Zwischen KI-Angst und Aufbruch: Warum wir Ambiguitätstoleranz lernen müssen | Sarah Rojewski, AI Future Thought Leader
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Zwischen KI-Angst und Aufbruch: Warum wir Ambiguitätstoleranz lernen müssen | Sarah Rojewski, AI Future Thought Leader

Sarah Rojewski:

Wenn wir keine Berufseinsteiger mehr haben, wer sind denn dann die perspektivischen Senioren? Also wer kommt denn danach? Also ich mach mir darum viel, viel mehr Sorgen, dass wir hier eine ganze Generation im Stich lassen, als ich meinen ersten KI Agenten gebaut habe. Ich bin ausgeflippt, Du kannst es dir nicht vorstellen. Ich war das glücklichste bei uns aus.

Sarah Rojewski:

In was für tollen Zeit dürfen wir eigentlich gerade leben? In was für Gestaltungsspielraum wir alle aktiv sein können, wenn wir in uns investieren und lernen wollen.

Christoph Magnussen:

Wenn wir uns mit der Frage beschäftigen, wie bekommen wir wirklich KI in den Alltag, dann sollten wir uns auch damit beschäftigen, was bedeutet es für uns als Gesellschaft? Und diese Brücke zu schlagen zwischen uns selber und dem breiteren Bild, was wir haben, dafür haben wir Sarah Rojewski eingeladen. Sie ist KI Expertin und das nicht seit gestern. Sie hat schon 2016 mit Chatbots gearbeitet, die intelligent Fragen routen können. Und sie ist heute wirklich ein Name auf Instagram, den man nicht verpassen sollte, wenn's darum geht, wie benutze ich das im und was heißt das vielleicht darüber hinaus?

Christoph Magnussen:

Ich hab mit ihr gesprochen über Fragen wie KI und Bildung. Sollten wir vielleicht bisschen extremer denken, als wir's grade tun. Es gibt da krasse Beispiele aus den USA, die schon echt weit gehen. Wir haben aber auch die Frage gestellt, was können wir in Europa hier grade machen? Und wir haben uns ganz konkret angeschaut, was gibt's jetzt, was ihr machen könnt, wenn's das Thema geht, KI besser zu verstehen, die Natur der Technologie zu verstehen, vom Tooltourist zum AI Anwendungsweltmeister zu werden?

Christoph Magnussen:

Darum geht's hier in dieser Folge bei AI to the DNA mit Sarah Rojewski. Schön, dass Du da bist, Sarah.

Sarah Rojewski:

Vielen Dank für die Einladung.

Christoph Magnussen:

Ich hab mich da wirklich sehr drauf gefreut. Wir haben ja hier das Ziel, genau diese Brücke zu schlagen zwischen supernerdy, supertecky, in die KI Themen rein und Du bist jemand, der die Brücke perfekt schlagen kann mit diversen Hintergründen. Kommen wir gleich noch zu. Wie bist Du zu dem Titel KI Expertin gekommen?

Sarah Rojewski:

Ja, das ist spannend. Ich wurde letztens gefragt, ob ich 1 dieser sogenannten selbst ernannten KI Experten sei auf Social Und mein allererster Bezug und Schritt in Richtung künstliche Intelligenz war vor 10 Jahren, 2016, als ich den allerersten Chatbot für Telefonica Deutschland ins Leben rufen durfte mit 1 ganz fixen Idee, weil ich im Strategiebereich des Kundenservice verankert war für die Premiummarken O2 und Blau und hatte das Jahr zuvor den Online Servicebereich, also alle FAQs, alle Bestandskundeninformationsseiten überarbeitet im digitalen Raum sozusagen. Es war ja so der Push Digitalisierung, alle sollen aufs Webportal und bitte die App nutzen Und da haben wir festgestellt, wir haben viel zu viel Content und eigentlich wollen die Menschen doch nur so schnell wie möglich ihre Antwort finden. Ja. Und das so zielgerichtet wie möglich und im besten Fall ja auch mit ihren Vertragsinformationen und nicht irgendwelche generischen Informationen.

Sarah Rojewski:

Und da hab ich mit dem Start-up Accelerator Programm von der Telefonica, mit der Wayra zusammen, ein Start-up gefunden und wir hatten 3 Monate Zeit. Die Ansage war, gut, Sarah und Team, ihr dürft exakt 90 Tage einen Piloten fahren und dann schauen wir mal, wo das hingeht und wie das funktioniert und dann hatten wir 90 Tage Zeit, haben einen kleinen Mini Chatbot ins Leben gerufen namens Lisa und long story short ist, dass ich 10 Jahre später über Conversational AI Topics spreche und ja bis vor 2 Jahren bei Telefonica Deutschland alle Conversational AI, also Prozessautomatisierungs- Voice- Chatbot Themen im Kundenservice verantwortet hab.

Christoph Magnussen:

Okay, also eigentlich genau in dem Case, wo alle gesagt haben, der wird sofort ersetzt von ChatGPT quasi.

Sarah Rojewski:

Ja und vor allem aber auch das Thema, dass zu dem Zeitpunkt noch niemand daran geglaubt hat, dass das mit den Chatbots mal was wird. Also da war ja noch unglaublich viel menschliche Intelligenz hinter. Wir haben unglaublich viel manuelles Intent Mapping gemacht. Also die Intention des Kunden reichte ja von, ich möchte meine Rechnung einsehen, Rechnung runterladen, Rechnungsbeschwerde. Das war alles noch sehr, sehr manuell, weil wir waren vor Transformer Modellen, vor ChatGPT.

Sarah Rojewski:

Und das war noch nicht so der richtige Case damals, dass so alle schon daran geglaubt haben, dass das die Zukunft des Kundenservice oder grundsätzlich die Zukunft vielleicht auch unserer Gesellschaft sein wird.

Christoph Magnussen:

Ja. Sehr, guck mal siehst Du so, das ist der Grund, warum wir uns heute jetzt mal unterhalten, weil für mich ist das Spannende, wenn Du auch jetzt die Brücke schlagen kannst damals zu heute, wie, also wenn ich jetzt unsere Kinder beobachte, das ist meine beiden Älteren, die völlig selbst, völlig selbstverständlich nach paar Jahren erst sagen, wieso, dann kriegst Du halt die Antwort und die ist perfekt formuliert. Und jetzt habt ihr damals gesessen mit Team. Gibt mal Einblick, wie viele Leute waren beteiligt? Wie technisch war das?

Christoph Magnussen:

Weil Du hast ja eigentlich 'n anderen Background, Du bist Geisteswissenschaftlerin. Genau. Hast quasi die Produktseite geführt und wie hast Du dich in dieses Thema dann damals reingearbeitet?

Sarah Rojewski:

Ja, ich hatte da einfach das Glück, dass wir dadurch, dass wir mit einem Start-up zusammengearbeitet haben, welches auch davon profitiert hat, mit uns als Businesseinheit zusammenzuarbeiten, dass wir uns gegenseitig die Einblicke geben konnten. Also Start-up hat von uns gelernt, wie funktioniert eigentlich Kundenservice? Wie muss eigentlich so eine Plattform aufgebaut sein, dass sie von Mitarbeitenden auch befüllt werden kann, dass wir Fachwissen mit einbringen können, weil es geht ja gar nicht darum, wir ersetzen da Fachwissen, sondern wie überführen wir das und bringen dann auch neue Themenfelder für die Mitarbeitenden in unsere in unsere Teams mit rein. Und der zweite Aspekt war, dass wir davon profitieren konnten, dass wir mit in die Technologie reinschreiben konnten und wie gesagt, am Anfang war das irgendwie sehr manuelles Mapping von Intents und Intentities, also dass wir irgendwie Wörter und Sätze aufgebröselt haben linguistisch, was ist jetzt unter Rechnung eigentlich zu verstehen?

Christoph Magnussen:

Mhm.

Sarah Rojewski:

Und der zweite spannende Aspekt für mich war dann aber eben, das eine ist die technische Komponente und das zweite ist aber, dass wir eben sehr starkes starke Abweichungen dann im Verhalten gesehen haben, weil wir ja jahrelang unsere Kunden in intelligenten Sprachsystem Modulen darauf trainiert haben, entweder eine 1, 2 oder 3 zu drücken oder nur ein Wort zu sagen. Wir haben sollten ja eigentlich bitte nur Rechnung Ja. Als wir dann, wir hatten jahrelang waren wir erst textbasiert unterwegs mit unserem Chatbot und sind natürlich irgendwann dann den nächsten Schritt in Richtung Omnichannel Vision gegangen, eine virtuelle Assistenz in allen Kontaktkanälen. Der Schritt in Voice war extrem hart, weil als wir dann umgeschifft haben, gesagt, super, jetzt können wir ganze Sätze verstehen. Unsere Kunden haben aber nicht in ganzen Sätzen gesprochen.

Christoph Magnussen:

Na gut.

Sarah Rojewski:

Und das heißt auch da haben wir gesehen, okay, das ist nicht nur die Technologie, sondern es ist wieder ein ganze Wir brauchen wieder eine ganze Zeit, unser Verhalten, unser Nutzerverhalten jetzt eben auf Sprache, was wir da jetzt irgendwie aufs visuelle Interface gemünzt haben, jetzt auf Sprache wieder zu verändern. Und so deswegen hat sich das bei mir immer parallel weiterentwickelt. Einmal das technische Wissen immer mehr angefeuert, dass ich's einfach verstehen wollte und wissen wollte, immer selber tiefer reingegangen bin, auch Weiterbildung gemacht hab und das zweite eben auch immer diesen psychologischen Aspekt mitgebracht hab, was passiert, wenn Menschen mit Maschinen sprechen.

Christoph Magnussen:

Du bist ja nun auch relativ groß auf Instagram. Ich glaube, das ist auch son bisschen das, worüber wir beide uns kennen, weil wir zusammen bei Google eingeladen sind, recht regelmäßig. Und da erinnere ich vor paar Wochen ein Meeting, was wir hatten mit der List, die quasi die Suche verantwortet. Und ich hab die Grafik noch im Kopf, die uns zeigte, wie die wie die Eingaben immer länger werden grade. Also von eben weg Rechnung oder bestes Schnitzel Restaurant Zürich hin zu den ganzen Kontexten.

Christoph Magnussen:

Mein Auto macht folgendes Geräusch, so hört sich das an, kannst Du dir vorstellen und so weiter. Und jetzt hast Du in deinem Instagram Channel auch relativ viel dieser Übersetzungsarbeit. Und da würd mich jetzt interessieren mit dem Background, den Du hast, Telefonika, technisch und Du verstehst, was da technisch passiert. Wie nimmst Du das denn jetzt wahr? Weil da kommen ja häufig Sachen, das sagst Du ja selber auch, Du musst es einfacher erklären, einfachere Sachen erklären.

Christoph Magnussen:

Würdest Du gerne manchmal 10 Schritte schon weiter den Leuten sagen, setzt euch hier eine Macht oder sagst Du, es ist auch völlig okay, dass sie sagen, hey, der Knopf muss da sein, das muss funktionieren. Ich versteh's sonst nicht, ist mir egal.

Sarah Rojewski:

Mhm. Ich glaube, in mir schlagen da so 2 Herzen in Bezug auf auf der einen Seite ist meine Mission, Ängste abzubauen und ich möchte aufklären, ich möchte Wissen vermitteln. Wir sind definitiv im Bereich von Education, wenn wir sobald wir Content, ich find, wir haben auch eine Verantwortung, wenn wir Content auf egal welcher Plattform publizieren. Rund das Thema ist es im besten Fall eben auch Wissen, welches langfristig angewendet werden kann, was recherchiert ist, was wirklich funktioniert. Mhm.

