ziel ist einfach, viel mehr Kraft vor Kunde zu entwickeln für meine Rolle jetzt für den Vertrieb.
Christoph Magnussen:Hast Du dabei den OpenClaw Moment verfolgt jetzt in den letzten Wochen?
Uwe Peter:Ja, bisschen, ja.
Christoph Magnussen:So vom Hype her. Was ist dein Take, auch wenn Du sagst, Du bist jetzt nicht supernehr tief drin? Aber wenn Du da jetzt drauf schaust und sagst, okay, da hat jemand 'nem Agent volle Autonomie gegeben. Ich hab mittlerweile die Theorie, gerade zu diesem Thema Personal Assistent, Du kannst nicht bisschen schwanger sein, sondern Du Du gibst Du schränkst ihn entweder ein oder Du gibst ihm wirklich die Autonomie, das zu tun, weil ja immer wieder diese Entscheidungspunkte kommen. Das heißt, mein Gefühl ist, es hat bisher noch keiner ein gutes Interface geschafft hinzubekommen, dass Du sagst, selbst Codex in der Oberfläche, was ich auch benutze, da musst Du immer wieder sagen, okay, weitermachen.
Christoph Magnussen:Ja, geh rein. Das ist ja das der typische Kontrollmoment. Genau. Und der Peter Steinberger hat bei OpenClaw dem so viel Autonomie gegeben, was ja verrückt ist, aber offensichtlich, die Leute finden's gut, dass der sagt, okay, ich mach's, aber egal mit Security. So.
Christoph Magnussen:Könnt ihr intern nicht benutzen. Glaubst Du, ein Assistent funktioniert nur so, wenn Du dem so viel Autonomie gibst oder glaubst Du, durch das ihr intern die Fähigkeit habt, bekommt ihr das hin, etwas zu bauen, was wirklich, wie Du's beschreibst, 'n Personal Assistent sein kann, der hilfreich, einfach zu benutzen und trotzdem sich son bisschen an die Regeln hält, im Cisco Stil hinbekommt?
Uwe Peter:Ja, das ist eine ganz spannende Frage. Also die Vision ist natürlich, sag mal, das ist wie mit neuen Mitarbeiter, den ich einstelle, so hab ich neuen KI Agenten. Am Anfang werde ich öfter mit dem sprechen, öfter kontrollieren. Über Zeit wird er sich das Recht verdienen, autonomer zu arbeiten. Der Tom Altman hat gesagt in dem Interview, was ich sehr spannend fand, er geht davon aus, in 5 Jahren gibt's die ersten AI only Firmen.
Uwe Peter:Das heißt, die Geschäftsidee hat ein Agent geboren, nicht der Mensch. Der hat überhaupt gesehen, dass es dafür Bedarf gibt. Den Businessplan hat ein KI Agent geschrieben, die Software hat ein KI Agent programmiert und die Vermarktung, der Vertrieb macht auch KI Agent. Also da entsteht eine Firma aus sich selbst aus KI, 100 Prozent autonom. Ich find es spannend, das mal vorzudenken, weil das eine Menge mit der Gesellschaft macht und mit der Wertschöpfung und dem globalen Wohlstand wieder verteilt sein wird.
Uwe Peter:Wir sind heute in der Phase, wo wir den jungen Mitarbeiter gerade anstellen und ihn kontrollieren müssen in vielen Bereichen der Wirtschaft, gerade der öffentlichen Hand, wo ich mit die größten Chancen im Moment sehe, geht es natürlich darum, dass Ergebnisse und Zwischenschritte kontrolliert werden müssen, Checkpoints eingerichtet werden müssen. Das ist aber auch völlig okay so. Wir werden trotzdem dramatische, trotz Checkpoints, dramatische Vielfalt in der Lösungsfindung sehen und Geschwindigkeitsverbesserung, Produktivitätssteigerungen. Dass wir die am Anfang kontrollieren wollen und das und müssen, das ist völlig okay.
Christoph Magnussen:Ich hab ich war gestern fasziniert, noch mal Überblick zu bekommen und das war wirklich Blindspot, den ich hatte. Mir war nicht klar, wie tief ihr immer noch in der Hardware DNA auch verwurzelt seid. Das sehe ich als Riesenasset. Also klar, also ich, ne, kenn die Racks, wenn ich sie sehe und so weiter, aber auch in welcher Vielfalt, ne. Ich hab wirklich noch mal die Breite gesehen.
Christoph Magnussen:Ihr habt eigenen Chip, den ihr quasi auch programmierbar zulasst, also wo relativ viel Veränderung möglich ist, bis hin zu den Installationen und was man ja braucht für die Rechenzentren, die Vernetzung. Das heißt, dass Du's schaffst, aus quasi 'nem Serverreg ganzes Cluster zu machen. Jetzt kommt da obendrauf ein ein Softwarelayer, der nicht so deterministisch ist wie zu deiner Studienzeit, wo Du selber wusstest, wenn ich den Roboterarm programmiere, kannst gern gleich mal bisschen bei Insights teilen, wie mühsam das war, Wenn a, dann b und so weiter. Das heißt, dieser Agent Layer, der ist sehr stochastisch. Und ich hab das Gefühl, es fällt Menschen noch sehr schwer nachzuvollziehen, dass man eine eine andere Art von Umgang braucht.
Christoph Magnussen:Also wir hatten schon Leute im Podcast, die auch bei Open AI gearbeitet haben und Palantir zum Beispiel und sagen, vielleicht brauchen wir neues Legal System und müssen Agents mit eigenen juristischen Person beispielsweise bewerten und so weiter. Das ist ja eher eine Managementaufgabe, solche Urteile zu treffen. Was glaubst Du, wo kommen die Ideen her, das zu bauen? Weil ich sehe es nicht, dass es aus der Politik kommt oder
Uwe Peter:Das legale System?
Christoph Magnussen:Also legal System, aber auch die Ideen dafür. Weißt Du, also das könnte, die fallen ja nicht plötzlich jemand Jurist, der da sitzt und sagt, wir schreiben jetzt noch das Gesetz, sondern das muss ja eine muss ja Hand in Hand geben.
Uwe Peter:Ihr habt
Christoph Magnussen:ja die Zugänge dazu.
Uwe Peter:Ja, also vielleicht aber lass mich den ersten Aspekt noch mal die die Technik kurz aufgreifen und dann gehen wir auf den den Aspekt der Regulierung ein. Wie ja, wir Cisco, unser Kerngeschäft ist Infrastruktur. Wir bauen von dem Silicon, wo natürlich ein Agent 24 Stunden am Tag arbeitet und das 365 Tage und der hat ständig Verkehr. Also der der geht nicht 1 alle halbe Stunde mal ans Telefon, sondern der hat ständig Verkehr. Also das heißt, die Infrastruktur wird sich gewaltig verändern, gewaltig verändern müssen.
Uwe Peter:Und das ist unser Kerngeschäft, das zu bauen, es so zu bauen, dass es eben sicher ist auch, gegen Cyberattacken geschützt ist, dass auch die KI Agenten gegen Fehlverhalten geschützt sind und dass aber auch von außen eben nicht irgendwie Dingen infiltriert können. Also das ist unser Kerngeschäft und da gehen unsere Entwicklungsaufwendungen rein. Den Punkt, den Du eben angesprochen hast, ich finde den ehrlich gesagt gar nicht so relevant vor die Wirtschaft. Das ist für mich genau dieser Aspekt, wo Leute zurecht aus der privaten Erfahrung her Sorgen haben, ne, dass System halluziniert, dass es keine deterministischen Ergebnisse liefert. Wir sehen gerade in der Wirtschaft, dass das Gegenteil der Fall ist.
Uwe Peter:Also sprich nicht Large Language Model, wo ich das ganze Internet trainiere, sondern dass ich einen reduzierten Datensatz habe und 'n reduziertes, abgespecktes Modell habe, was dann auch lokal auf einem relativ kleinen Server laufen kann. Also ich brauch gar nicht diese riesen Rechenzentren. Und die haben eben den Vorteil dadurch, dass der Kontext abgesteckt ist, die Daten abgesteckt, dass sie deterministisch, also sichere Ergebnisse liefern. Und das brauch ich ja insbesondere, wenn ich das Ergebnis automatisiert weiterarbeiten lassen möchte. Also wenn ich den Roboterarm, den früher selber programmiert habe, wenn ich den durch KI Agenten programmieren will, dann soll der auch den Roboter in Echtzeit steuern können.
