Wie Anthropic intern mit Claude arbeitet und wie MCP zum Industriestandard wurde | David Soria Parra, Anthropic
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Wie Anthropic intern mit Claude arbeitet und wie MCP zum Industriestandard wurde | David Soria Parra, Anthropic

David Soria Parra:

Claude Tag ist wirklich zum ersten Mal, wo ein Produkt wirklich eine sein seine eigene Entity ist. Man arbeitet mit Claude, als wär's son als wär's ein Mitarbeiter fast schon. Mhm. Es hat es hat fundamental verändert, wie ich mit mit Claude arbeite. Ja.

David Soria Parra:

Wir hatten ursprünglich früh in der Entwicklungsphase von Claude Code viel mit verschiedenen Systemen gearbeitet und im Endeffekt festgestellt, hey, gib einfach Claude und es funktioniert. Gibt's gibt Claude

Christoph Magnussen:

Ganz normale Ordnersuche. Einmal durch den Ordner gehen und fertig. Eine der wichtigsten Fragen, die Ihnen KI ungeklärt sind, ist die Frage nach, was wird ein offener Standard? Was werden alle benutzen, damit darüber Mehrwert geschaffen werden kann? Einer dieser Standards ist MCP, Model Context Protocol.

Christoph Magnussen:

Und heute hab ich den Co-Creator, Member of Technical Staff bei Anthropic, der dieses Protokoll mitgebaut hat, mitentwickelt hat und es heute auch weiter voranbringt. David Soria Parra im AI to the DNA Podcast mit den insights nicht nur wie MCP entstanden ist, wie es weiterentwickelt wird, sondern auch wie bei Anthropic intern mit Claude gearbeitet wird. David selber ist seit 25 Jahren in der Open Source Szene. Er war vorher 10 Jahre bei Meta in der Engineering Leitung tätig, hat sehr viel Erfahrung. Es ist teilweise technisch.

Christoph Magnussen:

Wir erklären aber jeden Punkt und ihr könnt enorm viel aus diesem Podcast lernen und einen Blick in die Zukunft von KI werfen. Viel Spaß mit AI to the DNA. David, ich hab mich sehr auf diese Folge gefreut. Du bist jetzt grade hier in Berlin aufm Sprung wieder zurück nach London.

David Soria Parra:

Ja, genau.

Christoph Magnussen:

Und nimmst dir jetzt noch mal die Zeit, dass wir noch mal abtauchen in die wirklich spannenden Themen. Ich hab mich wirklich die ganze Woche schon drauf gefreut auf die Folge.

David Soria Parra:

Ja, sehr schön.

Christoph Magnussen:

Schön, dass Du da bist. Ja, danke. Ich fang direkt an. Du hast in deiner Vergangenheit, Du hast ja wirklich schon sehr viel Zeit hinter dir in der Techbranche, auch in den USA vor allem. Ich glaub, Du warst 10 Jahre bei Meta.

David Soria Parra:

Ich war 10 Jahre Meta, ja.

Christoph Magnussen:

Und jetzt, wie nennt ihr das? Technical Staff...

David Soria Parra:

Member of Technical Staff.

Christoph Magnussen:

Member of Technical Staff bei Anthropic, das macht ihr wahrscheinlich, damit man nicht genau weiß, wer wie wo oder ist das einfach...

David Soria Parra:

Ich glaub, es ist eine ist eine interessante Geschichte, die wahrscheinlich irgendwie ein Ursprung schon auch bei bei bei Facebook Slash Google hatte, wo mehr Facebook, dass die Rollen, dass man da keine Hierarchien haben will und keine Rollen haben will, sondern dass es nur nur wichtiger ist, was man macht, was man an Leistung bringt. Und das ist diese so Konzepte wie der ist irgendwie, keine Ahnung, ein Produkt oder der ist technischer Leiter oder so, dass das alles wegfällt, sondern dass Kompetenz durch Arbeit erlangt wird und nicht durch Titel. Und ich glaub, ist eigentlich generell eine ganz gute Sache.

Christoph Magnussen:

Ich hab's versucht, ein bisschen bei uns zu kopieren, als alle sind Crewmember bei Blackboat und dann trotzdem wollen immer die Kunden wissen, was macht der denn? Und das ist immer sehr deutsch auf jeden Fall.

David Soria Parra:

ich find, ja, aber ich find's super. Ich mag das ganz gern.

Christoph Magnussen:

Jetzt hast hatte ich vorhin gesagt und das ist erste der Punkte, wo ich direkt mit dir einsteigen will, du bist nicht nur Member of Technical Staff, du bist Co-Author of MCP. Das heißt, du hast das MCP Protokoll oder MCP mitentwickelt. Und die Reise davor interessiert mich aber, weil Du in der Zeit davor sehr viel intern daran gearbeitet hast, wie benutzt ihr Claude bei Anthropic? Ja. Und das hat auch dazu geführt.

Christoph Magnussen:

Der Teil interessiert mich ja nicht.

David Soria Parra:

Ja, genau. Also ich kam ursprünglich, mein Hintergrund ist aus Developer Tooling. Darüber haben damit hab ich mich viel befasst. Das hab ich viel bei Meta gemacht und bin darüber auch bei Anthropic gelandet. Und ursprünglich ging's eben darum, wir sehen, dass die Models immer mehr immer besser werden, eben mehr haben.

David Soria Parra:

Was sind wie können wir das intern mehr und mehr verwenden, um wirklich dieses dieses im Englischen nennt man das fly wheel, wirklich dieses das Los diese Selbst Verbesserungskonzept oder diesen Kreislauf anzukurbeln, wo man Claude mehr und mehr verwendet, besser zu werden. Und einer der Teile, der damals wichtig war für uns, war festzustellen, okay, als Entwickler, der das da dran arbeitet, werde ich immer langsamer sein, als die die Firma mich rum wächst. Wenn Du ein Developer Tooling bist, immer weniger, die Teams werden immer kleiner sein als die als die der Rest der Firma. Heißt, das die einzige Variante, wie man Leute mitnimmt, ist, indem man Dinge baut, damit sie selber für sich bauen können, damit sie für sich selber entwickeln können, was sie brauchen, weil sie ihren einen Arbeitsablauf besser kennen, als Du jemals kennenlernen wirst. Und so kam relativ früh diese Idee auf, hatte das ursprünglich Claude Connect genannt, dass man dass man wirklich es für sich selber irgendwas entwickelt und das dann an Claude verbinden kann.

David Soria Parra:

Und gleichzeitig hatten wir aber nicht nur Claude Desktops, sondern wir hatten IDE's wie wie Zed, wie Visual Studio Code. Und das heißt, wir hatten mehrere von diesen diesen Clients im Endeffekt. Und dann hatte man ganz dieses ganz klassische n times m Problem. Du hast ja so, Du hast irgendwie eine Anzahl N an Clients, eine Anzahl M an Integration, die Du Leute die paar Leute bauen wollen und das ist führt dann relativ schnell zu' Protokoll und so kam eben kamen wir eben zu dieser Idee MCP als Protokoll zu machen und wirklich als Möglichkeit, dass die Leute für Claude Desktop, für Visual Studio selber bauen können.

Christoph Magnussen:

Wo kamt ihr dann, wenn Du da noch mal zurückgehst? Es gibt ja verschiedene Möglichkeiten, dass auch Applikationen miteinander sprechen, hast Du ja gerade gesagt und jetzt hört vielleicht jemand zu und sagt, okay, warum nimmt man nicht oder die Möglichkeit, über CLI zu gehen? Du hast API Konnektoren. Was ist der Vorteil bei' Protokoll, wenn Du es jetzt auf Large Language Models beziehst?

David Soria Parra:

Gibt ein paar Dinge, wenn man jetzt heute vor allem sich heute das anguckt. API Konnektoren vor allem vor eineinhalb 2 Jahren hatten das Problem, dass zweitere Dinge. Das eine ist, dass API Endpoints wirklich für programmatische Geschichten ursprünglich gedacht waren. Das heißt, wenn man als wir Toolcalling hatten, war das oftmals zu ein bisschen zu detailliert. Das heißt, man hatte zum Beispiel 3 Endpoints.

David Soria Parra:

Der eine hieß Suche nach Namen, Suche nach ID und dann Suche nach Keywords oder so und drei verschiedene Dinge.