Sarah Rojewski:

Und da sehen sehe ich natürlich, dass auch die einfachen Tipps und Tricks gerade unglaublich gut angenommen werden, weil das natürlich eine eingang einfache, also eine gering kleine Hürde ist, die übersprungen werden kann. Es ist vielleicht entweder, wenn wir über ChatGPT sprechen, ist irgendwie das ist das gängige Tool gerade, was die meisten irgendwie vielleicht auch noch verwenden. Und da merke ich, dass es mehr und mehr Akzeptanz auch da ist, vielleicht auch noch mal son bisschen aus der Komfortzone rauszugehen, mal was Neues auszuprobieren. Aber das sind so Minischritte. Und mein anderer Aspekt ist natürlich, dass ich eigentlich möchte, dass wir noch mal bisschen größer denken, dass wir verstehen, welchen Einfluss künstliche Intelligenz auf unsere Gesellschaft hat, welche Risiken es mit mit sich bringt, wie unglaublich wichtig das Thema KI Sicherheit ist und dass sich geopolitische Machtverhältnisse verschieben, die wir die also ja, die vielleicht noch gar nicht so im Weitblick von jedem Einzelnen, der normale Nachrichten am Abend konsumiert aufm Schirm sein kann, weil's einfach unglaublich komplex ist.

Sarah Rojewski:

Und deswegen, wenn's um Social Media geht, versuche ich da grade sozusagen beides abzubilden und eben nicht nur den nächsten tollen Prompt, wie mache ich eine Million Euro Euro mit ChatGPT mitzugeben. Das gibt es gibt es jetzt schon zur Genüge. Und da ich gesagt, das muss ich nicht abbilden, sondern ich möchte da vor allem eben auch diesen diesen wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Kontext mitgeben.

Christoph Magnussen:

Und lass uns mal ruhig bei dem Thema Sicherheit dann bleiben, weil das ist etwas, wir haben in den letzten Folgen das immer mal wieder angerissen, aber jetzt nicht unbedingt verknüpft mit Gesellschaft. Und was ich immer wieder merke, da kommt jetzt die Stärke rein, es dann auch wirklich konkret zu machen, weil Sicherheit wird sonst gerne so superschwammig, wir müssen uns kümmern, wir brauchen Leitlinien. Mhm. Aber es gibt ja die Ebene persönlich, auch vielleicht im Team und Unternehmen und dann darüber hinaus die Verantwortung, die man trägt. Und ich geborene mal Beispiel ausm Team und Unternehmen.

Christoph Magnussen:

Ich hab eine Zahl letzte Woche zugeschickt bekommen, dass über 90 Prozent der Security Vorfälle im im Bereich quasi Large Language Models kommen durch Benutzung eben von Chatbots und dann lese ich weiter und denkst so, okay, why? Und dann wird aber klar, ja, weil die meisten Leute benutzen einfach die Free Version unangemeldet und packen dann die Originaldaten rein und sagen, passt schon. Mhm. Als Geisteswissenschaftlerin, ist das reine Unwissenheit? Ist das Faulheit?

Christoph Magnussen:

Oder ist das mangelndes Verständnis oder mutwilliges, ich pack's hin und es ist mir wurscht?

Sarah Rojewski:

Also 1 und 2 treffen, glaube ich, beide zu. Also wir haben einmal das Thema Unwissenheit, dass viele Menschen so sagen, ach ja, dann ich bin ja jetzt hier in Deutschland, außerdem wir haben ja, das wäre ja sonst nicht erlaubt, ich könnte das ja nutzen. Wir haben ja DSGVO, also son bisschen dieses,

Christoph Magnussen:

ich

Sarah Rojewski:

weiß ja grad, wenn es mir jetzt hier zur Verfügung gestellt wird, dann werde ich's ja wohl dürfen in Deutschland. Mhm. Der zweite Aspekt ist aber, den würde ich gar nicht direkt als Faulheit bezeichnen, sondern wenn wir jetzt mal auf Unternehmensseite bleiben, ist, dass viele Menschen unglaubliche Unzufriedenheit grade kommunizieren in Bezug auf ihre Arbeitgeber und das aktuelle Set-up. Weil auf der einen Seite kriegen wir als Individuen im in unserem privaten Bereich ja allein auf Social Media Nachrichten mit, dass die KI Entwicklung rasant voranschreitet und dann bin ich aber an meinem Arbeitsplatz, krieg nicht krieg eine Don't Liste, wie ich KI nicht nutzen darf, hab nur die die kostenlose Version von vielleicht Microsoft Copilot enabled und noch nicht mal die Volllizenz, dass ich mir vielleicht mal Agenten bauen könnte, sondern ich darf mal bisschen chatten. Dieser Chat hat aber auch noch nicht mal Zugang auf den SharePoint.

Sarah Rojewski:

Kann ich irgendwo auch bisschen nachvollziehen, dass es dann den einen oder anderen am am eigenen Arbeitsplatz gibt und sagt, ich weiß doch, dass ich das besser und schneller und noch einfacher machen kann. Und deswegen ist es vielleicht noch nicht nur ein, ich bin zu faul, das zu betrachten, sondern auch ein, warum nutzen wir nicht die Tools, die es schon gibt? Und das ist natürlich 'n bisschen, also zum einen gefährlich und ignorant. Ja. Auf der anderen Seite glaube ich, dass wir eine also ich glaub, dass wir dieses Jahr noch mal auch stärker merken, dass sich noch mehr Menschen trauen werden, vielleicht auch ihren Beruf zu wechseln beziehungsweise auch neue Arbeitgeber zu suchen, wenn sie sehen, dass sich in 2026 an ihrem Arbeitsplatz und ihrem Konzern nicht großartig etwas bewegt, weil sie auf natürlich in zukunftssicheren Job oder beziehungsweise auch in zukunftssicheren Unternehmen arbeiten wollen.

Christoph Magnussen:

Und das an Markt, wo Du das also das würdest Du trotzdem sehen, obwohl relativ viel Unsicherheit auch im Markt besteht im Sinne von könnte ich ersetzt werden durch KI?

Sarah Rojewski:

Also in ja im letzten Jahr hatte ich schon sehr stark das Gefühl, wir hatten auch, ich glaub August war so die Schlagzeile, dass wir die höchste Arbeitslosenrate und Quote wieder hatten in Deutschland und es war natürlich es waren Berufseinsteiger, die stark davon betroffen waren, die keinen Job gefunden haben. Also ja, völlig valider Punkt und auch Angst. Das das ist aber auch ein Lieblingsthema, was ich gerne diskutiere, weil wenn wir keine Berufseinsteiger mehr haben, wer sind denn dann die perspektivischen Senioren? Also wer kommt denn danach? Aber das ist vielleicht noch mal son Zeit Zeit Thema.

Sarah Rojewski:

Für mich eher wichtiger, dass ich glaube, dass wir uns dieses Jahr son bisschen aus diesem von diesem Narrativ wegbewegen und das Narrativ von KI ersetzt mich hoffentlich durchbrechen können in diesem Jahr zu Enhancement und Erweiterung und dass wir verstehen, dass wir auch neue Berufs felder schaffen und das nicht nur auf individueller Ebene, dass meine eigene Angst dadurch gemildert wird, sondern auch auf Unternehmensebene, auf in HR Departments, die verstehen, stimmt, es geht nicht Stellenabbau, das steht vielleicht geht neue Geschäftsprozesse, sprozesse, es geht neue Berufsbilder, es geht Ermöglichen von Zigzag Careers. Warum kann ich nicht jemanden ermöglichen, mal auch neue Berufsbilder Einblicke zu erlangen, auch wenn er nicht den klassischen Lebenslauf hat, seitdem er 18 ist und eine Vision Also ich glaube, das sind auch viel Umdenken auf auf individueller Ebene definitiv auch mutige Schritte zu gehen, aber definitiv auch das Ja sein wird und ich hoffe da sehr drauf, indem wir eben auch uns trauen werden, aus 1 Verlust aus einem Verlustverhalten und Reduktionsrechnung in ein in ein positives Reorganisieren. Das muss nicht sofort eine Frontierfirmen sein, aber in ein Reorganisieren unserer Unternehmen kommen werden.

Christoph Magnussen:

Würdest Du sagen bei dem Thema, weil wir auch von Sicherheit aus gestartet sind, dass es Leute gibt, die die diese Angst eben haben, dann auch Dinge falsch zu machen, gerade wenn Du sagst, jetzt sitze ich davor und ich mache es mal heimlich, probier's mal bisschen aus, Daher diese gesunde Distanz kommt im Vergleich vielleicht zu anderen Ländern, die sagen, wir können jedes Tool nutzen, whatever means. Ist das so typisch, ja, ist das typisch deutsch? Also ich beobachte, dass es dass es häufig so ist. Also ich nenn es immer vorauseilendes vorauseilende Gehorsam, weil DSGVO ist natürlich super. Aber es heißt auch nicht, dass man nicht dass man nicht alles nicht machen darf, sondern es gibt, sagen wir Regelwerk.

Christoph Magnussen:

Ja. Aber ich denke, das führt schon zu 1 Behäbigkeit, die wir da haben und erleben und die man als Arbeitgeber adressieren muss, indem man die Leute befähigt in hoher Geschwindigkeit. Und da würde ich jetzt sagen, 3 Jahre nach 3 Jahren Chat GPT reicht es halt nicht mehr in Chatbot Training, sondern da muss man richtig in die Tiefe gehen.

Sarah Rojewski:

Ja. Ja, ich glaube, die es gibt ja unterschiedliche, da sind wir wieder beim Psychologiethema. Also wir sehen, Psychologie ist unglaublich relevant, wenn wir irgendwie auch verstehen wollen, wie sich Individuen jetzt in die sich in dieser Zeit bewegen und wie sie agieren und welche Entscheidungen sie treffen. Weil es gibt unterschiedliche Antreiber, warum ich vielleicht ängstlich und zurückhaltend bin. Und ein Antreiber kann natürlich sein, ich hab zu wenig Wissen und bevor ich was falsch mache, bin ich halte ich mich vielleicht eher noch mal bisschen zurück und bin in soner abwartenden Haltung, vielleicht noch gar nicht so negativ, aber ich sag so, ich guck mal, wie ich so mitgenommen werde.

Sarah Rojewski:

Das übrigens auch 1 ein Grund, der letztes Jahr durch diverse Statistiken gelaufen ist, warum weniger Frauen KI nutzen, weil sie sagen, so, hab das dann noch nicht richtig gelernt und weil häufiger mehr das Gefühl haben, so ich muss erst mal etwas richtig richtig gut können, dann beweisen zu können, dass ich damit arbeiten kann, dass da so Training Trainings einfach gefehlt haben, gesagt haben, ja ich weil dieser Experimentierstatus da weniger angenommen worden ist. Aber der andere Aspekt und da glaube ich, dass wir auch eine große Gruppe in Deutschland von haben, da geht es gar nicht so sehr ich weiß nicht, ob ich das darf und kann, sondern ich hab ja nur noch 10 Jahre bis zur Rente. Ist jetzt auch bisschen ist jetzt auch bisschen viel verlangt jetzt noch, oder? Also Möglicherweise ja. Es gibt noch so die eine oder andere Person oder Gruppierung, wo ich glaube, dass es gar nicht ein Zurückhalten aufgrund von Sicherheitsthemen ist, sondern ein boah, jetzt müsste man da noch echt viel Arbeit reinstecken.

