Jede Eltern kämpfen hier grad einen Kampf gegen die besten Algorithmen der Welt, die darauf ausgelegt sind, dein Kind da möglichst lange und möglichst sinnfrei reinzuziehen. Aber das wär so, wie wenn Du sagst, mit 16 Alkohol am Kiosk kaufen, das wird doch unterwandert. Können wir's gleich lassen. It's a moving target. Wahrscheinlich sitz ich hier in 5 Jahren und sage, hätte ich gewusst, was mit KI kommt, hätte ich Social Media nicht so verteufelt.
Verena Pausder:Da hab ich das Gefühl, wir wir sind noch selbstwirksam. Wir müssen nicht einfach nur aufs Bildungssystem schimpfen. Wenn wir auf diese Zeit zurückgucken, werden wir sagen, das waren the early days.
Christoph Magnussen:Es gibt jemanden in Deutschland, die ich schon sehr lange kenne, die sich sehr im Bildungsbereich einbringt, selbst Unternehmerin ist, selbst Kinder hat und selbst Techvorreiterin ist und immer schon war, Verena Pausder. Bisher hatte ich sie noch nicht im AI to the DNA Podcast, aber in meinem anderen Podcast On the Way to New Work schon vor vielen Jahren zum Thema Digitalisierung. Sie hat etwas Neues gestartet rund das Thema KI, vor allem in Schulen, wirklich mit ein paar geilen Features, wirklich mit ein paar geilen Hacks, mit der gesamten Erfahrung, die sie hat aus der Zeit der letzten 10 Jahren, wenn's das Thema geht, wie bringen wir diese Technologie, die wirklich alles auf den Kopf stellt, dahin, wo's wichtig ist, nämlich ins Bildungssystem? Wir werden keine Sorge, wie AI to the DNA ist, superkonkret sein. Das heißt, ihr werdet aus dieser Folge einiges mit rausnehmen, selbst ob mit oder ohne Kinder zu völlig egal, ihr werdet Sachen mit rausnehmen.
Christoph Magnussen:Ganz viel Spaß bei AI to the DNA. Bei AI to the DNA habt ihr das Versprechen, dass wir wirklich in die Tiefe abtauchen und dazu gehört für mich auch, wie bekommen wir es hin, vom Tooltourist zum Anwendungsweltmeister oder Anwendungsweltmeisterin zu werden in the Early Times? So. Und deswegen, deswegen habe ich meine gute Freundin, langjährige Wegbegleiterin, Co Unternehmerin und diejenige, die sonst selten Zeit hat, Verena Pausder geholt, denn die kämpft schon seit Jahren, nein, seit über Jahrzehnt genau da, wo es hingehört, nämlich ganz nach vorne in der Bildung. Deswegen reden wir heute über das Thema wirklich, das es geht.
Christoph Magnussen:Wirklich von den Anfängen, KI, wie können wir es einpflanzen bis hin zu in den Alltag bekommen, denn Du hast auch was Neues gestartet. Das reicht für die Intro. Schön, dass Du da bist.
Verena Pausder:Danke schön, ich freue mich auch sehr. War überfällig.
Christoph Magnussen:Also ich hab überlegt, wann und MP war auf jeden Fall mal dabei bei dir im Garten. Das ist sehr lange her. Und ich steig mal direkt mit Frage ein. Damals hast Du erzählt, wie deine Kinder digitale Tools nutzen. Sind deine Kinder nicht mehr Kinder, die sind erwachsene Teil, ja doch.
Verena Pausder:Ja, 18 und 16 sind die beiden, über die ich damals geredet hab, ja.
Christoph Magnussen:So und dann könnten wir jetzt einmal den Vergleich ziehen von, wie haben Sie die Tools damals genutzt? Wie benutzen die beiden heute, die beiden Ältesten heute KI?
Verena Pausder:Genau, also unsere Kinder sind 18, fast 16, 13 und 8 und daran kannst Du wirklich sehen, wie man auch als Eltern so mitwächst mit der Entwicklung, weil digitale Tools damals hieß Scratch, programmieren zu lernen. Kleine Roboter, die Du programmieren konntest, dass sie durch die Wohnung fahren. Animationsfilm, dass Du so Bilder hintereinander schneidest, Musik da drunter legst und so und da waren sie wahrscheinlich damals so 10 und 8 oder so. Und da war man total stolz, wenn man gesagt hat, besser als Spiele spielen, also besser als rumdaddeln aufm Handy. Aber es da war halt ja noch kein Social Media in Sicht und da war noch keine KI in Sicht, also zumindest jetzt nicht für für Acht- bis Zehnjährige.
Verena Pausder:Und da dachtest Du, die einzige Herausforderung in deren Leben besteht darin, digitale Konsumzeit in digitale Gestaltungszeit umzumünzen. So und da war ich ganz stolz und dachte, ich bin at the forfront und mach da Dinge mit denen, das macht kein anderer und die werden da viel besser rauskommen. So, dann kriegten die mit 12 ein eigenes Handy, weil ich auch dachte 12 ist ja schon super spät. Also ist ja total toll, dass ich das so lange ausgehalten hab, dass wir erst 12 machen.
Christoph Magnussen:Damals schon Smartphone?
Verena Pausder:Ja. Ja. Und dann geht da eine Welt auf im Negativen, wo Du im Nachhinein sagst, hätte ich gewusst, was es für eine Herausforderung wird, Social Media und Jugendliche und ein eigenes Smartphone und Jugendliche zu bewältigen, dann hätte ich mich damals nicht so gefeiert für. Ich ich code ab und zu mit ihnen auf kleinem Niveau. So, das Gute daran ist, wenn man 4 Kinder hat und 2 sind bisschen älter, ist, Du kannst nachjustieren.
Verena Pausder:Ja. Ja. Also die Jüngeren profitieren jetzt aus ihrer Sicht nicht unbedingt von dieser Entwicklung. Die bekommen nämlich jetzt erst mit 14 ein eigenes Smartphone und kein Social Media bis 16. So und der Dritte wird jetzt 14 im August und ich kann berichten, dass er bisher ganz normal am Leben teilnimmt.
Verena Pausder:Er ist kein Außenseiter. Er weiß, wann was stattfindet. Er ist auf Kindergeburtstagen eingeladen und so. Also alles, wo man sich ja auch als Eltern selber Sorgen macht und sagt, isolieren wir den jetzt komplett, indem wir das so machen. Und wir stellen eben fest, das ist die deutlich größere Nuss, die Du knacken musst.
Verena Pausder:Wie hältst Du Kinder nicht nur von Social Media weg, sondern wie stellst Du sicher, dass das nicht alles andere plattmacht? So und deswegen wahrscheinlich sitze ich hier in 5 Jahren und sage, hätte ich gewusst, was mit KI kommt, hätte ich Social Media nicht so verteufelt.
Christoph Magnussen:Das wär jetzt genau meine Frage. Genau. Also AI to the DNA heißt ja eben nun mal, wir befassen uns damit in der Tiefe. Wann kam denn bei euch im Haushalt das Thema auf?
Verena Pausder:Also wir waren schon so Early Adopter im Sinne von kurz vorm Mainstream, aber jetzt nicht die, die schon mit AI sich beschäftigt haben, als alle anderen noch gar nicht wussten, dass es ChatGPT gibt. So, also deswegen da sind wir sicherlich vorne in der Masse geschwommen, wenn Du so willst und haben aber erst mal mein Mann und ich für uns son bisschen sortiert aus, wo hilft es uns? Wo wo ist es irgendwie over engineert? Also wir haben am Anfang zum Beispiel Fixer AI benutzt mit mit YFYXER, die dann automatisch deine Mails schon mal beantwortet und dann kannst Du dann nur noch einmal drüber gehen und auf senden drücken Und irgendwann hab ich gemerkt, Du gehst in deinen Posteingang und alles ist rot, weil alles schon im Entwurfsstadium ist. Ja.
Verena Pausder:Und das stresst dich irgendwie total, weil Du hast ja die E-Mail noch nicht mal gelesen, da ist sie schon rot. Also das war irgendwie son Warn Trigger für mich aus, oh Gott, Alarm, statt einfach, ach, ich hab paar ungelesene Mails. Dann liest Du dir die Antwort durch und sagst, ja, aber warte mal. Und irgendwann hab ich gemerkt, das nimmt mir überhaupt keine Arbeit ab. Ja, das macht mir einfach nur Arbeit.
Verena Pausder:Also erst mal son bisschen zu selektieren, was hilft mir wirklich und was hilft mir nicht? Den Schritt, was hilft dann unseren Kindern und wie wollen wir das Thema unseren Kindern beibringen, in dem würde ich sagen, sind wir noch drin. Weil in erster Linie ist das ja eine Frage der Schulen und da findet das Thema so gut wie noch gar nicht statt. Also Privatschulen sicher schon, staatliche Schulen eher nicht. Also ich sprech jetzt über Berlin.
Verena Pausder:So, das heißt, da musst Du dann als Eltern auch wieder so deinen eigenen Kompass entwickeln. Und was wir da jetzt einfach machen, ist, wenn die Kinder uns eine Frage stellen oder irgendwas nicht verstanden haben, dann sagen wir frag Claude und dann lass uns drüber sprechen, weil wir dann sie dazu zwingen, überhaupt mal zu lernen, wie prompt ich jetzt das, was ich wissen will? Weil anders als bei googeln, wenn ich meiner kleinen Tochter beim googeln zugucke, dann schreibt die einfach 3 Worte hintereinander da rein und hofft, dass das Richtige kommt.
Christoph Magnussen:Machen die meisten Erwachsenen auch.
Verena Pausder:Genau und bei bei KI, gerade wenn es eben so darum geht, warum ist in der Weimarer Republik, nachdem das und das passiert ist, das und das passiert und was hatte das zu tun mit heute oder so? So das jetzt eher für den Sechzehnjährigen, dann dann kriegst Du auch da schon bisschen Denkleistung rein und nicht einfach nur Arbeitserleichterung.