Uwe Peter:Und dafür brauch ich deterministische Ergebnisse. Also da der darf nicht halluzinieren. Das Problem dieses Halluzinierens hab ich nicht, wenn ich kleine Modelle habe. Und da liegt der große Vorteil, da liegt die größte Chance für Deutschland drin, weil wir diese gewaltige Industriebasis haben. Wir haben die Daten, wir haben die Fabriken überall in Deutschland.
Uwe Peter:Wir haben über 1800 Rechenzentren, zweitgrößte Anzahl Rechenzentren weltweit, mehr als in China. Die haben halt sind halt kleiner, aber wir haben die. Und die sind nah da, wo produziert wird, da wo auch inferiert, also wo die KI Agenten arbeiten müssen. Deswegen glaube ich, dass das Halluzinieren und dieses das das ist halt aus den menschlichen Gedanken, dass das ganze Internet trainiert wurde, verständlich. Das hat jeder, hab ich auch.
Uwe Peter:Für die Industriewelt kann man das Problem wirklich stark minimieren bis ausschließen.
Christoph Magnussen:Wenn ich da jetzt sage, angenommen, ich bin jetzt Mittelständler, der produziert und ich sag, oh, Mensch, haben noch nicht angefangen, aber ich möchte in 5 Jahren AI Native sein und nicht nur bisschen. Was ist der erste Schritt?
Uwe Peter:Ja, ich mein, das ist die Frage vorhin, die ich son bisschen rumgetanzt bin, ne, wo
Christoph Magnussen:ich gesagt hab, ja,
Uwe Peter:die haben ja Softwareentwickler, die können dann auch KI erkennen wollen, was, wenn sie's nicht haben. Ich glaub, Du bist jetzt bei der Frage für Deutschland, die am wichtigsten ist. Also wenn mich Leute fragen, was ist zum Beispiel für Souveränität das größte Risiko? Haben wir Abhängigkeiten von Taiwan bei den Chips oder haben wir Abhängigkeiten von seltenen Erden, von China? Ich sag jedes Mal, es ist die Bildung.
Uwe Peter:Also wir brauchen Menschen, junge Menschen, die Technik lieben, die Technik verstehen, die das nach vorne treiben wollen in hoher Qualität, aber auch in Quantität. Es wird jeder ein wenig KI Programmierung nutzen müssen in der Zukunft und wollen. Und das ist halt für den Mittelstand auch die größte Herausforderung. Ich kenne viele Mittelständler, die sind hervorragend aufgestellt. Es gibt aber viele Mittelständler, die das halt gar nicht haben.
Uwe Peter:Und das finden in der Fläche für Land wie Deutschland ist etwas, was wir uns kümmern müssen.
Christoph Magnussen:Und da müssen wir nicht nur in den Schulen anfangen, wenn wir jetzt mal an Erwachsenenbildung denken. Das heißt, nehmen wir mal genau das Gefühl, was ich jetzt gestern hier hatte, wo ich dachte, okay, krass. Wir hatten auch beispielsweise über Tokenvolumina gesprochen. Da hab ich richtig gemerkt, wie wir denn so
Uwe Peter:Token im Ohr?
Christoph Magnussen:Ja, wo wir so abgenörgelt sind irgendwann, hab ich gedacht so, okay, KI im Superspeed und Teile der Wirtschaft noch hinterher. So, wenn Du jetzt über Bildung sprichst, auch da wieder, ne, ich will den First Step machen als Mittelständler. Schick ich meine Leute alle eine Fortbildung, sag ich denen, testet selber aus, probiert es. Kannst Du auch sagen, wie machst Du es mit deinem Team?
Christoph Magnussen:Oder wie machst Du es selber? Wo Du sagst, Mensch, so bleib ich mit dran.
Uwe Peter:Ja gut, wir sind natürlich privilegiert. Wir sind in der Hightechindustrie. Wir sind gewohnt, dass nach wie vor alle 18 Monate mehr oder weniger, mal 12, mal 24 sich die Kapazität und die Leistungsfähigkeit unserer Systeme verdoppelt und der Preis sich reduziert. Also wir haben eine Innovationsgeschwindigkeit seit je und je, seitdem der Transistor erfunden wurde, ist, die uns zwingt zu sagen, alles, was ich heute weiß, ist in 24 Monaten überholt. Also wir haben sehr, sehr strukturierte Trainingsprogramme bei Cisco.
Uwe Peter:Jeden mit jeder Mitarbeiter hat einen Mittwochvormittag frei im Monat für Training, für für Schulung. Also das ist natürlich privilegiert. Wir kriegen das auch superaufbearbeitet. Eine andere Sache, die wir machen, wir haben Networking Academy, das ist ein Programm, an dem wir sowohl Schulen, Grundschulen, aber auch berufsfördernde Institute, aber auch in der Industrie mit Trainingsmaterialien versorgen. In, ich glaube, in circa 20 Sprachen.
Uwe Peter:Also das kann man also in jedem modernen Unternehmen einsetzen. Und das hat nichts mit Cisco Inhalten zu tun. Das sind grundlegende Inhalte zur KI, zur Security, wie ich so was betreibe, wie ich's aufsetze. Ist Beitrag, den wir leisten. Ich hab eine Passion für die Schule.
Uwe Peter:Ich würde immer gerne mal privat Bildungsminister werden, weil ich immer denke, so diese Utopie, dass jedes Kind in die Schule geht, sich drauf freut, weil's eine tolle Atmosphäre ist, weil das Maximum rausgeholt wird. Eigentlich müsste jedes Kind aufhören und sagen, toll, ich will in die Schule. Ich hab mal nach versucht nachzuvollziehen. Wir haben ja in Chemie, weiß ich, die ersten 20 Nobelpreise gefühlt 12 oder so gewonnen in Deutschland. Ist lange her, wann wir das als Schulfach eingeführt haben, ne.
Uwe Peter:Ich hab leider keine Relation gefunden, sonst hätt ich jetzt hier supercooles Beispiel. Das hab ich jetzt interessiert, ne. Hab nicht. Hab ich nicht.
Christoph Magnussen:Aber ich
Uwe Peter:hab immer gefragt, warum ist eigentlich Chemie oder Bio oder Physik Schulfach geworden und warum haben wir's in den letzten 50 Jahren, wo eine Produktivitätswelle nach der anderen durch IT getrieben wird, warum haben wir's nicht geschafft, IT zum Grundfach zu machen? Und da kann man ja auch, wie die Deutschen lieben dann die Ethik, kann man ja auch noch bisschen Ethik reinpacken und wo sind die Grenzen der IT, wo Also man kann das ja auch deutsch ausprägen. Ja, ja. Aber mein Gott, wenn der Wohlstand neu verteilt wird über IT Lösungen, dann wäre es, ich glaube, verdammt gut, in der Grundschule damit anzufangen.
Christoph Magnussen:Ja, nee, geh ich hundertpro mit. Ich bin im Elternrat tatsächlich aktiv, insofern, ne. Ich hab Kinder und hab mit meiner ältesten, bevor ich zu euch gefahren bin, mir das hier mal live zu geben, tatsächlich ihr beigebracht, was prompt injection ist. Also sie sie wir haben son Modell, das AI dreieck relativ simpel, prompt, context und das Modell. Und dann haben wir damit experimentiert und mir fällt immer wieder auf, dass es vielen Erwachsenen schwerfällt zu sagen, was ist das?
Christoph Magnussen:Was heißt das? Und ich sag, na ja, es steht ein System prompt immer zwischen der Applikation und dem eigentlichen Modell. Und den bestimmt der oder diejenige, der diese App geschrieben hat. Und sie hat das super intuitiv verstanden. Da hat er gesagt, antworte nur noch in Emojis oder nur noch auf Chinesisch und so weiter.
Christoph Magnussen:Und dann sitzt Du davor und denkst so, was passiert da? Und da ist mir aufgefallen, als ich das beobachte, da hab ich gedacht, krass, es gab noch nie eine Technologie, die so mächtig war, dass theoretisch eine einzelne Person das Verhalten 1 Tools von Milliarden von Menschen nicht nur als App beeinflussen kann, so wenn Du sagst, mach den Button anders und so weiter, sondern im Verhalten, also in der Personality. Also dieser Moment letztes Jahr im Sommer, als Altman GPT-4o abgeschaltet hat und Leute Mails an Open AI geschickt haben und sagt, ihr habt meinen Freund weggenommen. Ja. Unfassbar.