Christoph Magnussen:

Ja, wobei ich muss sagen, wir haben euch grad auf Youtube, wo ja der Podcast quasi auch läuft, also wenn man sehen will, wenn man das jetzt hört und sagt, man will jetzt sehen, dann läuft er auch auf Youtube. Da haben wir eine relativ große Community von Leuten, die ist sehr breit. Also wir haben auch Schülerinnen und Schüler dabei. Aber wir haben auch Leute dabei, die sagen, eigentlich bin ich schon durch mit der Karriere und mich motiviert das grade, noch mal was Neues zu machen. Du denkst so, das muss doch eigentlich, das muss doch das Gefühl sein heutzutage, weil's ja auch so schnell geht und das macht ja auch Spaß.

Christoph Magnussen:

Ich kann aber auch verstehen, dass es Menschen gibt, die sagen, mich überfordert das. Mhm. Und ich versteh das auch alles nicht. Ich will's irgendwo verstehen. Und da würd ich jetzt gern einmal hindrehen zu, wie würdest Du jetzt diese Sicherheitsaspekte wirklich in den Alltag übersetzen?

Christoph Magnussen:

Also wenn wir jetzt mal an an deine Reels denken, an Shorts denken, an das, was wir beide auch im Alltag produzieren neben unserer eigentlichen Arbeit. Wie würdest Du solche Sachen auf den Punkt bringen, damit sie Kinder verstehen oder Leute verstehen, die sagen, weiß ich nicht, bleiben wir weg mit dem zu technischen Kram? Was was wären für dich so die wichtigsten Punkte als Individuum, die man im Blick haben sollte, wenn's KI

Sarah Rojewski:

Also KI Sicherheit, wenn's jetzt auf der individuellen Ebene ist, würde ich noch mal ganz klar sagen, ja, es fühlt sich unglaublich nahbar an und es ist so verlockend, auch persönliche Dinge und persönliche Themen mit einem Large Language Model zu analysieren und zu diskutieren. Trotzdem wäre mein aller aller erster Rat, bitte keine Finanzdaten teilen. Bitte kein Stand heute, keine Kreditkarteninformationen teilen. Ich ich würde auch keine tiefen Gesundheitsdaten Stand heute teilen. Also es sind ganz viele Aspekte, wo ich sagen kann, ja, wir können auch heute schon den den Benefit und den Mehrwert von LLMs auskosten und nutzen für uns im Alltag, ohne dass wir uns digital ausziehen.

Christoph Magnussen:

Okay, das ist Aber das

Sarah Rojewski:

ist immer der allererste Tipp.

Christoph Magnussen:

Das ist eine, ja, also Das bedeutet, das ist ein Use Case und es gibt immer sehr viele Länder mit nicht so gutem Zugang zu medizinischer Versorgung, wo die Leute das dann benutzen. Ich denke auch, dass an das Thema psychologische Betreuung, Therapien, Da gibt's Riesenmangel.

Sarah Rojewski:

Mhm.

Christoph Magnussen:

Und da sagen natürlich ganz viele, nee, darf man dafür nicht machen. Und dann muss man sich vorstellen, wenn man gar keine Betreuung hat, ist das besser als, ne, so. Also ist zu diskutieren. Aber das gilt ja generell für digitale Tools, ne. Also da muss man ja sagen, die meisten Leute haben das noch nicht mehr richtig im Griff mit ihren normalen digitalen Tools und dann ist der Sprung zu 'nem Large Language Model natürlich nah dran.

Christoph Magnussen:

Ich bin aber bei dir in eine Free Version, auf der nachweislich trainiert wird, wo man weiß, mit den Daten wird gearbeitet und man hat nicht eine bezahlte Version, wo man zumindest mal ein Agreement hat. Diese Daten werden nicht dafür verwendet. Da wär ich wär ich auch dabei. Was Muss

Sarah Rojewski:

ich dann ja auch noch mal unterscheiden, ob ich jetzt, wenn ich zum Beispiel mit ChatGPT Health, ich hab da auch lange schon drüber nach, seitdem's jetzt so offiziell announced worden ist, schon hin und her überlegt in alle Richtungen, weil ich definitiv beide Aspekte sehe. Auf der einen Seite würde ich sagen, ab dem es live ist, werden in den USA dort jeden Tag Hunderte, Tausende von Menschen wahrscheinlich ihre Arztberichte hochladen. Also nicht nur Symptombeschreibung, sondern wirklich all das, was sie über Jahre jetzt vielleicht angesammelt haben, in der Hoffnung, dass sie vielleicht auch endlich mal zu 'ner Diagnose kommen, weil man vielleicht von einem Arzt zum anderen gelaufen ist und irgendwie immer aber noch nicht beschwerdefrei ist. Also ich sehe das total und das ist ja auch nur da, weil Open AI selber herausgefunden hat, dass jede Woche mehr als 3000000 User irgendwelche health related Themen da

Christoph Magnussen:

eigentlich Da machen wir auch nix vor, ne. Die Statistik, die Sam Altman veröffentlicht hat, Mai mit meister Tokenverbrauch und da war, glaub ich, Duolingo ganz oben, Booking und noch son paar andere. Ja. Und dann weißt Du dann so, okay, das Modell wird ChatGPT machen, das werden sie machen, Jobs werden sie machen, Sprachen werden sie machen, Health.

Sarah Rojewski:

Ja. So und und dann bin ich da bin ich und auf der einen Seite denk ich mir so, oh ja, okay, spannend, dass wahrscheinlich ganz viele Menschen da eben nicht drüber nachdenken werden, dass sie dann welche Art von Daten sie dort dann Open AI zur Verfügung stellen. Auf der anderen Seite finde ich das trotzdem hervorragend, denn ich bin dann ja dann lieber der Fan oder die die Befürworterin davon, dass es ChatGPT Health gibt und zwar ein fein getuntes Modell

Sarah Rojewski:

kleines welches darauf ausgelegt ist, anstatt in die generelle Oberfläche, wo wir, ich mein, die deine Zuhörerschaft wird sich damit auch schon ein bisschen auskennen und zwar das Thema Halluzinationen, sodass wir einfach da einfach wissen, okay, wir haben einen spezifischen, wenn man so im im im ohne Fachjargon sozusagen den spezifischen Fachexperten Chat, den Open AI dadurch ins Leben ruft und natürlich auch mit Medizinern daran gearbeitet hat. Und das finde ich natürlich erst mal gut.

Christoph Magnussen:

Ja und also ich überlege jetzt gerade, ne, also wie viele Leute tragen eine Apple Watch mit Health Daten und haben einen einfach hohes Vertrauen. Und zwar 1 meiner ersten Youtube Videos überhaupt war zum Thema, was verkaufen eigentlich die Cloud Companiessen? Da hab ich gesagt Trust. Mhm. So, weil das ist das, was sie verkaufen und wo natürlich auch viele Leute jetzt sagen, nee, wir wollen auf eigene Lösungen kommen, was schlichtweg in dem Scale und so wie wir's gewohnt sind, so schön, sich das nämlich anfühlt, nicht so einfach ist.

Christoph Magnussen:

Es ist eben nicht so einfach, ein so krasses Produkt so zu bauen. Ja. Und deswegen machen's eben viele Leute. Hast Du hast Du mal mit lokalen Modellen selber gearbeitet oder da Videos zu gemacht?

Sarah Rojewski:

Noch keine Videos, das ist genau diese diese diese Entscheidung Thema, ja. Wie weit, also auf Youtube hat man natürlich auch noch viel mehr Zeit, als mal in so neunzigste Stimmt, ja, ja, ja. Ein Thema aufzuarbeiten, aber fänd ich unglaublich spannend. Ich glaube auch, dass es dass man je nachdem natürlich in welchem welcher Nische man dann ankommt, dass man da definitiv auch die richtigen Leute mit begeistern kann. Ich glaube, dass sich immer mehr Menschen dafür interessieren, dass das so vielleicht vor Jahr auch noch auf ganz anderen Level war, dass immer mehr Menschen dahin kommen und sagen, ja, ich möchte mich auch mit den lokalen Modellen beschäftigen.

Sarah Rojewski:

Unglaublich viele Menschen schreiben mir, dass sie auch jetzt noch mal nach den Alternativen suchen bezüglich europäische Souveränität. Mich fragen, ob ich mit Mistral arbeite. Man merkt schon, dass sich das auch Ich hab ja erst vor anderthalb Jahren angefangen, deswegen ist es auch nur ein kurzer Einblick, aber in diesen anderthalb Jahren sich sehr, sehr viel auch an Wissensaufbau weiterentwickelt hat und wirklich auch Interesse und Motivation in der Freizeit, weil das ist es am Ende, was erst mal Social Media ist, sich dort auch weiterzubilden zu wollen.

Christoph Magnussen:

Aber das ist nicht, also ich hab da eine ähnliche Beobachtung. Ich denk grad, es ist halt mal Beispiel, man kann sich relativ schnell lokales Modell herunterladen, LM Studios for free kann man öffnen. Dann kann man sagen, ich lad mir jetzt zum Beispiel das Open Source Modell von Open AI runter und dann muss man überhaupt erst mal technisch verstehen, sagen Leute, ich hab schon wieder bei Open AI. Das Modell läuft dann lokal aufm Rechner. Das heißt, man kann Internet ausschalten in dem Moment und könnte dann dort, ich hab das gemacht, was hab ich denn gemacht neulich?

Christoph Magnussen:

Wollte irgend Datensatz anonymisieren und wollte das mal testen, ob das damit geht, anstatt jetzt irgend Skript zu schreiben oder irgendwas. Und hab den reingegeben und es hat relativ lang gedauert, aber der hat dann wirklich sehr systematisch Namen anonymisiert, ausgeschwärzt und so weiter. Dann ist nichts davon in die Cloud gegangen. Und daran merkt man dann immer wieder, wie viel Verhalten ist und wie viel Faulheit ist im Sinne von User Usability. Und ich glaub, Du hattest auch Video dazu gemacht, nicht zum Healt- und Data Privacy Thema, aber zum Thema Adult Content oder wie es bei den Amerikanern heißt, NSFW, Not Safe for Work, wo ja Elon Musk mit Grok quasi den den den Vorstoß vermeintlich gemacht hat.

Christoph Magnussen:

Gibt ganz viele andere Modelle, wo viel drüber diskutiert wurde. Ich glaub, Du hast es, ich meine, Du hast es in Ruhe auch so gesagt, es müssen ja Menschen machen. Mhm. Also es müssen Menschen dann auch benutzen. Es ist auch not easy to prompt.

Christoph Magnussen:

Also und das ist jetzt nicht so, dass auf Social Media kein grenzwertiger Adol Content auch teilweise rausgehauen wird. Und ich meinte das eben zu dir, wenn die Kids auf CapCut Videos hochladen, geht das halt auch in die Cloud von Byte Dance, quasi TikTok. So, wo zieht man da eine Grenze? Es wirkt sehr chaotisch im Moment. Ja.

Christoph Magnussen:

Sehr chaotisch. Und wenn Du jetzt sagst, okay, ich mach son Video dazu und ich hab nur die 90 Sekunden, hast Du das Gefühl, das kommt dann an und bleib bei den Leuten hängen und die, die es machen, das passt oder hast Du das Gefühl, die machen so weiter und nehmen die Produkte und vertrauen drauf?