Christoph Magnussen:

So wie das im Computer Code geschrieben Und

David Soria Parra:

das hat ein sich nicht das hat nicht gut sich nicht gut abbilden lassen darauf auf die auf wenige Tools, die Models für die die Models wirklich gut waren. Das war der eine Nachteil. Der der heutzutage ist der Nachteil gegenüber APIs mehr, dass man, wenn wir wirklich an einen eine Integration denken zwischen der AI Anwendung wie Claude Codework, wie Claude AI oder über ein Claude Code, dann gibt's ein paar semantische Dinge wie zum Beispiel wie mache ich Authentifizierung? Wie mache ich, wie frage ich den User automatisch nach nach Input? Wie kann ich sicherstellen, dass der User das das das dann dass ein Mensch ja gesagt hat zum Beispiel?

David Soria Parra:

Das sind so semantische Dinge, die sich auf API schlecht abbild abbilden lassen. Und was MCP im Endeffekt ist, ist nicht viel mehr als eine API mit' semantischen mit semantischen mit' semantischen Layer drauf, was die Dinge wirklich heißen und wirklich wirklich auf AI Anwendungen angepasst ja. Mhm. CLI ist auf der anderen Seite sind glaub ich mittlerweile ein relativ gute Methode AI Models mehr Möglichkeiten zur zu zu geben, brauchen aber einen Umfeld, in dem sie ausgeführt werden können. Normalerweise ein Computer, Mhm.

David Soria Parra:

Sonst was. Und es ist gut, wenn Du ein Entwickler bist, der ein Claude Code bist und irgendwie ein was ausführen willst, dann funktioniert das relativ gut. Wenn man aber zum Beispiel eine große Firma ist, wo Du wirklich, wo Du nicht irgend eine Binärdatei an alle deine Laptops schieben willst, sondern irgendwas haben willst, was Du wo ein Server ist, wo Du das wo Du das den Du den das Entwicklerteam ownen kann, dass das Entwicklerteam weiterentwickeln kann, wo Du ein Gateway dazwischen schieben kannst, Policy Enforcement, Governance Enforcement machen kannst. Für solche Sachen sind da wieder Protokolle relativ gut. Für CLIs und für lokale Entwickler, für kleine Unternehmen, wo das alles relativ einfach ist eine relativ gute Variante ja, aber wie gesagt, gibt da ein paar paar Unterschiede.

David Soria Parra:

Einerseits wie gesagt gegenüber noch mal zusammenzufassen einerseits der semantische Layer gegenüber' API ist der Vorteil von MCP und gegenüber CLI ist der Vorteil, wenn du wirklich Protokoll als ein als einen Governing Layer brauchst oder als eine ein Interface Layer, weil du eben weil der Server woanders ist.

Christoph Magnussen:

Die Möglichkeit, intern die Tools zu benutzen und zu sehen, wie so was adaptiert wird. Das ist 1 der Punkte, die mich momentan am meisten faszinieren. Ich weiß es noch damals bei bei Google selber, wie die selber für sich intern Dinge gebaut haben, die sie dann auch benutzt haben. Gmail und Co, wo Du gemerkt hast, verdammt gutes Mailing. Bei euch ist es passiert mit Claude Code.

Christoph Magnussen:

Ich weiß noch genau, ich war mit den Jungs hier unterwegs zu einem Podcast letztes Jahr November. Neues Modell, das muss dann Opus 4.1 und dann 4.5 gewesen sein, meine ich.

David Soria Parra:

Ja, der große Sprung, ja.

Christoph Magnussen:

Das war der Sprung und das war son merklicher Sprung. Ja. Wie habt ihr das intern gemerkt in der Adaption? Also haben Leute richtig auch bei euch intern gemerkt, okay, that's a leap forward und das Flywheel funktioniert jetzt deutlich besser oder

David Soria Parra:

wie äußert es bei euch? Für es gibt definitiv diese Modelsprünge, die und man sieht das. Man sieht das vorher schon, ja. Man sieht das. Wir haben natürlich wir haben wir wir haben bisschen früher vielleicht ein paar Wochen früher Zugriff darauf, es einfach zu testen, zu merken zu wo es hingeht die Reise.

David Soria Parra:

Und da sieht man dann schon, dass es eben diesen Sprung gibt und wir haben das stark mit 5.4 zum ersten Mal gesehen, dass wie wie lange der die Aufgabe ist, die man' Agent geben kann, dass da der Sprung ist, dass das deutlich länger ist, dass man Dinge dem Agenten geben kann und der einfach und der Agent für 20 Minuten, 10 Minuten, 20 Minuten, 30 Minuten vor sich hin erarbeitet und dann eine gute Antwort hat. Und was das da wo das hingeführt hat, ist, dass man dass wir mehr und mehr Systeme angefangen haben, intern zu bauen, die wirklich auf diesen asynchronen Arbeitsweise ausgelegt ist und das sieht man mit dem vor Kurzem mich vor Kurzem veröffentlichten Claude Tag.

Christoph Magnussen:

Also Integration in Slack.

David Soria Parra:

In Slack, ja.

Christoph Magnussen:

Wo es nicht einfach nur ein Chatbot ist, sondern wo Du wirklich die echte Agent Integration hast.

David Soria Parra:

Genau und eine der interessanten Dinge am Claude Tag und da können wir nachher drüber reden ist. Claude Tag ist wirklich zum ersten Mal, wo ein Produkt nicht nur als für dich arbeitet wie Claude Code, wo Du halt davor sitzt und dem und das Model Dinge macht, die Du die Aufgabe, die Du grad machen willst, sondern dass es wirklich eine seine eigene Entity ist. Man arbeitet mit Claude, als wär es son als wär's ein Mitarbeiter fast schon. Und das ist fundamental anders. Claude selber hat Zugriffsrechte auf die GitHub Repositories, auf Dinge.

David Soria Parra:

Und es ist wirklich so seine eigene wie eine eigene Persönlichkeit, ob es jetzt, ich würd's nicht sagen Persönlichkeit, sondern Entity würd ich sagen, wie eine eigene Entity agiert. Und das ist und das funktioniert nur, weil man weil der die die Aufgabe, die Claude bewältigen kann, der länger geworden ist und man diesen asynchrone Ding hat, genauso wie ich mit dir als Mensch teilweise interagiere und sag, hey, kannst Du mal das machen? Mhm. Und dann gehst Du los und kommst zurück und fertig, ne.

Christoph Magnussen:

Also ich find den Schwung sehr gewaltig tatsächlich. Auch da haben wir im Auto mal drüber gesprochen, dass wir wir haben sehr lange schon Slack im Einsatz. Hatten mal ganz früh durften wir Beta testen und haben auch erlebt, wie, ist ja nun auch schon 13 Jahre her, wie stark dieses kollaborative Arbeiten ist. Und der Gedanke, den wir hatten, wie sieht eine ernsthaft AI Native Collaboration App aus, die die Compute Power nutzt? Weil am Ende haben es ja mit Compute Power zu tun, die da hochkommt und nicht einfach nur der Agent kommuniziert ein bisschen, sondern er kann ja wirklich tatsächlich Arbeit skalieren.

Christoph Magnussen:

Dadurch, dass es nicht mehr an die menschliche Zeit gebunden ist. Und das war eine große Frage, die ich hatte. Und Claude Tag adaptiert eigentlich nun den Layer, an dem wir alle arbeiten, den Slack Layer. Und den Ansatz finde ich interessant. Dadurch wird die App aber eigentlich faceless.

Christoph Magnussen:

Sie existiert irgendwo mit in Slack. Was für eine Kategorie an Tool ist das jetzt? Ist es wirklich, also so wie ich es jetzt wahrnehme und so wie das auch berichtet, ist auch nicht bewusst gesagt, ich tauche mal noch nicht zu tief ab, sondern lass mir das mal von dir einmal durchführen, wie dein Blick drauf ist, damit ich mit einem frischeren Blick dran gehe. Ist es für dich tatsächlich, weil ihr eben von der anderen Seite drauf schaut oder sagst Du, das ist einfach wieder ein weiterer Test, zu gucken, was wird intern adaptiert?

David Soria Parra:

Wahrscheinlich ein bisschen beides. Ich glaub alle alle alle arbeiten an dem richtigen Formfaktor, wie man mit solchen Dingen umgeht. Aber ich glaube, ist schon wirklich eine Neukategorie von Applikationen, weil meines Erachtens geht es nicht bei Claude Tag die Slack Integration, sondern es geht darum, dass Claude an sich arbeitet Mitarbeiten kann. Mitarbeiten kann, seine eigenen Zugriffsrechte hat. Und...