Uwe Peter:Ja, ja, ja,
Christoph Magnussen:So und das ist ja in der Businesswelt, wenn Du damit arbeitest, hast Du natürlich Tools, die nicht so oppinionated sind, die neutraler sind. Aber ich kann auch verstehen, dass es Institutionen gibt, die Angst davor haben. Also gerade im Regierungsbereich, wo die sagen so, ja, wie soll das bei uns aussehen? Helft ihr denen auch tatsächlich, dafür zu sorgen, das besser zu verstehen, eigene Lösungen zu bauen dann und vielleicht auch die nicht die Standardlösung zu nehmen wie, wir können jetzt Codex verwenden oder was Eigenes, sondern wirklich dann zu sagen, nee, das läuft anders bei denen.
Uwe Peter:Ja, komm ich gleich drauf. Mich interessiert nur, hat denn deine Tochter es geschafft, prompt injection? Ja, ja,
Christoph Magnussen:ja, hat sie geschafft. Sie hatten, wir haben eine kleine Applikation gebaut, an der sie schraubt. Also sie ist 10, ne, also so Okay. Schon very early. Ich bin da sehr anspruchsvoll.
Uwe Peter:Aber es können auch Kinder, aber manchmal brauchen nur die Kinder.
Christoph Magnussen:Ja, die Sie hat ja Vorteil auch. An den Ideen mangelt's nicht und mir war das wichtig, dass sie verstehen, die müssen jetzt nicht sofort das Coden komplett verstehen, aber dass es eine Logik gibt hinter den Sachen, die sie sehen. Und das versteht sie und hat's dann geschafft, ja. Sie hatte mit ihrer Bonusmutter, die war im Büro und sagte, hier probier mal aus. Und tatsächlich hat ihre Prompt Injection funktioniert, ganz intuitiv.
Christoph Magnussen:Und das fand ich schon spannend, also dass man dann so leicht Agent aushebeln kann, dass da was passiert.
Uwe Peter:Das ist eben, deswegen frage ich auch unsere Erfahrung, wir haben einige neue Modelle eben genau durch solche Tricks versuchen, man zu zu ja, zu verändern. Und was hättest Du für so Trefferrad? Boah, ich sag jetzt das Modell nicht, weil ich nicht weiß, ob ich das sagen kann, welches. Ah, okay. Haben wir dann mit Ihnen zusammen gemacht am Ende?
Christoph Magnussen:Ja, also ich würde euch so einschätzen, dass ihr genau wisst, wo ihr tweaken müsstet, an welcher Stelle. Also ich würde tippen, ihr schafft es relativ häufig durchzukommen, 80, 90 Prozent der Fälle. Ja, 100. Ja. Also das
Uwe Peter:Und nur durch Veränderung der Syntax. Also wir haben Dinge infiltriert, die also da nicht hätten reingedrückt, weil dies einfach faktisch falsch war. Und haben einfach die Spaces zwischen Worten und Silben verändert. Und schon war die Prüfroutine umgangen und das war halt, wir haben halt bei den ersten 5 Versuchen 5 Treffer gehabt und dann wussten wir, wie's
Christoph Magnussen:geht. Ja.
Uwe Peter:Also extrem einfach daraus ist eine Lösung dann geworden. AI Defence heißt die bei uns jetzt.
Christoph Magnussen:Ja, hab ich jetzt gesehen.
Uwe Peter:Hier im Detail, genau. Ist übrigens 1 der Produkte, die zu 100 Prozent von KI Agenten geschrieben worden sind. Also unsere KI Abwehr ist von KI geschrieben. Aber deswegen, der Punkt, den Du machst, ist halt wirklich, ja, das das muss jeden beschäftigen, wie ich das, wenn ich KI nutze, wie ich das sicher mache, wie ich das gegen solche Art von ganz banalen Attacken schütze. Du hast ja gefragt, wie wie wie man das schützt, ne.
Uwe Peter:Und da kommen wir aus meiner Sicht vielleicht zum ganz kritischen Bereich zur zur öffentlichen Hand, wo ich Ja. Denke, dass wir eine ganz, ganz große Chance haben. Ich hab vorhin gesagt, der ChatGPT Moment für Agenten ist ist Codex, ist Softwaregenerierung. Das ist 1, der andere für mich persönlich ist die die öffentliche Hand. Weil es gibt diese 3 Dinge, die man beherrschen muss.
Uwe Peter:Das Erste, ich brauch die Daten Und ich brauch die strukturiert und manchmal ist es 1 der größten Herausforderungen, dafür zu sorgen, welcher KI Agent darf auf welche Daten zugreifen. Das ist in der Software gegeben, die Programmierer wissen, wo die Daten liegen, welche sie bearbeiten wollen, ist in der öffentlichen Hand auch gegeben, weil natürlich, das sind Gesetze. Dann brauch ich eine klare Beschreibung dessen, was sich eigentlich durch KI Agenten erreichen will, also des Prozesses. Das sind in der öffentlichen Hand Regularien Gesetze. Jetzt
Christoph Magnussen:können
Uwe Peter:wir tausendmal sagen, was in Brüssel reguliert wird, ist so kompliziert, das versteht kein Mensch. Das sind Riesenmengen. Ja, für KI Agenten, den auf die Regulierungen zu trainieren, ist Kinderspiel. Ja, das ist nichts für den im Vergleich zu dem, wie eben in den großen Rechenzentren, dass das Internet trainiert werden musste über 2 Jahre. Ja.
Uwe Peter:Und das Dritte, was ich brauche, hatten wir auch leicht touchiert eben. Ich ich muss das Ergebnis verifizieren können, sicherzustellen, dass es eben deterministisch ist. Und auch das ist im öffentlichen Hand natürlich gegeben. Ich hab ja die Experten, die heute händisch Anträge bearbeiten. Und ich kann natürlich beim KI Agenten sagen, das ist mein Ergebnis, das sind die 5 Punkte, wo ich überlegt hab, in diesem Entscheidungsmatrix den Weg einzuschlagen, eben den Antrag zu bewilligen.
Uwe Peter:Da guck lieber noch mal selber nach, lieber Mensch. Und da hast Du genau das, was wir eben besprochen haben, rausgenommen, das Halluzinieren hast Du rausgenommen, hast deterministische Ergebnisse. Und deswegen, wenn Du mich heute fragen würdest, wo sind die ChatGPT Momente für Agentic AI? Ja. Die beiden absolut find ich, größten Themen ist Softwareprogrammierung und auch Verwaltung.
Uwe Peter:So, und wenn Du jetzt überlegst, was braucht Deutschland? Wir brauchen Software und wir brauchen eine moderne Verwaltung. Deswegen sage ich, das ist die zweite Chance für Deutschland, ne. Alles, was wir nicht hingekriegt haben in der Digitalisierung, können wir mit Agentic AI jetzt, wenn wir's gut anstellen, aufholen, überholen, Geschwindigkeit setzen.
Christoph Magnussen:Die, ich stell mir gerade einen, ne, also ich stell's mir grad bildlich vor, wenn ich, weil ich gestern direkt in der Hotellobby mir Bier geholt hab mit den Jungs und mich daran gemacht hab, unseren internen Agent sicherer zu machen. Als ich dann euer AI Defence gesagt hab, ich hab paar Weekpoints entdeckt, die haben auch leider funktioniert. Und er war danach sicherer, da war ich jetzt stolz. Herausfordernde Frage zu dem Thema öffentliche Hand. Ich hab, also ich ich stell mir vor wie riesiges Softwareprogramm mit ganz vielen Ordnern.
Christoph Magnussen:Da liegen die Regularien drin, ne. Jetzt bekommt der Agent die Policies, die Guidelines und so weiter. Der Agent, der Superagent müsste oder auch die vielen kleinen Agents müssten erkennen, da widersprechen sich Regularien. Das ist ja ein häufiges Problem, was wir in Deutschland zum Beispiel haben. Na, Du hast 2 Gesetzgebungen.
Christoph Magnussen:Du hast, nennen wir mal Familiengesetz und Wirtschaftsrecht. Das Familiengesetz kommt aus, weiß ich nicht, achtzehnhundertsiebzig und wurde immer weiterentwickelt. Und im Rechtssystem bei uns stehen die beiden quasi nebeneinander. Und ein Agent braucht ja dann doch Klarheit, ansonsten müssten die diskutieren. Und ich hab da keine Antwort drauf, deswegen mich interessiert's, wär es eher etwas, wo man sagt, na ja, man gibt trotzdem bei kritischen Fällen wie Richter, Richterin, KI das und gibt lässt sich eine Empfehlung geben, nicht eine Entscheidung, aber eine Empfehlung.
Christoph Magnussen:Oder ich hab gehört aus China, die gehen ganz radikal vor, würd mich Take mal interessieren, ob Du da Insides hast, dass die sagen, wir versuchen, Teile davon zu vereinheitlichen und zu gucken, ob das geht, also ob das Rechtssystem vereinheitlicht werden kann. Nicht jetzt im Sinne von, oh, das ist alles Pragmatische, sondern allein, dass eine KI überhaupt damit durcharbeiten kann. Das sind so 2 völlig verschiedene Ansätze, weil einfach stell ich's mir nicht vor.