Sarah Rojewski:

Also die es gibt die Menschen, die dann da sich darin bestätigt fühlen, dass KI schlecht ist und dann trotzdem, obwohl ich sag, hey, saß ein Mensch vor dieser Maschine, vor diesem Laptop und hat diesen Input eingegeben. Es war ein Mensch. Es war nicht die KI, die KI ist das Werkzeug dafür. Trotzdem, das ist das in ihrem Narrativ, in ihrer Wahrnehmung gerade, dass

Christoph Magnussen:

sie jetzt Das ist wir

Sarah Rojewski:

in Richtung Dystopie laufen und wie wie schlimm wir uns oder in welche eine dunkle Zukunft wir uns bewegen, dann ist es einfach die Bestätigung davon. Krieg ich immer ganz viele so No AI Meme Pictures in in den Kommentaren, so das ist so die eine Gruppe. Dann gibt's die andere Gruppe, die sich dann Es war jetzt in dem Fall natürlich, dass ich davon gesprochen hab, das war die Statistik, die veröffentlicht worden ist oder die Zahlen, die veröffentlicht worden sind, die auch im Spiegel dann zitiert worden sind, dass es dass der Zuwachs von Grok Nutzern und Downloadzahlen gestiegen ist, als dann herauskam, dass man entsprechende KI generierte Nacktbilder generieren kann. Vorbei und die männlich sich also männlich gelesenen Nutzer bei 86 Prozent lagen. Und dann hab ich natürlich auch da drin über, ich hab am Anfang über Menschen gesprochen und bin aber dann auch auf männliche User eingegangen und dann hatte ich natürlich, ich hab normalerweise in meinen Videos eine Ratio von so 60, 65 Prozent weibliche Followerinnen, die es sehen und 35 Prozent Männer.

Christoph Magnussen:

Mhm.

Sarah Rojewski:

In diesem Video waren es irgendwie 70, 80 Prozent Männer, die sich dann aber auch plötzlich alle total angegriffen gefühlt haben. Ich gesagt, ich hab ja nicht gesagt, du. Also spannend, dass es dann ein ein kollektiven Aufschrei gab, so, aber doch nicht alle Männer, hab ich gesagt, hab ich nicht gesagt. Ich hab gesagt, 86 Prozent der User, die das heruntergeladen haben. Also es ist dann auch sehr spannend, dass man dann auch plötzlich auch an so durch den Algorithmus in bestimmte Usergruppen oder bestimmten Usergruppen dann angezeigt werden, die einem dann auch gar nicht so freundlich gegenüber eingestellt sind, also mir dann auch persönlich, weil ich bin natürlich dann die Person, die

Christoph Magnussen:

es dann irgendwie und

Sarah Rojewski:

den Finger in die Wunde hält. Und ja und dann gibt's aber natürlich genau die und da das sind die Menschen, die ich erreichen möchte, die eben auch in sich in dieser Zeit, in der wir gerade befinden, wir brauchen unglaubliche Ambiguitätst oleranz. Wir müssen aushalten können, dass wir KI vielleicht auf der einen Seite, dass wir den positiven Effekt sehen können, dass wir aber auf der gleichen Seite auch genauso viel Kritik und und Unsicherheit äußern dürfen, dass wir das fühlen dürfen, dass wir uns kritisch äußern dürfen, ohne zum KI Hasser oder Hasserin zu werden. Und das alles immer gleichzeitig zu fühlen, ist unglaublich anstrengend. In dieser Grauzone sich zu befinden, ist erfordert zum einen Mut, weil ich mich mit allen Positionen auseinandersetze und aber auch unglaublich viel Kraft.

Sarah Rojewski:

Und da sehe ich, dass es aber auch eben genau die Menschen gibt, die das wollen und die sich diesen Positionen öffnen. Und das ist natürlich immer ganz schön, wenn man die Menschen dann erreicht und da eben auch sieht, dass man neue Perspektiven und Blickwinkel auch in nur 90 Sekunden oder mal 2 Minuten aufmachen kann.

Christoph Magnussen:

Ja, ja, das ist extrem anspruchsvoll, ne, das aufm auf den auf den Punkt zu bringen. Und ich find diese Diskussion meistens auch sehr emotional geführt, also egal in welche Richtung, ne. Also da da hast Du natürlich wirklichen Finger in der in eine Wunde gepackt, die einfach auch eine Realität trotzdem widerspiegelt, auch eine Realität des Internets an sich widerspiegelt. Und da lügen wir uns natürlich auch in die Tasche, wenn wir behaupten, dass wir das an der Stelle jetzt in den Griff bekommen sollen oder und da muss man auch definieren, was heißt das? Ja.

Christoph Magnussen:

So, ne? Wie macht man das? Wie geht man damit

Sarah Rojewski:

Und XAI hat das total schlau gemacht. Die wussten eigentlich genau, dass dieses Art diese Art von Feature definitiv zum großen Aufschrei

Christoph Magnussen:

Sam Altman hat's Mai auch gesagt, als er gefragt wurde, was habt ihr noch nicht gemacht bisher? Da sagt er Clearly Zitat, Hat er genauso gesagt.

Sarah Rojewski:

Ja, genau. Und was jetzt aber ist, der Sie haben Sie haben's irgendwie 2, 3 Wochen laufen lassen. Jetzt gibt's natürlich irgendwelche Klagen. Das kriegen die alles glattgebügelt, was sie ja jetzt gemacht haben. Ihre Einschränkung von XAI als Lösung dafür ist, dass dieses Feature hinter der Paywall ist.

Sarah Rojewski:

Es war ein unglaublich genialer Geschäftsschachzug. Das und da bin ich mir ziemlich sicher, dass das nicht die Einschränkung ist, die sie jetzt aus der Tasche ziehen, weil es zu einem Outcry kam, sondern das war ein sehr schlauer Businessplan. Und sie haben dafür in Kauf genommen, dass Menschen sich entsprechend und Minderheiten, also wir sprechen über Frauen, wir sprechen über Kinder, wir sprechen über Babys, dass sozusagen auf auf deren Kosten, auf deren Privatsphäre und deren Menschenrechte dieses Businessmodell jetzt grade fliegt.

Christoph Magnussen:

Mhm. Ja. Ja, es ist klar. Also da das hat dann so viele Aspekte, aber es ist genau wie Du eben das sagst, diese Gleichzeitigkeit auszuhalten, dass. Ich ich versuche es bei uns so zu lösen, also in der Firma wie aber auch zu Hause durch viel, viel, viel, viel, viel Aufklärung zu wissen, was es ist, wie man damit umgeht, was man damit tut, was man damit nicht tut.

Christoph Magnussen:

Weil am Ende sind's User, die nachher auch die Sachen veröffentlichen dann. Das ist ja dann auch noch mal eine ganz andere Nummer. Ja. Und es ist eben technisch deutlich schwieriger, eben nicht mit den Cloud Tools aus den USA zu arbeiten. Was mich zu Frage bringt, wie fit und gut und tief drin bist Du, was die Verhalten in anderen Ländern betrifft?

Christoph Magnussen:

Weil Du auch sagtest, geopolitisch tut sich da viel und Du hast Blick mit drauf, grad auch vor deinem Hintergrund, was ist da dein Take? Warum hast Du das Gefühl, wir müssen da Blick drauf haben, auch als normale User? Wir könnten auch sagen, ja, mir das Produkt und fertig und gut ist, warum muss ich mich dafür interessieren?

Sarah Rojewski:

Also für für die Modelle meinst Du oder ja? Und auch

Christoph Magnussen:

die auch die Agenda, die vielleicht auch politisch dahintersteckt.

Sarah Rojewski:

Ja, ich glaube, je mehr wir darüber wissen, welche Tech, also das eine ist die Tech Agenda und das andere ist sozusagen den Einfluss und auf Macht, weil sich Macht Macht verschiebt sich ja. Je mehr wir hatten schon wir haben seit Jahren ja schon Machtverschiebungen, je größer der Einfluss 1 Techunternehmens, je größer die Abhängigkeit zu einem Techunternehmen ist, umso mehr Einfluss und Macht hab ich auf das Consumer Verhalten, auf das Kaufverhalten, auf ja wirklich auf das private Leben ja auch von von Menschen und dass wir natürlich jetzt in den letzten Jahren einfach in sehr starke Abhängigkeit zu den amerikanischen Firmen geworden sind. Also es gibt so große Mindmaps, wo wir genau sehen, was sind eigentlich die großen Player? Mhm. Wir haben da Google, wir haben da Amazon, wir haben jetzt Open AI, also es sind und die sind alle in den in den Oracle.

Sarah Rojewski:

Wir haben so das klassische KI Bubble Thema, die schieben sich alle links und rechts das Geld hin und her und das ist irgendwie alles in den USA. Und man könnte jetzt sagen, ach ja, wir sind ja wir sind jetzt ja Global Village und wir nutzen jetzt einfach alle dieselben Modelle oder wir wir es ist ja egal, wo die Server stehen oder aus welchen Ländern die Modelle kommen. Und ich glaube, wenn man deswegen der Appell dahin, sich mit diesen Agenden auseinanderzusetzen, weil je mehr ich mich da reinarbeite, umso mehr hab ich das Bedürfnis nach dieser europäischen Souveränität und nach europäischen Modellen. Weil und aber das kam erst mit dem mit der Auseinandersetzung dieser politischen Aspekte, mit den mit den mit dem Verständnis der Abhängigkeiten, mit der Verständnis von, es ist nicht nur das eine Tool Add on, wo ich ab und zu mal was reingebe, sondern was passiert eigentlich in diesem Ökosystem im Hintergrund, welche sich dann auch auf mein Leben Einfluss Einfluss nehmen könnten. Und aber dieses Wissen, das kam erst, ich würd sagen auch erst in den letzten ein, 2 Jahren erst so richtig dazu, seitdem ich mich jetzt eben auch selbstständig gemacht hab und gesagt hab, ich möcht mit dieser Mission raus.

Sarah Rojewski:

Ich möcht mich aufklären, mich selbst aufklären und dadurch auch Menschen mitnehmen. Ich hatte das vorher nicht und das ist natürlich Riesenanspruch als normale Nutzerinnen, Nutzer, die im Arbeitsalltag son bisschen mal mit KI Tool konfrontiert sind, da zu sagen, so, jetzt bilde dich doch mal über über Tech Agenten und global politische Machtverschiebungsverhältnisse auf. Also es ist eine unglaubliche Aufgabe.

Christoph Magnussen:

Und wenn Du das jetzt aber vergleichst mit der Zeit, klaut, ne? Also weil die Diskussion erinner ich halt noch sehr gut und such immer wieder die alten Posts raus, wenn Leute mir gesagt haben, ich hab Vortrag gehalten und sag immer, hey, wir wir machen jetzt die Deutschland Cloud und wir können das nicht machen wegen Cloud und Cloud geht nicht. Technisch ist es nichts anderes, ne. Also seit den, ich sag immer wieder, seit den Neunzigern sag a sag ich immer, das Internet ist Amerikaner. Mhm.

Christoph Magnussen:

Punkt. So, weil es hat irgendwas erfunden, die haben das Termin gestellt. Die haben die die notwendigen Technologien dann veröffentlicht. Klar, so Hypertext und so weiter, andere Erfindungen, aber die Infrastruktur, die Grundinfrastruktur kommt von da. Und dann sage ich, das Zweite ist, deswegen wird's mit Ductape zusammengehalten, weil ganz viele der Services, wo man sich sagt, wie wie kann das funktionieren noch, wenn man sich das technisch bisschen anschaut.

Christoph Magnussen:

Und was man dabei nicht vergessen darf, klar, da hast Du natürlich so Länder, die es schaffen, sich da gut von abzukapseln, aber Du musst wahnsinnig viel Aufwand betreiben, China zum Beispiel. Und dann wurde aber von uns auch viel verschlafen, also auch an reinem Scale. Wo ist das jetzt mit dem KI Thema anders als damals bei der Cloud und glaubst Du, wir haben die Diskussion hier schon auf dem Podcast gehabt, glaubst Du, wir können da in Europa noch den Food in the door bekommen, was das betrifft?