David Soria Parra:

War, genau, also das ist der wichtige Teil. Der 2. Teil, der schon auch interessant ist, ist Slack, aber auch andere Kommunikationschannels haben automatisch dieses Multiplayer Feeling. Ja, Du arbeitest, wenn Du drüber nachdenkst mit Claude Code, warst Du für dich alleine hast. Ich hab

Christoph Magnussen:

alleine vom Rechner, ja.

David Soria Parra:

Alleine vom Rechner. Und viele Agents. Und viele Agents, ja genau 20 Terminal-Windows hab ich immer offen

Christoph Magnussen:

Minimum.

David Soria Parra:

Aber mit Claude Tag arbeitest Du in 'nem Channel mit mit Claude und Leute arbeiten mit. Das heißt auch, dass dein Product Manager rein gehen kann, sagt hey, so will ich gerne das Feature haben. Der Entwickler sagt, ah, aber hier muss mal kurz drauf gucken, das ist die eine wichtige wichtige Stelle und das ist eine wunderschöne Interaktionsmöglichkeit, wo die wo sowohl die die die wo die wo alle Leute mit dem, was sie am besten zu' Feature oder zu' zu' Projekt beitragen können, wirklich in' gleichen in' gleichen Kanal arbeiten können und eben Claude mitarbeitet, Teile der der der Arbeit abzunehmen.

Christoph Magnussen:

Ja, also ich bin ich bin sehr verleitet jetzt nach dem Podcast den Test bei uns dann zu starten und dann wirklich mit dem Wissen das mal zu machen.

David Soria Parra:

Es hat es hat fundamental verändert, wie ich mit mit Cloud arbeite. Ja. Ja, es ist wirklich Gib ein

Christoph Magnussen:

paar Beispiele aus vorher nachher.

David Soria Parra:

Ja genau, also vorher war es wirklich viel Claude Code, ja. Und mittlerweile ist es viel gibt sind 2 Dinge, die sich geändert haben. Einerseits viel, dass man sagt, hey, ich hab eine kurze Idee, schreib mal in Slack rein, hey Claude, mal drauf gucken, das wär das Feature hier oder hey, guck mal in mein Linear, was ist mein nächster Task? Lass mal gucken hier, implementier das mal. Mhm.

David Soria Parra:

Ist die eine Geschichte. Die andere Geschichte, Slack und wie gesagt, andere Messaging Geschichten werden ähnlich agiert auch als son zentraler Messaging-Bus. Das heißt Du kannst sagen hey keine Ahnung mein mein Deployment System, nachm Deployment hab ich hier mehr Errors, Datadog oder Sentry oder was immer mein mein Observability Plattform ist, schreibt in Slack rein, hey, Elevated Errors, Claude, ey, lass mich mal zu investigieren, ja, direkt drauf gucken.

Christoph Magnussen:

Sieht das autonom. Autonom. Ja.

David Soria Parra:

Genau. Und da ist eine Proaktivität dabei, dass Claude zu mir kommt und sagt, hey, guck mal. Und das ist so in der in die Richtung geht das. Das ist dass dass ich nicht mehr sagen muss, Claude, kannst mal da drauf gucken, sondern Claude sagt, hey, ich hab da drauf geguckt, hier sind ein paar Ideen, woran's liegen könnte. Was hältst ein davon?

David Soria Parra:

Und ich glaub, das ist eine das hat sich stark geändert. Mhm. Und ich glaub, das gab's für heute so nicht.

Christoph Magnussen:

Also was ich noch aus der Slack Zeit, wenn ich dran erinnere, wie ich Menschen vor 15 Jahren erklärt hab, was ein kollaboratives Dokument ist und dass Du am Freitag dann entscheiden kannst, Du guckst noch rein, gehst rüber, ne, also wie wie wie Google eigentlich angefangen hat in Google Docs, GIT Logik mit reinzubauen nur in Onlinedokumente. Und Du kannst dann reagieren, geht jetzt noch mal einen Riesenschritt weiter, weil Du jetzt jemanden hast, der kann in allen Kanälen Kanälen zeitgleich autonom reagieren.

David Soria Parra:

Genau.

Christoph Magnussen:

Wenn Du jetzt auf den Shift schaust, ich hab gleich 1000 andere Fragen, die damit verbunden sind, auch wie ihr das organisiert, aber wie Du wenn Du auf die auf die Psychologie schaust, was das bei euch im Team gemacht hat. Also, ne, jetzt seid ihr sehr nah dran. Sehr offen sind wir auch. Unsere Leute sind gut drauf vorbereitet zu wissen, work is changing und ever changing.

David Soria Parra:

Mhm.

Christoph Magnussen:

Jetzt gibt's aber Branchen und Jobs, für die ist es wahrscheinlich sehr spooky. Die dachten, das ist erst ein Chatbot und jetzt ist er auch noch proaktiv. Was habt ihr beobachtet und was macht ihr im Hintergrund in Richtung System Prompting, Personality und Co? Wie wie fein wird quasi Code auf Semantik, Linguistik, Sprache und so weiter abgestimmt? Weil viele Menschen in der Claude eben als auch sehr sympathisch war, was ja nicht ganz unwichtig ist in dem Kontext, wie ich von aus.

David Soria Parra:

Wenn es die Persönlichkeit von Claude geht, gibt's natürlich viel, das wir machen.

Christoph Magnussen:

Und

David Soria Parra:

ich hab nicht einen Blick in alle diese Dinge, aber von von Constitution bis andere Dinge wird da viel gemacht.

Christoph Magnussen:

Das Team von Amanda Askell, das macht.

David Soria Parra:

Solche Teams existieren, ich weiß jetzt auch nicht mehr alles, aber solche Teams existieren und arbeiten daran, dass Claude natürlich eine gute Persönlichkeit hat, dass es dass es eine es freundlich ist, dass es, genau und likeable auf eine Art und Weise. Ihr habt

Christoph Magnussen:

ja die System Prompts geteilt, ne. Die sind ja immer veröffentlichtes Wissen. Ja, genau. Also im normalen Alltag sehen viele Menschen nicht, Du kannst nachlesen, warum reagiert Claude wie, steht im System Prompt drin, ne. Genau.

David Soria Parra:

Und das ist natürlich extrem wichtig. Jetzt ist extrem wichtig auch die das das Trust mit mit Leuten aufzubauen und Leuten zu helfen, die diese diesen Shift, der definitiv kommt in unterschiedlich je nach Bereich und dazu haben wir natürlich machen wir viel viel Research mit dem Economic Index, dass solche Dinge, dass dass dass dass dieser Shift, dass wir dass wir die Leute wirklich helfen mit diesem Shift sozusagen, ja.

Christoph Magnussen:

Lass mal eine Ebene technischer werden im Sinne von

David Soria Parra:

Ja.

Christoph Magnussen:

Wie ist eine sinnvolle Architektur? Ich geborene dir jetzt mal ein Beispiel, nehm das immer wieder im Podcast, weil das momentan State of the Art ist, aber wir haben eben angefangen, die Monorepo Idee von Google zu kopieren.

David Soria Parra:

Mhm.

Christoph Magnussen:

Sehr viele Logiken dort festgehalten, Skills dort festgehalten, die dann losgefeuert werden können von Claude funktioniert richtig gut. Immer mehr Leute auch aus nicht technischen Bereichen deployen. Ja, klar. Jetzt kommt für mich eine der größten Fragen. Jetzt hast du den Logiklayer und du hast den noch fehlenden Daten- Arbeitszustandslayer.

Christoph Magnussen:

Oben drüber arbeitet Claude beziehungsweise Menschen und Agents. Aber der Layer dazwischen, sprich Arbeitszustände in CRM Datenbanken, Kundendatenbanken und so weiter. Kann MCP der verbindende Punkt sein, alle diese verschiedenen Tools zu verbinden oder ist es notwendig, auch gewisse Datenstrukturen neu und anders zu denken, dass Du sagst, ja, das wird MCP nicht alles steuern können, weil weißt Du was ich meine?