Uwe Peter:Ich denke, dass man sich im ersten Schritt sicherlich auf Verfahren konzentrieren wird, die natürlich dieses ambivalente diese ambivalente Situation, die Du geschildert hast, nicht haben. Wenn die die haben, also ich kenn ein paar Beispiele jetzt, die die haben, da haben sie halt mehrere Agenten, die auch miteinander kommunizieren, gibt's ja die Protokolle, dann das Agenten miteinander sprechen, auch Superagenten bauen, also Hierarchien, eigentlich wie in jeder Firma, dass genau diese Protokollaustausche, wenn's zu Fragepunkten kommt, die werden eben rausgepickt
Christoph Magnussen:und
Uwe Peter:die werden auch dann als Entscheidungsbaum, so ist ja heute auch die meisten Referenten, die schwierige Anträge zu zu bearbeiten haben, die haben ja auch nicht die ganzen Gesetzesordner, wo sie stehen, sondern die haben Entscheidungsbäume. Und diese Entscheidungsbaum, diese Verästelung, die werden angezeigt. Kenne ich tolle Beispiele in der öffentlichen Hand. Also ich glaub, wir haben da auch übrigens sehr viele gute Leute an vielen Stellen sitzen. Also wir sind da auch da nicht schlecht aufgestellt zumindest.
Uwe Peter:Regulierung ist Riesenthema. Der KI-Akt der EU, ich fand den nicht schlecht vor 3 Jahren, wenn er rauskam, diesen ethischen Ansatz, genau. Und zu sagen, erst mal, einige Sachen kann KI uneingeschränkt genutzt werden, in anderen dann eingeschränkt und wenn's dann über Leben und Tod geht, gar nicht. Man da jetzt heute drauf guckt, wenn man sich anguckt in militärischen Konfliktsituationen, wo in den letzten Kilometer die Funkverbindung immer gestört ist, entweder ich lasse die KI entscheiden, wo sie hinfliegt oder das Ding fliegt daneben. Also das ist was, wo wir alle ungern drüber sprechen über solche Situationen.
Uwe Peter:Aber wir sind bestimmt auch nicht weit davon weg, dass in 1 Operation vielleicht KI Agent empfiehlt, irgendetwas zu tun, wo ich auch in Echtzeit entscheiden muss und der vielleicht eine bessere Entscheidung trifft, als wenn ich sage, der Arzt verschiebt das noch mal, guckt sich das in Ruhe an und morgen operier ich mal zweites Mal. Also da sieht man, dass das, was vor 3 Jahren gut gemeint war, heute eigentlich schon so weit ist, dass man nicht am Horizont, sondern in der Realität sieht, dieser KI Akt müsste schon wieder angefasst werden. Und ich glaub, das ist eine der ganz wesentlichen Herausforderungen für Deutschland, dass wir nicht dieses Amerika innoviert, China kopiert, Europa reguliert Problem kriegen. Aber ich würd mich erst mal darauf konzentrieren, wo's diese komplexe Themenstellung nicht gibt und ja und eben die Dinge entwickeln, die einfach sind.
Christoph Magnussen:Ich denk grade dran, was Du gerade als Beispiel genannt hast, 5 Prozent der Chats in den USA, ChatGPT sind immer health- und gesundheitsbezogen, deswegen haben die ja mittlerweile den eigenen Bereich dort, ja, muss man ganz klar sagen. Das ist für viele Deutsche noch undenkbar. Ich kann also ich kenne eigene Fälle, also aus eigenen Situationen, wo ich gedacht hab, da will ich jetzt eine zweite Meinung, ich will's anders abschätzen und hab gemerkt, wie gut die Modelle dann sind. Und da trennt sich dann natürlich ein einfaches, günstiges Modell vom teureren Modell. Wenn wir uns das mal einmal anschauen, gestern war das auch Thema, nämlich das Thema Tokenverbrauch.
Christoph Magnussen:Also ich sehe sehr deutlich gerade an der eigenen Nutzung bei uns auch firmenintern. Wir sind im höheren Milliardenbereich Tokens zu verbrauchen, also wirklich so mit Coding und so weiter und Entwicklung. Einige andere Firmen sagen, ja, also ich gebe doch dafür keine 20 Euro pro Kopf aus. Und ich sag, ja, das wird aber ein sehr wesentlicher Faktor. Hast Du das Gefühl, wir werden einen deutlich höheren Faktor sehen pro Kopf in den Unternehmen, was Toolkosten betrifft, also IT, Saas Tools, KI Tools oder hast Du das Gefühl, es gibt genug Möglichkeiten, auch vielleicht über Open Source Modelle langfristig zu laufen, die da halt auf Servern lokal laufen und so weiter?
Christoph Magnussen:Also dieses dieses Tokenspiel, spielen das so die Großen oder muss man das als Mittelständler selber im Blick haben?
Uwe Peter:Ja, das sind 3 Fragen in 1, also die Sorry. Ja, alles gut. Ich bin nicht richtig. Ich will nicht 5 Minuten am Stück antworten, das war meine Sorge.
Christoph Magnussen:Darf ich,
Uwe Peter:aber das ist cool. Nein, also erst mal, wir werden deutlich mehr Tokens verbrauchen. Jede von uns, jede Maschine. Das ist völlig unbestritten. Und wir gehen davon aus, dass die Fähigkeit 1 Volkswirtschaft Tokens zu generieren auch in den eigenen Rechenzentren, also das heißt, KI Anfragen zu beantworten et cetera, in direkter Relation zum Wirtschaftswachstum stehen wird und zur nationalen Sicherheit, weil auch für die Verteidigung.
Uwe Peter:Du brauchst diese Fähigkeit. Ja. Das ist 1. Die zweite Frage ist natürlich, was das kostet. Jetzt hab ich vorhin gesagt, alle IT Systeme verdoppeln die Kapazität in 18 Monaten.
Uwe Peter:Wär schön, wenn wir's noch schneller hinkriegen würden für dieses Thema. Aber ich bin mir nicht sicher, dass das deutlich viel mehr kosten muss. Gerade deswegen hab ich vorhin auf die small language model hingewiesen, die für unsere Wirtschaft so wichtig sind, ne. Eine Fabrik zu steuern, muss ich nicht das ganze Internet trainieren. Ich muss die Daten, die in der Fabrik anfallen, die muss ich haben und das sind auch viele, die muss ich trainieren.
Uwe Peter:Das ist aber reduziert, das ist in dem eigenen Rechenzentrum fällt das an. Also da müssen nicht unbedingt die Kosten durch die Decke gehen. Und das sind, glaub ich, auch die Dinge, wo wir am Anfang auf rein reingehen sollten. Dann hast Du Open Source angesprochen. Mein Open Source ist aus meiner Sicht eine extrem wichtige Debatte.
Uwe Peter:Ich hab vor 3 Jahren, wenn ich mich gefragt hätte, jetzt hätt ich immer gesagt, na ja Open Source, wir müssen doch nicht immer alles selber programmieren, nur weil's open ist und dann die ganzen Wartungsmodelle werden teurer, als das, wenn's eine Firma macht, ne. Also ich hab den Bedarf nicht so 100 Prozent gesehen. Ich glaube, bei KI verschiebt sich das. Ich glaube, wir brauchen Open Source Large Language Model. Ich mein, wir werden irgendwann Handy dabeihaben, was unser persönlicher Assistent ist.
Uwe Peter:Da ist alles, was Du oder ich in unserem Leben gemacht habt, irgendwie drauf an Erfahrung gespeichert. Ja, da sind alle unsere Kontakte drauf, alle Interkommunikation, die wir gemacht haben mit Krankenkassen et cetera et cetera. Ich hätte gern dieses Modell dann auch in meiner Kontrolle über Open Source. Wie das der normale Bürger dann schafft, muss man sich überlegen. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass ich da von 1 Firma abhängig sein möchte, sondern dieses Modell sollte aber aus meiner Sicht Open Source sein.
Uwe Peter:Das spricht, kann man übrigens die Brücke dann gut schlagen zum Start, zur Souveränität und zur Unabhängigkeit, ob weil was ich für mich selber haben möchte an Unabhängigkeit, denke ich, das wird ja auch jede Institution sich überlegen, ob sie nicht auch diese Unabhängigkeit braucht, ne.