Sarah Rojewski:

Also ich haben wir haben da ja auch mit unglaublich vielen unterschiedlichen Experten schon zu gesprochen, weil ich immer das Gefühl hab, man kann wir können grad gar nicht als Individuum irgendwie gar nicht alles wissen, weil und ich hab immer das Gefühl, es ist unglaublich schwierig, solche Prognosen zu treffen, allein weil weil so viel passiert und so schnell passiert, weil ich zwischendurch immer das Gefühl hab, wir können's nicht schaffen. Also ich hab zwischen Letztes Jahr hatte ich mehrmals den Punkt, wo ich gesagt hab, ich glaube, wir wir dürfen wir dürfen vielleicht Fast Mover sein in irgend Wir wir werden wir sind niemals in in die erste Welle. Im besten Fall können wir's so adaptieren für uns, dass wir noch relevant bleiben, auch in Finanzmärkten und Co, dass wir es adaptieren Und da hatte ich mehrmals den den Punkt letztes Jahr, dass ich gedacht hab, wir sprechen hier alle von digitaler Souveränität, aber lass uns doch irgendwie mal schauen, wie wir es versuchen, mit Realismus da ranzugehen und sagen, was ist denn realistisch, dass wir dann nicht komplett mit dem Versuch, es irgendwie noch an uns zu reißen, nicht doch eher mit realistischen Set-up und somit eben auch mit natürlich amerikanischen Modellen, amerikanischen Clouds und so weiter.

Christoph Magnussen:

Hat dich jetzt dazu gebracht, dass Du gesagt hast, nee, also wir können höchstens bisschen nachlaufen?

Sarah Rojewski:

Also ich glaub, wenn man sich einmal so die die Techmap sozusagen anguckt und so die Abhängigkeiten versteht, also da bin ich letztes Jahr noch mal tiefer reingeschickt, weil mir gar nicht vorher alle Zusammenhänge von wer ist eigentlich wo investiert? Also dieses ganze Thema KI Bubble, das war für mich riesen Eye Opener und da hab ich einfach und da hab ich mal versucht, überall eine europäische Flagge dranzumachen an an die großen und es waren sehr wenig. Ja. Da ich ja so, okay, das ist das und das ist ja das Endergebnis nicht von 3 Jahren KI Hype, sondern das ist das Ergebnis von der seit 2000 Aufbau und Weiterentwicklung und Vernetzung und Finanzierung und und Ausbau und und Strategie und und da bin ich so an den Punkt gekommen, wie sollen das sind 25 Jahre? Und da und dann hab ich gesagt, okay, wie und aber ohne damit den Kopf in den Sand zu stecken, so zu sagen, okay, dann hat man jetzt verloren.

Sarah Rojewski:

Ich würd's gar nicht als verloren sehen, sagen, wie können wir's denn schaffen, in diesem Set-up, in dem wir gerade arbeiten, uns mit dieser, also in Anführungsstrichen damit arrangieren, bestimmte Sicherheitsmaßnahmen in in Play setzen, dass wir unsere Menschenrechte schützen, dass wir unsere Privatsphäre schützen und aber trotzdem nicht am Arbeitsmarkt, das ist ja der eine Punkt, nicht komplett abgeschlagen werden und der zweite Punkt, der mir ja ganz, ganz große Sorgen macht, jetzt mach ich neues Feld auf, das Thema Bildung, weil es gibt in den USA jetzt schon die ersten ersten AI First Schulen, die in den ersten Zyklusdurchlauf Ende 2025, also Mitte 2025 hatten. Die Studierenden gehörten zu den besten 0.2 Prozent des ganzen Landes. Die haben allen didaktischen Inhalt, kompletter didaktischer Inhalt wird nur von AI Tutoren vermittelt.

Christoph Magnussen:

Wow.

Sarah Rojewski:

Und das sind nur 2 Stunden am Tag und alles andere sind praktische Life Skills mit Menschen. Chemische Prozesse, Reifenwechseln, Kommunikations- und Debattierkurse, emotionale Sessions mit Psychologen, aber Mathe, eine Formel erklären

Christoph Magnussen:

Krass.

Sarah Rojewski:

Macht eine KI.

Christoph Magnussen:

Macht eine KI.

Sarah Rojewski:

Und die Schüler waren die besten des Landes, gibt davon 3 Stück, glaube ich, in den USA natürlich privat, also ist also unglaublich teuer. Also es ist kein Modell, was wir sagen, machen wir mal morgen in Deutschland.

Christoph Magnussen:

Ist das die die eine, die die die in Arizona, die so hoch gehypt wurde?

Sarah Rojewski:

Ja, Arizona ist eine davon, genau. Und davon gibt's, glaub ich, mittlerweile eben wie gesagt 3 Stück. Es gibt nur eine in Florida, also so, die versuchen das natürlich jetzt auszubauen und so, ich mein, ich halte mit meiner politischen Meinung nicht hinterm Berg, aber wenn wir jetzt sehen, dass letzte Woche Melania Trump sich hinstellt und an alle Kinder des Landes appelliert, weil sie ist ja für Education mitverantwortlich und sagt, das ist eure Chance, wir bieten hier alles, deswegen ist Open AI in alle K-zwölf -Programme integriert und wir noch mal so darüber diskutieren, ob man jetzt ChatGPT verwenden darf oder nicht. Also ich mach mir sogar Also ich mach mir darum viel, viel mehr Sorgen, dass wir hier eine ganze Generation im Stich lassen und sie nicht, wir wir kompetitieren ja nicht mehr nur mit dem deutschen Arbeitsmarkt, wir kompetitieren international und da sind wir gerade sehr, sehr schlecht aufgestellt.

Christoph Magnussen:

Okay, da hast Du definitiv jetzt neues Feld, schon mal ein sehr spannendes Feld, weil ich würde Sorry. Gleich noch dazu hinkommen oder spoilern wir nicht, wie wir das drehen. Ja. Das heißt aber, okay, mir war das nicht, also ich kenn die Schule in Arizona beispielsweise. Ich kenn da auch junge Schüler, die da hingehen.

Christoph Magnussen:

Was mir nicht klar war, ist, dass tatsächlich in diesen Wettbewerben, dass die 0.2 besten des Landes sind. Da würde ich mich selber unbedingt noch mal einlesen. Ist es denn tatsächlich, also Du hattest das Curriculum jetzt noch mal beschrieben, das würd ich gerne noch mal besser verstehen. Das heißt, alles, was quasi Lehreraufgabe war, wird durch KI Tutoren, KI Chatbots und so weiter gemacht, also sprich ChatGPT wahrscheinlich at scale. Und alle anderen Sachen, also diese Skills drumherum, die Social Skills werden dann von Lehrkräften sozusagen vermittelt.

Sarah Rojewski:

Genau und dann gibt's natürlich Sport, also so was wie Sport ist ja auch 'n Unterrichts dann gibt's aber auch Physik oder Chemie, also überall da, wo man wirklich auch experimentieren kann und Lehrkräfte sind die ganze Zeit im Raum. Also es ist natürlich so, dass man immer noch mal die Möglichkeit hat nachts Ja, das hab ich

Christoph Magnussen:

auf Youtube gesehen, als Sie mal Video gezeigt haben, dann es die Schule.

Sarah Rojewski:

Wobei es ist natürlich auch so, wenn ich in meinem total personalisierten Lernpfad bin und gerade und natürlich auch diese KI weiß, wie welche Art von Lerntyp bin ich? Bin ich eher visueller Typ?

Christoph Magnussen:

Bin ich

Sarah Rojewski:

eher auditiver Lerntyp? Das heißt, wir werden dann, wir haben uns ja auch bei 1 Session getroffen bei Notebook LM von wo wir eben auch gesehen haben, was alles möglich ist, wenn man mit eigenen Materialien arbeitet und die dann eben auch auf unterschiedlichen Content Formaten aufbereitet. Also für die Kids ist das natürlich wesentlich einfacher, mal da eine Stellen noch diese Rückfragen zu stellen an den KI Tutor. Ich erinnere mich an meine Chemieunterrichtseinheiten, also ich oute mich jetzt, dass ich in Chemie wirklich nicht gut war und ich hab mich nie getraut, Fragen zu stellen, war vor 30 anderen Kindern.

Christoph Magnussen:

Bist meine Chemienote nicht mehr, Jetzt hast

Sarah Rojewski:

Du mich jetzt mal nachricht. Also da war ich wirklich nicht gut. Aber ich hab mich auch nie getraut. Also dann, weil ich gedacht hab, jetzt oute ich mich ja total, dass ich das hier noch gar nicht verstanden hab oder manchmal war ich noch so lost am Anfang von von Unterrichtseinheit, dass ich dann, ich weiß noch nicht mal, wie ich die Frage formulieren soll und jetzt noch vor 30 Schüler anderen Schülerinnen. Also diese Hürde ist natürlich abgebaut.

Christoph Magnussen:

Und das, was mir jetzt gerade auffällt, ist, also ich bring das unseren Kindern tatsächlich bei, halt die Sachen zu fragen, die erarbeiten sich das selber. Aber ich stelle das fest, dass selbst die Jüngeren, die ausm Studium zu uns kommen und anfangen, manchmal hängen bleiben und sagen, wie mache ich dies, wie mache ich das? Und ich sag, nimm irgendein, wir bieten, wir haben ja alle Sachen zur Verfügung bei Blechboot. Also wirklich, Du kriegst bloß alle Tools, die es gibt. Dann denk ich so, aber könntest Du jetzt einfach Screenshot machen und fragen?

Christoph Magnussen:

Da ist ja nun wirklich nichts Geheimnis drin in diesem Screenshot. Und ich find das eine so unendliche Möglichkeit, Sachen zu lernen. Da ist aber die Frage, wenn wir diesen Skill vermitteln wollen, würdest Du dann eben auch sagen, ja, dann all in. Education ist das eine Ding, was wir in Europa ehrlicherweise haben, grade in Deutschland. Also wir heaven not much here, except for education.

Christoph Magnussen:

Und wir sind da wirklich so schlecht und hinterm Berg und beschweren uns nur. Wär das der harte Schiff zu sagen, man würde das Modell kopieren oder siehst Du kritische Themen an dem Modell, wo Du sagst, mhm, ah, das ist viel zu gefährlich?

Sarah Rojewski:

Also ich muss sagen, dass bei bei allen Risiken und Unsicherheitsthemen dich immer wieder anbringen, ich glaube, dass das ein dass das ein hervorragendes Modell ist. Also wenn ich selber, wenn ich mich jetzt selber als Schülerin mal in die USA setzen könnte oder ich eingeladen werden würde auf irgendeiner Form, ich würde sofort machen. Weil weil nicht nur aufgrund der der Personalisierungsmöglichkeit, auf ganz individuelle Bedürfnisse von Kindern einzugehen, wie sie lernen, wie sie Content verstehen, in ihren eigenen Rhythmus zu arbeiten. Also diese Art dieser Standardisierung, die wir hier in Deutschland haben, alle müssen jetzt in 6 Unterrichtseinheiten dieses eine Thema verstanden haben und dann noch mit 1 Lehrerpersönlichkeit, Lehrerinnenpersönlichkeit irgendwie klarkommen. Das ist ja alles aufgebrochen und das Zweite und das finde ich aber noch so viel wichtiger, ist das ganze Thema Debattieren, meine meine Meinung richtig artikulieren können, meine eigenen Präferenzen setzen zu können.