David Soria Parra:

Also die die Vielzahl grade das. Glaube ja, ist ein bisschen beides drin. Einerseits glaube ich schon, dass MCP per se genau für so was gebaut ist, ja, dass Du alle alle deine deine Daten anbindest und ich glaub, dass wir jetzt die dass wenn man das Claude wirklich dafür geeignet ist, wirklich sich die richtigen Sachen auszusuchen und wir wissen es auch, dass vielleicht muss man eine eine Suche anbieten, anstatt nur die Daten an sich, sondern eine Suche über die Daten anbieten. Aber wir wissen, dass Cloud extrem gut ist, was wir dieses nennen, sich Dinge selber auszusuchen. Wir wissen das zum Beispiel relativ früh schon, wir hatten ursprünglich früh in der Entwicklungsphase von Cloud Code viel mit verschiedenen Retrieval Systemen gearbeitet und im Endeffekt festgestellt, hey, gib einfach Cloud grep und es funktioniert.

David Soria Parra:

Gibt's gibt Cloud

Christoph Magnussen:

Ganz normale Ordnersuche. Einmal durch den Ordner gehen und Und

David Soria Parra:

ich glaub, dass dass das generalisiert zu MCP Tools auch. Wie gesagt, vielleicht muss es ein Suchinterface sein und nicht nur ein Dateninterface. Aber wenn man das Cloud gibt, dann wird Cloud relativ gut sein da drin, diese Dinge zu finden und sich den richtigen Kontext rauszusuchen. Ich glaube, es gibt noch es gibt natürlich ein paar Geschichten, die wir mittlerweile haben, wie zum Beispiel das vor Kurzem ich eingeführte Ultracode, wo wir wo eben Claude Code Claude Code schreiben kann, sich selbst zu orchestrieren und damit helfen kann zum Beispiel ja ich mach hier ein Sub Agent auf, hier ein Sub Agent auf, hier ein Sub Agent hier ein Sub Agent auf. Die suchen 5 verschiedene Dinge.

David Soria Parra:

Ich bau mir ein Index draus und such drüber neu. Also man kann glaub ich relativ viel mit dem Model machen, indem man dem Model eben auch diese Möglichkeit gibt ja zum Beispiel diese Datensuche auch zu orchestrieren und dann geht das glaub ich relativ weit und genau von daher denke ich bin ich ich ich glaub die man weiß nie, ob's wirklich so dann am Ende aussieht in in 12 Monaten. Ich glaub die zu wissen, was in den nächsten 6 Monaten passiert, ist schwierig, relativ schwierig. Aber ich seh im Moment, dass glaub ich, MCP relativ gut skaliert in der Variante und dass es im Moment genau das erfüllt, was Du meintest eben diese diese Suche über große Datenmengen auch funktioniert.

Christoph Magnussen:

Ich bin extrem erstaunt und jetzt für ne die nicht Techies, die sagen okay, welchen Teil davon hab ich nicht verstanden? Also einmal dieses Thema Ultracode ist ein neuer Modus innerhalb von Cloud Code, Genau. Den man freischalten kann. Also ich bin meistens ehrlicherweise auf auf einfach nur high, dann gibt's noch X-High, glaub ich und dann Ultracode?

David Soria Parra:

Nee, Ultracode ist eine ist eine Variante. Du sagst einfach im Prompt Ultracode.

Christoph Magnussen:

Im Prompt sagst Du dem was

David Soria Parra:

wie vorher. Genau. Aber faktisch geht es darum, ums kurz zusammenzufassen, die die des Models wird immer besser. Mhm. Und mit dieser auch die zu wissen, was ich brauche, die Aufgabe zu erfüllen.

David Soria Parra:

Und von daher werden diese Mechanismen wie MCP nur besser dadurch, dass das Model besser wird.

Christoph Magnussen:

Würdest Du sagen, das Scaffolding, also das Bauen des Drumherums, sich zu überlegen, welche Agents brauche ich, welche möchte ich haben, wird weniger wichtig, weil irgendwann das Model erkennen wird, weißt Du was? Sag mir einfach, was Du lösen willst. Gib mir das Ziel und ich bau's.

David Soria Parra:

Generell ja, ich glaub schon. Wir wir sehen, dass man das durch dadurch, dass die Model Capabilities besser werden, dass viele Dinge, die man gebaut hat, raus nicht mehr nicht mehr nötig sind, weil und teilweise rausnehmen aus Cloud Code, weil sie einfach nicht, weil das Model einfach besser geworden ist mit mit mit Dinge selber zu machen. Es kommt immer ein bisschen drauf an natürlich, ja. Gibt gibt Fälle, wo man je nach Umfeld, je nach Anwendung, je nach Firma, dass es dass es teilweise wichtiger ist, Harnesses zu bauen, die ein bisschen eingeschränkter sind, weil das risk Management eine andere ist. Aber für uns zum Beispiel ist teilweise weniger mehr, da einfach, dass das Model besser geworden ist.

Christoph Magnussen:

Das erfordert aber ein unglaublich starkes Umdenken von denjenigen, die in charge sind, die CEOs, die Gründer, die Chefs, die verstehen müssen, Du musst eigentlich die ganze Org anders denken. Was siehst Du, kommst ja nun selber auch von hier, bist aber schon sehr lange im Ausland und sehr lange auch mit mit amerikanischen Unternehmen. Was würdest Du sagen, ist der messerscharfe Unterschied, wo wir uns vielleicht mal genau angucken sollten, wie wir auch als Chefs anders rangehen an diese Themen.

David Soria Parra:

Ich hab eine Idee davon, ich muss vorsichtig sein, weil ich eben lange nicht mehr in Deutschland war. Von daher kenne ich deutsche Firmen

Christoph Magnussen:

weniger. Das sind Beobachter aus den USA Teilen, Du Genau.

David Soria Parra:

Gibt zwei drei Dinge. Ich glaub der eine ist ein fundamentaler Optimismus, dass dass Technologie und und Dinge wie sind in der Welt, wenn man sie richtig einsetzt und dahin strebt, sie richtig einzusetzen, wirklich voll Dampf voraus. Lass uns das machen, lass es da die die die Leute sind, die die da ganz vorne mitspielen. Und wir schaffen das. Wir schaffen immer vorne mitzuspielen.

David Soria Parra:

Das ist ein sehr, sehr amerikanischer Optimismus. Mehr praktisch ist, was ich gesehen habe stark ist in den amerikanischen Firmen, vor allem in den Topfirmen, ist eine starke Selektion auf Leute, die haben. Das heißt, man gibt extrem viel Vertrauen an Mitarbeiter. Man gibt hat wenig Struktur in der Firma. Dieser dieser Fokus auf High Agency Leute, die einfach Macher sind und und denen dann auch die Freiheit und vor allem das Vertrauen zu geben.

David Soria Parra:

Und ich glaub, das ist extrem wichtig, dass man sagt hey ich vertraue dir. Wenn wenn was passiert, räum mal auf danach ja zusammen, lern daraus, aber lass uns erst mal machen. Ja und ich glaub das ist so dieser dieser Grundoptimismus sowohl in den Menschen als in die Technologie, den ich der glaube ich viel zu diesem Erfolg führt.

Christoph Magnussen:

Wie ist das Thema Engineering Capabilities sich mit den Details auskennen? Ich hatte dir vorhin gesagt, dass wenn wenn ich hier Sessions habe, dass viele sagen, das ist mir zu technisch und glaubt mir, ich bin nicht technisch. Also ich fange jetzt nicht an How a Compiler Works, ich vergleich nur How a Compiler Works, weil ich aber sage, dass das ist die Übersetzungsleistung. Wie ist der Unterschied USA auch über euch hinaus, also auch in anderen Firmen?

David Soria Parra:

Was ich gesehen hab, ist, amerikanische Firmen, erfolgreiche amerikanische Firmen im SaaS Business generell in der Technologie sehr, sehr stark technisch geprägt sind, sehr oftmals sowohl von oben, von der Spitze bis durch die ganze Managementgeschichte bis zu den Ingenieuren extrem technisch ist. Viele der Managers, viele der CTOs, viele der CEOs sind ursprünglich Technik kommen aus der Technik oder aus dem Research, ja. Und ich glaub, das ist ziemlich essenziell, weil das Wichtige an der Firma die Technologie ist, das Wichtige daran die die Ingenieure sind, die das Ding bauen und die zu verstehen und zu verstehen, wie man das vorantreibt, ist wichtig. Genauso wie es für uns wichtig ist, die Researcher zu verstehen und deswegen ist es kein nicht verwunderlich, dass die die Founder alle Researcher oder technischen Background haben.

Christoph Magnussen:

Und dann wahrscheinlich auch deutlich schneller die Toolings adaptieren, wenn ihr intern etwas ausrollt und

David Soria Parra:

Und noch tiefer stehen die ganzen Limitations alles verstehen und wissen und teilweise auch noch dass das Spitzenleute sind, noch noch der vorgeben können, welche Richtung es gehen soll.