Christoph Magnussen:Wollte ich grad sagen, na also das sind ja schon dann also das sind die Fälle, die wenn ich mit den Kindern daran arbeite, dann also unsere Älteste sagt immer dafür möchte ich oder dafür möchte ich Claude benutzen oder dafür möchte ich googeln. Und ich frage sie immer gleich mal, warum würdest du überhaupt was benutzen? Mich interessiert immer schon mal und versucht das auch nachzujustieren, überhaupt die Wahl des Tools, weil ich immer sag, Agentic Thinking. Du willst eine App bauen, du willst eine komplexe Frage zur Weimarer Republik beantworten mit Zusammenhang und dann noch zu vergleichen, was bekommst Du raus? Jetzt hab ich aber erlebt bei unseren Schülerpraktikanten, die wir hatten, dass die immer sagen, ja klar, ich ChatGPT benutzen, ich mach's für die Hausaufgaben, guck ich's mir an und ich sag, das reicht hier noch nicht.
Christoph Magnussen:Und damit kommst Du bei den Hausaufgaben durch. Und die meisten haben dann gesagt, ja, schon.
Verena Pausder:Klar, weil Du ja gar keinen Kontrollmechanismus an den Schulen hast. Also an manchen Schulen läuft das vielleicht durch irgendeinen Protokoll, aber an unserer zum Beispiel
Christoph Magnussen:Meinst Du, man kann das überhaupt einfangen? Also hast Du nicht Beispiele aus den USA, wo die es komplett gedreht haben
Verena Pausder:oder so? Genau, das ist ja viel eher der Punkt. Du kannst jetzt die ganze Zeit versuchen zu sagen, nein stopp, das war AI. Und dann werden sie 18 und dann sagen alle, wieso nutzt Du nicht AI? Und bis dahin verteufelt's jeder, dass Du's tust.
Verena Pausder:Oder Du sagst, wie ändern wir denn jetzt die Aufgabenstellung, dass es eben nicht damit getan ist, zu sagen, schreib mir einen Text über lalala und dann nehme ich 1 zu 1 das, was mir AI ausspuckt? Also wie schaffe ich's, sei es eine Präsentation, die ich präsentieren muss und und da ist dann der Schwerpunkt auf, präsentiere ich's und nicht versteht auf den Folien, weil die kann ich ja auch gleich schon wieder so generieren, sei es Gruppenarbeiten, sei es Podcast, den Du aufnimmst zu Thema, statt dass Du es als Text schreibst, weil Du dann selber mit deiner Stimme Dinge, Fragen einsprechen, eine Intro machen musst und so. Also ich hoffe, dass es auch zu Veränderung von Lernformaten und und Lernabfrage führt. Das ist natürlich jetzt frommer Wunsch, das wird auf keinen Fall was in nächsten, ich wollt grad 12 Monaten sagen und würde jetzt fast 12 Jahren sagen, aber nein, aber das wird auf jeden Fall so kurzfristig nichts. Und deswegen bin ich so die, die die ich schon immer war aus, wie kannst Du jetzt dann lieber Initiativen unterstützen und Dinge zu Hause transparent machen, die Du machst, andere zu inspirieren, statt aufs Schulsystem zu schimpfen, dass es sich nicht ändert.
Christoph Magnussen:Wär jetzt auch meine Frage gewesen, ich hab mich dank deiner Inspiration gemeldet, als es zum Elternrat ging. Ich hatte dich auf eurer Schulter sitzen und hab da in die Hand gehoben und Mischa sagte immer, lass es. Ich sag, ich melde mich
Verena Pausder:jetzt.
Christoph Magnussen:Ich bin jetzt im Elternrat und finde es auch großartig. Wir haben natürlich viel Diskussion, viel hin und her. Ich merk natürlich da, es hängt an uns. Und ich hatte son Dreieck aufgemacht und hab gesagt, am Ende meiner Meinung nach haben wir halt die Lehrer dahinter mit Kultusministerium und allem drum und dran. Wir haben die Lehrer, wir haben die Kinder und wir haben uns Eltern.
Christoph Magnussen:Und wir nehmen uns, glaube ich, zu häufig aus der Gleichung raus. Total. Im Sinne von, wenn wir sagen, die Lehrer können mir nicht einfach sagen, ihr müsst das machen und fertig. Ja. Zu viel Fingerpointing.
Christoph Magnussen:Was sind denn, und Du machst ja sehr viel, Du kannst ja gleich mal was zu deiner neuen Initiative auch sagen. Was sind denn Formate, wo Du sagst, die funktionieren halt wirklich, eine Verbindung zu schlagen von zu Hause zur Schule?
Verena Pausder:Also zum einen am Elternabend aktiv einwirken. Also dieses Hands off und die Lehrer und Lehrerinnen kriegen's halt nicht hin und so, das das ist nicht nur unfair, sondern das stimmt einfach auch nicht, weil ganz häufig hab ich's erlebt, dass ein gesamter Elternabend gegen eine Technologie, gegen eine Einführung 1 Geräts, gegen irgendwas Da da da kann die Lehrerin noch so motiviert sein, die hat keine Chance. Die hat dann sone Wand vor sich. Also Also
Christoph Magnussen:nehmen wir mal irgend soll Chatbot benutzt werden
Verena Pausder:Ja, oder
Christoph Magnussen:jeder hat eine Meinung.
Verena Pausder:Oder iPads in der Klasse, damit Du anfängst mal zu sagen, wie könnt ihr denn recherchieren und so. Und dann heißt es, also iPads kommen uns hier nicht in die Klasse, die Kinder sind schon genug am Smartphone. Ja. Und dann halte ich halt immer eine flammende Rede aus, genau, sie sind viel zu viel am Smartphone. Sie können aber nichts in der digitalen Welt, was Du irgendwie morgen brauchen wirst, ja?
Verena Pausder:Und damit meine ich jetzt nicht nur Recherche, aber auch unterscheiden Fake News von echten News mit dem Stift, haptisch auf dem Gerät schreiben, sich organisieren, seine Hausaufgaben hochladen. Also einfachste Sachen finden im Schulalltag häufig nicht statt, sodass ich sage, es ist großer Unterschied zwischen dem Konsum auf digitalen Geräten und dem, was Du dann in der Klasse machst und bin zum Beispiel auch dagegen, dass Handys in der Schule sind. Also da hast Du ja viel auch die, die sagen ja dann bring your own device, dann brauchen wir hier auch keine iPads. Da glaube ich gar nicht dran, weil dann hast Du irgendwie 15 Android Handys, paar Apple Handys, die einen wissen ihr Passwort nicht zum Runterladen von Apps, die dritten dann den Flugmodus nicht an, die vierten daddeln. So und dann sollst Du Unterricht machen mit 30 Kindern, die alle unterschiedliche Geräte, unterschiedliche Betriebssysteme und so weiter haben.
Verena Pausder:So, das heißt, Handys weg in der Schule und da gibt's wirklich fantastische Lösungen von Schränken, wo automatisch induktionsgeladen wird über solche Plastiktüten, wo das reinkommt und dann ist das versiegelt und kannst Du das hacken, keine Frage. Aber das erschlägt trotzdem schon mal 98 des Problems. So, also da sich wirklich aufn Elternabend einbringen, dann gibt es eine großartige Initiative, gerade Non-Profit, die heißt Life Teach Us und die gehen, die matchen ausgefallene Unterrichtsstunden mit Menschen, die dann in dieser Stunde in die Schule gehen und da Unterricht machen zu Themen, die in der Schule sonst nicht stattfinden. Unternehmer, Unternehmerin, Handwerker, also Bäcker, Friseur, Schauspieler, Medienschaffende, Ernährungsberater, was auch immer. Also man trägt sich da einfach ein, durchläuft da son Qualifikationsprozess und dann muss man sich's wie eine Uber App vorstellen aus ich Verena möchte da und da hin und dann krieg ich also eine Anfrage Geil.
Verena Pausder:Und ich kann den Radius festlegen, kann sagen, bitte nur innerhalb von 3 Kilometern oder so und dann krieg ich eine Anfrage in der Xb fällt jetzt morgen 11 die Stunde aus, kannst Du. Und dann kann ich die annehmen und dann kann ich da hingehen. So und die machen das schon wirklich at scale deutschlandweit und ich bin 'n Riesenfan. Mein Sohn hat da jetzt neulich auch Praktikum gemacht und meinte so, Mami, das ist ja voll die Lösung. Ich so, ich weiß, aber natürlich noch nicht über die Kultusministerien, sondern noch sehr privat organisiert.
Verena Pausder:Aber das kann man machen, weil das ist schon mal Riesenproblem, dass Du Dinge ja nicht in den Lehrplan bekommst und deswegen finden sie nicht statt. Wenn Du jetzt aber Ausfallstunden hast, dann ist es ja eigentlich Win win, dass Du dann die Themen dann da machst, weil sonst wär da ja gar nix oder irgend eine Vertretungslehrerin, die sagt, puh.
Christoph Magnussen:Richtig geil, kann ich nicht.
Verena Pausder:So, also da die die kann ich total empfehlen. Dann kann ich total empfehlen, Klasse 0. Das war eine Schulleiterin, die bei Markus Lanz saß vor paar Monaten und erzählt hat, sie hat Klasse 0 an ihrer Schule eingeführt und Klasse 0 ist im Prinzip ein letztes Kitajahr begleitendes Programm, Kinder an die gleiche Startlinie zu stellen, wenn sie in die erste Klasse kommen. Weil Du das wahnsinnig häufige Problem hast, dass die einen noch kein Deutsch ausreichend sprechen, nicht in irgendeiner Form lesen oder schreiben können, soziale Fähigkeiten noch nicht haben und so weiter. Und das setzt jetzt vor der Frage, was denn jetzt digital an, aber da kannst Du natürlich schon super auch digitale Geräte einsetzen, weil Simultanübersetzung von Sprache x zu Unterrichtssprache, persönliche Lernpfade aus dieses Kind hat eine Lernschwäche oder es oder es hat einfach das noch nicht verstanden, dann musst Du es nicht einmal für alle 30 gleich erklären, sondern jedes Kind kriegt son bisschen individuell es erklärt.