Christoph Magnussen:Ihr lasst ja eure Plattformen sehr offen, wenn ich das richtig verstanden hab. Das heißt, bei euch kann man auch auf den verschiedenen Systemen Sachen nutzen, hat das immer noch aus der der Gründungs DNA zu tun, die ja, ich glaub, die wenigsten Leute wissen das, aber es gibt ja diese Legende aus Stanford, dass Ja. Ich hab jetzt grad die beiden Namen nicht präsent, aber 2 der Gründer und Gründerinnen sich Messages schicken wollten. Eine betreute irgendwie die IT Infrastruktur und andere das Rechenzentrum und damals haben diese Protokolle nicht gesprochen.
Uwe Peter:Genau.
Christoph Magnussen:Und ich find es eigentlich total faszinierend, dass wir jetzt in Zeit sind, wo wir sagen, wie kann nachher dein Agent mit meinem Agent reden und wir sind wieder in selben Bereichen und müssen uns überlegen, damals haben die wirklich die erste den ersten Router gebaut, der halt mehrere Sprachen gesprochen hat. Finde ich wahnsinnig faszinierend, dass es auch so was dann entsteht. Ist das immer noch wirklich Teil bei euch der DNA, dass ihr sagt, nee, klar, also wir müssen, weil wir jeden Layer mit betreuen, das offen bauen und Ich mach jetzt erst mal eine Frage. Flachs, wir fangen mit der einen Frage an.
Uwe Peter:Alles gut. Ja, Du hast recht erst mal. Das ist unsere DNA. Ich glaub, das Problem, was die lösen wollten damals übrigens, die beiden Gründer, die hatten eine Katze und wollten immer per E-Mail sich austauschen, ob sie jetzt schon gefüttert haben oder nicht, weil sie's so oft vergessen haben. Also die hatten auch ganz konkretes Business Geschäftsmodell.
Uwe Peter:Okay,
Christoph Magnussen:guck mal, hab
Uwe Peter:Und wir hatten eine Frauenquote von 50 Prozent. Ja. Also 50 Prozent waren Frauen, 50 Männer, die beiden halt Pärchen. Ja, und so ist der erste Router entstanden und die haben als Protokoll ein Protokoll, das die amerikanische Armee damals entwickelt hatte, was speziell dafür ausgelegt war, dass es sehr robust ist gegen Ausfall einzelner Netzeinheiten und sehr hoch skalierbar war. Und dieses Protokoll hieß Internetprotokoll.
Christoph Magnussen:TCP, nee, TCP, IPCP ich mitgekriegt.
Uwe Peter:Doch, das war IPCP, Internetprotokoll, ja. Deswegen haben die quasi das Internet erfunden und und Du sagst es zurecht, es waren 2 unterschiedliche Rechenzentren, die verbunden worden waren, E-Mail innerhalb 1 Rechenzentrums. Ging aber nicht von 2 unterschiedlichen. Und deswegen ist das Verbinden von unterschiedlichen Welten ist unser Kerngeschäft bis heute geblieben. Und das ist natürlich auch das, was die Potenziale in der IT immer potenziert hat.
Uwe Peter:Weil wenn ich für eine gewisse Insellösung was brauche, mag das gut sein. Aber wenn 2 Inseln sich unterhalten, kommt was Neues raus, was Drittes. Und das ist unsere DNA und deswegen haben wir uns immer verpflichtet, ja, alles, was wir machen, an Innovationen in Standards einzugießen, auch sehr viel des Codes in Source, in in Open Source abzulegen, ja, das ist Kernthema für uns.
Christoph Magnussen:Und wenn ich das jetzt einfach weiterspinnen in die in die Zukunft und wir schauen jetzt auf das Thema MCP Server zum Beispiel, ne, also die die die Standardinhalte an Tropic quasi rausgegeben, der löst aber noch nicht das Problem, wenn Agents miteinander kommunizieren, sehr leistungsfähig, aber eben sehr fehleranfällig. Kann es sein oder würde es von euch was geben, was das sicherer macht und ihr könnt das dann teilen, dass man sagt, hier, das, was Du gerade sagtest, wir haben 100 Prozent der Agents aushebeln können, dass ihr diejenigen seid, die die Innovation im Open Source Bereich da vorantreiben?
Uwe Peter:Ja, also Large Language Model haben wir ausgehebelt, nicht die nicht die Agenten. Klar, gucken wir da rein. Wie können Agenten miteinander kommunizieren? Welche Zugriffsrechte haben die? Das ist ja selbst für Menschen heutzutage in großen Organisationen nicht trivial, von der IT festzulegen, wer darf auf was genau zugreifen, das schön zu segmentieren, dass man kleine Bereiche hat, die im Fehlerfall dann auch nur gestört werden, sondern nicht größeren Netzausfall hat.
Uwe Peter:Also diese ganzen Zugriffsrechte sind sind das A und O in der IT und für Agenten dann umso mehr, ne. Wie sprechen die miteinander, welche Rechte haben die, wie hält man sicher? Absolutes Kernthema. Aber MCP übrigens, ja, ich war auch bei dir vor einem Jahr, das kam ja so im November raus.
Christoph Magnussen:Im
Uwe Peter:Januar haben wir alle jubiliert. Wir haben die ersten Produkte damit gebaut. Übrigens sagt auch viel über die Geschwindigkeit, wie Technologie angewandt wird heutzutage. Also wir haben früher gesagt, das sind Exponentialkurven, heute sind's Sprungfunktionen. Das im November kommt's raus.
Uwe Peter:Im Januar hatten wir
Christoph Magnussen:erste Absurd.
Uwe Peter:Ja, Produkte, Wahnsinn. Merken jetzt, dass es für komplexe Systeme auch in Skalierungsprobleme reinläuft, also was ich für ERP System, so ein SAP System ist das dann nicht das Protokoll der Wahl, wenn man so viel Schnittstellen hat. Aber es hat trotzdem über Nacht eine neue Welt eröffnet, dass Agenten miteinander sprechen und man Hierarchien einführten Chefagenten. Also ja, ist spannendes Protokoll.
Christoph Magnussen:Aber bewegen uns dann schon in Bereichen, aus denen Cisco ursprünglich kommt, ne. Das Thema Protokolle und wie man die zusammenbringt, also weil als ich das gestern, als ich wirklich da noch mal drüber nachgedacht hab, dass wir heute zusammensitzen, dachte ich eigentlich, wie spannend jetzt zu schauen, es gibt ein Protokoll bisher, was das macht. Alle benutzen, Du sagst eine Sprungfunktion, Du hast für dich echt, ist alle von heute auf morgen. Und erst, wenn man damit arbeitet, merkt man plötzlich, wo die Limitierungen sind, ne. Also riesen Tokenfresser, viel zu viel Kontext, Kontext ROD, also noch so ganz viele Themen.
Christoph Magnussen:Und wenn ihr diejenigen seid, die da dran mitbauen als als herausfordernde Frage, junges Start-up wie damals die 2, die es mit der Katze lösen wollten, versus Riesenunternehmen. Wo kommt welche Innovation her? Also welche Rolle spielt ihr? Welche Chancen haben die Start ups, die kleinen Firmen? Wer kann wodran mitwirken?
Christoph Magnussen:Also für die Leute, die sich nicht vorstellen können, wie sich diese Welt gerade weiter aufmacht.
Uwe Peter:Für uns, Du hast die Gründungsgeschichte begonnen und mit der haben wir begonnen eben. Wir haben sozusagen das Internet erfunden, ne. Können andere auch claimen, aber wir wir sagen das auch. Wenn Agenten miteinander sprechen heute, auch wenn man moderne Softwareapplikationen anguckt, wie die geschrieben sind über Microservices, also über viele ganz kleine unterschiedliche Service, die dann zusammen das ergibt. Da sprechen auch die Service miteinander.
Uwe Peter:24 Stunden am Tag sprechen die miteinander. Man hat früher gedacht, man sichert so etwas, indem man eben sicherstellt, dass kein Angriff von außen ins Rechenzentrum reinkommt. Die Zeiten sind vorbei. In jedem Rechenzentrum schlummern wahrscheinlich heute schlafende Software, die irgendwas falsch machen könnten oder Agenten verhalten sich falsch. Das heißt, die einzige Chance, das zu sichern und zu kontrollieren, ist das Netz selber.
Uwe Peter:Das ist die Verbindung zwischen den Agenten. Und das ist das, was Cisco baut. Wir bauen die ganze Netzinfrastruktur in den Rechenzentren und stellen sicher, dass wenn Agenten miteinander sprechen, wenn Microservice miteinander sprechen et cetera, dass wir in den Netz, wir nennen das, also quasi rein fusionierte Sicherheit herrscht. Das ist halt das gab's so vor 5 Jahren nicht, aber da wächst die Verantwortung und die Möglichkeiten enorm gerade in diesem in diesem Bereich,
Christoph Magnussen:Also wie gesagt, ich hatte es nicht so aufm Schirm tatsächlich und find's so hochgradig spannend, gerade auch vor dem Hintergrund, dass wir sehen, mit welcher Skalierung das passiert, ne.