Christoph Magnussen:

Wenn Du nach vorne guckst, was jetzt MCP betrifft als schon, also ich sag mal, du bist ja schon 1, der dann auch Open Source vorher schon viel contributed hat. Du bist ja nun wirklich kein kein unbeschriebenes Blatt, was das betrifft. Und ich glaube, viele Menschen vergessen immer wieder, dass Innovationen dann doch auch von einzelnen Köpfen kommen, skaliert im Unternehmen. Also C++ glaube ich, aus Bell Labs" heraus entstanden von einem dänischen Entwickler, der einfach gesagt hat, wir brauchen einfach mehr Struktur, sicherer zu schreiben als Idee und am Anfang kritisiert im Sinne von, oh, es funktioniert nicht, das geht nicht. Ich habe immer wieder das schöne Beispiel, wie der Compiler entstanden ist, weil die Grace Hopper ihr das zu blöd war, mit Nullen und Einsen zu coden.

Christoph Magnussen:

Viele ihrer Kollegen gesagt haben, das ist aber echter Code. Jetzt haben wir eine neue Generation an Coding und der Compiler war 1 der Bausteine, der dazu geführt hat, dass deutlich mehr Menschen in der Lage sind, Maschinen zu bedienen. Jetzt haben wir LLMs dazwischen, die zwar nicht so deterministisch sind wie der Compiler, die aber auch helfen, ich habe eine Idee. Ich möchte diese Idee umsetzen. Allein das finde ich schon faszinierend.

Christoph Magnussen:

Jetzt sagtest du selber, ihr seid ja sehr eng intern dran zu wissen, wie benutzen wir den. Dann haben wir Agents jetzt danach, die quasi durch auch jetzt Modi wie Ultracode sich noch besser intern orchestrieren können. Das heißt, Compiler baut das Scaf Holding baut das Produkt. Wie nah sind wir dran, dass ich sag, ich hab eine Idee? Und früher hat man gesagt, trust the process und Du heute sagst trust the model, it wohl do it.

David Soria Parra:

Ich glaub, relativ nah dran. Ich glaub, es kommt drauf an natürlich, was man braucht. Aber es ist klar, dass es eine Riesenmöglichkeit ist, für kreative Leute, High Agency Leute viel zu schaffen. Und dass dass es nicht nur das Handwerk geht, sondern die den kreativen Input. Und da glaube ich sehe ich auch eine Riesenchance drin, weil es eben die die Anzahl an Leuten, die kreativ mit Technologie umgehen können extrem erweitert.

David Soria Parra:

Und Teile der der kreativsten erfolgreichsten Softwareprodukte sind kommen oftmals an der an der Intersection zwischen Technologie und anderen Feldern, ja. Also zum Beispiel hier Berlin Ableton.

Christoph Magnussen:

Mhm.

David Soria Parra:

Nutzen viele Musiker, ja. Es ist genau und das ist auch diese Intersection zwischen ja, das Zusammentreffen von Programmierern und und und Musikern, das führt zur soft zur der weltweit meist verwendeten Musiksoftware, ne. Und ich glaub, da hängt da gibt's ganz viele Möglichkeiten. Gleichzeitig gibt's vor allem, wenn Software kompliziert wird, ist es immer noch nötig, dass Du dass Du weißt, was Du tust, dass Du die Constraints kennst, dass Du das technische System kennst, dass Du Datenstrukturen kennst. Die Rolle der Entwickler ändert sich vielleicht, aber sie aber es ist aber das technische Know how an manchen Stellen ist immer noch wichtig.

David Soria Parra:

Aber ich glaub, dieses diesen initialen Prototypen, was was zu produzieren, ich glaub, das würde wird einfacher und wird demokratischer.

Christoph Magnussen:

Würdest Du sagen, es gibt sone Youtuberin, ich glaub, Du kennst die auch LaurieWired, Ja. Die echt gute Videos macht.

David Soria Parra:

Mhm.

Christoph Magnussen:

Also sehr gut erklärte Videos und zwar aus 'ner Mischung zwischen grob eingeordnet, was es ist, Code und Tech und dann aber auch wirklich in die Tiefe. Das heißt also auch kann ich enorm motivieren. Jeder, der lernen will da drauf da einzutauchen ist wirklich gut. Die hat ein schönen Vergleich gebracht und gezeigt, wie die Fighterjets in den Siebzigern noch gar keinen Computercode hatten, sozusagen die Nachgeneration Zweiter Weltkrieg.

Christoph Magnussen:

Und dann, ich glaub, 9 Millionen Zeilen Code für die F-35. So, wir reden dort von Computercode, der ja nicht ausfallen darf. Genau, der Das heißt, es gibt es gibt diese diese Standards, wie eine Programmiersprache für Flugzeuge grade in dem Bereich umgeschrieben wird. Da reden wir also von hochgradig deterministischen Programmen. Ja.

Christoph Magnussen:

Und jetzt kommt diese 2. Kategorie, die neue Kategorie an an an Computerprogrammen. Was ist intern bei euch das Gefühl, wie viel wird das größer, wird das anders, was verändert das? Also was macht dieser dieser Seismic Shift, den ihr da schon erspürt, weil ihr deutlich mehr daran arbeitet, aber weißt Du was ich meine? Also die diese Kategorie an Code, wo Du sagst, den den den steuerst Du ja durch Sprache.

Christoph Magnussen:

Ja. Aber der hat eine gewisse Unschärfe.

David Soria Parra:

Was kommt am Ende

Christoph Magnussen:

bei raus?

David Soria Parra:

Genau und da wie gesagt und da fängt's eben an, wo ja auch glaub ich diese Ingenieursdisziplin immer noch wichtig ist. Es wird Teile geben, wo man zwar vielleicht Code schneller generieren kann, die des Ingenieurs wissen, wie man das verifiziert.

Christoph Magnussen:

Mhm.

David Soria Parra:

Wie man sicherstellt, dass das so funktioniert, wie es sein muss, vor allem in Systemen wie Fighterjets, Herzschrittmacher, Dinge, die nicht ausfallen dürfen, wird wird wichtig bleiben. Und da brauchst Du die besten Ingenieure der Welt und die das die das können und die das machen. Und das wird nicht, glaub ich, wird nicht wegfallen. Es gibt Software, die da ist das da ist Verifikation und weniger wichtig, immer wichtig. Es ist immer wichtig.

David Soria Parra:

Es ist nur eine es ist nur eine Variante wie wichtig, ja. Es ist immer eine Abwägung zwischen Entwicklungsgeschwindigkeit, go to market motion, risk management, wie wie riskant ist das, ja, wenn ich eine keine Ahnung Weltmeisterschaftswettspiel für meine Freunde mache, ist das wahrscheinlich eine andere Kategorie von von Software als Herzschrittmacher für 2 Millionen Leute. Und dementsprechend glaub ich, gibt's Unterschiede, ja.

Christoph Magnussen:

Bell Labs war in der Vergangenheit eines der der Zentren für große Innovation. Ich glaube, von denen kommt ja auch der Transistor selbst.

David Soria Parra:

Mhm.

Christoph Magnussen:

Also die Erfindung, die die integrierte Circles möglich gemacht hat, Semiconductor möglich gemacht hat, das Silicon Valley am Ende nach vorne katapultiert hat, Transformer von Google. Seid ihr die neuen Bell Labs, die verschiedenen großen Player oder ist es immer erst History will tell aber was dein gut Feeling?

David Soria Parra:

History will tell.

Christoph Magnussen:

Wir sprechen sehr viele Researcher die gerade auch zu euch gehen.

David Soria Parra:

Ja, ich glaub History will tell. Es gibt es gibt klar Momente in der in der in der Geschichte, wo sich groß was verändert. Es ist schwer zu sagen, in dem Moment wär es was. Ich glaube, wenn man zurzeit zu Bell Labs zurückgibt, es gab Xerox PARC oft vergessen, sehr innovativ, extrem wichtig in User Interface

Christoph Magnussen:

User Interface erfunden, ja.

David Soria Parra:

Es gibt wahrscheinlich noch zwei, drei andere, die wir vergessen haben.

Christoph Magnussen:

Mhm.

David Soria Parra:

Und und von daher glaub ich history world hall. Was ich sehe ist, es ist, hast Du das angedeutet, ich bin lange in der Industrie. Ich hab das Internet mitbekommen. Ich hab den den Seismic Shift des Internets mitbekommen. Das fühlt sich eher an, vielleicht noch größer.