Verena Pausder:So und Klasse 0 hat jetzt Schule gemacht, die saß bei Markus Lanz. Danach hat Rossmann uns angerufen, ich habe eine Initiative ins Leben gerufen, wir für Schule und hat gesetzt immer, könnt ihr nicht mit wir für Schule das an 100 Schulen pilotieren? Weil wenn das da an der einen Schule schon so gut funktioniert, wie wär's, wenn wir das noch an 100 weiteren machen und wenn das dann funktioniert, dann kann das ja in die Skalierung. Und jetzt haben wir 180 Schulen oder so, die sich beworben haben und haben noch eine Crowdfunding Kampagne obendrauf gesetzt und jetzt pilotiert wir für Schule das an 180 Schulen und das sind so Sachen, da habe ich das Gefühl, wir wir sind noch selbstwirksam. Wir müssen nicht einfach nur aufs Bildungssystem schimpfen.
Verena Pausder:Also das sind jetzt mal son paar Beispiele.
Christoph Magnussen:Ja, find ich gut. Also vor allem ich Zweig hatte ich nicht und das ist genau immer die Frage, wie bringst Du es halt in die Umsetzung? Das eine ist halt, Du kannst es halt selber, das andere Du bringst es anderen bei. Wenn du Das wollte ich dich schon länger fragen. Geh mal zurück in die in die Hypephasen, DeepSeek letztes Jahr im Januar.
Christoph Magnussen:Und dann dieses Jahr im Januar OpenClaw. Mir ist aufgefallen, in China sind 2 Sachen passiert. Das eine bei deep seek hat haben die haben die festgestellt, Mensch DeepSeek R1 als Reasoning-Modell ist superhilfreich als zweite Meinung oder dritte Meinung bei Diskussionen über Patienten und so weiter. Und haben das innerhalb von 4 Wochen an 200 Krankenhäuser gebracht. Und dann hat bekam ich die Rückmeldung bei einem Vortrag, sagte er, ja, ist ja in China, ist ja klar, da können die aufn Knopf drücken und fertig.
Christoph Magnussen:Aufn Knopf drücken und fertig. Das war für mich genau der Punkt, der mich stützlich gemacht hat. Wie drückst du auf den Knopf und fertig? Und dann haben die mitgeschickt TikToker, also wie Youtuber halt, TikTok China, die Anleitungsvideos dafür gemacht haben. Wie benutze ich das und so weiter?
Christoph Magnussen:Gesagt, hier sind die Videos fertig. Mein Gefühl war, bei uns würde erst mal wahrscheinlich jemand irgend eine Agentur beauftragen, wer dreht die Videos, ein Handbuch, Und das Zweite, das hat er MP mir geteilt, das war dieses Jahr. Da haben die für, MP waren das Rentner, Rentnerinnen und Rentner, ja, ne? Zu Hundertschaften Leute geschult und gesagt, hier, ihr seid in Rente, OpenClaw, kann ich helfen, die Sachen zu organisieren und so weiter. Mit allen Sicherheitswarnungen, mit allem, was es gibt und so weiter.
Christoph Magnussen:Haben Kurse da Und die Leute kommen zu Hundertschaften. So. Mich hat beeindruckt, wie die zu Anwendungsweltmeistern werden dadurch. Mhm. Und auch mit diesem Drive.
Christoph Magnussen:Frage, ich sag immer, lass uns von Tourist zu AI, Anwendungsweltmeister werden. Wir haben ja Fußball nicht erfunden, wir haben AI nicht erfunden, aber wir können Anwendungsweltmeister werden. Was bräuchte es dafür, damit wir Anwendungsweltmeister werden?
Verena Pausder:Das ist genau die Frage, die wir uns vor anderthalb Jahren, also genau den Zeitraum gestellt haben. Wie schaffen wir es jetzt, dass die Lösungen, die es schon gibt, die zum Teil auch schon skalieren, jetzt wirklich so mundgerecht dargereicht werden, dass wenn jemand sagt, ich möchte gerne, dass es dann nicht daran hapert, dass Du aber die Übersetzung nicht hinkriegst. Ja. So und dann haben wir gesagt, was ist es, was fehlt? Weil wenn Du dich in diesem Land umguckst, dann gibt es die tollsten Bildungsinitiativen.
Verena Pausder:Also jemand hat gerade wieder vor 3 Tagen zu mir gesagt, es gibt ja alles. Also wenn man sich damit beschäftigt
Christoph Magnussen:Gibt's alles.
Verena Pausder:Gibt's ja alles. Also das heißt, es liegt ja nicht daran, dass wir zu blöd sind, die Sachen zu erfinden, die wir bräuchten. Aber man weiß es dann nicht, dass es das alles Und wenn man's dann selber umsetzen will, scheitert's an der Umsetzung und an der Adaption auf das die eigene Schule, das eigene Ökosystem. Also haben wir jetzt ein neues Projekt gelauncht vor 2 Wochen, das hat anderthalb Jahre Entwicklungszeit gehabt. Das nennt sich Scolaia.
Christoph Magnussen:Mhm.
Verena Pausder:Und das ist genau zielt darauf ein, wie kommen wir in die Anwendung? Also erst mal haben wir gesagt, erste Säule von Scolaia Innovations- oder Innovators Map, eine eine eine Landkarte von Deutschland, wo alle skalierbaren oder schon skalier in die Skalierung gegangenen Bildungsinitiativen gelistet werden.
Christoph Magnussen:Also so was wie
Verena Pausder:Klasse 0, Live Teach Us, Ja. Makerspaces an Schulen, gibt es 'n Projekt, das heißt Zukunft mitgemacht Und und und. So, also da sind jetzt schon so 50 Bildungsinitiativen drauf, die alle geprüft sind, ob können die skalieren? BEAM, ein ein Unternehmerprogramm, was in Baden Württemberg schon sehr erfolgreich pilotiert wurde an Schulen. So, Step 1, damit ich erst mal als Lehrkraft, als Eltern, als als Bildungsschaffende sehe, das gibt's alles schon.
Verena Pausder:2 Hospitationsmöglichkeit, digital oder physisch, Masterclasses one to many und nicht nur 1 zu 1, weil das hast Du nämlich auch immer als Problem. Dann hat irgendein Schulleiter oder eine Lehrerin was Tolles in die Welt gesetzt und dann pilgern da alle hin und wollen jeden Tag mit ihr telefonieren und die geht unter. Margret Rassfeld hat das immer erlebt, ja? Die hat immer Schule im Aufbruch gemacht, alle sind zu ihr gepilgert an ihre Schule. Irgendwann konnt sie gar nicht mehr Schulleiterin sein, weil sie eigentlich nur noch Zoobesuche sozusagen angeführt hat.
Verena Pausder:Also zweite Säule Hospitation. Und wie kannst Du dann bündeln, wenn 30 Leute sagen, ich möcht jetzt was über Klasse 0 erfahren, kannst Du eine Masterclass dazu machen und nicht jeder ruft da im Sekretariat an. Und 3 und das ist jetzt zu deinem Punkt, ein KI Assistent, der dir auf deine Schule, auf deine finanziellen Mittel komplett das Ding zuschneidet, wenn Du es jetzt umsetzen willst. Wie viel Schüler hast Du? Wo bist Du?
Verena Pausder:Welche Unterrichtsklassen habt ihr schon eine Finanzierung? Welche Finanzierungen gibt es dafür? Wie haben andere das finanziert? Alles, zu sagen, ich möchte jetzt auch den Makerspace an meiner Schule haben. Ich möchte jetzt auch Klasse 0 hier einführen.
Verena Pausder:Und dann gibt dir das Ding ein individuelles Playbook, im Prinzip so wie der TikToker, der jetzt sagt, für deine Schule folgende 18 Schritte.
Christoph Magnussen:Ach geil. So. Das heißt, okay, pass auf, das es mir vorzustellen. Ich sag, nehmen wir mal an, Schule in Hamburg XYZ. Ja.
Christoph Magnussen:Wir sind 400 Schülerinnen und Schüler,
Verena Pausder:haben die x-zügig, genau.
Christoph Magnussen:Ja. Das heißt auch diese ganze dieser ganze Verwaltungsapparat wird mitberücksichtigt aus der Erfahrung heraus. Das heißt, ihr habt deine ganze Erfahrung genutzt, die mit drin ist.
Verena Pausder:Ja. Die Erfahrung von 36 Ehrenamtlichen, von Initiativen wie für wie für Schule, wo ja schon seit Jahren ganz viele andocken, ganz viele Projekte in die Umsetzung gegangen sind. Mein Digitale Bildung für alle e. V. Mit allem, was wir da gelernt haben und alles rein in eine Plattform, wo Du am Ende nicht mehr sagen kannst, ja, aber bei uns geht das nicht, weil oder wir haben aber keine Lehrkraft im Kollegium, die das jetzt umsetzen könnte.
Verena Pausder:So, also dieses Train the Trainer, aber individuell auf euch zugeschnitten, war die dritte Säule, die uns so wichtig war, weil sonst ist es wieder son bisschen Inspiration, ja? Dann erzählt mal 1 beim Elternabend, Du, ich hab da Tolles gesehen und danach versammelt's in den Mühlen.
Christoph Magnussen:Die das ist ja die geile Möglichkeit an AI jetzt mal, wenn man in Chat Antwort Chat Antwort denkt, zumindest überhaupt erst mal eine individuelle Antwort zu bekommen. Und wenn ich jetzt das Schritt weiter denke und mir vorstelle, ich hab noch Agent dahinter,
Verena Pausder:der Lehrpläne sind rein, Lehrpläne sind da rein gefüttert alles.
Christoph Magnussen:Ja, geil, okay. Der mich dann durchcoacht und sagt, Christoph, wir machen das jetzt in 4 Wochen, dein Commitment. Ja. Du musst für mich, ich als Agent kann das und das nicht tun, das musst Du ausführen. Ja, das ist geil.
Christoph Magnussen:Okay, krass. Wie wurde das angenommen im Launch?
Verena Pausder:Also total gut, weil Du weißt ja, wie der Bildungsbereich ist. Das ist ja eigentlich immer son bisschen dieses, nee, wenn's was Neues ist, entweder sagt 1, gibt's schon oder jemand sagt, haben die falsch schon mitgearbeitet oder so? Also es ist ja immer eher das Haar in der Suppe im Bildungsbereich, als dass sich alle freuen. Und in diesem Fall hat's mich total überwältigt, weil es von so vielen Schultern getragen wird, weil wir so viel unterschiedliches Know how haben einfließen lassen. Ist es jetzt nicht eine Initiative meines EVs oder von wir für Schule oder von dieser Person, sondern da ist so viel breite Kompetenz reingeflossen, dass Du auch nicht sagen konntest, nee, das springt aber zu Kurs oder ihr habt ja den noch nicht da mit drin, weil Du kannst dich bei dieser Innovators Map jetzt natürlich melden und sagen, ich bin da noch nicht drauf.