Sarah Rojewski:

Ich bin ja also in diesem Modell, diesem Schulmodell ist es ja auch nicht so, dass dass ich in 1 Klasse bin, basierend auf meinem Alter, sondern ich es wird am Anfang ein Test durchgeführt und dann kann man, sagen wir mal 13, wäre man hier in der siebten Klasse und man würde den Content der siebten Klasse für alle Fächer gleich machen. Aber wir wissen einfach alle aus unseren Schul, aus unseren Schulerfahrungen und Erlebnissen und Leben, dass es manche Fächer gibt, mit denen wir besser klarkommen, wo wir mehr Präferenzen haben, wo wir Talente haben und Skills haben und vielleicht auch bestimmtes Lernfenster und das ist auch psychologisch pädagogisch nachgewiesen, dass Kinder bestimmte Lernfenster für bestimmte Themen haben und die sind aber nicht für alle Themen gleich. Und was ist, wenn ein Kind mit 13 schon unglaublich gut sich ausdrücken kann, sehr gut der Deutschen, jetzt in unserem Fall der deutschen Sprache mächtig ist, in Literatur wesentlich weiter wäre, könnte da schon in der zehnten Klasse theoretisch sein und in Mathe aber in der siebten Klasse. Mhm. Und so kann ich mich entlang meiner Talente auch weiterentwickeln und genau und so wird man ist man dann nicht mehr in sone Man und man hat trotzdem Klassenverbund für alle anderen Themen.

Sarah Rojewski:

Und was ich halt cool finde, ist so dieses Praktische von, ich lern, wie ich meine Steuern mache und wie ich Fahrradreifen wechsle, wie ich Autoreifen wechsle. Das ganze Thema Sport, dann haben wir wieder die Verknüpfung zum Thema Gesundheit, also Prävention, dass wir Kinder irgendwie so schnell wie möglich auch irgendwie in Bewegung bringen und sie gar nicht mehr 8 Stunden oder 9 Stunden aufm Stuhl sitzen müssen. Weil die machen das diesen inhaltlichen Teil nur 2 Stunden. Also ich ja, es gibt weil es gibt sicherlich Risiken, die zu diskutieren sind, aber wenn ich, ich hab da schon lange jetzt drüber nachgedacht, ich werde das wäre da totaler Fan von und ich wäre gerne auf dieser Schule gewesen.

Christoph Magnussen:

Ich ich versetz mich jetzt gerade so in in die Diskussion. Ich bin im Elternrat in der Schule und ich sag ja zum Beispiel auch immer KI und Kinder vorsichtig, ne, es ist immer mein Take. Also es muss unter Aufsicht passieren, aber das wäre dann ja unter Aufsicht, weil ich ganz klar sage, dafür sind die heranwachsenden Hirne der Kinder, die müssen das erst noch verstehen. Das ist auch not easy to on a stand, weil grade wenn man dran denkt, wir als Erwachsene lassen uns manchmal austricksen von der KI. Aber ich stell mir jetzt grade die lebhafte Diskussion zwischen den Eltern vor, die trotzdem alle Whatsapp benutzen, private Google Accounts benutzen, immer von Datenschutz reden und dann wird diskutiert und dann geht's in die Länderentscheidung, dann geht's in den Schulsenat und dann wird überlegt, welche welche lokale Lösung man verwenden könnte.

Christoph Magnussen:

Dann wird eine Software installiert, die aussieht wie aus den Neunzigern.

Sarah Rojewski:

Ich stell's

Christoph Magnussen:

ganz kurz Ich bin bisschen hart, aber ich bin so hart, ganz ehrlich, weil also man wird, ja, nee.

Sarah Rojewski:

Also ich war noch nie in sonem Elternbeirat, aber ich hab's ich hab das das blühende diese blühende Diskussion vor Augen. Und das ist aber genau dieser, jetzt sind wir auch an dieser Herausforderung, die sich ja schon lange auch durchzieht, auch schon mit der Diskussion rund Social Media. Mhm. Wir sind die Eltern, die jetzt Eltern sind. Manche davon bezeichnen sich als Digital Natives, manche nicht so wirklich oder haben einfach so diesen Disperminimum an technologischem Verständnis, was sie irgendwie für ihren Arbeitsalltag brauchen, aber die meisten Eltern sind ja Status quo noch ohne Social Media auch aufgewachsen und dann ist das große Buzzword Medienkompetenz.

Sarah Rojewski:

Das hat man einfach, das hat sich immer weiter aufgebläht, weil früher war Medienkompetenz so dieser AV Kurs, so dass man son son Computer in son Raum reingeschoben oder son Projekt in Raum reingeschoben hat. Das das war so die die diese erste Phase. Dann kam das Thema Powerpoint Präsentation, Internet Nutzung und Co. Und jetzt ist irgendwie auch dann das Thema KI so mit reingeschoben worden und ich kritisiere da, ich werfe das niemanden vor, ich hab ganz, ganz viele Eltern in meinem Freundeskreis auch, die sagen, ah, ich weiß es grad noch nicht, aber dann lass uns uns doch gemeinsam definieren und lass uns nicht unsere Kinder, weil Du setzt dich sehr kritisch damit auseinander und sagst, ganz vorsichtig unter Beaufsichtigung, das ist ja nicht ein ja oder nein und ich

Christoph Magnussen:

sag Nee, nee, also meine Kinder dürfen alles tatsächlich. Ich hab denen aber gesagt, bis sie 18 sind, steht alles unter meiner Kontrolle. Da hab so so, ja, die anderen Eltern, das kannst Du ja nicht machen. Sag ich, natürlich kann ich's machen. Bis sie volljährig sind, steht alles unter meiner Kontrolle.

Sarah Rojewski:

Ja.

Christoph Magnussen:

Kreditkarten, wenn's sie geben sollte, Zugänge, wenn's sie geben sollte, Admin Passwörter. Ich verwalte die Geräte selbstverständlich und sagen die anderen, ja, aber wie geht das alles? Und genau damit musst Du dich halt auseinandersetzen.

Sarah Rojewski:

Ja, genau. Und alle

Christoph Magnussen:

haben Telefon in der Tasche und benutzen das so, wie die Knöpfe halt kommen. Und da sag ich, das geht nicht. Ja. Wir haben Führerschein fürs Auto, dann muss es das dafür auch geben. Aber das Beispiel, was Du jetzt genannt hast aus den USA mit KI im Einsatz der Bildung, wo ich denke, jetzt einmal den Bogen zurückzusparen zu Europa und ob wir das schaffen können, wenn education das eine Thema ist, mit dem wir zukunftssicher machen, das tun wir, behandeln wir es nicht nur stiefmütterlich, nee, ist blödes Wort, das will ich eigentlich verwenden, weil wir benutzen Bonusmutter, Bonusvater als Worte, aber das ist ein so gelerntes Wort, aber wir wir wir behandeln's nicht so, wie's eigentlich die Aufmerksamkeit bekommen sollte.

Christoph Magnussen:

Wenn ich jetzt aber noch bedenke, man überfordert dann auch noch die Leute damit, dass wir KI in den Unterricht bringen, Bei aller emotionaler Diskussion und dann liest man den Artikel über Grok und dann kommt Elon Musk und dann kommen alle Meinungen dazu, no way on earth werden wir das hier in den nächsten 10 Jahren sehen, dass das Einzug hält. No way, glaube ich nicht. Ja. Wie siehst Du denn dann, dass Europa den Tritt bekommt bei dem Thema? Wo hat's denn, weil das hörte sich so an, als wenn Du letztes Jahr noch gesagt hast, nee, schaffen wir nicht.

Christoph Magnussen:

Ja. Würdest Du dieses Jahr sagen, ich seh Licht und wir müssen oder hast Du eine Idee oder sone kleine Idee?

Sarah Rojewski:

Nee, also wie gesagt schwierig immer mit Thesen sich aus dem Fenster zu lehnen. Irgendwie wer Bill Gates hat gesagt, der Computer wird nix für für für den Haushalt. Also ich glaube auch

Christoph Magnussen:

Hat er das mal gesagt wirklich?

Sarah Rojewski:

Ich glaube, die großen Vordenker lagen auch schon falsch, der der ihrer oder waren noch nicht ihrer eigenen Zeit voraus. Ich glaube, dass wir je härter wir versuchen, dagegen anzukämpfen 1 1 Abtrennung und 1 Abgrenzung, umso mehr Zeit verlieren wir und deswegen glaube ich an son Mittelweg. Ich glaube, dass wir es nicht schaffen, also was Definition von digitaler Souveränität und europäische Souveränität bedeutet ja nicht, dass wir uns komplett abgrenzen und abkoppeln müssen, sondern dass wir Zusatzangebote haben. Und das sehe ich schon, dass wir und dass wir dann wie früher hat man so von sonem Kanalmix gesprochen irgendwie, dass wir irgendwie es schaffen, eine gute Kombination, Symbiose aus amerikanischen Produkten zu finden, wo wir und aber es schaffen werden, son bisschen aus sonem Vendor-Lock rauszukommen, dass wir vielleicht die eine oder andere KI Plattform haben. Wir denken an Langdock, wir denken an N8N.

Sarah Rojewski:

Also es kommen gerade Wir haben einige große Start ups, die hoch diskutiert sind, die gerade irgendwie gut im Kommen sind. KI Agenten Thema, wo wir die Möglichkeit haben, vielleicht so Overlayer zu bauen und dadurch nicht eine komplette Unabhängigkeit schaffen, aber wir uns trotzdem nicht sozusagen nur an die Seitenlinie stellen, sagen, wir nehmen 1 zu 100 Prozent alle Produkte, sondern schaffen son Mix. Das wäre sozusagen mein, das wäre der positive Take daraus, anstatt sagen, entweder Abgrenzung komplett oder komplette Abhängigkeit. Vielleicht wird's auch sone Mischform geben mit mit Mittel Layer Applikationen, die für uns gut funktionieren.

Christoph Magnussen:

Jetzt kommt wieder der der Anwender Freak. Ich benutz also ich versuch sogar Mittel Layer auszuschalten mittlerweile, weil ich sage, das geht schneller, wenn man direkt arbeitet. Und das Interessante ist halt, es ist ja nur ein Teilbereich von KI, der aber so viel Impact hat und in den großen Bereichen gibt's dann eigentlich nur die amerikanischen Modelle, die chinesischen Modelle und dann hast Du viel Mittelground für Spezialthemen wohlgemerkt und da ist auch noch sehr viel Luft. Aber man merkt halt, wie gut die sind. Also auch Langdoc und n8n würde ohne Anbindung an die großen Large Language Models in den Use Cases, die benutzt werden, gar nicht laufen.

Christoph Magnussen:

Und bei den chinesischen Modellen, die sind herausragend, die sind extrem günstig. Und da muss man halt wirklich gut gucken, welches der Modelle eignet sich für die für die echte Produktion und und und wo ist es eine nette Demo? Und das finde ich halt immer wieder faszinierend. Also wenn man wirklich reingeht und es benutzt, dann wird die Luft echt dünner. Ja.

Christoph Magnussen:

Und deswegen ist das sone in in der Diskussion auch mit was benutzt man? Also ich die letzten Wochen, ich hab so viel Code geschrieben, wie schon sehr, sehr, sehr, sehr lange nicht. Und verstehe aber auch, wie viel Kontext kannst Du verwenden bei welchem Modell? Was kannst Du damit machen? Wo sind Limits?