David Soria Parra:

Von daher ist es, glaub ich, für mich hauptsächlich weniger relevant oder wer ist wer, sondern das Interessante ist nur, dass so viel möglich ist, dass man so, dass sich so viel verändert, dass man dass kreative Leute, Leute, die Agency haben, so viel mitgestalten können im Moment und das ist das Wichtige. Und dass ich, wenn dich das konzentriert und es konzentriert sich im Moment in großen in bestimmten Firmen, sind es natürlich Dinge, die ähnlich aussehen vielleicht in Retrospektive wie ein Bell Labs. Mhm. Aber für mich im Moment ist hauptsächlich nur wichtig und interessant, Teil dieses Mitgestaltens zu sein.

Christoph Magnussen:

Jetzt musst Du und jetzt zoomen wir mal auf deinen Alltag als einer dieser Köpfe, die aber eben so eine Veränderung machen können, ja überlegen, woran arbeite ich im Alltag? Und das ist eine dieser Decision, die ich auch einem Agent geben muss. Ich muss entscheiden, wo stecke ich Compute rein? Ja. Ich muss entscheiden, in welche direction gebe ich meinen Agent im kleinen wie im großen.

Christoph Magnussen:

How do you do that? Wirklich ganz konkret im Alltag, wo Du sagst, das mach ich morgens zuerst

David Soria Parra:

auf,

Christoph Magnussen:

mich nicht reinziehen zu lassen. Ich hab neulich drüber gesprochen. Als ich meinte, ich hätte am liebsten Klar. Gebildet den ganzen Tag und war dann in Meetings.

David Soria Parra:

Ja, ich glaub, realistisch ist, wir sind alle auch nur Menschen. Von daher versumpf ich auch manchmal, ja, in Slack oder oder irgendwelche in Hacker News und so ein bisschen Geschichten, ja mehr als es mir manchmal lieb wäre. Aber ich glaub, man muss sich einfach stark darüber im Klaren sein, worin sind seine wo sind die eigenen Stärken, wo sind die eigenen Schwächen? Was ist die größte Leverage, die man hat? Für mich im Moment im Konkreten ist es, ich hab MCP ist der der der einzig wirklich große erfolgreiche Standard oder eins der wenigen großen erfolgreichen Standard in in Agentic Systems.

David Soria Parra:

Von daher bin ich in einer Position zu versuchen, mehrere Dinge darüber voranzutreiben an mit anderen großen Firmen zusammen, damit das Ganze die ganze Industrie einen einen Win Win hat daraus, ja.

Christoph Magnussen:

Sonst hätte man alles einzeln bauen müssen.

David Soria Parra:

Jeder Alles einzeln bauen müssen, ja genau. Es gibt einfach Dinge in dieser Industrie, wo Standards supergut sind. Es gibt Dinge, wo wo kompetitiv sein gut ist und Connectivity ist meines Erachtens ein Teil, wo wo Standards gut sind. Und da wirklich die Person zu sein oder eine der Personen zu sein, die da ganz stark mitzugestalten, ist eine ist eine ist dann das, wo ich wohl glaub ich schon am meisten Influence und und und Möglichkeiten in der Industrie habe und das dann auch glaub ich das, wo auch gleich meine Stärke liegt und dann ist das das, wo ich woran ich dann arbeite. Aber es ist immer diese immer diese Intersection zwischen Stärke, was sind deine Stärken, was ist deine Position und was kannst Du damit machen?

David Soria Parra:

Für manche andere Leute kann die die richtige Entscheidung sein, was Neues zu bauen. Für manch anderen kann es sein, in eine Firma zu gehen, wo sie mehr Leverage haben.

Christoph Magnussen:

Was ist dein Go to Tool, das weiter voranzubringen? Cloud Code dann?

David Soria Parra:

Für mich ist es eine Kombination aus allem, ja. Also ich verwende ganz viel Cloud Tag, ganz, ganz viel.

Christoph Magnussen:

In Slack dann direkt einfach.

David Soria Parra:

Ganz viel in Slack, ja, wirklich viel. Wirklich, ich glaub, das ist wirklich ein Riesen-Shift im Moment. Wir haben

Christoph Magnussen:

jetzt nachdem ich dich gehört hab, bin ich langsam richtig

David Soria Parra:

Riesen-Shift gewesen, so weg weg dass die Leute

Christoph Magnussen:

Ja, ja, ja.

David Soria Parra:

Und das haben wir ganz intern gesehen, ja. Ganz viele Leute ziehen mehr da dahin, weil's eben diesen asynchronen Mitarbeiter artiges Ding ist, das sehr sich sehr natürlich und sehr gut anfühlt. Mein vieles meines, mein Alltag ist das, viele mein Alltag ist mit mit Leuten in der Industrie zu reden, zu sehen, wo die Reise hingeht und zusammen daran zu arbeiten, an den an der nächsten Iteration von Standards und und Varianten. Zum Beispiel mache ich im Moment grad viel mit über Agent Identity und red mit vielen Leuten. Ja, wie wie denken Sie über Agent Identity nach?

David Soria Parra:

Was passiert in den Standardisierungsgremien und so weiter? Und und da eine Meinung und eine Wahrnehmung zu Was

Christoph Magnussen:

Du damit meinst für jemand, der sagt, ich könnt noch nicht mal richtig Agent definieren. Also allein da sind ja schon die Definitionen manchmal sehr, sehr weit. Wenn Du sagst Agent Identity.

David Soria Parra:

Ja Agent Identity ist halt das ist ein großes großes Thema, aber zum Beispiel wie geht man damit dass ein Agent im Auftrag eines Menschen arbeitet. Wie geht man mit Agenten oder wie wie baut man die Standards drum rum, dass Agenten mit anderen Agenten agieren, aber seine eigene Identität hat solche Dinge. Und da gibt's das sind ganz extrem detaillierte technische relativ langweilige, aber sehr wichtige Themen. Wie ja wie das wie redet das System von Firma A mit für System von Firma B und dass sie dann gemeinsam gemeinsame Sprache haben. Darum geht's beim Standardbilden.

Christoph Magnussen:

Wenn dann zum Beispiel Agent to Agent Kommunikation stattfindet und dann eine vielleicht sogar rechtlich konsequente Entscheidung hast. Wir hatten in einer Podcastfolge hatte ich mit Johannes Otterbach gesprochen, der ja bei OpenAI und und Palantir war. Und der hatte mich dann wiederum gechallengt und sagte, na ja, hat schon mal drüber nachgedacht, eigentlich bräuchten Agents eine eigene rechtliche Identity,

David Soria Parra:

Ja, genau.

Christoph Magnussen:

Die dazukäme.

David Soria Parra:

Solche Dinge sind wichtig und da gibt's einfach, wie gesagt, da gibt's wie wie macht man Autorisierung und solche Geschichten. Da sind gibt's ganz viele wichtige Themen, die sich eben große Standardisierungsgremien und und Leute wie ich mich oftmals drum kümmern.

Christoph Magnussen:

Da sind jetzt wahrscheinlich dann ein paar Leute mittlerweile dran und ich glaube, ihr habt auch den Standard an die Linux Foundation übertragen. War das eine der Entscheidungen, es größer zu machen oder?

David Soria Parra:

Wir haben wir haben relativ früh daran gedacht. Also wir haben 2 Dinge relativ früh gemacht. Einerseits und da fand ich ganz interessant, Du sagst ja viele Dinge werden einfach von individuellen Leuten in Firmen auch entschieden und oder man kann als Individuum relativ viel mitgestalten. Für mich war es von Anfang an wichtig, dass MCP nur dann funktioniert, wenn es wirklich ein offener Standard ist. Mhm.

David Soria Parra:

Und das 1., was wir damals gemacht haben, ist, dass wir eine Lizenz uns ausgesucht haben, dass wir wussten, dass wir das nicht mehr zurücknehmen können, ja. Wir haben MIT ausgewählt und haben dann keine keine CLA gemacht, also kein Contributor License Agreement (CLA), sodass wir nicht mehr die die Lizenz ändern können, ohne dass wir alle anfragen, die jemals dran mitgearbeitet haben. Und der 2. Schritt dazu war dann zu sagen, okay, als Nächstes ist, wir brauchen einen neutralen Ort. Wir müssen sicherstellen, wenn wir das wirklich meinen und wir meinen das ernst, dass das ein offener Standard sein soll, wenn Du das ernst meinst, dann musst Du es Firmen ermöglichen, darauf aufzubauen, daran daran ja, Dependencies aufzubauen.