Verena Pausder:Das ist der Sinn dieser Mappe, dass die halt immer wirkungsmächtiger wird, indem da immer mehr Initiativen drauf sind. Und bisher ausschließlich positives Feedback, wahnsinnig viel Interesse, das wirklich jetzt umzusetzen. Und am liebsten würde ich jetzt die vierte Säule noch ergänzen, ein Bildungsfond, wo große Vermögensstiftungen, institutionelle, you name it einzahlen können und wo man dann in dieser Umsetzungssäule 3 sagen kann, ich hab keine Mittel und ich bewerbe mich jetzt für Mittel aus diesem Bildungsfond, weil Du ganz häufig an dem Punkt an Schulen scheiterst. Dann gibt es dafür keinen Topf. Der Elternförderverein ist natürlich auch eher an Schulen stark, wo die Eltern entsprechend Geld haben.
Verena Pausder:Das heißt, Du hast auch da totales Gefälle und nicht jede Lehrkraft und Schulleiter ist ein natürlich geborener Fundraiser, ja? Das muss man auch ehrlich sagen, dass Du dass das eine Kompetenz ist, die ist schwer in sonem Kollegium zu finden, aus wer von euch könnte jetzt rausgehen und Geld bitten, ja? Das ist nicht so richtig Teil der Jobbeschreibung. So, das heißt, da son Bildungsfonds noch ins Leben zu rufen, zu sagen, diesen letzten Baustein bilden wir auch noch ab, das ist sozusagen mein großes Zielbild, dann wird's rund.
Christoph Magnussen:Finde ich richtig geil. Dann haben wir jetzt vom, wenn ich jetzt an das Dreieck denke, wie kriegen wir AI rein in die Schulen, dann ist das der Baustein, ist natürlich mega für was die Eltern machen können beziehungsweise theoretisch auch Lehrkräfte. Wenn Du jetzt mal auf den Baustein guckst, was machen denn Lehrerinnen und Lehrer momentan? Also was ist, was sind da Programme, was gibt es schon? Was wird gefördert?
Christoph Magnussen:Weil Du sagtest selber, die sind da hintendran, die Schulen. Liegt das daran, dass die Lehrer selber machen, die haben ja keine Zeit? Also ich seh das ja bei uns an. Wie sollen die das Genau,
Verena Pausder:also es gibt schon Programme, die gefördert werden und die Lehrer und Lehrerinnen auch echt nutzen. fobizz zum Beispiel ist, ich weiß nicht, von wie viel Kultusministerien jetzt offiziell beauftragt und im Einsatz und da werden Lehrkräfte ja nicht nur weitergebildet, auch was AI angeht, sondern können auch ihre Unterrichtsmaterialien mit AI erstellen. Also da ist richtig angewandt. Ist
Christoph Magnussen:das also ich hab's nie benutzt, ist das richtig gut?
Verena Pausder:Ja, gut. Richtig was, wird von den Lehrkräften auch supergut angenommen. Ist ja während Corona, also ist schon davor entstanden, aber ist während Corona riesengroß geworden, als man gemerkt hat, wie schulen wir jetzt in Echtzeit Ja. Auf Kompetenzen, die wir bisher nicht beigebracht haben und hat sich dann stetig weiterentwickelt. Also wäre wirklich meine Nummer 1 Adresse, wo ich hingehen würde als Lehrkraft, wenn ich sage, ich weiß noch gar nicht, wo ich anfangen soll.
Verena Pausder:Eduki, riesengroßer Marktplatz für Unterrichtsmaterialien, für Lehrkräfte, aber auch ganz viel AI Komponenten jetzt, da selber zu individualisieren, was man haben möchte und jetzt nicht einfach nur die Lehrmaterialien von anderen nutzen zu können.
Christoph Magnussen:Was ja auch, also ich denk jetzt gerade dran, das klingt nach nicht viel die Lehrmaterialien, aber das ist ja häufig Punkt, in dem man sich dann doch verliert. Das ist ja deutlich sinnvoller, als Hilfe, mal eine E-Mail zu formulieren.
Verena Pausder:Nee, total, weil die E-Mail, klar, die da kannst Du AI nutzen, aber das ist eigentlich nicht dein Hauptproblem. Dein Hauptproblem ist, wenn ich jetzt auch neu Wissen vermitteln möchte oder auf neue Art und Weise oder ich sage jetzt als Lehrkraft, wie kann ich hier mit AI jetzt diese Stunde mit den Kindern so machen, dann dann ist das ja das, was Kopfschmerzen bereitet und nicht so sehr, wie antworte ich jetzt der Mutter auf ihre Frage zur Klassenfahrt. So, also das damit hab ich richtig gute Erfahrungen gemacht, dass also Eduki, fobizz wirklich helfen können. Dann eher auf der Schüler- und Schülerinnenseite nutzen ganz viele die Anton App, die auch immer mehr jetzt KI Features hat, wo ich auch als Lehrkraft sagen würde, die nimmt dir auch selber viel Arbeit
Christoph Magnussen:Machen die Kinder auch echt gerne, ne?
Verena Pausder:Machen sie gerne, son bisschen Gamification Gefühl. Lesen sie gerne, plötzlich arbeiten sie gerne Aufgaben ab. Also
Christoph Magnussen:Würdest Du sagen, die haben schon, da einmal kurz zu bleiben, weil ich die gut kenne. Ich hatte noch vor paar Monaten das Gefühl, da fehlte so die die wirklich KI Einbettung. Hast Du das Gefühl, die haben das jetzt aufgeholt?
Verena Pausder:Ja, mein Gefühl ist, das das kommt jetzt gerade. Also natürlich musst Du immer bei den bei den Lernapps, das sehe ich zum Beispiel auch bei KnowUnity. Wahnsinnig toller, wenn Du so willst, AI toter für Schüler und Schülerinnen und die haben schon immer auch innerhalb von No Unity son AI to the gehabt, nach dem Motto, den konntest Du Sachen fragen, aber jetzt wird AI dann noch viel originärer reingearbeitet aus keiner hat mehr den gleichen Lehrplan oder die gleiche Art und Weise, wie ihm irgendwas beigebracht wird, sondern es fließen die Noten ein, es fließt ein, hast Du irgend eine Lernschwäche? Was bist Du für Lerntyp? Bist Du eher visuell oder oder audio?
Verena Pausder:Und dann baut sich im Prinzip die App jedes Mal komplett für dich persönlich auf. Also ist auch eine App, die ich so empfehlen kann, weil und das auch nicht ganz unentscheidend, von Schülern gebaut. Also die haben 4 Neunzehnjährige haben direkt nach der Schule diese App während Corona gelauncht und die wissen so sehr, wie die Zielgruppe tickt. Und das hab ich auch daran gemerkt, dass ein dass mein Sohn da Praktikum gemacht hat, als er 17 war. Und normalerweise, wenn Du so Schülerpraktikant bist Du ja wirklich lowest end of the foodshain und jeder sagt, oh Gott, was sollen wir mit dem machen?
Verena Pausder:Und da bist Du der Star, weil es ist so, okay, Du bist ja so Kernzielgruppe und jetzt sag mir, welche Mikroinfluencer findest Du cool, die jetzt anderen sagen könnten, lernen hiermit? Wie würdest Du jetzt diese App benutzen und so? Das heißt, die haben Durchschnittsalter in der Firma von, ich glaube, es sind 70 Mitarbeiter oder so, von 24.
Christoph Magnussen:Ja, okay.
Verena Pausder:Und das ist auch nicht ganz unentscheidend, ja, weil häufig sind natürlich so Menschen in meinem und deinem Alter, die sagen, jetzt müssen wir mal das Bildungssystem revolutionieren und dann sagst Du so, da warst Du aber auch sehr lange nicht mehr drin. So, das gilt jetzt für die nicht. Die sind da sehr nah dran.
Christoph Magnussen:Sehr, sehr spannend. Na okay, die hatte ich geguckt, die hatte ich
Verena Pausder:gar nicht Ja, die sind wirklich fantastisch. Also ganz, ganz tolle Gründer, ganz tolles Was
Christoph Magnussen:ist dein Blick auf, also 2 Gedanken, dein Blick auf, also Open AI hat dann ja sehr schnell auch den eigenen Studybereich eingebaut, haben alle andere nachgemacht. So nach dem Motto, wir haben hier einen dedizierten Bereich zum Lernen, wo man gemerkt hat, learn to learn ist wichtig. Fangen wir erst mal damit an. Was ist dein Blick darauf und und wie weit hast Du da schon mal dir wirklich auch im Detail gegeben, wie das hier adaptiert wird?
Verena Pausder:Nee, das hab ich mir noch nicht im Detail gegeben und ich hab so ein Dilemma gerade, was ich ja hier vielleicht mal ausbreiten kann und das ist, nachdem, was jetzt gerade mit Open AI passiert ist und dem Kriegsministerium in den USA Und auch wie sie's gespielt haben, dass nachdem die die Absage an Antropic kam, dann sind sie da irgendwie 3 Stunden später aus der Kiste gesprungen.
Christoph Magnussen:Das
Verena Pausder:gibt mir son Gefühl von damals, wo man noch gesagt hat, Mark Zuckerberg, der ist super. Der will die Welt einen besseren Ort machen und der hat nix Böses im Schilde und das, wenn da mal irgendwas durchgerutscht ist oder nicht ganz sauber gelaufen ist, dann dann war das auf keinen Fall Absicht und so. Und ich bin ja nun die Letzte, die bei Technologie den Fehler sucht oder Verschwörungstheorien irgendwie toll findet, aber ich hab Störgefühl, was Open AI angeht, seit das jetzt passiert ist. Und ich hab jetzt meine Kinder alle Richtung entropic gepusht.
Christoph Magnussen:Die ja auch Lernbereich haben.