Uwe Peter:Es 100 Terabit haben wir rausgebracht, ist Ja, Wahnsinn. Früher waren die größten Internetpunkte in Deutschland halt, glaub ich, 200 Terabit Also auf den Chip, den Du gesehen hast, geht sozusagen der halbe deutsche Internetverkehr. Ist jetzt bisschen schön gerechnet,
Christoph Magnussen:aber dass
Uwe Peter:man's mal im Kopf hat. Ja. Und der ist kleiner als eine halbe Tafel Schokolade und der glüht nicht. Man muss überlegen, was da durchgeht, ohne dass der warm wird. Also das das ist es ist wahnsinniger Hightech.
Uwe Peter:Deswegen machen wir es auch selber, weil wir sagen, wer den Chip, dieses Know how nicht selber hat, der ist auch nicht relevant in ne, sondern das das ist das, was es zu lösen gibt. Diese Verkehrsströme zu leiten und sie dann aber auch sicher zu machen.
Christoph Magnussen:Also wenn ich jetzt schaue, ne, also wenn Du überlegst, die großen, zu denen ihr erzählt, die Infrastruktur sicherstellen und man kauft sich quasi Kapazitäten ein, die zu haben. Du hattest grad drüber gesprochen, die strategische Relevanz nachher, Tokenvolumen einkaufen zu können und Ähnliches. Kommen wir wieder zum Mittelstandsbeispiel zurück. Was macht der außer, wo wir anrufen, ist klar, aber was mache ich noch, mir das auch strategisch anzueignen, was da passiert? Also weil ich glaube, das ist es lohnt sich schon sehr, das mal live hier anzuschauen.
Christoph Magnussen:Ich weiß, es steht, ne, es ich find's wahnsinniges Privileg, dass dass wir hier rumtouren dürfen und gucken dürfen. Aber das ist son bisschen wie andere zu Apple gehen und sagen, da kommt das neue MacBook raus. Und wenn man einmal gesehen hat, wie die Sachen zusammenhängen, war schon da steckt schon eine Menge drin. Also es bekommt eine andere Sexyness, wenn man's auf der Bühne sieht, Oh ja. Als wenn man's vorher nicht sieht.
Uwe Peter:Ja, nix ist mehr sexy als der so Silicon Chip. Ja, ja, also ich muss schon schnell hinzugehen,
Christoph Magnussen:son bisschen nerdig gut. Ich find's gut.
Uwe Peter:Ja, für den Mittelstand, wir haben vorhin gesagt, ist eine große Herausforderung. Ja. Wie kann man die lösen? Wir haben großes Partnernetz. Also wir Cisco vertreiben unsere Produkte nicht alleine, sondern wir haben Partnernetz.
Uwe Peter:Wir haben viele, viele Firmen, die mit uns gemeinsam bei den Kunden die Lösung implementieren, die unheimliches Know how haben, die wir auch schulen, die wir auch zertifizieren. Das heißt, die die die machen viele Trainings bei uns, zertifizieren Mitarbeiter. Und je mehr Mitarbeiter, die zertifiziert haben, desto höhere Kategorie haben die in sonem Wertungssystem et cetera et cetera. Und das ist das, was wir in der Fläche dann auch in Deutschland zur Verfügung stellen. Das heißt, dass wir gemeinsam mit Partnern, die vor Ort stark sind, die lokalen Gegebenheiten kennen, dass die das Know how mit reinbringen, ne.
Uwe Peter:Weil Du brauchst natürlich auch viele Ebenen. Du brauchst sie, die die Infrastruktur bauen, ne, das, was wir machen. Du brauchst natürlich die Applikationsinwender oben drüber, Du brauchst die Securityleute. Also das ist schon ist schon eine Menge, aber dafür gibt's eben, ich glaub, wir haben in Deutschland über 1000 zertifizierte Partner In jeder Region sitzen die und können eben sicherstellen, dass vom schwäbischen Mittelstand bis nach Mecklenburg Vorpommern die dann auch Know how haben, ihr zu eben zu helfen.
Christoph Magnussen:Welche der der jüngeren Start ups guckst Du dir an? Welche findest Du hot und interessant und warum? Also in der Kategorie schon größer, so was wie Anysphare und Cursor, also
Uwe Peter:Ja, ich will jetzt keine Namen nennen, aber ich mein, Du hattest die Frage eben gestellt und was ich immer wieder faszinierend finde, ist das Silicon Valley, also diese Clusterung von von Unternehmen. Wir hatten grad unseren AI Summit, da war der Altmann da, dann Jensen Huang da und so weiter. Wenn die reden, wenn die sprechen, wo die Welt in 3 bis 5 Jahren ist, dann ist da eine Zukunftsglauben, ein Fortschrittsglauben, eine Geschwindigkeit. Das ist einfach faszinierend. Und dieses Cluster bildet immer wieder neue Start ups.
Uwe Peter:Ich persönlich find es spannend, vor 3 Jahren, wenn ich mit der deutschen Industrie gesprochen hab, dann haben die Angst gehabt. Die haben gesagt, boah, mit der KI entwickelt sich jetzt ein Ich wollt nicht Monster sagen, aber jetzt hab Monster gesagt, da entwickelt sich ein Konglomerat, was so aus allen unseren Produkten den Mehrwert rauszieht. Also salopp gesagt, ich kauf ein Auto nicht mehr, weil das tolles Fahrwerk hat, tolle Sitze, tolle Anmutung, tolles Image, sondern weil es einen KI basierten Fahrassistenten hat und das ist die Differenzierung. Ja. Und das ist nicht unberechtigt.
Uwe Peter:Wir kennen das aus den Achtzigern, da hat man PC gekauft, was stand da drauf? Bist Du noch zu jung?
Christoph Magnussen:Nö, ich bin
Uwe Peter:Jahrgang 82. Ja, gut, Du bist.
Christoph Magnussen:In den Achtzigern, also ich hatte Atari als Erstes. Intel Inside schon immer drauf.
Uwe Peter:Intel Inside kenn
Christoph Magnussen:ich noch, ja.
Uwe Peter:So Intel Inside. Das heißt, da gab's eine Firma, die hat die gesamte Marge im PC abgegriffen. Ja. Eigentlich war egal, was Du gekauft hast, Hauptsache es war Intel drin. Ja.
Uwe Peter:Und das war übertragen gesehen die Sorge, die wirklich alle Firmen hatten, dass es nicht mehr relevant ist, welches Auto mobil ich kaufen, sondern dass da steht, wer auch immer, inside KI. Ja. Das ist ja nicht unberechtigt. Das ist eine Spitzentechnologie, die ist faszinierend. Die ist megakapitalintensiv.
Uwe Peter:Wir haben in der Menschheit noch nie gesehen, dass so viel Kapital in eine Technologie geroutet worden ist mit Ankündigen, das zu verzehnfachen in den nächsten 5 Jahren. Also dann ist es zehnmal so viel, wie wir je gesehen haben. Also Hightech, hoch, höchst differenzierend und extrem kapitalintensiv. Und natürlich hatten die Firmen dann zurecht Angst und haben gesagt, wie können wir uns da überhaupt noch positionieren? Und Ja.
Uwe Peter:Was wir sehen und das find ich das Faszinierende und ich hab's noch nie so gesehen, ist, dass es viele Sprachmodelle gibt. Übrigens auch in Europa. Wir machen viel mit Mistral aus Frankreich. Also Cisco nutzt viel europäische KI Modelle. Und dass man die eben so, was wir gut können in Deutschland, wenn man Automobil, bei dem Beispiel zu bleiben, Dual Vendor.
Uwe Peter:Es gibt für alles 2 Hersteller, ne, haben tolle Qualität, die haben aber auch sehr, sehr fairen Preis, dass man das auch mit KI Modellen machen kann. Also es gibt diese Abhängigkeiten, die befürchtet worden sind, nicht. Ich kann KI anwenden und trotzdem kauft der Käufer, weil er gutes Fahrwerk will, die guten Sitze will, das Image haben will, aber man muss natürlich KI anwenden. Wenn ich sage, ich brauch's gar nicht anzuwenden, hab ich Problem. So und jetzt komm ich noch eine Frage zurück, ich bin weit in den Bogen geflogen.