David Soria Parra:

Und das geht nur, wenn das ein neutralen Body ist, damit man damit alle Leute wissen, okay, das da kann ein top Anthropic nicht mehr irgendwie, keine Ahnung, das zurückziehen oder sonst was. Was wir natürlich nie vorhaben, aber das weiß man natürlich nicht. Mhm. Und es die die die Open Source Geschichte von manchen Projekten hat gezeigt, dass man da vorsichtig sein muss. Und dementsprechend war sind waren wir relativ früh schon entschieden, dass wir eine Foundation wollten.

David Soria Parra:

Und es war nur eine Frage der Zeit, das richtige die richtige Foundation zu finden oder sie eben zu gründen,

Christoph Magnussen:

was wir dann gemacht haben. Und wie und intern, also Du hast es ja schon gesagt, ihr habt dann eine sehr offene Kultur, das heißt, Du hast da offene Türen eingerannt, das voranzupushen. Absolut, es haben andere Firmen sagen Open Source und es ist gar nicht so Open Source, wie man denkt. Das hat mich sehr erstaunt, dass ihr da so vorangeprescht seid. Das heißt, da hast Du aber auch

David Soria Parra:

Ist auch Vertrauen. Also wie gesagt, das geht zurück, was ich gemeint hab. Die Leute, die Firma vertraut ihren Mitarbeitern. Sie vertraut auch mir und als jemanden, der 20 Jahre, 25 Jahre in Open Source hat, zu wissen, wie man son Projekt steuert.

Christoph Magnussen:

Wie bist Du damals überhaupt reingekommen in das Open Source Thema? Was was hat dich da reingestolpert?

David Soria Parra:

Ich hatte ursprünglich PHP gemacht an der Seite als Student oder als als Schüler noch und hatte das Glück, an' PHP-Stammtisch in München jemanden zu finden, der mich dann in der Firma mitgenommen hat, die viele Leute hatten, die an Open Source gearbeitet hat. Und das ist eine schöne Geschichte, weil ich glaub, eine der wichtigen Dinge, die man nie vergessen darf in dieser Industrie, dass es ein dann ganz starke menschliche Ding drin ist, dass man manchmal einfach nur eine junge Person oder irgend eine Person generell glauben muss und und den und einfach eher versuchen muss, denen Möglichkeiten zu geben und dann werden sie schon was draus machen. Und ich hatte wie viele andere Leute in ähnlichen Situationen viel Glück, dass ich Mentoren und andere hatte, die mir extrem geholfen haben und die sich einfach die einfach irgendwas in mir gesehen haben und mir vertraut haben. Und ganz interessante Variante, weil ich jetzt in' Alter bin und andere Leute im Alter sind, sie das umdrehen weitergeben können und das ist glaube ich eine super Variante also da auch vielen Dank an die an die Mayflower GMBH damals in München, die da an mich geglaubt hat ja.

Christoph Magnussen:

Okay. Was würdest Du jetzt an 2 Zielgruppen geben? Jetzt hören junge Leute zu, hören tatsächlich auf, viele, die die reinhören und sagen, okay, wo fang ich an? Ja. Ne, also es sind wirklich Leute, die arbeiten sich grade rein und für die geht das wie ein Tsunami auf sie rüber.

Christoph Magnussen:

Ja. Das wäre die eine Zielgruppe, wo du sagst, okay, do this oder go in that direction, look there. Und die anderen sind für mich die Head of AIs, die CEOs, die sich selber damit auseinandersetzen, die, die in charge sind und wirklich auch drauf achten müssen, wie schaffen wir hier jetzt das richtige Umfeld, das zu tun. Die zwei, wenn Du die im Kopf hast, was würdest du denen sagen?

David Soria Parra:

Ich glaube an die die junge Leute, die gerade in die Industrie gehen. Ich glaube es einerseits glaube ich, dass die dass es immer wichtig sein wird und auch weiterhin wichtig bleibt, Wissen über Systeme aufzubauen, Wissen über wie Computer funktionieren, über Programmieren aufzubauen und hauptsächlich vor allem da drin in dem Bereiche, in denen den man selber gerne mag. Das Wichtigste ist es, vertrau dir, dass man, wenn man wenn man wenn man was verfolgt, dass man wirklich liebt, dass man wirklich mag, dass man dann da drin gut wird und dass das hoffen je nach in vor allem in der in der Technologieindustrie irgendwann mal doch dazu führt, dass man damit Erfolg haben wird. Für mich war es immer aus der Frage, dass ich was anderes mache als Computer. Ich liebe Computer.

David Soria Parra:

Ich find das das Genialste in der Welt, dass man generelle Maschine vor sich hat, die man programmieren kann. Ja. Ist total genial. Von daher war das für mich außer Frage, dass ich das dass ich irgendwas anderes machen werde. Und ich glaub, dieses Vertrauen dadrin zu haben, dass man's trotzdem das macht, ich glaub, das ist wichtig und ich glaube auch, dieses Vertrauen darin zu haben, dass ich glaub, diese dass das Wissen, das man sich aneignet, wichtig bleibt.

David Soria Parra:

Vor allem, wenn man weiß und wenn man es so mag, dass man immer dran bleibt, dass man immer weiter sich updated und immer weiter lernt und das ist wichtig ja. Also weiter lernen und Vertrauen in sich haben, die eine Sache. Für für Leute, die in Entscheidungspositionen sind, ist es mir wichtig, ich glaub einerseits wirklich ernst zu nehmen, deren den Economic Shift und deren den generellen Shift, den diese Systeme, AI Systeme haben werden. Und dann die Möglichkeit aufzubauen in der Firma, dass Leute damit experimentieren können und dass man dass man Vertrauen hat, dass wenn man die besten Leute, die man findet, denen die Möglichkeit gibt, damit was zu bauen, damit mit Veränderungen mit voranzutreiben, dass das dann auch wirklich dazu zu' Veränderung in der Firma führt und dieses Vertrauen an an Leute gibt, die die da die da dranbleiben wollen und die damit arbeiten wollen. Und aber auch wie gesagt ernst nimmt, dass da Veränderung kommt und dass man dass dass diese dass diese Veränderung auch nicht nur ein Punkt in der Zeit ist, sondern dass diese Veränderung eine ständige Sache ist, ja.

David Soria Parra:

Dass dass man antizipiert, dass es immer Veränderung gibt und seine Organisation darauf ausbaut, diese Veränderung als als Prinzip mitnimmt, dass es in' Jahr wieder anders aussieht, ja. Ja, nicht was die Frage, die ich oftmals gestellt kriege, ist, ah, wie sieht es in' Jahr aus? Ich weiß es nicht. Das Einzige, ich weiß, dass es anders aussieht als heute. Also muss ich darauf optimieren, dass ich dass ich diese Veränderungen mitmachen kann.

David Soria Parra:

Und ich glaub, das ist wirklich wichtiger. Und die Erfolg hat, ich hab auch wirklich tolle deutsche Firmen gesehen, ich nenne keinen Namen, tolle deutsche Firmen gesehen, die wirklich ganz früh dabei waren. Und die Dinge, die die gemacht haben, ist einfach ihre Bestentwickler genommen. Hier ist eine Kreditkarte, hier ist nicht einen Blankocheck, aber so eine Variante, ja. Du kannst ein paar Dinge, die wir als Regeln hatten, die bisschen verschieben, ja.

David Soria Parra:

Mach mal. Und seh, wo's aussieht. Und die waren teilweise so früh dran und so vorausdenkend. Und das fand ich super. Und ich glaub, das muss man machen.

David Soria Parra:

Ich hab letztes

Christoph Magnussen:

Jahr im Sommer hatten wir eine Diskussion mit mit' ner Pro Runde, da ging's Markdown Files. Da meinte ich so, das ist jetzt schon ein Standard, die zu benutzen. Und es wär halt schon gut, die Policy, die noch auf Papier in den Siebzigerjahren gedrückt wurde, lesbar zu machen in Markdown. Das ist ja tatsächlich das, was in vielen Firmen noch die Realität ist.

David Soria Parra:

Also Du

Christoph Magnussen:

hast halt einen so komplexen Strang und so viele Leute hier mitarbeiten. Jetzt ist es so, Du hast auch Techfirmen, die verändern sich dann immer in IBM, die gestartet sind, anders process haben, heute eine ganz andere Company sind und und eine der leading firures, die waren ja die marktbeherrschenden Firma in den Sechzigern, Siebzigern.