Verena Pausder:Die auch Lernbereich haben und deswegen bin ich noch son bisschen so, also alle inklusive mir haben Chat GPT rauf und runter genutzt und ich merke gerade, wie ich mich zwinge, mich davon irgendwie zu entfernen. Deswegen kann ich's dir jetzt für möchte es Muss
Christoph Magnussen:nicht, also ich ich häng nicht an an ChatGPT. Also ich sag sowieso als als als Heavy User sage ich, Du musst auf dem Level sowieso alle haben und im Blick haben und immer noch behalten. Und leider auch immer noch natürlich alle, auch die amerikanischen Modelle und auch auch lokale Modelle, so die jetzt so was nicht eingebaut haben, weil wir reden jetzt ja hier mehr von 1 App Experience, die quasi in in die KI eingebaut ist als andersrum. Aber die, also überhaupt, dass es diesen Trend Study gab, kam ja sehr stark, ne. Also offensichtlich wurde das ja nachgefragt.
Christoph Magnussen:Google hat's ja auch mit Notebook LM und auch bei Gemini eingebaut.
Verena Pausder:Ich glaube, ich bin ja im Moment als Vorstandsvorsitzende des Startup-Verbands in 9 von 10 Fällen unterwegs zum Thema europäische Souveränität. Weil einfach so klar wird, ich mein, bei Verteidigung wird's so klar wie nirgendwo anders, dass Du einfach made in Europe brauchst, damit es eine europäische Verteidigungsfähigkeit wird und nicht wieder eine zu Gnaden der Amerikaner oder oder anderer außereuropäischer Player. Das Gleiche im Space Tech Bereich. Wenn wir unsere eigenen Satelliten da hochbringen wollen, dann brauchen wir Launcherkapazitäten aus Europa und können nicht mit Space X da alles hochschießen und hoffen, dass dass das auch weiterhin für uns möglich ist. Und nach dem Motto, wenn die Zeit mal schlecht sind, nee, dann ist es nicht möglich, dann ist es aber genau, wann wir's brauchen.
Verena Pausder:So und das musst Du aus meiner Sicht schon auch auf KI übertragen, weil mein Bild ist, wer KI nicht nur anwendet und und und und nutzt sozusagen, sich bisschen zu optimieren, sondern es wirklich im Kern in seine Systeme einbettet, zum Beispiel in sein Bildungssystem. Der wird irgendwann mit am Tisch sitzen, wenn's die Frage geht, wer ist hier auf dieser Welt relevant und wem hören wir zu? Ich will's jetzt nicht mit Atombombe vergleichen, aber bisschen erinnert es mich daran. Wer eine Atombombe hat, der darf dann Mitreden. Sagen, mitreden und dann entscheiden wir uns alle, wir nutzen die nicht und hoffentlich entscheiden wir uns in Zukunft auch, wenn KI Dinge kann kann, die wir nicht wollen, dass wir uns dann alle kollektiv entscheiden, das wollen wir nicht.
Verena Pausder:Aber natürlich nur die, die theoretisch die Macht dazu hätten. Und deswegen ist es aus meiner Sicht die Stunde Europas, ihre eigenen Anwendungen zu bauen und nicht nur jetzt so sagen, super, Anthropic, Open AI, Gemini haben jetzt alle Study Lösungen entwickelt, nehmen wir die doch erst mal, wie wir's ja ehrlich gesagt in der Vergangenheit auch immer gemacht haben. Nehmen wir doch erst mal amerikanische Betriebssysteme und irgendwann jammern wir dann alle rum und sagen, es wird aber nicht auf europäischen Servern gehostet und wollen wir nicht Und dann sind wir halt die, die noch im letzten Jahrhundert stehen geblieben sind. Also deswegen, ich will nicht sagen, ist blöd oder nicht nutzen, aber noch schöner wäre, wenn jetzt Mistral haben wir, aber hoffentlich haben wir in Zukunft auch noch andere Player, wir uns eigenes Betriebssystem für unsere Bildung überlegen und das hier ausrollen.
Christoph Magnussen:Dann käme jetzt meine radikale Frage darauf, denn also ich teile das, weil ich sage, okay, ich glaube, Du musst alle benutzen, um's zu verstehen, also chinesische Modelle, chinesische Apps, um's auch zu verstehen, amerikanische und gleichermaßen dadurch auch zu lernen, was müsste ich, was würde ich anders bauen? Was würde ich anders tun, abgesehen von lokalen Modellen? Aber Du bist die Expertin, wenn's darum geht zu sagen, Du hast es gerade gesagt, dass wir das nicht in 12 Monaten schaffen, sondern eher vermutlich 12 Jahren. In der Geschwindigkeit, in der wir's gerade machen, wird das nicht funktionieren.
Verena Pausder:Total und deswegen das eine tun und das andere nicht lassen. Ja. Ich sage nicht, Hände weg von von amerikanischen LLMs und bis wir selber 1 haben und dann haben wir's nie und dann war's das. Also auf jeden Fall ist es erst mal gut, dass es diesen Study Bereich gibt und dass man sagt, das soll auch ein großer Teil davon sein, wie lern ich besser, individueller, sodass es auch relevanter für mich ist? Weil ich meine, ich beobachte ja gerade zu Hause 4 Schulkinder.
Verena Pausder:Das ist jetzt nicht unbedingt so, dass die morgens aufwachen und sagen, vielen Dank, dass ich lernen darf, das war heute wieder so interessant, sondern das ist ein Durchprügeln durch ein System, wo Du echt dir alles zusammennehmen musst, denen zu sagen, doch, das wird dir helfen, weil Du irgendwo im Inneren weißt, das hat so gar nichts mit der Welt zu tun, in die die dann entlassen werden und den Fähigkeiten, die sie in dieser Welt brauchen. Ja. Außer so was wie auswendig lernen oder so, da bin ich immer gar nicht so kritisch, weil ich denke, okay, da musst Du dich hinsetzen, musst Du dich konzentrieren, musst Du dein Gehirn benutzen. Mag jetzt nur im Kurzzeitgedächtnis sein, aber ist auch erst mal sone Art Disziplinübung, Ja. Die jetzt vielleicht auch nicht so schlecht ist.
Verena Pausder:Aber also deswegen, das finde ich schon richtig, dass wir's in der Zwischenzeit nutzen. Aber jetzt guck dir Sachen an, wie wie große Unternehmen, die in den letzten Jahren hier entstanden sind, Parloa für Sprache, N8N, Langdock. Also wir haben eine echte Chance, auch im AI Bereich originär hier Player aufzubauen, die weltweit Relevanz haben können. Und ich möchte noch nicht und da finde ich Carsten Wildberger auch super, unser Digitalminister, ich möchte noch nicht die Fühler strecken und sagen, AI ist abgefahren für uns und wir können jetzt noch bisschen das anwenden. Ich hab schon noch den Anspruch, dass wir da schon ganz vorne noch mitspielen.
Christoph Magnussen:Also ich hab ich hab da differenzierten Blick drauf und sag, das eine ist natürlich, Du brauchst Du hast Integrator, N8n, super Beispiel, kannst selber hosten, aber Du hast natürlich in den Flows, die gebaut werden, immer wieder auch die großen Modelle drin.
Verena Pausder:Keine Frage.
Christoph Magnussen:Ich weiß, ich hab im November, hab ich abgetaucht 5 Tage nur am Coden gewesen, 1,2 Milliarden Tokens durchgecoded November, Dezember und hab richtig gemerkt, als Opus 4.6 rauskam, hier Big shift is happening. Also ich konnte Sachen, die vorher nicht funktioniert haben, also komplexe Datenbankanwendungen haben auf einmal 2, 3 prompts, lief. Ich dachte, holy smoke, das ist krass. Und was ich erlebe und das geht in Richtung Bildungssystem, ist dann, dass bei uns die Leute sagen, ich hab das mal ausprobiert, das geht nicht. Und diese Haltung zu sagen, ich mach's jetzt noch mal und ich mach's jetzt noch mal und ich mach's jetzt noch mal, ne, sehe ich bei unserer Ältesten, die die Editing dann halt lernt und dann funktioniert's nicht.
Christoph Magnussen:Die sitzt dann so oft dadran und wiederholt, das ist ja auch die Zeit dann. Aber auch so diese Persistenz, dranzubleiben. Was ihr aber fehlt, ist das Korrektiv, das hast Du auch mal gesagt. Ja. Dass die dass diese Baseline, dieses womit kann ich's vergleichen, wen kann ich fragen, wo gehe ich hin, also diese Orientierung geben fehlt.
Christoph Magnussen:Und mein Take wär, wir wir wir haben momentan nicht die großen Modelle. Ja. Ich glaub, das ist more difficult, als wir denken, weil viele der Leute Keine Frage. Die Entscheidungen treffen müssen, die kennen sich zu wenig damit aus. Aber wir könnten halt deutlich schneller Entscheidungen treffen, wenn's halt Richtung Orientierung geht und sagen, okay, das sind echt die Basics, die man lernen muss.
Christoph Magnussen:Da müssen wir alle durchtragen. Und ob wir jetzt amerikanische Modelle dafür verwenden, damit die das lernen, ist jetzt mal egal.
Verena Pausder:Genau.
Christoph Magnussen:Dann müssen wir halt den den Sport mit antreten und es selber besser machen. Ja. Das wär so mein Ding.
Verena Pausder:Total und jetzt bin ich voll bei dir. Wir werden jetzt nicht plötzlich eigene LLMs ausm Boden stampfen, weil wär das so einfach, hätten wir's ja hoffentlich schon gemacht. Mistral ist gutes Beispiel. Warum hat Frankreich es geschafft, ein wettbewerbsfähiges LLM zu bauen? Weil da massivste Gelder ins französische Ökosystem geflossen sind auf der Venture Capital Seite.