Christoph Magnussen:

Ich kann dir mittlerweile sagen, wie wie fühlen sich und wie wird eine eine App anders gefärbt, wenn Du Codex von Open AI verwendest versus Gemini von Google? Warum ist das teure Modell von Anthropic anders als das günstige? Und wenn Du das nicht machst auf dem Level, dann kannst Du nur in der blanken Theorie sagen, ja, könnte man. Und dann kommt am Ende trotzdem Produkt bei raus, was ja nicht, also was Du benutzen kannst, was Du selber verwenden kannst, wo Du wo Du auf dem Rechner was machen kannst, was auch lokal laufen kann, oh Wunder Software. Und da merke ich dann so, und da fehlen den meisten Leuten die pure Basics, zu verstehen, was kannst Du dort machen?

Christoph Magnussen:

Und ich also ich tu mich sehr, sehr, sehr, sehr schwer zu sehen, wie das funktionieren soll, wenn wir nicht die Leute ausbilden, die da weiter dran schrauben. Weil wenn wir nur sogenannte GPT-Wrapper bauen, das ist ja immer dann das die Gefahr, dann bleiben wir halt nicht nur Zweiter, der hinterherläuft, sondern laufen halt immer noch hinterher. Ja. So, da ist nix mit Frontier Labs.

Sarah Rojewski:

Nee, ja genau, aber das Thema Frontier, also Frontier Labs ist das eine, aber so dieses Frontier Firmen, das ist ja das ist ja viele Dinge, von denen, die Du grad gesprochen hast, das eine sind son bisschen die Hard Skills, natürlich immer, also auch irgendwie jetzt Dinge neu zu lernen. Ich mach grad noch mal eine noch mal eine technischere Ausbildung zum AI Integration Manager, weil ich auch noch mal tiefer reingehen will, als ich das gerade tue und Aber auf der anderen Seite ist es auch 'n 'n natürlich 'n Mindset Thema. Also verstehe ich diese diese Symbiose zwischen Mensch und Maschine und was kann für mich exekutiert werden und wo bin ich im Driver's Seat als Mensch? Und ein Driver Seed, ein wie eine Schraubstelle ist die Entscheidung des Modells. Und dann, also es sind so viele kleine Schraubstellen, die ich als Menschen drehe, aber dann so das Heavy Lifting, was von der KI übernommen wird, dass es auch auch Zusammenarbeiten ist.

Sarah Rojewski:

Also das ist ja eine völlig neue Art, wie wir schaffen, wie wir erschaffen, wie wir coden, wie wir generieren, wie wir kreativ sind, wie wir arbeiten, wie kommunizieren. Also das ist ja wieder, dann sind wir wieder son bisschen bei diesem menschlichen Thema. Ich glaub und und das fehlt beides grade. Also ich seh beides, glaub die Hard Skills, da haben noch viel mehr Menschen Angst vor, also dieses Technische, weil natürlich auch nicht jeder nicht jeder Mensch muss jetzt coden oder versuchen, Vibe zu coden, weil das grad Thema ist, ist völlig okay.

Christoph Magnussen:

Seh ich anders? Jeder Mensch sollte einmal Okay. Also da das sehe ich tatsächlich anders, da sag ich, also ich mach das mit mit den Kindern Ja. Spielerisch. Ja.

Christoph Magnussen:

Sogar die Jüngste in der Kita hat eigenes Spiel, was wir gebaut haben, ihr Aerodynamik zu erklären. Sie liebt das und sie kann zwar noch nicht coden und schreiben, aber sprechen und sagt, was sie haben will und dann bauen wir das und dann sieht sie, dass da was entsteht. Und weißt Du, warum ich das für so wichtig halte? Weil wir vergessen, dass diese ganze Idee, wie Informationen von rechts nach links bewegt werden, das können sich die meisten Menschen nicht vorstellen. Also Du wirst es bei Telefonika wahrscheinlich gesehen haben, jetzt mal den Bogen zurückzuspannen, wie die Daten, wo die stehen, wie die FAQs aufbewahrt werden, in welcher Datenbank was mit was verknüpft ist.

Christoph Magnussen:

Ja. Und zu sehen, dass jede Scrollbewegung auf Instagram, jedes Stehenbleiben, jedes Reinzoomen, was Du dir anguckst, ein Eintrag in 1 Datenbank ist, und jetzt komm ich wieder zurück zu dem Duct Tape der Amerikaner der Neunziger, in 1 Technologie, die aus den sogar Achtzigern, Neunzigern kommt. Ja. Das ist immer noch dasselbe. Ja.

Christoph Magnussen:

Natürlich mit anderen Details und so weiter. Das einmal zu sehen, hilft so sehr wegzukommen von, das ist ja Knopf auf meinem iPhone und das muss doch einfach gehen. Das kann doch nicht wahr sein. Und das halte ich in 1 Zeit, in der es so tief in den Alltag integriert ist, für absolut wichtig. Nicht in jedem Detail, nicht so so ist wie früher.

Christoph Magnussen:

Hier von Adrian von Merantix hatte das gesagt im Podcast. Er sagte, hey, früher musste jeder verstehen, wie funktioniert der Motor, wenn das Ding nicht funktioniert. Versteht heute keiner mehr. Ja. So, weil Du fährst und das Ding fährt nicht, ist scheißegal.

Christoph Magnussen:

Okay, fair enough. Könntest Du trotzdem mit KI darüber nachlesen, warum woran das jetzt liegt? Ja, könntest Du. Mhm. Und das ist der Riesenunterschied.

Christoph Magnussen:

Und ich glaube, wenn wir diesen Spark hinbringen und da kann Coden helfen, indem man sagt, nicht gib mir einfach den Knopf, sondern sag mal einen Satz dazu, warum ist der Knopf da? Und ich hab das den Kindern neulich als Challenge gegeben und hab gesagt, hier dürft, das war am Wochenende. Ich weiß gar nicht, wie wir darauf kamen. Aber ich sagte, ich will von euch wissen und dann durften sie sich irgendwie Eis aussuchen oder wachse auch immer. Oder sie wollten ja Eis suchen.

Christoph Magnussen:

Und hab ich gesagt, okay, dann müsst ihr erst das Rätsel lösen. Warum hat Steve Jobs gesagt, macht den Button so geil, dass die Leute ihn ablecken wollen? Was hat er damit gemeint? Und dann hab ich die Suche gemacht und das war halt mega, ne. Also weil dass der so dass die Sachen von Apple so sind, wie sie sind, das ist halt nicht Zufall.

Christoph Magnussen:

Ja. Und ich finde, das müssen wir wieder besser in den Griff bekommen. Deswegen also ich seh das anders.

Sarah Rojewski:

Ja, aber ich find's spannend, die den was mir ganze Zeit aufkam bezüglich der manche Menschen wollen, dass da jetzt dieser Knopf ist oder dass der jetzt funktioniert oder wollen, dass das irgendwie mit wenig Input von uns irgendwie toll wird oder das beste Ergebnis rauskommt. Ich habe das Gefühl, dass wir jetzt ja in dieser AI Slop Phase und -Ära waren, dass Menschen so gedacht haben, ja mit 3 Sätzen muss doch jetzt hier Produkt rauskommen oder mein perfekter Text und sich dann darüber beschweren, dass der Text nicht gut ist. Und dass wir aber jetzt auch wieder und da geht's dann auch wieder son bisschen in deine Richtung, wir brauchen mehr Verständnis und vielleicht sollten's doch mehr Menschen tun, so dieses Grundverständnis aufzubauen, ist, dass wir verstehen, es geht nicht darum, dass wir all unser Denken, all unser Tun auslagern und sozusagen dieses, ich lehn mich faul nach hinten und und schreib irgendwie 3 Sätze rein, sondern wir wissen alle, das ist ja eine sehr beliebte Metapher, die besten Führungskräfte sind auch die, die richtig delegieren können, die irgendwie Visionen transportieren, die sich da auch hinsetzen, sich Zeit nehmen, sich mit ihren Mitarbeitern unterhalten, die irgendwie sagen, wo wollen wir hin, was ist the Big Picture, was ist meine Vorstellung?

Sarah Rojewski:

Diese Dinge, dieses strategische, konzeptionelle Denken und das muss auch nicht immer so in einem aufbereitet und dann an die KI, sondern das kann ja auch Prozess oder in vielen Schritten merke ich, ist das ganz häufig Prozess. Dann hab ich zwar von mir selber den Anspruch, dass ich viel vordenke und merke dann beim bei der ersten Generation so, ah ja, okay, doch noch 5 Sachen vergessen, was ja vollkommen okay Und da interativ dran zu arbeiten, aber nicht zu denken, nur weil KI jetzt da ist und für mich Heavy Lifting macht und dass ich vielleicht die eine oder anderen den einen oder anderen Hard Skill vielleicht gar nicht mehr brauche, weil ich ein ein mächtiges Tool an die Hand bekommen hab, das finde ich unglaublich wichtig. Dann kommen wir weg von diesem AI Slop, so dass einfach viel Müll produziert wird und wir kommen weg und das ist wieder so mein Zirkel zum relativ zu Beginn der Folge, wo ich gesagt hab, dass ich glaube, dass wir auch vom Narrativ wegkommen, dass wir ersetzt werden, weil wir verstehen, dass es nicht dieses Ersetzen, sondern es geht ein Erweitern meiner Fähigkeiten und an meiner Umsetzungsmöglichkeit geht. Und ich find das mit den Kindern, ja, find's hervorragend.

Sarah Rojewski:

Ich hab einige Podcasts gehört, wo jetzt so Claude Code Projekte eingereicht worden sind und es waren, das die irgendwie gesagt, also irgendwie für über 50 Prozent dieser Projekte, die eingereicht worden sind, waren Eltern, die irgendwie einfach 'n Funprojekt mit ihren Kindern gemacht haben und das finde ich sehr cool.

Christoph Magnussen:

Ich sag das immer meinen Leuten, weil denen sagen, ja, können wir das machen? Ich sag, ja, ihr dürft natürlich offiziell oder solltet nicht die Firmentools für privat verwenden, aber ihr könnt die Learnings verwenden und dann gucken und dann mischt sich das ja, weil die meisten Leute machen natürlich dann private Sachen und die Leute sagen, was soll das bringen? Und dann sag ich, Leute, wie oft in unserer kurzen Zeit, wo Sie Sachen geändert haben, hat haben Leute gesagt, was soll das bringen? Ich ich höre noch den Satz, als ich sagte, guck mal, jetzt kann man mit AGX Technologie 2005, jetzt kann man Videos in eine Website einbetten. Ich fand's einfach nur faszinierend.

Christoph Magnussen:

Und da sagte mein Kumpel damals, was soll das bringen? Don't know, ja. Aber wie gesagt, Hero Youtuben und Co. Und das ist, glaub ich, der entscheidende Punkt. Da jetzt aber noch mal den den Pflock einzuschlagen, glaubst Du wirklich, wirklich, wirklich, so wie einige andere, die hier zu Hause saßen und sagen, ja, also wir hatten jetzt Johannes Otterbach da, der vorher bei Palantir und Open AI auch gearbeitet hat und bei Merantix, der ist zurück in Europa mit dem Ziel, mit der SPRIND zusammen, Frontier Labs auch zu finanzieren, weil er sagt, okay, er kann sich nicht vorstellen, der Welt zu leben, die bipolar zwischen China und USA ist.

Christoph Magnussen:

Also er sagt, alle anderen sind halt momentan nicht relevant. Und wir haben da Bereiche. Glaubst Du mit deiner Perspektive als Geisteswissenschaftlerin, dem Blick auf die Menschen, selbst wenn wir technisch die Sachen möglich machen könnten an einigen Stellen, sind wir grade hier auf dem geistigen Level zu sagen, wir greifen an oder fehlt uns dafür noch der richtig harte Tritt in den Hintern?