David Soria Parra:

Ja, ja. Außer Frage.

Christoph Magnussen:

Wenn Du jetzt die Möglichkeit hättest, Du könntest zurückgehen in der Computerisation und könntest neben einem Kopf arbeiten oder in einer bestimmten Firma, wo Du sagst, wärst Du gern dabei gewesen, als das entwickelt wurde, so wie Du jetzt an MCP mitgearbeitet bist. An was, wo hast Du gern dabei gesessen und warum?

David Soria Parra:

Ja, Unix, ganz einfach Bell Labs, Unix-Entwicklung. Mich als Firma. Warum? Unix ist 1 der der wichtigsten. Unix ist das, was wirklich Computer dazu gebracht hat, als generelle Plattform, auf dem man aufbauen kann, zu machen.

Christoph Magnussen:

Erklär mal für Nicht-Techies die sagen, warum?

David Soria Parra:

Unix Unix ist ein Betriebssystem, ja. Und Unix war das erste Wirklich relativ einfache, aber generelle Betriebssystem, das dann dazu viel Dingen geführt haben, auf die wir heute noch aufbauen. Die ganzen Konzepte, die wir heute 40 Jahre später, wie Dateien funktionieren, wie Programme funktionieren, ist alles Unix gewesen, ja. Also diese diesen Einfluss, die Bell Labs damals hatte auf heute noch ess extrem und daran mitzuarbeiten, weil sie auch so pragmatisch waren Und viele Dinge, die in der zu der Zeit sah es nicht so aus, als würde das das der Gewinner sein.

David Soria Parra:

Das war nicht klar. Mhm. Es gab viele Dinge, es gab Multics und andere Geschichten. Und am Ende hat die und das sind auch wieder in den Lessons Learned drin, die pragmatische Lösung, ja, die dann über Universitäten verteilt wurde, dass das wirklich nachher dazu geführt hat, ja. Es gab dann natürlich viele andere Dinge, dieses dann Open Source ist da tief, intertwined.

David Soria Parra:

Aber das ist das hatte son Outsized Influence auf die Industrie, wie wir heute mit Computern umgehen und hat wirklich diese Abstraktion wie diese diese computing Abstraktion wirklich ins Leben gerufen und das fand ich einfach interessant.

Christoph Magnussen:

So so wie so wie Postgres ja auch eher durch Zufall nachher ein Standard geworden ist aus Pragmatismus und weil irgendwann mal wieder dran weitergearbeitet wird.

David Soria Parra:

Genau, genau, genau, genau. Da gibt's dann gibt's viele, viele solche Beispiele, ja.

Christoph Magnussen:

Ne schön.

Christoph Magnussen:

Hätte ich nicht gedacht, dass Du das sagst, aber das das hooked mich.

David Soria Parra:

Was hättest Du gedacht, dass ich sag?

Christoph Magnussen:

Ja, noch weiter zurück, also Basics. Aber ich versteh's jetzt, weil Du bist schon jemand, der halt auch eben an der Anwendung mitsitzt und die Faszination sich von Computercode schreiben und nicht jetzt nur Zero's and once im Sinne von generell Computing zu ermöglichen. Ja. Ich Ja,

David Soria Parra:

wo sehr pragmatisch bin und nicht so vielleicht nicht der der Reseacher

Christoph Magnussen:

Ja, und das und das Pragmatische, also das hab ich mittlerweile gelernt, wie wichtig, also nimm den Compiler, ne, der der der natürlich Teile vom von der vom Memory weggenommen hat und Leute gesagt haben, das geht nicht, weil wir brauchen dieses Kostbare jeden Speicherplatz und so, ja, aber es ist halt es funktioniert.

David Soria Parra:

Außerdem sehe ich, das Interessante ist ja, Compiler funktionieren auch nur, weil man wusste ja, wie verwendet sich Computation, ja, Transistoren geben da mehr, Memory wird mehr. Ja, das ist alles war da noch komplett dabei, ja. Man wusste genau, in' Jahr, 5 Jahre später ist das vollkommen egal, ob das jetzt hochoptimiert ist oder ein bisschen weniger optimiert ist.

Christoph Magnussen:

Was könntest Du, hast Du das Gefühl, es könnte durch das, woran Du auch grad mitarbeitest, ein 1 neue Oberfläche, eine neue Art von Betriebssystem, eine neue Art von Usage geben, die dann eben führt zu the next operating system und die nächsten comput Plattformen? Oder ist es jetzt eine weitere Ergänzung und Du wirst immer auch auf diesen anderen Shoulders of Giants aufbauen? Oder gibt's da Shifts, die wir an die wir vielleicht noch gar nicht denken können?

David Soria Parra:

Ich glaube, es ist es ist aufbauend. Also ich glaub, die die Geschichte hat gezeigt, dass es aufbauend ist, ja. Wir haben die die Chip Architektur hat sich tatsächlich relativ wenig geändert das ist alles additiv. Die Compiler Architektur hat sich wenig geändert das ist additiv Betriebssysteme haben sich wenig geändert das ist additiv. Ich glaube, diese Systeme sind dementsprechend additiv und was sie machen, sie erlauben Menschen auf eine höhere Abstraktionsebene zu gehen.

David Soria Parra:

Und was drunter ist, ist eigentlich relativ egal, weil es einfach funktioniert. Wir haben lange genug Erfahrung damit, dass diese dass der Betriebssystemlayer, der Compilerlayer, der CPU-Layer, der GPU-Layer, die werden einfach funktionieren. Und die Leute fokussieren sich auf die nächste Abstraktionsebene. Genauso wie im Web haben sich auf die nächste Abstraktionsebene konzentriert. Ich glaub, das sehr natürlich und funktioniert auch so.

Christoph Magnussen:

Ich hab immer ich hab irgendwann mal ganz ganz despektierlich, aber liebevoll gesagt, das Web ist ein Amerikaner und wird mit Duct Tape zusammengehalten. Damit meinte ich, das ist der Pragmatismus, dass das Ding läuft, wo man sich manchmal wundert, dass es läuft, obwohl's nicht für alles...

David Soria Parra:

Es ist mehr, es ist interessant. Die History of Computation, mehr Evolution als Revolution. Mhm.

Christoph Magnussen:

Ja, find ich find ich einen guten Tag. Welchen Blind Spot als Abschluss, bevor Du jetzt gleich deinen Flug in Ruhe dir schnappst, welchen welchen Punkt haben wir noch vergessen, wo Du sagst, oh, da sollten wir noch mal hinschauen, bevor man bevor man das vergisst? Was ist jetzt wichtig im in dem Bereich, in dem Du grade arbeitest, wo wir ein Blick hinwerfen sollen, den ich jetzt vergessen hab, dich zu fragen?

David Soria Parra:

Ich glaub, eine Sache, die mir immer relativ wichtig ist, glaube ich, was man nicht so wahrnimmt, ist, dass man sich im Klaren sein muss, dass diese Model Capability weiterhin stärker wird, weiterhin, wenn man extrapoliert, weiter und weitergeht und was das für Auswirkungen hat, wenn man annimmt, dass das passiert, wo das Model in dem Jahr ist, ja. Wenn man wenn wir gesehen haben, 4.1 zu 4.5 war ein Schritt, was ist der nächste Schritt, ja? Fable war noch mal ein Schritt. Was ist das Nächste? Was was macht das mit meinen Systemen?

David Soria Parra:

Was macht das mit mit der Möglichkeit, Dinge, die ich die ich die ich mit der AI machen kann, die ich vorher nicht kann? Und ich glaub, das ist das ist das, was mir immer noch bis heute wichtig ist, dass Leute wirklich sich darüber Gedanken machen, was passiert, wenn ich das weitertreibe über 1, 2, 3, 4 Jahre, ja. Was das für Auswirkungen hat. Und ich glaube, wenn man sich die Gedankenexperimente macht, kommt man bei ganz interessanten Dingen raus, die glaube ich unterschiedlich sind, je nach Teil der Industrie, je nach Umfeld. Aber ich glaube wirklich zu verinnerlichen, dass das so weitergeht, ist, glaub ich, und ist, glaub ich, wird teilweise ein bisschen vergessen.

Christoph Magnussen:

Mhm. Das nehm ich mit.

David Soria Parra:

Gut, perfekt.

Christoph Magnussen:

Danke, dass Du dir die Zeit Es war wirklich großartig.

David Soria Parra:

Danke, danke, danke.