Verena Pausder:Also da hat Macron einen Deal mit den Pensionskassenversicherern gemacht und gesagt, wenn unser institutionelles Kapital nicht in Innovation fließt, dann haben wir zu kleine Fonds, dann gerade für son LLM, dann finanzieren wir den Anfang, dann wird's abverkauft in die USA oder nach China. So und die haben's wirklich geschafft, auch wenn Microsoft beteiligt ist und so, das sehr europäisch aufzubauen. Und das kann jetzt und wird auch in vielen Anwendungen zur Anwendung kommen können. Aber ich bin bei dir, man Es ist okay, wenn wir da jetzt erst mal das nutzen, was es gibt, Aber ich glaube, wir müssen parallel die Fähigkeiten erlernen, es beizubringen, das Korrektiv zu sein, aber überhaupt auch anzuleiten. Weil ich mein, wir reden jetzt hier auf sehr hohem Niveau.
Verena Pausder:Geh mal in eine Klasse und und sag so und jetzt holen wir mal alle AI raus. Da passiert nicht mehr also googeln auf AI, ja? Da fragst Du genau die gleiche Frage, die bisher Google gefragt hast, fragst Du AI und dann kriegst Du eine Antwort und dann schreibst Du die ab. Also das da da da sind wir noch bei 0.1 gerade.
Christoph Magnussen:Und auf der anderen Seite haben wir gute Ingenieure ausgebildet, die Dinge können und die Grundlagen gelegt und können natürlich auch glaubhaft sagen, wir wissen grundsätzlich, an welchen Stellen man schrauben muss,
Verena Pausder:bis Du dann zaubern lässt. Ist ganz entscheidend. Also ich grade, ich beobachte grade ganz eng eine Gründung im engsten Kreis, wo der Gründer ein CTO reingeholt hat, mit dem er 10 Jahre in einem anderen Startup gearbeitet hat. Und der sitzt jetzt, dieser CTO sitzt da und kommt vor Lachen nicht in Schlaf. Also der hat den Effekt, den Du im Dezember letzten Jahres erlebt hast, dass der sagt, ich bau hier grad ein Tech Stack, ich bau hier grade Datenbanken, da hab ich vorher 20 Entwickler und 2 Jahre für gebraucht, die bau ich grad alleine in 2 Also wenn unser Know how, gerade auch was wir an industriellem Know how haben, was wir in dem Mittelstand alles an Daten haben, wenn das zusammenkommt jetzt mit AI, dann dann haben wir da wirklich eine Riesenchance, weil wir das Talent ja hier haben.
Christoph Magnussen:Und das das ist mein Tech. Also ich hab das Gefühl, es wird zu sehr verglichen mit Cloud und wo liegen die Daten und ich sag immer, es ist eine Anwendungstechnologie, auf die man aufsetzen kann. Ja. Und das Rennen, also den den Marathon, den da die die gerade Open AI, die müssen halt gewinnen bei dem Rennen, sonst kommen die da halt nicht durch, ne. Die haben nicht die Kohle, haben nicht das Capex, Google guckt sich das relativ entspannt an.
Christoph Magnussen:Aber wir profitieren davon, dass die Dinger so schnell wachsen. Und ich hab auch in der Schule gesagt, weil wir natürlich die Datenschutzdiskussion hatten, was darfst Du benutzen? Ich hab gesagt, Leute, ein lokales Modell zu verwenden, was nicht gut abgesichert ist. Wir kommen gleich noch mal zu den Themen, nämlich abuse von den Modellen, hast Du gerade zu was zu gepostet. Ein lokales Modell kann viel gefährlicher sein.
Christoph Magnussen:Es kann viel mehr in eine Richtung gehen, die nicht kontrolliert wird. Und ich hab jetzt mit unseren Kindern neulich gemacht, was ist prompt injection, wie funktioniert das? Also hab denen erklärt, wenn ihr den System prompt bestimmt, bestimmt ihr alles. Und dann haben die angefangen, die System prompts zu verändern und hatten, ich glaube hier, MP musst es ausprobieren, im Büro mehrere Leute. Und dann kamen halt nur noch Antworten auf Chinesisch, es kamen nur noch Emojis, immer Emojis dazwischen.
Christoph Magnussen:Dann siehst Du Erwachsene, die sagen so, hä? Ich hab doch meine Antwort eingegeben. So. Und diese Sachen, diese diese diese Kleinigkeiten, die Kinder dann auch nie vergessen, weil sie's einmal intuitiv gemacht haben. Das wär so mein Wunsch, wo ich sage, okay, let's work on that one.
Christoph Magnussen:Und da rangehen. Ich hab eine Frage zum zum superkonsequenten Einsatz bei AI, weil ich das jetzt schon Julia im Podcast gefragt hatte und und auch Sarah, die die da war. Alpha School in den USA. Wie viel davon ist Marketing? Wie viel davon ist echt?
Christoph Magnussen:Die ja sagen, wir machen Unterricht nur noch mit AI und die Lehrer sind eigentlich nur noch wie Social Interaction und Co da.
Verena Pausder:Also ich war noch nicht da. Ich hab kann sozusagen nicht tief reingucken aus wie viel ist Marketing, wie viel ist echt? Aber generell das Bild, dass die Lehrkraft Mentor, Coach, Lernbegleiter wird und nicht mehr Lernvermittler. Das hatte ich schon vor AI. Weil das ist ja der menschliche Faktor, der den Unterschied macht.
Verena Pausder:Also ob jetzt ein sehr gut gemachtes Video dir Mathe, Geschichte, was auch immer beibringt, wo Du wo Du darüber vielleicht auch viel ganzheitlicher lernst. Also nehmen wir jetzt mal Geschichte, dass ich nicht einfach nur im Buch lese, was war denn neunzehnhundert, was weiß ich, 36, 48, sondern Bilder aus der Zeit kriege, womöglich Bewegtbild aus der Zeit und so. Und dann aber das Video endet und dann geht die Diskussion los. So und erst mal, jetzt, weil Du eben Deepfakes oder so ansprachst oder oder den Amuse, erst mal, wer hat uns diesen Inhalt hier vermittelt und ist das ist das erst mal faktenmäßig richtig? Verifiziert doch mal, wie würdet ihr es denn verifizieren?
Verena Pausder:Welche Quellen wären denn da sinnvoll und so weiter? Also die Diskussion kannst Du aufmachen, Du kannst die Diskussion aufmachen, so, jetzt haben wir das gelernt. Jetzt diskutieren wir doch mal Szenarien. Wie hätte es denn neunzehnhundertsechsunddreißig auch laufen können? Was hätte dann anders sein müssen?
Verena Pausder:Also ich hatte gerade, Florence Gaub, die Zukunftsforscherin und am Research Institute der NATO in Rom, die hatte ich gerade im Podcast zu Gast und die denkt nur in Szenarien. Die guckt sich die Zukunft an und sagt, wenn dann, dann das oder das und dann überlegt sie, welches Szenario ist am wahrscheinlichsten. Diese Übung im Klassenraum, so das ist eigentlich etwas, wo kein AI, kein digitaler Unterricht, gar nichts jemals die Lehrkraft überflüssig machen kann, wenn sie sich darauf konzentriert. So das heißt, meine Hoffnung ist, dass Schule in Zukunft in die Richtung geht. Und ich hab Gott sei Dank viele Menschen, die gerade mich ansprechen und sagen, ich möchte eigentlich eine AI Schule bauen in Deutschland neu from scratch, wo ich von Anfang an individuelle persönliche Lernpfade, AI überall drin mitdenke und die Lehrkräfte sind die, die die sozialen Fähigkeiten, die kritische Denken, Fähigkeiten, die Hinterfragen und so weiter schulen.
Verena Pausder:Also es sind nicht mehr die, die vorne stehen und sagen, Seite 13 aufschlagen.
Christoph Magnussen:Ja, das sind das wäre so, wie wenn Du im im Coding denkst und man sagt, man ist Agent Orchestrator und als Mensch bist Du human in the loop, da beim Coden musst Du gucken, kann ich das machen, kann ich's nicht machen. Ja. Dann wärst Du eine Lehrkraft, die quasi AI Tutoren von Schülerinnen und Schülern steuert. Das ist schon echt hoher Anspruch natürlich auch
Verena Pausder:Ist hoher Anspruch, öffnet aber natürlich diesen Job auch für ganz viele andere Menschen, weil Stimmt. Wir brauchen auch eine Antwort auf die Frage Lehrkräftemangel, weil offensichtlich ist es ja nicht so attraktiv, diesen Job zu ergreifen, vor allen Dingen in diversen Fächern. Also in manchen Fächern haben wir noch genug, aber in anderen haben wir viel zu wenig. Und das liegt unter anderem auch daran, dass Du sowohl inhaltlich at the forfront sein musst, als auch mit allen sozialen Fähigkeiten, die damit einhergehen. Und ich würde argumentieren, dass dieses Bild des Lerncoaches, Mentor, Begleiter eben auch andere Ausbildungsgänge hätte.
Verena Pausder:Und dann bin ich vielleicht nicht inhaltlich der der in der Lage, dieses Fach so beizubringen, didaktisch richtig, aber ich bin in der Lage, die Synthese zu machen.
Christoph Magnussen:Was wäre, wenn das sich jetzt so extrem entwickelt wie einige der amerikanischen Superscaler, Hyperscaler und meistens doch sehr nach dem geldgesteuerten Unternehmer sagen. Und wir brauchen gar nicht mehr lernen, weil halt eine KI das abnimmt. Glaubst Du son Bild wie Andrej Karpathy, der im Podcast bei Dwarkesh geteilt hat, dass er glaubt, lernen wird ein Luxus wie heute Fitness machen. Früher ist ja auch keiner laufen und joggen gegangen, wie gesagt, ich lauf den ganzen Tag, geh doch nicht joggen, seid ihr seid ihr blöd? So, dass er gesagt hat, man setzt sich hin, weil's Spaß macht zu lernen, aber man müsste es gar nicht mehr tun.
Christoph Magnussen:Glaubst Du, wir würden jemals dahin kommen? Könnte das passieren?
Verena Pausder:Also Du theoretisch kann alles passieren. Ich glaub immer son bisschen, was willst Du fürn Zukunftsbild haben? Und ich möchte gern das Zukunftsbild haben, dass Lernen weiterhin Teil unserer persönlichen Entwicklung ist und nicht so nach dem Motto, die die die Kirsche auf der Torte aus müssen wir nicht mehr, machen noch paar, weil sie irgendwie Lust drauf haben, aber ansonsten macht ja alles die AI und wir sitzen nur noch und schlürfen Cocktails. Ja. So.