Uwe Peter:Was find ich interessant? KI Routing, also Ja. Software, die sich damit beschäftigt, wenn ich eine Anfrage stelle, wer kann mir für den besten Preis in kurzer Zeit die beste Qualität des Ergebnisses liefern? Sodass KI Anfragen nicht mehr einfach zu einem Large Language Model geben, ich dafür was bezahlen muss, sondern da wird reingeguckt, wo krieg ich's für den besten Preis mit der entsprechenden Qualität, die ich brauche. Und diese Start-up finde ich total faszinierend, weil sie auch grad für Deutschland dafür sorgen werden, dass wir vernünftiges kommerzielles Modell zur Nutzung dieser Technologie eben haben werden.
Christoph Magnussen:Das ist eher das Bild dann von, wenn man überlegt, dass damals bei der Gründung vor 40 Jahren bei euch niemandem klar war, dass das Internetprotokoll irgendwann mal dazu führt, dass wir alle auf diesen Dingern hier alles machen den ganzen Tag. Es war am Anfang nur für Messages und jetzt hat man ein Agent Protokoll, sodass 2 Agents sich Messages schicken können und das jetzt mal weiter gesponnen, dieses Routing, wenn das möglich ist, dass irgendwann wie ein zweiter Layer über dem Internet entsteht obendrauf, der eben dann der KI Layer ist. Das wäre dann das Bild.
Uwe Peter:Ja, eine Art Suchfunktion, ist ja genau wie Du sagst, ne. Also Google ist ja heut sone Art, ne.
Christoph Magnussen:Ja, das ist so das sowieso schon wieder, aber ich stell's mir so laut wie sone wirklichen Layer, der der wirklich, wo Du auch die die, dass Du dir nicht mehr vorstellen kannst, dass der mal weg ist. Weißt Du noch,
Uwe Peter:wie Du Wie das bei Google vorstellen? Ich nicht.
Christoph Magnussen:Nee. Und wenn ich Leuten sage, also hier, wenn ich m p sage, ich hab mich früher eingewählt ins Internet, dann grinst der immer noch und sag, ich weiß
Uwe Peter:nicht, wie Du Hotel gemacht.
Christoph Magnussen:Als über die Grenze gefahren sind, sagt er, oh Leute, jetzt ist mit der eine Moment, wo wir kurz offline sind. Und ich so, ah, 10 Minuten, 5 oder so. So, das mein ich damit, weißt Du? Das ist halt, wie Du schon sagtest, die reden twenty four seven und ich glaub, das können sich viele Menschen nicht vorstellen. Man geht ja nicht zu ChatGPT und stellt eine Frage, sondern in jedem Produkt ist es mit drin.
Christoph Magnussen:Und ich nur der eine. Den
Uwe Peter:Google Gedanken noch mal, ich mein, wer hätte gedacht, dass ChatGPT innerhalb von einem Jahr 800000000 User hat?
Christoph Magnussen:Ja, absurd.
Uwe Peter:Also auch das ist wieder eine Sprungfunktion gewesen, ne, eigentlich. Also wir reden nicht mal darüber, ja, exponentiell und achte auf die frühen Anzeichen, weil wenn's sich heute verdoppelt und morgen wieder verdoppelt, übermorgen auch, irgendwann geht es eben astronomisch schnell nach oben, dann ist es zu spät. So ist es nicht mehr. Es sind echte Sprungfunktionen. Haben wir bei ChatGPT gesehen, das haben wir bei MCP gesehen.
Uwe Peter:Und ich glaube, dass so was mit Cost Router jetzt grad für die Wirtschaft, ob Du das als Individuum brauchst, als Privatperson sei dahingestellt. Aber für die Wirtschaft wird sich son Layer ergeben, dass sie eben einfach ja, KI Anfragen konsumieren können, nutzen können zu dem bestmöglichen Preis mit dem bestmöglichen Ergebnis. Und das find ich spannend, weil ich auch klares Geschäftsmodell sehe.
Christoph Magnussen:Ja, geh ich hundertprozentig mit. Also wir geben wahnsinnig viel Geld aus und ich steuer es momentan, wir sind nur 30 Leute, überschaubar, aber ich steuere momentan, alle dürfen bei uns die Modelle verwenden. Also wir haben bis zu unserer Office Managerin, die kann Codemodelle bedienen und alle Agent bedienen und ich wollte dir mal ein ein Bild zeigen, das fällt mir jetzt gerade ein von gestern. Ja. Pass auf, das habe ich bei, ich glaub, Lex Friedman im Podcast.
Christoph Magnussen:Wir blenden das ein. Die Grafik hat er gezeigt.
Uwe Peter:Okay.
Christoph Magnussen:Share of articles that were written by Human or generated by AI. Hier siehst Du den Moment. Also für die, die im Podcast jetzt zuhören, man sieht eben den share KI geschrieben und dann Menschen geschrieben. Und jetzt dieses Jahr sind quasi diese beiden Kurven zusammengekommen.
Uwe Peter:So und den Moment, den würd ich mir wünschen für industrielle Software. Ja. Okay. Wenn den Deutschland mitgestaltet, dann sind wir weit vorne, dann brauchen wir uns Wertschöpfung oder Wohlstand in Deutschland keine Gedanken zu machen. Und der Moment ist für industrielle Software nicht weit weg.
Uwe Peter:Ich bin, ich
Christoph Magnussen:geh damit. Also ich Weil
Uwe Peter:das ist eine tolle Kurve. Genau darum geht's, diese Kurven zu antizipieren und die richtigen Investitionen zu tätigen und Gewinner zu sein davon.
Christoph Magnussen:Kann ich mir gut vorstellen. Also das war gestern in der, wirklich eine gute Podcastfolge, die mit 2 Researchern gemacht hat, die ich bin so, ich liebe das so from scratch, deswegen kommen wir jetzt noch mal zu deinem Studium zurück.
Uwe Peter:Oh, ist lange her.
Christoph Magnussen:Du hast Code selber geschrieben from scratch, Roboterarm zu bedienen. Das muss dich ja fasziniert haben, das zu tun. Nehmen wir uns mal einmal zurück zum Uwe von damals, der den Code geschrieben hat, einen Roboterarm zu bedienen.
Uwe Peter:Ja, das war ungefähr die Zeit, in der Cisco auch gegründet worden ist. Ich hab in Braunschweig studiert. Ich hatte einen Industrieroboter von Volkswagen. Den hat Volkswagen selbst damals gebaut. Die haben noch Roboter selbst gebaut, glaube ich, bin ich nicht 100 Prozent sicher.
Uwe Peter:Wir wollten den flexibel machen. Es ging darum, dass der vorne Sensorik eingebaut hatte und und wir sind dann mit sonem schwarzen Edding gegangen und haben auf soner weißen Fläche Kurven gemalt. Der Roboterarm hat die abgefahren, dann haben wir den Strich weggemacht und dann sollte der da eine Schweißnaht setzen. Also das heißt, Roboter selbstlernend zu programmieren. Und es hat fast geklappt.
Uwe Peter:Ich war nicht ganz zufrieden mit dem Ergebnis, aber hab mein Diplom geschafft. Aber es war spannend. War eine sehr, sehr spannende Zeit. Also in den Achtzigern, jeder, der gesehen hat, dass wir Roboter da hatten in Braunschweig, der solche Schweißnähte setzen konnte, war fasziniert.
Christoph Magnussen:Und wie, also nur mal, weil das für mich heute der Punkt ist, an dem es sich verbindet. Viele Menschen können nicht verstehen, wie aus dem geschriebenen Wort beim Code nachher etwas entsteht. So. Und jetzt können aber einige plötzlich coden. Das heißt, das setzt die ein hoher Geschwindigkeit in eine Verantwortung.
Christoph Magnussen:Du weißt noch ganz genau, dass jeder Teil von deinem Code zu einem Fehler führen kann und weil es Roboter ist, der sich auch wirklich mechanisch bewegt. Ich merke das, wenn Du das so beschreibst, was Du da auch für Respekt vorhast. Wie kannst Du dieses Gefühl Leuten vermitteln, die sagen, ich sag, kein Problem mit dem Terminal, ich komm auf meinem Rechner, das ist ja nur auf meinem Desktop, dass das im Hintergrund noch gesyngt wird. Wie vermittelst Du denen dieses Gefühl?
Uwe Peter:Also ist spannend, dass Du das sagst. Wir haben damals son Notknopf auf der Brust so uns selbst montiert. Das war eine Erfindung des Institutes, an dem ich war, hab ich nirgends anders gesehen, weil der Roboterarm war gefühlt, na, 5 Meter. Und wenn der mal in eine undefinierte Position kam Ja. Dann hat's geknallt.