Sarah Rojewski:

Ja, ich glaub, uns fehlt der harte Tritt in den Hintern.

Christoph Magnussen:

Okay, ich hab's befürchtet, ja.

Sarah Rojewski:

Ja. Also da, genau, Finanzierung, wir, wenn man sich das anguckt, auf LinkedIn gibt's son paar Menschen, denen ich gerne folge, die das sehr eng für uns beobachten, also deutsche LinkedIn Influencer, die dann sagen, guckt mal den Vergleich an Investitionen. Wie sollen wir denn da, also wie wie sollen wir uns denn da anmaßen oder irgendwie glauben, dass wir mit dem Spielgeld, was wir haben, da irgendwie angreifen können? Und das Zweite ist, dass wir das Mindset, also wodurch wird Mindset gesteuert? Wir sind wir haben alle unsere Hierarchieebenen haben wir so grad eben son bisschen schon berührt und das eine ist, dass ich ganz viele Menschen sehe, die unglaublich fortschrittliches, progressives Mindset und Zukunftsmindset haben.

Sarah Rojewski:

Die wollen an 1 Utopie arbeiten, damit wir irgendwo Dystopie. Und dann gibt es aber einfach und das ist das, wenn wir die Tagesschau anmachen, das ist, wenn wir Instagram aufmachen, wenn wir uns die politische Lage in Deutschland anschauen, wenn wir grade uns anschauen, wer ist die an an der Spitze in Deutschland? Wer diskutiert diese Themen in Deutschland? Und da sprech ich jetzt nicht nur über nur über unseren Bundeskanzler, sondern auch von unterschiedlichen Parteivertretern für Digitalisierungsthemen. Das sind aus meiner Sicht gerade nicht die richtigen Menschen, die dieses fortschrittliche, progressive Zukunftsmindset haben und das bestimmt eine Stimmung in einem Land.

Sarah Rojewski:

Definitiv. Und dass diese Stimmung, also da braucht es sehr viel Energie und Mut, das zu überwinden und das können wir das wir kann können wir gar nicht von allen Individuen verlangen. Und deswegen glaube ich, dass wir gerade noch nicht so ausgestattet sind, dass wir in einen Angriff gehen können.

Christoph Magnussen:

Eieieiei, wir müssen mit irgendwas Positivem enden. Das ist sonst das ist das kann ich sonst nicht zulassen. Aber nee, ich sag mal, also was mein Take ist, Du hast es gerade gesagt, kann man von Individuen nicht verlangen, das stimmt. Und trotzdem sag ich, die, die jetzt auch zuschauen, da natürlich gibt's auch immer viel Diskussionen. Ich warte immer auf den einen Datenschutzkommentar.

Christoph Magnussen:

Manchmal sind's auch 2, die die dann kommen. Und ich sag ja nicht, aber nichts dagegen Gegenteil. Man muss halt nur verstehen, was man da tut. Ich sage, wir haben, glaube ich, den Punkt, wir müssen es individuell nachholen. Die Verantwortung haben andere Länder anders gesetzt, wo man halt mehr Selbstverantwortung dann auch trägt.

Christoph Magnussen:

Wir geben zu viel ab, zu viel zentral und sagen, entscheidet ihr mal, macht mal. Das funktioniert nicht. Ja. Und weil Du das auch gerade sagtest mit den Finanzdimensionen, das sehe ich natürlich auch, dass es so viel Geld ist, dass man nicht weiß, warum wie sollen wir das packen, aber es ist nachweislich auch so, dass man deutlich kreativer wird, wenn man eben nicht alle Mittel zur Verfügung hat Und dafür muss man dann eben auch und das schließt sich der Kreis wiederum, sich reinknien, die Sachen verstehen, eintauchen und umsetzen. Ja.

Christoph Magnussen:

Dafür stehen alle Mittel zur Verfügung, mehr als es je gab.

Sarah Rojewski:

Genau und das finde ich ist immer so mein positiver Take, wenn ich daran denke, was ich damals, als ich mein geisteswissenschaftliches Studium begonnen habe und meine Eltern Angst hatten, dass ich irgendwie Taxifahrerin werde, weil mit irgendwas mit Medienstudium kann man doch nicht irgendwie erfolgreich werden. Dass dass das irgendwie die so die für mich immer so dieser Beweis ist, dass es ganz ganz viele Punkte in meinem Leben gab, wo ich bestimmte Entscheidungen basierend auf meinen Präferenzen, auf meinen Talenten getroffen hab, gesagt hab, da zieht mich gerade etwas hin, natürlich auch das richtige Netzwerk und ich jetzt auch niemals gedacht hätte, dass ich im Thema KI natürlich landen werde und dass sich das aber früh abgezeichnet hat. Aber ich bin diesem einen Schritt Es gibt immer diesen einen weiteren roten Punkt, der sich am Ende in der Rückschau zu roten Faden verbinden lässt. Und das diese Möglichkeit haben wir gerade alle. Wir können den nächsten roten Punkt setzen und der muss nicht auf 1 vorgefertigten Roadmap liegen, die schon Hunderte, Tausende oder andere von uns auch schon durchlaufen haben.

Sarah Rojewski:

Und wenn wir Kinder fragen, was sie gerne werden wollen, dann und was sie gerne machen wollen und dann gehen die, dann gibt's natürlich so große Berufsgruppen wahrscheinlich immer noch so wie früher. Wollte Astronautin werden und dann wollte ich aber auch mal Ballerin werden. Also ich hatte alle möglichen alle möglichen Wünsche und Träume. Aber genau, ich hatte Wünsche und Träume und die waren erst mal auch gar nicht so unrealistisch, weil ich hab mir dann ja als Kind keine Gedanken drüber gemacht, was muss man denn alles bis dahin können und tun und welche Hürden müssen überwunden werden oder welche Steine könnten sich mir in den Weg stellen und hab ich den richtigen Körperbau, Astronautin zu sein oder ich hab auch nicht drüber nachgedacht, dass ich Mädchen bin oder ob ich Junge, all diese Dinge. Es waren ja nicht in meinem Mind Space und manchmal versetz ich mich total gern da rein zu überlegen, wie wenn ich mit soner ganz kindlichen Perspektive da rangeht, sagen, okay, wenn ich jetzt morgen das machen möchte und dann fühlt sich das erst mal total toll an, weil ich mich ja visuell in sone Szene reinversetze, wo ich grad was total Aufregendes tue.

Sarah Rojewski:

Und dann KI jetzt hinzuzunehmen, also so wie das Thema so, ich kann plötzlich was bauen, ich kann eine Webseite bauen, ich mache ab, als ich meinen ersten KI Agenten gebaut habe, ich bin ausgeflippt, Du kannst es dir nicht vorstellen. Oh, that's Ich mein, das glücklichste Person so aus. Bin wirklich, ich hab den ganzen Abend hab ich gedacht, was ist

Christoph Magnussen:

ja auch nicht nur eine Webseite, das ist ja

Sarah Rojewski:

eine App,

Christoph Magnussen:

die läuft auf einmal.

Sarah Rojewski:

Was bin ich für eine tolle Person? Ja, zurecht? Nee, also aber wirklich dieses sich Erst mal den Punkt sagen, es ist erst mal grade, wir sind in in einem Raum in 1 Zeit, in der erst mal unglaublich viel möglich ist, wo ich unglaublich viel lernen kann, dass wir wieder lernen, uns am Lernen zu erfreuen. Dass wenn wir merken, wenn Neuronen sprießen und wir neuronale unsere neuronalen Netzwerke verbinden, weil wir was Neues gemacht haben, dass das richtig, richtig tolles Gefühl ist, wie so nach so einem Sport-High. So, ich hab mich richtig angestrengt und ich hab was erreicht, dass wir das wieder feiern.

Sarah Rojewski:

Und wenn wir's dann geschafft haben, dass wir auch stolz darauf sein können, dass wir nicht irgendwie Ich bin mit sonem auch häufig mal mit sonem Spruch aufgewachsen mit Eigenlob stinkt. Das habe ich mir versucht abzulegen und Engelsflügel. Ja, so und eigentlich Du meinst auch so, Engelsflügel. Das, dass Du jetzt hier irgendwas Neues erlebt hast und dieses so, wir dürfen uns auch als Erwachsene dann dafür feiern. Und das finde ich irgendwie, dieses positive, diese Stimmung mitzugeben mit, wir haben in was für tollen Zeit dürfen wir eigentlich gerade leben?

Sarah Rojewski:

In was für Gestaltungsspielraum wir alle aktiv sein können, wenn wir in uns investieren und lernen wollen.

Christoph Magnussen:

Das find ich richtig schönes Abschlussplädoyer und möchte diejenigen, die wie ich und wie Du eigentlich digital natives sind, auch noch mal sagen, ich hab's in einem der letzten Videos gesagt, die AI Natives werden drauf scheißen, wenn ihr nicht mit Gas gebt, wenn wir nicht mit Gas geben und dran machen, weil die machen's dann halt. Und ihr könnt euch hier platt diskutieren und wie man's machen würde. Die werden irgendwann sagen, Leute, ist mir echt zu doof. Ich mach das einfach jetzt mit KI und fertig. Ja.

Christoph Magnussen:

Danke für die Reise und den Blick, weil das haben wir tatsächlich so noch nicht gehabt und ich hab jetzt paar Aspekte dabei gehabt, wo ich auch dachte so, ach krass, stimmt, guck mal, hab ich noch gar nicht so gesehen. Gibt's irgendwas, wo Du das Gefühl hast, das hab ich jetzt vergessen, dich zu fragen oder der Punkt, der muss definitiv noch mit rein? Irgendwas, wo Du sagst, das dürfen wir nicht runterfallen lassen.

Sarah Rojewski:

Also wir hatten Also ich glaub, mein mein mein Schlussplädoyers, glaub ich, genau das. Deswegen bitte bitte lasst uns mutig sein. Lasst uns nicht uns entmutigen. Wir sind in stürmischen Zeiten, wie man das so sagt und aber wir haben haben auch die Möglichkeit, jeden Tag genau das umzusetzen und vielleicht letzter Aspekt, der größte KI Sicherheitswarner, der der Data Scientist, der uns seit Monaten, Jahren davor warnt, dass KI irgendwann die Weltherrschaft übernimmt, ist gefragt worden mit all seinen dystopischen Gedanken und er ist sich unglaublich sicher, Roman Yampolskiy ist sich unglaublich sicher, dass die Welt untergehen wird wegen KI und er ist gefragt worden, aber wie schafft wie kannst Du denn dann nachts schlafen? Und dann sagt er, ich kann das aktuell nicht beeinflussen.

Sarah Rojewski:

Also nur in meinem Einflussrahmen kann ich agieren und darin agiere ich mit all meinem Purpose, mit all meiner Leidenschaft und ich stehe jeden Tag auf, ich verbinde mich mit meinen Freunden, mit meiner Familie und ich mache jeden Tag die menschliche Verbindung, die mich glücklich macht, wo ich abends glücklich zu Bett gehen kann. Und das finde ich eigentlich einen sehr schönen Take, vor allem von jemandem, der irgendwie glaubt, dass die Welt untergeht.

Christoph Magnussen:

Okay. Ich glaube, und das können wir so stehen lassen. Ja. Und deswegen, dein Abschlussplädoyer ist genau das Richtige.

Sarah Rojewski:

Danke, dass ich da sein durfte.

Christoph Magnussen:

Danke.