Verena Pausder:Also ich hätte schon gerne das Bild 1 sehr aufgeklärten, sehr inhaltlichen Gesellschaft, die nicht ausgecheckt sich zurücklehnt und sagt, ich komm nicht mehr mit, sondern die sich nach vorne lehnt und sagt, vielleicht ist das genau die DNA von Europa, die uns von Amerika unterscheidet. Vielleicht ist es genau ein Zielbild, dass wir Gesellschaft nicht nur denken, in was ist alles noch optimierbar, sondern wie funktioniert auch noch der soziale Kitt? Wie funktioniert noch das Miteinander? Wie hängen wir nicht die Hälfte oder oder 90 Prozent ab? Und dann kriegen die halt irgendein bedingungsloses Grundeinkommen und dann wars das, sondern wie denken wir Gesellschaft ganzheitlicher?
Verena Pausder:Also alles ist möglich. Meine Hoffnung wär, dass wir Gegenmodell finden.
Christoph Magnussen:Ich glaube also mein täglich ist auch, das Learn to Learn ist momentan der wichtigste Skill und gleichzeitig macht es sehr, viel Spaß, deswegen glaube ich eben auch
Verena Pausder:dieses Genau, aber das muss man natürlich machen. Also wir dürfen jetzt nicht und da sehe ich schon Tendenzen sagen, ich bin 48, 58, was auch Komm, sollen die jungen Leute machen, mich betrifft das nicht mehr. Das erinnert mich son bisschen 2001 an eine Diskussion, die ich mit meinen Eltern damals hatte. Unsere Unternehmen brauchen keine Website mehr. Ja.
Verena Pausder:Also wir sind jetzt schon so lange am Markt. Unsere Kunden erwarten nicht, dass sie auf eine Webseite gehen können, so. Und da weiß ich noch, da hatte ich noch nicht genug Argumente 2001, zu sagen, ey, ich glaube, die braucht ihr doch. Aber ich hab das natürlich trotzdem gesagt und ich mein absurdeste Diskussion. So und so werden wir auf diese Zeit auch zurückgehen.
Verena Pausder:Da werden wir sagen, wisst ihr noch, dass wir gesagt haben, das müssen wir alles nicht mehr können und so.
Christoph Magnussen:Hab ich dir eigentlich mal erzählt, dass ich meinen Vater dazu genötigt hab, ein Meeting zu haben, weiß ich noch, in in der Nähe von Kiel, Christoph, glaub ich, bei 1 Webshopfirma damals für 100.000 Mark hatte ich die Präsentation zeigen lassen für Webshop, damit wir unser Bier verschicken lassen können. Er war so, geil. Und danach kam er, wo Spinnst Du? Kein Mensch kauft Bier im Internet. Ist irgendwie heute.
Christoph Magnussen:Aber das war wirklich damals das Meeting. Und wir hatten die Kohle nicht, deswegen haben wir's abmoderiert. Aber Du hast recht, es waren die Early Days.
Verena Pausder:Es waren die Early Days. Also es sind jetzt wieder die Early Days. Wir denken ja jetzt schon, wir wären irgendwie. Wenn wir auf diese Zeit zurückgucken, werden wir sagen, das waren die Early Days.
Christoph Magnussen:Dann lass uns mal ein wirklich wichtiges Thema der Early Days vornehmen, weil Du hattest Social Media angesprochen. Wir waren beide dabei und wir haben auch mit dazu beigetragen, Social Media zu verbreiten. Ja. Weil wir gesagt haben, wir benutzen das, wir machen's uns So. Jetzt sind wir beide dabei, haben noch andere Kontakte, Einflussmöglichkeiten und so weiter und ich sehe uns auch in der Verantwortung zu sagen, der Fehler mit Social Media, den wir gemacht haben und man kann nicht alles erahnen, ne, was es nachher macht und die Effekte kann jeder Aber wir haben auch früh, man muss mehr aufklären, was ist es, was ist es nicht.
Christoph Magnussen:Bei KI gibt's diverse Sachen. Einmal das Thema, wenn Jugendliche das in die falsche Richtung benutzen. Ich sag zum Beispiel Kinder nie ohne Aufsicht und in KI, da würde mich auch noch mal interessieren, guckst Du rein in die Accounts, was sie sonst machen? Und zweitens das ganze Thema, weil Du auch gerade aktuell dazu gepostet hattest, Deepfakes, Missbrauch von persönlichen Daten, Veränderung von Bildern, den Teil will ich mit dir noch mal beleuchten.
Verena Pausder:Also ich stimme dir total zu, wir haben eine besondere Verantwortung, trotzdem sind wir nicht frei davon, dass das Leben vorwärts gelebt Ja. Und rückwärts verstanden wird. Also Du kannst immer den Anspruch haben, in Echtzeit sowohl Early Adopter als auch Early Warner sein zu wollen, aber das funktioniert auch nicht immer zusammen. Du musst ja erst mal mit gewissen Euphorie auch Neues ausprobieren, bevor Du dann merkst, wo die Limitationen sind. Aber gerade bei diesem Bereich Deepfake, Hass im Netz, Gewalt im Netz, Persönlichkeitsschutz im Netz, was mache ich, wenn es innerhalb von Ich meine, es gibt ja Apps wie ClothOff, also tu da was rein und zeig mir, wie die Person nackt aussieht.
Verena Pausder:Warum gibt's solche Apps? Also wenn ich da nicht zustimme, also dann keiner hat da ja wahrscheinlich zugestimmt.
Christoph Magnussen:Eher eher nicht.
Verena Pausder:So und das ist natürlich, das ist so wehret den Anfängen und und vor allen Dingen auf gesetzlicher Ebene. Wenn das jetzt jemanden macht und Nacktfoto von mir erstellt und das durch die Gegend schickt, ich hab keine Handhabe. Ich kann sagen, bitte hört auf, dann kann ich den Plattformen irgendwelche Meldeformulare ausfüllen. Wenn ich dann Normalbürger bin, kenn ich da niemanden bei Meta. Dann kann ich da auch nicht anrufen oder eine Mail schreiben und sagen, hier guck mal, das bin ich gar nicht und so.
Verena Pausder:Dann kann ich nur drauf hoffen, dass das irgendwann gelöscht wird und das ist zu wenig. Also der Fall Coline Fernandes hat gerade in seiner vollen Breitseite und das hat natürlich dann auch noch diese menschliche Komponente gezeigt.
Christoph Magnussen:Dazu hattest Du geschrieben, ne?
Verena Pausder:Genau, dass Du einfach Du brauchst Gesetze für diese AI Welt, die jetzt schon in Kraft treten, damit gewisse Dinge gar nicht erst einreißen. Und da haben wir bei Social Media viel zu spät reguliert und reagiert. Ich mein, wir haben einen Digital Services Act, da steht eigentlich drin, dass Jugendschutz, dass Du dass Du Mindest alter und alles haben musst. De facto haben wir kein Mindestalter für Social Media. Kannst dich ohne Perso da anmelden, kannst sagen, bis 18 überprüft kein Mensch.
Verena Pausder:So und deswegen bin ich einerseits dafür zu sagen, wie schaffst Du es wirklich eine Zugangskontrolle zu Social Media, dass die dann unterwandert wird geschenkt. Ja. Aber das wär so, wie wenn Du sagst, na ja, mit 16 Alkohol am Kiosk kaufen, das wird doch unterwandert. Können wir's gleich lassen. Nee, dann wär's mir lieber, dass es sozusagen das Gesetz gibt und dann paar schaffen's trotzdem, den Perso zu fälschen oder zu sagen, ich bin schon 17, als wir sagen, wir geben gleich auf.
Verena Pausder:So und deswegen ist das eine Thema Social Media ab 16 und 16 deshalb, weil mit 16 hast Du Perso, hast Du Verifikationsmöglichkeit und die Gegenargumente, Gott, die armen Kinder, werden sollen die denn noch lernen, wie die digitale Welt tickt oder so? Also das werden die auch noch mit 16 früh genug lernen.
Christoph Magnussen:Was waren deine Beobachtungen mit jetzt Australien? Ich glaub, wir hatten in der Schule 'n bisschen drüber diskutiert, weil da sind ja gemischte Ergebnisse momentan, ist auch immer klar, Wenn das jetzt eine Weile erst in Kraft ist, die sagen halt, also durch VPN Zahlen sind nach oben gegangen, die umgehen das alle, aber das ist jetzt dein Argument.
Verena Pausder:Okay, und dann musst halt gar
Christoph Magnussen:nichts diskutieren.
Verena Pausder:Da hast Du erst mal das Gesetz eingeführt. Jetzt jetzt versuchen's alle zu hacken. Dann guckst Du dir an, wie können wir das jetzt also auch eindämmen, das hacken und dann wird es immer besser. Wenn Du aber natürlich noch nicht mal anfängst mit handyfreien Schulen, wenn Du noch nicht mal anfängst mit irgendeiner Zugangskontrolle, dann wirst Du nie irgendwo hinkommen. Und ich hab jetzt gerade heute Morgen ein Experiment gelesen, eine Schulklasse hat 3 Wochen lang ihr Handy weggeschlossen.
Verena Pausder:Also Schüler, ich glaube, es war irgendwie so siebte oder achte Klasse haben jetzt 3 Wochen lang kein Handy gehabt. Und was was einfach das gemacht hat mit sozialen Strukturen und so. Und ich bin jetzt nicht die sagt, lass uns jetzt alle wieder im Wald spielen und leg die Geräte weg und so. Aber es war naiv und auch ich selber vor 10 Jahren zu denken, das reguliert sich von alleine. Da werden die Eltern Regeln geben und dann werden's eine besser machen, die anderen schlechter.
Verena Pausder:Nee, jede Eltern kämpfen hier grad einen Kampf gegen die besten Algorithmen der Welt, die darauf ausgelegt sind, dein Kind da möglichst lange und möglichst sinnfrei reinzuziehen. Und da muss es regulatorisch irgendeine Handhabe geben. Und das kann nicht sein, dass man da sagt, das lässt sich nicht kontrollieren, also können wir es auch gleich lassen.