Uwe Peter:Und da wolltest Du nicht in der Nähe sein. Ja. Also in der Tat, die physische Ja. Gefahrensituation war auch da. Und ich weiß genau, was Du sagst.
Uwe Peter:Wenn man das jetzt auf heute überträgt, ich denke ja, dass diese Software von Leuten geschrieben wird, die KI Agenten, die KI Agenten kennen, ne. Dass die natürlich dann auch diese Risiken sehen müssen. Aber die Chance liegt natürlich in der Tat darin, dass es jedermann macht. Die Industrie hat sich in Deutschland vor 3 Jahren, Low Code, No Code war ja das große Wort.
Christoph Magnussen:Ja, ja, Riesenzimmer.
Uwe Peter:Weil wir haben ja die Leute, die Dieselmotor verstehen. Nur blöderweise, die schreiben typischerweise keine Programme. Und wie schön wär es denn, wenn die den digitalen Zwilling und die Optimierung des Dieselmotors eben selber schreiben könnten? Weil dann hab ich dieses ganze Übersetzungsproblem nicht, dass der eigentliche Experte es einem IT Mann erklärt, der IT Mann programmiert's, dann ist es wieder anders. Das heißt, wir wollen ja da hinkommen, dass unsere analogen Experten oder die Experten in den verschiedenen Domains, in denen wir in Deutschland gut sind, Logistik, Motorbau, Automobilbau, Maschinenbau, Elektrotechnik, dass die Software schreiben können.
Uwe Peter:Das heißt, ich brauche dieses einfache Interface, dies denen zu ermöglichen. Die Securitychecks müssen irgendwie eingebaut sein, ne. Ich hab das Thema für mich nicht durchdacht, aber es ist natürlich die genau die Herausforderung, die wir haben wollen, ne. Dass jedermann Programmierer wird oder jede Frau.
Christoph Magnussen:Halt ich auch dran fest. Also setz ich bei uns sogar in der Firma so unser Head of Product hatte gesagt, warum ist wo ist der Mehrwert fürn Kunden? Ich sag, trust me, it will be there, some we out there, da müssen wir ran. Ja. Dein Neffe studiert noch?
Uwe Peter:Nee, der ist fertig. Ist fertig. Ist gerade noch in die USA ausgewandert. Okay, okay, Ja,
Christoph Magnussen:nice. Was würdest Du sagen, wenn Du jetzt noch mal zurück in seiner Position wärst und Du würdest heute an seiner Stelle sein?
Uwe Peter:Würde heute an seiner Stelle sein.
Christoph Magnussen:Was würdest Du machen? Studieren? Bei wem arbeiten?
Uwe Peter:Ja, ich ich ich persönlich sehe es als für mich als persönlichen Glücksfall an, dass ich in der IT gelandet bin. Also es kam immer wieder die Zeit, auf wo man gedacht hat, na ja, jetzt ist eigentlich alles erfunden. Die Geschichte der IT ist zu Ende erzählt. Jetzt wird's über Preisdruck gehen ausschließlich, ne. Also alle bauen das Gleiche und dann gucken wir mal, wer's am billigsten produziert.
Uwe Peter:Und dann kam immer das nächste größere Ding, ja. Ob das dann Web 2 0 damals war, also die sozialen Plattformen, die das Web revolutioniert haben, weil so viele Menschen drauf gegangen sind.
Christoph Magnussen:Ajax.
Uwe Peter:Ja, genau, dann dann always on, also das heißt, das iPhone letztlich 2008, ist ja auch noch nicht so lange her. Auf einmal haben's alle im Internet gemacht. Dann kam die Digitalisierung. Jetzt kommt, ich hab viele ausgelassen, Big Data, jetzt kommt KI und eigentlich Die Geschichte der IT ist nie zu Ende erzählt. Es wurde immer noch schneller, noch größer.
Uwe Peter:Und deswegen, wenn ich ihm jetzt Tipp geben könnte oder ich so alt wäre, ich würde ins Silicon Valley gehen. Und tolle Gegend, tolle Menschen, tolle Innovationen. Und da würde ich ins Herz der IT rein. Ich glaube, dass da die Wertschöpfung der Zukunft mit geprägt wird in der Welt. Und ich hab auch total hohes Grundvertrauen, dass Innovation dort entsteht, weil es diese Kombination aus extrem guter Bildung in dem Bereich Unternehmertum, Freigeist und diese Clusterung hat. Ich weiß gar nicht, wenn die sich abends unterhalten, das geht ja immer IT. Ich steig hier ein mit Auto Motor Sport, lese irgendwas über Autos, steig da raus, alle lesen irgendwelche IT Zeitungen, ne. Und das und und ich also ich, das würd ich ihm geben, er ist aber aufm verdammt guten Weg.
Christoph Magnussen:Sehen dadran. Dann hab ich für mich noch
Uwe Peter:in Hello in Cisco gelandet. Ja, okay. Sehr gut.
Christoph Magnussen:Eine herausfordernde Abschlussfrage, denn damit wir das Timing auch einhalten, Ja. Die mir jetzt durch den Kopf ging. Wenn gibt es etwas, wo Du sagst, wenn wir AI native werden wollen, Ja. Was ich noch fragen müsste, was ich vielleicht vergessen hab, wo wir Blindspot haben, was wir übersehen haben, den Du aber siehst, wo Du sagst, oh, da sollten wir hingucken. Wenn wir wirklich truly AI native werden wollen in den Unternehmen oder
Uwe Peter:auch Die Frage aus meiner Sicht ist, was kann uns aufhalten, ne? Was sind die größten Risikofaktoren, ne? Und da gibt's natürlich offensichtliche aus meiner Sicht, das sind die offensichtlich aus meiner Sicht, Das sind die Limitierungen in Rechenzentrumskapazitäten, in Materialien, seltenen Erden, in Energie. Ich hätt das nicht für möglich gehalten, vor 5 Jahren, dass wir sagen, die Limitierung der IT liegt in in der Fähigkeit, Energie zu produzieren, also aber ist so. Also wir brauchen Technik, die noch effizienter ist, wird sicherlich auch kommen.
Uwe Peter:Und dann gibt's weniger offensichtliche, die damit aus meiner, damit zusammenhängt, wie ich eben den Zugang zu Daten ermögliche. Wir sitzen aufm unfassbaren Datenschatz. Ich erzähl immer gern die Geschichte. Ich hab viele Freundinnen und Freunde in den USA. Eine gute Freundin hat mich gefragt, ihr Sohn wollt Praktikum machen.
Uwe Peter:Der hat dann gesagt, er will ins Car Valley. Hab ich gefragt, was ist das? Und dann hab ich über Landesfragen verstanden, das war Baden Württemberg. Und der studierte KI eben an der Stanford. Und dann hab ich mich gefragt, warum will der nach Deutschland?
Uwe Peter:Ich hab die Daten.
Christoph Magnussen:Der hat gesagt, der wird
Uwe Peter:so gern mal die Daten von diesen Firmen der Boschs, Mercedes und und Porsches sehen. Also die Daten haben wir ja. Und aber wie regeln wir den Zugriff auf die Daten, ermöglichen den auch in 'ner schnellen Geschwindigkeit? Das ist, glaub ich, die größte Herausforderung. Wir waren im Laufe des Gespräches da, das zu regeln und technisch vor allem zu regeln, bloß nicht legal zu regeln als Allererstes, aber technisch zu regeln, weil wir brauchen da auch keine Regulierung aus Brüssel an dem Punkt, sondern jede Firma wird darauf achten, dass ihre Patentrechte, ihres geistiges Eigentum eben nicht von anderen durch Zugriff oder Nutzung der Daten irgendwie abgesogen wird.
Uwe Peter:Also das heißt, wir werden es technisch lösen müssen vor allen Dingen. Dann kann immer noch irgend eine andere Regierung sich Gedanken machen. Und das ist, glaube ich, die größte Herausforderung, die wir haben, grad für Deutschland.
Christoph Magnussen:Ganz vielen Dank, dass Du uns so entspannt auf die Reise mitgenommen hast. Gerne. Ich hoffe, hast bisschen hier den Konferenzzeitdruck vergessen über die Zeit.
Uwe Peter:Den hatte ich gar nicht. Ich würde mir jetzt deine Firma gerne mal angucken. Ich hab sehr viel, muss ich sagen, gedacht, super, so muss es sein. Also ihr seid ja dann AI first Firma.
Christoph Magnussen:Ist Teil meines guten Jobs, das versuchen wir auf jeden Fall. Darum ging's heute nicht, heute ging's dich. Ganz, ganz vielen Dank.
Uwe Peter:Ja, ich danke für das Gespräch. Vielen Dank.