Christoph Magnussen:Wenn Du da jetzt mal das Thema Agents draufpackst, also nennen wir mal OpenClau, ich weiß nicht, wie wie weit Du damit schon experimentiert hast, aber wir
Verena Pausder:haben's auf jeden Es
Christoph Magnussen:ist halt, das ist halt wirklich noch mal, wenn Du da hinter die Kulissen guckst und genau weißt, der Unterschied zwischen einem Agent und einem Chatbot ist, der Agent tut Dinge. Und ich geborene jetzt mal Beispiel. In Deutschland sagen die Leute dann so, oh ja, wegen Datenschutz können wir den nicht ranlassen und so weiter. Wir machen's immer so Datenschutz. In China machen sich die Leute Sorgen, was postet der in meinem Namen?
Christoph Magnussen:Ja. Könnte ja irgendwie Ja, alles schlecht sein. Da siehst Du, dass das sozial geprägt ist. Da sind wir ja noch nicht mal. Das kommt jetzt aber in rasender Geschwindigkeit und dann gibt's eben Leute, die kennen sich damit aus.
Christoph Magnussen:Wo was machst Du bei euch zu Hause, mal da wirklich ganz konkret zu sagen, wenn Du den den Kids das zeigst, wenn Du dir Chats anguckst, wie diskutierst Du das mit denen? Ich hab 'n Beispiel, meine Exfrau schrieb mir heute Morgen von den Kindern, sie hat gesagt, ja, sind in der Chatgruppe, hab ich gesehen. Eigentlich haben wir gesagt, als Eltern wollen wir das nicht. Dann sagt, hat sie mir aber Bild geschickt und sagte, sie hat das in der Absprache mit ihr sich alles angeguckt. Und die Mädels, die eine Gruppe sich organisiert haben, haben Regeln vorher eingestellt.
Christoph Magnussen:Der erste Post waren ihre Regeln.
Verena Pausder:Oh wow.
Christoph Magnussen:Nicht einfach nur Message Message, sondern eine klare Nachricht, nach 8 Uhr keine Nachrichten mehr, vor 7 Uhr keine mehr. Die haben sich Regeln da reingestellt.
Verena Pausder:Ja, mega.
Christoph Magnussen:Und da hab ich so, so kauf ich das, die will ich natürlich kontrolliert haben, die Regeln, dass die auch eingehalten werden. Fand ich gut. Was machst Du bei euch, sodass Du sagst, okay, wir tasten uns jetzt ran, weil spätestens deine beiden Ältesten werden die Ecke kommen mit den Agents, weil die Dinger sind so powerful und so strong.
Verena Pausder:Also ich glaub, da gilt wieder das, was ich eingangs gesagt hab mit den beiden Älteren und den beiden Jüngeren. Bei den beiden Älteren war, als die in dem Alter deiner Kinder jetzt waren, wo man jetzt genau darauf achten würde, welche Regeln hat die Chatgruppe? Was machst Du da genau? Das Bewusstsein noch nicht da. Also vielleicht bei anderen Menschen, aber bei mir nicht nach dem Motto, ja, also was soll denn da jetzt Schlimmes passieren?
Verena Pausder:Schreiben Sie sich paar Nachrichten. So. 5, 6 Jahre später und das sind ja Lichtjahre in dieser Welt, hast Du die schlimmsten Fälle von Mobbing, Suizid, allem Möglichen durch ausgelöst durch diese Gruppen, durch sozialen Druck. Ich mein, gab ja auch den die große Netflixserie und so weiter erlebt, dass Du sagst, da hast Du eigentlich eine ganz anderes Bewusstsein, was für Gefahren da auch sind. Jetzt bei den beiden Großen muss ich sagen, ich gucke nicht in deren Verläufe von von AI, was die da noch so machen.
Verena Pausder:Ich gucke nicht, mit wem die auf TikTok sich Nachrichten schreiben oder in Whatsapp Gruppen. Die sind jetzt 16 und 18 und da ist so mein Gefühl, die kennen meine Werte, die kennen unsere Erziehung. Wahrscheinlich werden sie da Dinge tun, dass wenn ich da mal reingucke, ich denken würde, das hätte ich jetzt nicht gemacht. Aber da habe ich, glaube ich, son bisschen dieses Gefühl von Vertrauen, dass die jetzt groß genug sind plus Anleitung in der echten Welt. Bei den Kleinen würde ich's anders machen.
Verena Pausder:Da würde ich's genauso wie Du machen, sagen, also erst mal gibt's hier gar keine Gruppen und wenn, dann brauche ich da Regeln und dann möchte ich die aber auch überprüfen, dass die eingehalten werden, als wäre ich viel strikter. Ich denke manchmal, ich bin eigentlich eine unterschiedliche Mutter, was was die digitale Welt angeht für die beiden Großen und die beiden Kleinen. Will nicht sagen, bei den beiden Großen hab ich aufgegeben. Da hab ich auch noch sehr starke Regeln für den Sechzehnjährigen, der darf sein Handy nicht mit in die Schule nehmen. Es muss jeden Abend 21 Uhr 30 auf der Station liegen.
Verena Pausder:Das dazwischen hat er auch viel Sport zwischen Schule und abends, dass ich auch weiß, ist so, also da da bin ich schon noch die, die in seinen Augen völlig daneben ist. Aber das ist noch, würde ich sagen, homöopathisch im Vergleich zu wie ich's wahrscheinlich bei den Jüngeren jetzt angehen würde.
Christoph Magnussen:Sehr gut. Und weil ich jetzt auch gesagt hab, wir bleiben auf jeden Fall safe in der Zeit, musst pünktlich los und das ist auch völlig okay. Aber ich hab schon noch son son Thema, wo ich denke, wie, wenn Du jetzt selber in deinen Alltag guckst und wir beide haben eben auch echt eine volle Agenda und ich weiß, Du hast eine richtig volle Agenda. Du hast son paar sehr coole Sachen, die Du auch privat so einteilst, deswegen sind deine Tage so voll. Was ist wirklich ein Case, wo du sagst, da benutz ich im KI im Alltag und nicht einfach nur, weil's schöner Use Case ist, for the story, sondern so wie du's auch eingangs sagtest, eigentlich ist es sehr nützlich.
Christoph Magnussen:Gibt's etwas, wo Du sagst, darauf könnte ich nicht mehr verzichten?
Verena Pausder:Whisper AI. Also ich bin ja die ganze Zeit unterwegs. Also mein Tag sieht irgendwie so aus, dass ich 8 Uhr und bisschen das Haus verlasse. Und dann habe ich immer Terminwegstrecke, Terminwegstrecke so. Ich hab nie dieses, ich sitze 6 Stunden im Büro.
Verena Pausder:Das heißt, ich hab immer eigentlich die Arbeitszeit on the go. Und dann hab ich mal vielleicht Freitagvormittag, die versuch ich mir immer freizuhalten für wirklich Nachdenken und und und Synthese. Das heißt, ich brauchte etwas, was so stark ist, voicemäßig, dass ich dann nicht, während ich Auto fahre, also nicht nicht selber fahre, sondern im Auto sitze, in der U-Bahn sitze, sonst wo sitze, eigentlich die ganze Zeit damit beschäftigt bin, das wieder zu redigieren. Bisschen wie bei fixer AI, wo ich so okay, sollte eine Arbeitserleichterung sein, ist es nicht. Und bei Whisper habe ich zum ersten Mal das Gefühl, ist eine AI, die kannst Du dann runterladen als App und dann
Christoph Magnussen:Basiert basiert auf dem Modell Whisper. Genau. Whisper Flow ist die App.
Verena Pausder:Genau. So und Whisper Flow führt halt dazu, dass ich ich kann erstens alle Namen, alles reinprompten, was mir wichtig ist. Bitte schreibt das nicht mehr falsch. Ich kann im Prinzip das total auf mich anpassen aus, wenn ich Whatsapp nutze, dann sei bitte ganz casual, wenn ich E-Mail, dann sei bitte bisschen, ne. Wenn ich jemanden sieze, dann möchte ich die Anrede so haben, wenn ich jemanden nicht sieze, dann möchte ich lieben Gruß.
Verena Pausder:Das kannst Du da alles und die die lernt sozusagen die ganze Zeit mit und sie lernt besser mit als alle anderen Voice AI's, die ich bisher genutzt hab. So, das heißt, die würde ich sagen, führt wirklich dazu, dass ich mehr gebacken kriege.
Christoph Magnussen:Okay, sehr, sehr geil. Weil das ist 1 der ersten Anwendungen, die wir auch selber intern nachgebaut haben und ich hab in der Firma, ich hab vor Jahren mal Video gemacht zu speech to text und damals war es noch so, Du musstest so viel redigieren. Es gibt da sone magische Zahl. Ja. Ich glaub, wenn die unter, was hatten wir damals im Video, 13 Prozent oder so was ist, ab dann wird's dann halt hilfreich.
Christoph Magnussen:Und Whisper, also das Modell von OpenAI war so präzise und uns ist das sofort aufgefallen und dieses Whisperflow war eine App, die das dann halt wirklich eine gute App gebaut haben. Es hat lange gefehlt. Ja. Spannender Sideeffekt. Ich müsste es mal verifizieren.
Christoph Magnussen:Bei uns nutzen's deutlich mehr der Frauen
Verena Pausder:Kein mehr so.
Christoph Magnussen:Als der Männer.
Verena Pausder:Glaube ich sofort.
Christoph Magnussen:Und sind dadurch natürlich superschnell. Selbst Claude Code hat es eingebaut ins Terminal, das Du mittlerweile per voice reincoden kannst.
Verena Pausder:Ach, echt?
Christoph Magnussen:Ja, ja, also wenn wenn Du verstanden hast, wie's geht, dann ist das, also das ist das ist
Verena Pausder:Nein, das ist wirklich, weil ich komm ausm Termin ab 14 Whatsapps, 18 Mails und denk so und dann ist wirklich so. Geil. Also das ist zum ersten Mal, dass ich das Gefühl habe, ich klone mich ein bisschen.
Christoph Magnussen:Schön, dass Du da warst. Das war ein Rundumschlag. Es hat sehr viel Spaß gemacht und nächstes Mal warten wir nicht so lang. Wir müssen bisschen nachjustieren.
Verena Pausder:Genau das machen wir. Danke für die Einladung.